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Känguru-Wettbewerb 2017

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Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Fachlehrer:

Hannah Jokisch, Gabriel Ruhmann, Chiara Steffan, Tilko Becker, Len Bork, Herr Biermann und Gertz

Am internationalen Känguru-Wettbewerb der Mathematik, der zentral durch den Verein Mathematikwettbewerb Känguru e.V mit dem  Sitz an der Humboldt-Universität Berlin vorbereitet und ausgewertet wird, haben mehr als 6 Millionen Schülerinnen und Schüler in über 60 Ländern weltweit, deutschlandweit 900.000 Schülerinnen und Schüler aus über 10.950 Schulen teilgenommen.

In vielfältigen Aufgaben waren logisches Denken, geschicktes Kombinieren und Strukturieren, Gefühl für Größenordnungen, geometrisches Vorstellungsvermögen, strategisches Vorgehehen und manchmal gesunder Menschenverstand gefragt. Diese sind alle   Fähigkeiten, die im Mathematikunterricht besonders gelernt werden und auch im Alltag oder auch in der Forschung begegnen können bzw. erforderlich sind.

So ging es etwa um einen beschwipsten Igel auf dem Heimweg, die Wochenplanung für das neue Hobby, ein Regal, das unter eine Dachschräge passen soll, oder das Badmintonspiel in den Ferien.

Auch das Heinrich- Heine Gymnasium beteiligte sich mit 169 Schülerinnen und Schülern aus den Stufen 5-13 an diesem Wettbewerb.
Wir als Schulgemeinde freuen uns, dass so viele Schülerinnen und Schülern an diesem Wettbewerb teilgenommen haben und gratulieren vor allem unseren Preisträgerinnen und Preisträgern, die im bundesweiten Vergleich von über 900.000 Schülerinnen und Schülern ermittelt wurden:

Tilko Becker (6b, 2. Preis), Chiara Steffan (6c, 2. Preis), , Gabriel Ruhmann (6b, 2. Preis), Hannah Jokisch (6c, 2. Preis), Len Bork (5c, 3.Preis).

Wir hoffen, dass auch im nächsten Jahr viele Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung und Freude an der Mathematik dabei sind.

Heine-Schüler reisen in eine Art Europa-Camp

HHG schickt ein Test-Team in den Ferien zu einem Sport- und Sprachprojekt nach Nordspanien. Schule will den Sprachenbereich und den europäischen Gedanken stärken.

So macht Schule richtig Spaß – sogar in den Ferien. Ihre letzte Ferienwoche werden nämlich acht Schülerinnen und vier Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums der Schule „opfern“. Sie reisen für eine Woche zu einem Sport- und Sprachprojekt nach Nordspanien. Dort – in Zarautz – werden sie zusammen mit anderen Schülern aus Europa Wellenreiten lernen und ihre Sprachkenntnisse in Englisch und Spanisch verbessern. „HHG goes Europe“ heißt das Motto.

Ausgedacht hat sich das Projekt Jan Wachtmeister, Sport- und Spanischlehrer am HHG. Wir wollen den Sprachenbereich an unserer Schule und auch den europäischen Gedanken stärken“, erklärt Tobias Mattheis, designierter Schulleiter am HHG, die Hintergründe. Geplant ist eine Art Europa-Camp, in dem Jugendliche aus vielen Ländern Europas Zusammenkommen, Sport machen, sich kennenlernen, Kontakte knüpfen.

Bei all dem „Mint-Hype“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in den letzten Jahren, seien die Geisteswissenschaften und die Sprache ein wenig zu kurz gekommen, findet Tobias Mattheis, Leiter des HHG. Obendrein sei der europäische Gedanke derzeit in Europa nicht sonderlich populär. Dem setzt das HHG nun sein neues Projekt entgegen, das von der Schulaufsicht genehmigt wurde. Härtetest im August.

Jan Wachtmeister, eine Kollegin und die zwölf Schüler reisen in den kleinen Ort im Baskenland, wo es am Atlantik in den Sommermonaten ein Surfcamp gibt mit internationaler Atmosphäre und Gästen aus vielen Ländern Europas.

