Akademie Lernferien NRW: „Die Ideen von morgen. Gründergeist und Start Ups.“

lernferiennrwPaul Kosel (Q1) hat an der Osterakademie „Lernferien NRW- Begabungen fördern“  zum Thema „Die Ideen von morgen. Gründergeist und Start  Ups.“ teilgenommen und sich intensiv mit dem Thema der konzeptionellen Ausrichtung von Start up- Unternehmen im Hinblick auf ein mögliches gesellschaftliches Innovationspotential beschäftigt.

Hier der Erfahrungsbericht von Paul:

„In den diesjährigen Osterferien wurde an der katholischen Akademie Wolfsburg in Mülheim an der Ruhr etwas ganz besonderes veranstaltet: 5 Tage Lernferien. Das klingt zunächst nicht sonderlich interessant, aber ich wurde schnell eines anderen belehrt.

 Die anderen Teilnehmer waren nett, die Veranstallter sehr aufgeschlossen und das Thema dieser Lernferien allzu wissenswert. Wir haben uns mit Start-Ups beschäftigt und sind auf unserer Reise durch NRW auf ganz verschiedene Unternemen, Unternehmer und Unternehmenswertes gestoßen. So waren wir zum Beispiel zu Gast bei der Reflact AG, einem Unternehmen das sich darauf spezialisiert hat, andere Firmen dabei zu unterstützen ihre Arbeitsumgebung zu digitalisieren. Andererseits haben wir aber auch Gäste in der Wolfsburg empfangen, wie einen Pop-Kantoren, dessen Ziel es ist, die katholische Kirche nennenswerter für die jüngere Generation zu machen, indem er neue Lieder entwickelt, die moderner als die traditionellen Kirchengesänge sind.

 Es ging aber nicht nur, wie man bei dem Wort Lernferien denken mag, um das Lernen. Schon nach dem ersten Treffen vor Ort ging es erst einmal in einen Klettergarten. Des Weiteren haben wir gelernt, journalistische Texte zu schreiben, aber auch kreativ zu sein. Hinzu kommt die Zisterne, welche jeden Abend begehbar war und mit ihrer üppigen Ausstattung an Unterhaltungsmöglichkeiten immer für Spaß sorgte. Wenn man nicht gerade Billard gespielt hat, wurden Lieder gesungen oder man hat sich einfach unterhalten.

 Alles in allem sind Lernferien, meiner Meinung nach, sehr weiter zu empfehlen. Es schadet nie, mehr zu wissen als andere.“

Die „LernFerien NRW – Begabungen fördern“ sind ein innovatives Angebot zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schüler in NRW. Während eines mehrtägigen Aufenthaltes an außerschulischen Lernorten werden sie intensiv durch qualifizierte Fachkräfte betreut.

Die „LernFerien NRW – Begabungen fördern“ richten sich im Rahmen der Talentförderung am HHG an leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus der Q1.

Das Angebot bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Ziel ist, Persönlichkeit, Motivation und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Die Teilnahme wird zudem zertifiziert.

Bei Interesse bitte bei Herrn Schopper melden.

Den Wochenplan der Lernferien kann man hier einsehen:

22_Muelheim_LF_NRW_Ostern_2018_BF11-12_Wochenplan_KW14(1)

Weitere Informationen gibt es auf http://www.lernferien-nrw.de/lernferien-angebote/begabungen-foerdern.html#_.

 

Im Folgenden findet man den Bericht, der auf der Homepage der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim, publiziert wurde:

25 begabte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Gymnasien und Gesamtschulen NRWs nahmen in diesem Jahr an der erfolgreichen Osterakademie der Wolfsburg teil. In der Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung in NRW standen die diesjährigen Lernferien unter dem Themenschwerpunkt „Gründergeist und Start-Up“.

Ganz zu Beginn der einwöchigen Ferienakademie ging es für die motivierten Jugendlichen im hauseigenen Klettergarten, unter der Einweisung von Teamlive-Trainer Stefan Schulte ter Hardt, hoch hinaus. Erste Kontakte wurden bei der munteren Gruppe schnell geknüpft und eigenen Grenzen ausgetestet.

