Abi – und dann? Berufsinfotag am HHG

Studium, Ausbildung oder doch ein soziales Jahr? Entscheidende Fragen nicht nur für die 120 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 (Q1) des Heinrich-Heine-Gymnasiums ein Jahr vor dem Abitur. Für sie war es aber Grund genug, um sogar am vergangenen Samstag zur Schule zu kommen.
„Der Berufsinformationstag bei uns am Heine soll grundsätzlich eine Entscheidungshilfe auf dem Weg zur Berufsfindung bieten, Informationen vermitteln und vor allem können die Schülerinnen und Schüler auch erste Kontakte knüpfen“, so Anna Maischatz, die die Studien- und Berufswahl am Heinrich-Heine-Gymnasium koordiniert. Ein besonderes Plus ist das große  Angebot an Referentinnen und Referenten aus den verschiedenen Berufsfeldern bzw. Ausbildungs-/ und Studiengängen. Es orientiert sich an im Vorfeld angegebenen Wünschen der Schülerinnen und Schüler. In drei jeweils einstündigen Blöcken stellen auch ehemalige HHG Schüler ihre Berufe vor, berichten über Studiermöglichkeiten und beantworten vor allem die Fragen der Schüler.
Einer der Gastredner ist Steffen Veen, der Schüler über den medizinischen Sektor informiert. Er absolvierte nach seinem Abitur zunächst eine Ausbildung als Krankenpfleger, nachdem er seinen Zivildienst in einem Krankenhaus gemacht hatte. Nach einem Jahr beim ambulanten Pflegedienst entschied er sich für ein Medizin-Studium. Er bekam auch ohne 1er Abiturzeugnis aufgrund seiner Vorerfahrungen einen Studienplatz. „Die Ausbildung ist keine verlorene Zeit, wenn möglich würde ich aber direkt studieren“, rät Veen.

Am Samstag konnten sich die Heine-Schüler auch bei folgenden Gastrednern über ihren Berufswunsch informieren:

Prof. Dr. rer. nat. Andrea Ostendorf (ehemalige HHG-Schülerin) ist Lehrende an der Hochschule Ruhr-West und stellt die Studien- und Berufsmöglichkeiten vor, die sich im Bereich der Naturwissenschaften und MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ergeben. Auch wird sie einen kleinen Einblick geben, inwiefern Schule und Studium sich unterschieden.

Frau Nowroth ist zurzeit Studienreferendarin am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Gelsenkirchen/ dem HHG. Im Rahmen ihres Studiums hat sie im Ausland gelebt und informiert euch heute über das Leben und Studieren im Ausland, über ihre Erfahrungen im Englischstudium  sowie über „work & travel“.

Frau Savelkouls ist Ausbildungskoordinatorin bei unserem Kooperationspartner, der Volksbank Bottrop-Kirchhellen. Mit Auszubildenden aus den aktuellen Azubijahrgängen stellt sie gemeinsam die Ausbildungsmöglichkeiten in ihrem Betrieb vor.

Oberleutnant zur See Bussek ist Einstellungsberater bei der Bundeswehr im Bezirk Recklinghausen und der Umgebung. Er stellt die Wege und Möglichkeiten vor, die diese in Hinblick auf Ausbildungen und Studiengänge bietet. Hierbei ist ein vielfältiges Angebot sowohl im militärischen als auch im zivilen Sektor zu nennen, sowohl Ausbildungen, duale Angebote als auch Studienangebote sind möglich.

Herr Prof. Dr. rer. pol. Halver ist Dozent und Leiter des Wirtschaftsinstitutes der Hochschule Ruhr-West. Nach seiner Promotion in Volkswirtschaftslehre war er unter anderem als Unternehmensberater, als Dozent für Standort- und Marktforschung, aber auch für Volkswirtschaftslehre und Regionalökonomie – teils auch im Ausland – tätig.

Herrn Scheunemann kennt ihr bereits. Er ist als „Abiberater“  bei der Agentur für Arbeit tätig und kann individuell vor allem diejenigen beraten, deren Wünsche in keiner der anderen Gruppen des Blocks berücksichtigt würden.

Frau Kauz ist Studienberaterin an der Hochschule Ruhr-West. Sie stellt das Studienangebot dieser Hochschule vor. „Direkt um die Ecke“ kann dort zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre – Internationales Handelsmanagement & Logistik, Mechatronik, Elektrotechnik, Informatik, Internationale Wirtschaft und vieles mehr studiert werden.

Frau Schulz arbeitet für die Polizei im Bereich Recklinghausen, zu dem auch Bottrop gehört. Sie ist als Einstellungsberaterin tätig und informiert über die Berufsmöglichkeiten, die die Ausbildung und der Dienst bei der Polizei bieten kann. Auch auf die Studienmöglichkeiten in wird eingegangen.

Frau Bürger arbeitet für das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten und stellt das Programm „Lifetime“ vor. Im Rahmen des „Bundesfreiwilligendienstes“ oder Praktika in Tages- und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in Einrichtungen der Seniorenhilfe kann hier eine interessante Übergangsmöglichkeit vermittelt werden. Auch die Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) werden vorgestellt.

Herr Jimmenez hat ebenso wie Herr Bortz am Heine seine Leidenschaft für Kunst entdeckt und beide studieren nun in Dortmund Grafik-Design. Ihr Vortrag stellt nicht nur die Studeininhalte vor sondern geht auch auf Fragen ein, die den Zugang zu einem künstlerischen Beruf betreffen.

Frau Born ist für das Finanzamt Bottrop als Ausbildungsbeauftragte tätig und stellt die Ausbildungs- und Studiengänge in diesem Zusammenhang vor. Unter  dem Motto „im Schloss studieren“ bietet das Finanzamt unter anderem die Möglichkeit, Diplom-Finanzwirt/in zu werden.

Herr Stahl arbeitet beim WDR in Siegen und ist dort als Rundfunkredakteur tätig, nachdem er an der Universität Dortmund ein Diplom im Bereich Journalistik abgeschlossen hat. Er stellt euch seine Tätigkeit und die Zugangsmöglichkeiten zu Berufen im Bereich „Medien“ vor.

Herr Veen (ehemaliger Heine-Schüler) hat nach seinem Abitur zunächst eine Ausbildung als Krankenpfleger absolviert und dann Medizin studiert. Zurzeit ist er als Assistenzarzt tätig. Er berichtet über die Berufsmöglichkeiten – und die Wege zu ihrem Erreichen – die der medizinische Sektor bietet.

Frau Kaplan ist Diplom-Pädagogin und Systemische Therapeutin und arbeitet beim Jugendamt Bottrop, unter anderem im „Netzwerk gegen Gewalt an Schulen“. Außerdem promoviert sie zurzeit im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Soziale Berufswege werden von ihr dargestellt.