Pilotprojekt

Von den Erfahrungen der 14 „Testpersonen“ wird es abhängen, ob das Projekt 2018 Teil des Schulkalenders wird und ob man dafür auch in Schulen anderer europäischer Länder die Werbetrommel rühren wird.

Denn das ist das Ziel, hier mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Europa zusammenzukommen und neben dem Surfen vor allem Spanisch, aber auch andere Sprachen zu lernen. Die teilnehmenden Schüler hatten alle Spanischunterricht, in der Oberstufe kommt nun zu ihrem Bedauern aber kein neuer Kurs zustande. Aber Sprache lebt ja ohnehin vom Miteinander: „Es wäre cool, wenn da neue Freundschaften entstehen“, meint ein Schüler.

Mitreisen dürfen Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase, die mindestens 16 Jahre alt sind. Von Sportlehrer Wachtmeister haben sie einen Trainingsplan bekommen, um richtig fit für die sportliche Herausforderung zu sein. Und richtig gut schwimmen können müssen sie natürlich auch, „mindestens Bronze“, haben alle, manche auch Schwimmabzeichen in Gold.

WAZ-Bericht von Ute Hildebrand-Schulte vom 11.7.2017

 

HHG Surfcamp 2

Abiturgottesdienst: Kollekte für Ostafrika-Hilfe

Bei dem Abiturgottesdienst am 30. Juni in St. Elisabeth haben die Abiturientinnen und Abiturienten  zusammen mit ihren Gästen 400,85 Euro für die Ostafrika-Hilfe gesammelt.

Dafür ein herzliches Dankeschön!

 

Abi Gottesdienst

 

 

 

 

 

 

FAZ über die Ökonomisierung der Bildung

Noch am 27.4.2017 berichtete die WAZ:  Das Heinrich-Heine-Gymnasium will nun auch die Geisteswissenschaften fördern und hat dafür einen Kooperationsvertrag mit der entsprechenden Fakultät der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen.      http://hhg-bottrop.de/heinrich-heine-gymnasium-foerdert-geisteswissenschaften/

Passend zum Thema berichtet heute die FAZ unter dem Titel „Die Trauer der Universitäten“:

Die neoliberale Ideologie hat zu einer radikalen Veränderung von Schule und Hochschule geführt. Denn wenn Erkenntnis durch Kompetenz ersetzt wird, bleibt von der Bildung nichts mehr übrig: In Frankfurt tagte die erste Inkompetenzkonferenz. / von Hannah Bethke, Volontärin. / FAZ 11.7.2017

Kompetent sein will jeder – zumindest jeder, der es zu etwas bringen will. Kompetenzen, so ist allenthalben zu hören, sind der Schlüssel zum Erfolg. Wer sich heute eines umfangreichen Sachverstands und vielseitiger Fähigkeiten rühmen kann, gilt in einer mobilen Wissensgesellschaft wie der unseren als bestens vorbereitet. Was also sollte an einer kompetenzorientierten Bildungspolitik verkehrt sein?

In welchem Ausmaß derjenige falsch liegt, der dies annimmt, veranschaulichte die „Frankfurter (In-)Kompetenzkonferenz“, die am vergangenen Wochenende am Frankfurter Universitätsklinikum stattfand. Veranstaltet wurde die interdisziplinäre Tagung in der Tradition der „Frankfurter Einsprüche gegen die Ökonomisierung der Bildung“, die 2005 erstmals vorgetragen wurden. Sie sind als kritische Entgegnung auf die radikale Umwälzung zu verstehen, die sich an deutschen Universitäten seit der Bologna-Reform vollzieht.

Die Konferenz zielte auf eine Entlarvung des Kompetenzbegriffs, der seine Wurzeln in der Ökonomie hat und in allen einschlägigen bildungspolitischen Profilen, Curricula, Prüfungsordnungen, Lernzielen, Lehrplänen und Studienordnungen eine geradezu beängstigende Karriere gemacht hat. Das Ziel von Bildungsprozessen, sagte der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann, sei nicht mehr Bildung, sondern der umfassend kompetent gewordene Mensch. Sachkompetenz, soziale Kompetenz, interkulturelle Kompetenz – die von Liessmann präsentierte Liste der Fähigkeiten, auf deren Erwerb Schule und Studium ausgerichtet seien, ist lang.