Die erste Veranstaltung beschäftigte sich mit der Frage: Was haben Talent und Begabung mit Gründergeist zu tun? Benjamin Fricke, Programmleiter der TalentMetropole Ruhr gGmbH, lieferte wichtige Denkanstöße für die Jugendlichen, denn die Entscheidung, was eine Begabung oder ein Talent ausmacht, führte zu keiner eindeutigen Antwort.

Über die Unternehmerische Verantwortung referierte Patrick Bottermann, Projektmanager im CSR Hub NRW an der Wolfsburg. Er sensibilisierte die jungen Talente für die Wichtigkeit innovativer Unternehmensgründung. Mithilfe des von Bottermann konzipierten Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler sich erstmals in die Rolle eines Start-Up-Unternehmens hineinversetzen und die Komplexität eines solchen Prozesses verstehen. „Es ist eine besondere Herausforderung, in einem kurzen Zeitraum von nur 3 Minuten unsere Gründeridee präsentieren zu können“, stellte eine Teilnehmerin überrascht fest. Im Gespräch mit dem Gründer Jan Bergerhoff erfuhren die Teilnehmenden mehr über den Aufbau eines Start-Up-Unternehmens. Mit seiner jungen Firma CASE gGmbH – candidate select – konnte der überzeugte Gründer seine Idee eines simplen und fairen Abschlussvergleich überzeugend vermarkten.

Auch die neuen Popkantoren des Bistums Essen arbeiten unter „Start-Up“-Bedingungen. Es gilt ein neues Publikum für christliche Pop- und Rockmusik zu erschließen und Formate zu entwickeln, die die Richtung des „Praise and Worship“ mit den Erwartungen katholischer Christen verbinden. Das zeigte Martin Drazek am Klavier mit seiner Frau als Gesangsinterpretin. In gut zwei Jahren wird dann entschieden, wie es mit dem Projekt „Innovative Musiker“ weitergehen wird.

Zwei Exkursionen rundeten die erfolgreichen Akademietage durch praktisches Wissen ab. Die Teilnehmenden der Osterakademie wurden von Hartmut Scholl, dem Gründer der reflact AG Oberhausen, in seiner Firma herzlich willkommen geheißen. Unter dem Motto „Gründergeist und die Ideen von morgen“, durften die jungen Talente die neusten Technischen Highlights der Firma entdecken. Alexa Skills und HoloLens, eine Brille, die ein Hologramm in den Raum befördert, wurden ausprobiert. „Hier stehen euch immer Türen offen“, ermutigte Hartmut Scholl die Teilnehmenden.

In Bochum gab es bei Zolitron sogar ein Sofa, Popcorn und Kekse, 15 Menschen verbinden Arbeit und Leben und entwickeln hochengagiert kognitive Sensoren, die effektiv z.B. den Füllstand von Glascontainern messen können, oder die Belegung von Parkflächen im Stadtraum. Selbst ob ein PKW, Elektroauto oder LKW parkt, lässt sich anhand des Magnetfeldes unterscheiden. Und das ist erst der Anfang: Zolitrons Entwicklungsmöglichkeiten sind gewaltig. Einen Flaschenhals für die weitere Entwicklung bilden laut CEO Arndt Zinn dabei weder Investorengeld noch Aufträge, sondern die Suche nach geeigneten neuen Mitarbeitenden, weshalb gute Kontakte zur Uni Bochum gepflegt werden.

In dieser Woche sind Freundschaften entstanden, neue Interessen und neues Engagement geweckt worden und kaum einer wollte wirklich abreisen – so kann es gehen! (JJ/Kei)

http://die-wolfsburg.de/aktuelles/detail/artikel/die-ideen-von-morgen-start-up-und-gruendergeist-in-der-osterakademie-2018.html#!alternate[‚gallery‘]/0/