Die Dominanz der Anwendungsorientierung

Das Wissen trage seinen Zweck nicht mehr in sich selbst, sondern unterliege dem Kriterium der Anwendbarkeit. Dass sich diese Entwertung von Inhalten in den Curricula spiegelt, zeigten Johanna Gaitsch und Bernadette Reisinger von der Universität Wien. Der fachliche Anteil werde immer schmaler. Das Verhältnis von Wissen und Können, erklärte Liessmann, sei durch die Dominanz der Kompetenz verkehrt worden: Die Sache selbst sei nur noch das Mittel, um etwas zu können. Was zählt, sei messbare Tätigkeit, Nützlichkeit, Problemlösung. Damit aber würden Schülern und Studenten die Erkenntnislust und Neugier genommen, deren sie doch bedürften, um die Wirklichkeit verstehend zu durchdringen.

In der Praxis sieht das dann so aus: Man kann studieren, ohne gebildet zu sein. Man kann das Abitur erlangen, ohne Fachwissen erworben zu haben. Wer das nicht glaubt, werfe einen Blick auf heutige Abitur- und Prüfungsaufgaben. Hans Peter Klein, Lehrstuhlinhaber für Didaktik der Biowissenschaften an der Universität Frankfurt, hat die Probe aufs Exempel gemacht und Neuntklässlern Abituraufgaben im Fach Biologie vorgelegt. Sie hatten keine Schwierigkeiten, die Aufgaben zu lösen, denn alles, was sie dort zu beantworten hatten, stand in dem der Aufgabe beigefügten Text. Ähnliches, auch das zeigte die Konferenz, gilt für die Pisa-Studie, die sich ebenso wie das Zentralabitur in Kenntnis der Prüfungsinhalte als reiner Etikettenschwindel erweist.

Neoliberale Aufweichung der Bildung

Das Ergebnis der Kompetenzorientierung, so lautete der Grundtenor aller Referenten bei der Konferenz, ist die Erziehung zur Inkompetenz. Der Prozess einer „Verflachung“ (Bernhard Kempen) der Bildungslandschaft werde verstärkt durch die Inflationierung von guten Noten und der auf der Konferenz stark kritisierten Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die unaufhörlich höhere Studentenzahlen fordert. Die Ursache all dessen nannte der Hamburger Mathematiker Jürgen Bandelt unter Zustimmung der Anwesenden beim Namen: Der Neoliberalismus habe das humanistische Bildungsverständnis zerstört.

Aber warum leistet niemand Widerstand? Warum lassen die Hochschullehrer sich das gefallen? Zu wenig Rückgrat, befand Liessmann. Zu viel Druck durch Drittmittelvergabe und prekäre Beschäftigungsbedingungen, gab Klein zu bedenken. Die Verschulung der Universität sei ein ungewollter Effekt, sagte der Bielefelder Soziologe Stefan Kühl.

Das allerdings ist kaum zu glauben, wenn man bedenkt, wie beharrlich die neoliberale Aufweichung der Bildung vorangetrieben wird, obwohl sie seit Jahren von massiver Kritik durch Medien, Lehrer und Hochschullehrer begleitet wird. Denn was auf der Konferenz vorgetragen wurde, ist, von einzelnen Begriffen abgesehen, an denen sich die Kritik jeweils entzündete, keineswegs neu – und das ist vielleicht das eigentlich Erschreckende daran. Es wird seit geraumer Zeit auf die Folgen dieser ökonomisierten Bildungspolitik aufmerksam gemacht: auf den Niveauverfall an Schulen und Hochschulen, auf die Prekarisierung des akademischen Mittelbaus, auf die „Praxis der Unbildung“ (Liessmann) und den schleichenden Ersatz von Wissen und Inhalt durch Didaktik, Präsentation und Methode. Zu einer sichtbaren Veränderung des bildungspolitischen Profils haben diese Einsprüche bislang nicht geführt.

Die Macht der Eltern

Natürlich mag es wohltuend sein, sich einmal – was in diesen Fragen selten genug passiert – in einer Gemeinschaft der Gleichgesinnten zu bewegen. Denn dadurch erspart man sich die vergebliche Mühe, erst einmal langwierig (ohne jedoch auf das Verständnis des Gegenübers hoffen zu dürfen) zu erklären, warum es denn ein Problem darstellt, wenn Schüler und Studenten immer weniger wissen und nicht einmal mehr die Grundrechenarten und die deutsche Rechtschreibung beherrschen. Die Aussichten dürften indes gering sein, dass eine solche Zusammenkunft wie die Konferenz irgendetwas bewirkt. Mathias Brodkorb, langjähriger Bildungsminister, inzwischen Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern, wies darauf hin, dass sich die gesellschaftliche Realität woanders abspiele. Was an einer Schule stattfindet oder nicht und wie darauf reagiert wird, werde nicht maßgeblich von den kritischen Einsprüchen der überregionalen Tagespresse beeinflusst, sondern von den kleinen Lokalzeitungen am Ort, von der Stimmung vor der eigenen Haustür.

Klein verwies darauf, dass Eltern auf lokaler Ebene sehr viel mehr ausrichten könnten als Lehrer und Hochschullehrer. Das zeige etwa die Umstellung von G9 auf G8: Die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre wird mittlerweile in vielen Bundesländern wieder zurückgenommen. Nur: Jeder, der den Schulalltag kennt, weiß, dass Eltern in aller Regel nun gerade nicht zu denjenigen gehören, die es begrüßen, wenn das Lernniveau angehoben und ihren Kindern mehr (beziehungsweise überhaupt etwas) abverlangt wird. Sobald ein Schüler schlecht benotet wird – und „schlecht“ bedeutet in heutiger Übersetzung alles, was schlechter als eine Zwei ist –, müssen die Lehrer damit rechnen, dass die Eltern sich beschweren, ihnen eine ungerechte Behandlung ihres Kindes vorhalten und jeglichen Anteil des Schülers an seiner nicht als gut eingestuften Leistung abstreiten.

Wenn also Hochschullehrer, Lehrer und Medien nichts Wesentliches ausrichten können und mit Eltern nicht zu rechnen ist – was bleibt dann noch? Die Konferenzteilnehmer zeigten sich kämpferisch. Sind die proklamierten Bildungsziele überhaupt noch verfassungskonform? Manch einer setzte auf den juristischen Handlungsspielraum – sofern es ihn gibt. Dass es an der Zeit sei, gegen die „kompetenzorientierte“ Bildungspraxis Widerstand zu leisten, darin schienen sich alle einig zu sein. Doch der Weg zum bildungspolitisch wirksamen Widerstand muss wohl erst noch gefunden werden. Es steht zu hoffen, dass die Initiatoren schon einen Schritt weiter sein werden, wenn sie sich zur nächsten Bildungskonferenz versammeln, die im kommenden Jahr geplant ist.

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Nicht mehr zeitgemäß: vertiefende Lektüre, die intrinsisch motiviert ist. Im Zeitalter der Kompetenzorientierung unterliegt alles dem Kriterium der Nützlichkeit, Messbarkeit und Anwendbarkeit.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/die-erste-inkompetenzkonferenz-in-frankfurt-15100595.html

Heine-Gymnasium verteilt die Reifezeugnisse

Das Heinrich-Heine-Gymnasium hat jetzt seine Abiturienten des Jahres 2017 verabschiedet.

Genannt werden alle Schülerinnen und Schüler, die ihr Abitur bestanden und der Veröffentlichung ihres Namens in der Lokalpresse zugestimmt haben:

Lea Aleksic, Ali Alhakim, Celine Anhöck, Joshua Apke, Can Ata, Noah Ata, Cansal Ayhan, Katharina Banaszak, Nadine Beka, Daniel Berchem, Fabian Berg, Tristan Berghoff, Markus Bethscheider, Vanesse Biedermann, Elisabeth Birwe, Ann-Sophie Bombeck, Jonas Bombeck, Furkan Bozkurt, Lina Buchner, Büsra Cömez, Larissa Diesing, Florian Eckelt, Hannah Eichholz, Marilene Faulhaber, Niklas Feldhaus, Paulina Fingerhut, Yannik Gallus, Henri Gercer, Theresa Grobosch, Yesim Gürez, Kristin Hanna, Dustin Harazim, Clarissa Hartmann, Chantal Heß, Sven Ingenohl, Carina Jeschke, Paul Jüsten, Leon Kaminski, Rukiye Karaeli, Marvin Kerkhoff, Laurenz Kierdorf, Lukas Kiermaszek, Marco Konieczny, Eva Krusenberg, Vanessa Kunze, Steven Lentjes, Huang Lin, Leonie Maaß, Andre Meckenstock, Jan Philipp Mölders, Lauren Mondry, Jana Nethert, Nathalie Olivier, Yelda Oruc, Hersh Osman, Tristan Ostenförth, Gerrit Oswald, Paul Philipp, Dina Reuter, Hannah Robenek, Niklas Rudolph, Leon Schierbach, Alysa Schlüter, Lucia Schmidt-Steffen, Lia Schulze, Nina Schwarz, Jessica Seiffert, Dana Smolny, Lara Solty, Johanna Tavornik, Henning Thelen, Maya Thiemann, Lea Thomeczek, Züleyha Türkmen, Marie Vengels, MarieJori Waals, Joris Christina Wendt, Louis Wermter, Florian Wiesel, Tobias Wilmes, Gianluca Woestpeter, Valerie Woestpeter, Jan Glenn Wozniak, Duygu Yalcin, Silan Yesil, Olcay Yilmaz, Meltem Zeytin und Antje Zimmermann.

Abi 2017 WAZ

http://hhg-bottrop.de/wp-content/uploads/2017/07/Abi-2017-WAZ.jpg

WAZ 4.7.2016 / Foto: Thomas Gödde

Grußwort des Bundestagsabgeordneten Sven Volmering

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Grußwort von Michael Gerdes (MdB)

Grußwort zur Abiturfeier 2017

🔴 Treffen der Ehemaligen am 16. Dezember

Save HHG 16.12.

Bitte vormerken !

Am Samstag, den 16.12.2017 treffen sich die Ehemaligen des Heinrich-Heine Gymnasiums bzw. des ehemaligen Städtischen Jungengymnasiums !

OrtHeinrich-Heine Gymnasium, Gustav-Ohm-Str.65, 46236 Bottrop

Zeit: ab 18 Uhr 

Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor und informieren Sie weitere ehemalige HHG-Absolventen.

Anmeldungen:
Damit wir besser planen können, wird demnächst HIER eine Möglichkeit angeboten sich anzumelden (voraussichtlich ab Anfang September bis zum 1. Dezember)

🔴   http://hhg-bottrop.de/ehemalige-2/

SOMMERKONZERT: Musik von Harry Potter und Jurassic Park im HHG

Chöre und Instrumentalensembles des Gymnasiums zeigen an zwei Tagen ihr Können.

Den Sommer einzuläuten bedeutet am Heinrich-Heine-Gymnasium traditionsgemäß das allseits beliebte Sommerkonzert zu spielen. An zwei Tagen bewiesen drei Orchester, vier Chöre und mehrere Einzeldarbietungen, dass die musische Bildung eine große Rolle an der Schule spielt. Voll besetzt ist daher die Aula, denn Freunde, Familie und Schulkameraden lassen es sich nicht nehmen, die Musiker anzufeuern und zu feiern.

Canzonetta eigens für die Schule komponiert

Dafür ist auch Julia (14) da. „Ich war früher im Unterstufenchor, dem Chorissimo“, erzählt sie. „Jetzt möchte ich gucken, was der Chor Neues gelernt hat und natürlich meine Freunde anfeuern.“

Der Chor hat für das Konzert ordentlich geprobt. „Wir haben sogar einen ganzen Tag keine Schule gehabt, sondern geübt“, erzählt Chormitglied Annabell (10). „Wir sind gerne mit dabei und es macht unglaublich viel Spaß mit den Anderen zusammen zu singen.“

Mit einem gemeinsamen Stück startet das Konzert. Das Orchester der Schule und die „Sinfonietta“, das junge Orchester, spielen zusammen das Stück „Canzonetta“, das der Leiter der Musikschule, Ingo Brzoska, eigens für die Schule geschrieben hat, ist es doch mit den Tönen H-H-G geschrieben.

Orchester überzeugt das Publikum

Das Orchester überzeugt das Publikum mit gelungenen Darbietungen von Filmmusik von Harry Potter, die passend zum 20-jährigen Jubiläum des Buches für Gänsehaut in der Aula sorgt. Doch auch die Musik von Fluch der Karibik, Jurassic Park und Forrest Gump erklingt unter der Leitung von Kathrin Höfels. Auch mit dabei ist der Schüler-Lehrer-Chor „More Than Voices“. „Ich mache jetzt schon seit vier oder fünf Jahren mit und ich genieße es sehr“, meint Lehrerin Claudia Göke. „Es ist toll, wie wichtig Musik hier ist und wie viele Schüler begeistert bei der Sache sind.“

Die Chöre arbeiten immer fleißig mit den Orchestern zusammen am Programm. „Wir können uns gut mit der Musikfachschaft absprechen und so kommen immer besonders schöne Konzerte zustande.“

Und wie ist das so, mit seinen Lehrern zu singen? „Nicht wirklich anders als sonst“, sagt Julia (15). Die Schülerin ist das Küken im Chor. „Man lernt die Lehrer von einer anderen Seite kennen und das ist eigentlich ganz schön. Es macht viel Spaß.“

HHG-Sommerkonzert 2017

Quelle: Katrin Simoneit / WAZ 29.6.2017 / Foto: Michael Korte / Schülerensembles beim Sommerkonzert in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

Ex-HHG-Schüler – Pädagogik-Prof. – zum „Mythos“ Wilhelm von Humboldt

Die Vergötterung

Wilhelm von Humboldt wird seit je missverstanden. Kritische Bilanz eines Mythos.

Von Heinz-Elmar Tenorth / DIE ZEIT vom 22.6.2017

[Tenorth (geb. 1944) war Professor für Historische Bildungsforschung an der Humboldt Universität zu Berlin. Er machte 1965 sein Abitur am Heinrich-Heine Gymnasium Bottrop – damals noch Städtisches Jungengymnasium]

Über fehlenden Nachruhm kann er nicht klagen: Der Name Wilhelm von Humboldt ist – ebenso wie der seines jüngeren Bruders Alexander – jedem ein Begriff. Aber Wilhelm lebt offenbar nur noch als Mythos, man erinnert sich seiner nicht mehr als der gebildete Gelehrte, innovative Sprachforscher und souveräne Politiker, der er historisch war. Nicht als der von Goethe und Schiller geschätzte Gesprächspartner, nicht als der von konservativen preußischen Beamten als Liberaler gefürchteter Bildungsreformen. Wer war dieser Mann also wirklich, der vor genau 250 Jahren, am 22. Juni 1767, in eine Potsdamer Beamtendynastie hineingeboren wurde?

Wilhelm von Humboldt war »ein Preuße von Welt«, schreibt der Historiker Lothar Gail. Damit liegt er sicherlich richtiger als die Zeitschrift Cicero, die Humboldt kürzlich als »Rebell« feierte. Doch eine solche Haltung hätte sich mit Humboldt, dem aufgeklärten, gebildeten, zivilisierten Liberalen nicht vertragen. Auch verkennt dieses Attribut Humboldts Sinn für Realismus – besonders in seiner Bildungspolitik. Wer also aktuell meint, Humboldts Bildungsprogramm umstandslos für Kritik an Reformen ausbeuten zu können, hat ihn so wenig verstanden wie die Traditionalisten im frühen 20. Jahrhundert, die seine liberale Staatstheorie als Jugendsünde interpretierten. Dabei ist der historische Humboldt jenseits des Mythos die wahre Provokation, bildungstheoretisch, aber auch für die Bildungspolitik.

»Bildung« war nicht Humboldts einziges Thema, aber doch ein zentrales, alle Etappen seines Lebens von 1767 bis 1835 übergreifendes. Zunächst als ein Prozess der Selbstbildung, dann als Gegenstand seiner Schriften – kein Opus magnum, eher breit gestreut, nicht selten nur, wie er sie nennt, »Bruchstücke« —, nimmt die Frage der Bildung schließlich in seiner amtlichen Tätigkeit großen Raum ein.

Die Brüder Humboldt besuchten keine öffentliche Schule. Sie hatten aber prominente Privatlehrer, wie den Aufklärer Joachim Heinrich Campe, und sie lebten im Gespräch mit den Gebildeten ihrer Zeit. Mit Campe reiste Humboldt 1789 nach Paris, um die Revolution zu beobachten. Unzählige weitere »Bildungsreisen« folgen. Auch Humboldts Berufsleben war mobil: Nach dem Studium in Frankfurt/Oder arbeitet er als Jurist im Staatsdienst, als Diplomat in Rom, Wien und London, als Bildungsreformer in Berlin — und zwischendurch lebt er als Privatgelehrter fern vom Staat. Dabei sucht er die intellektuell inspirierenden Orte seiner Zeit auf: Göttingen, Jena, Paris, Madrid, Rom, Wien. Er nimmt teil an den Debatten der Klassik über Literatur und Philosophie und profiliert sich früh als ein distanzierter Beobachter seiner Welt, immer geleitet von der Frage, wie die Menschwerdung des Menschen legitimiert werden kann.

Humboldts Schriften dokumentieren die Breite seiner Themen: Die 1792 in Auszügen in Schillers Zeitschrift Thalia publizierten Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen zeigen den 25-Jährigen als einen für Deutschland bis heute singulären Denker des liberalen Staates. Später genießt Humboldt dafür im Ausland hohes Renommee; John Stuart Mill rezipiert ihn für sein Buch On Liberty, das 1859, mehr als 20 Jahre nach Humboldts Tod, erscheint.

Als politischer Denker propagiert Humboldt die Begrenzung des Staates auf die Garantie der Sicherheit der Bürger und plädiert zugleich für die Bildung der Nation, damit eine zivil-gesellschaftliche Praxis möglich wird. »Öffentliche Staatserziehung«, gar die Konstruktion von Gesinnungen durch den Staat sind ihm ein Gräuel.

Wenig später entsteht seine Theorie der Bildung. In diesem eher bruchstückhaften und doch klassisch gewordenen Text geht er von der Erwartung aus, dass die Bildung des Menschen nicht in der Innerlichkeit verbleibt, sondern in Staat und Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft die wirklichen Aufgaben erkennt und besonders in der Sprache ihr genuines Medium hat. In Studien über das griechische Altertum schon 1793 präsent, bearbeitet der polyglotte Humboldt sprachwissenschaftliche Themen kontinuierlich bis ins hohe Alter. Das herausfordernde Modell der Sprache sah er im Griechischen, repräsentiere es doch Literatur und Ästhetik, Politik und Praxis zugleich und in selten dichter Überlieferung.

In seiner kurzen bildungspolitischen Tätigkeit verband er Staatstheorie, Bildungsphilosophie und Sprachwissenschaft mit dem Ziel, Preußen durch Bildung aus der Krise von 1806 herauszuführen. Die Neugestaltung des Schulwesens im Geiste »allgemeiner Bildung« sollte über sprachliche, historische, mathematische und ästhetische Kenntnisse das »Lernen des Lernens« ermöglichen. Dafür konzipierte er eine neue Lehrerbildung und gründete 1810 eine Universität zu Berlin, um die Wissenschaften in Preußen insgesamt neu zu ordnen.

Diese kurze bildungspolitische Tätigkeit gab auch den Anlass, Humboldt zum umfassenden Bildungsreformer zu stilisieren, dem wir, so die Überlieferung, das Gymnasium und das Abitur, die Berliner Universität und die wahre Idee der modernen Hochschule verdanken, auch die schönen Prinzipien des »Neuhumanismus«, der »allgemeinen und gleichen Bildung«, das Postulat von »Einsamkeit und Freiheit«, der »Einheit von Forschung und Lehre«, der »Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden«, ja die Idee der »Bildung durch Wissenschaft«.

Aber das, man kann es selbst an Geburtstagen nicht übersehen, ist nicht der historische Humboldt, sondern eine Konstruktion. Der historische Humboldt trat als Bildungsreformer bereits 1810 zurück; seine Bildungspolitik wird spätestens 1816 beendet, als der auf Humboldts Arbeit aufbauende Schulgesetzentwurf abgelehnt wird; seine Philosophie ist umstritten.

Der Mythos Humboldt entsteht zuerst 1910 im Jubiläumsjahr der Berliner Universität. Eduard Spranger vor allem, ein einflussreicher Pädagoge, preist Humboldt als Bildungsphilosophen, Reformer und Erfinder der wahren »Idee der Universität«. Das war ebenso falsch wie die Praxis, Humboldt bis heute als »Allzweckwaffe« – so die Historikerin Sylvia Paletschek – bei allen bildungspolitischen Fragen einzusetzen.

Muss man Humboldt deshalb an den Mythos verloren geben? Zum Glück nicht. Man musste Humboldt nicht als Gründer der Berliner Universität »erfinden«, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts galt er unbestritten als der »eigentliche Gründer«. Und ihre Gründung hat ja wirklich er realisiert. Gegenteiliges sollte man nicht mehr behaupten. Die »Idee der Universität« und ihre bis heute beschworenen Elemente werden tatsächlich erst seit dem frühen 20. Jahrhundert in ihrer heute mythischen Form tradiert. Aber es ist die »deutsche Universität«, nicht die »Humboldtsche«, die dabei als »Idee« beschworen wird.

Für diese »deutsche Universität« sind zwei andere Philosophen eher von Bedeutung: Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Schleiermacher. Humboldt wurde lange kaum erwähnt, und wenn, dann eher kritisch. Der Soziologe René König nannte die Berliner Gründung gerade wegen Humboldts liberaler Staatstheorie die »Tragödie der deutschen Universität« – er schrieb dies wohlgemerkt 1935. Und der Philosoph Karl Jaspers lehnte 1961 die »Bildungsuniversität« ausdrücklich ab. Auch die Pädagogisierung der Elitenbildung im »Ideen«-Diskurs verkennt, dass Humboldt selbst eindeutig davor warnte.

Zugleich war die »Ideen«-Debatte stets eine Forderung von »Zweckfreiheit«, gegen »Ausbildung« und für Autonomie gegenüber dem Staat. Diese Forderung wurde zuerst gegen den demokratischen Staat von Weimar erhoben, deutlich weniger resistent gegen den NS-Staat, wieder mutig staatskritisch nach 1945 und heute kritisch gegen jede Bildungspolitik, die auch nur zaghaft an die Doppelaufgabe der Universität erinnert. Humboldts kluge Balance der Eigenlogik von Forschung mit einem »unmittelbaren Interesse des Staates« an der Elitenrekrutierung und -prüfung kommt heute nämlich ebenso wenig noch vor wie sein scharfes Plädoyer für das alleinige Berufungsrecht des Staates. Auch die Differenz von »Geistesfreiheit« und »politischer Freiheit« wird ignoriert.

Humboldt kannte zwar die Distanz zum Staat, aber weder er noch die Berliner Universität lebten je in Opposition zu ihm. Die »Idee« der Universität – sie ist in sich widersprüchlich und von der historischen Bildungspolitik Humboldts sowie der Realität der Ordinarien-Universität weit entfernt.

Ihre bis heute dominante Prägung gewann die »Idee der Universität« auch erst sehr spät – im Berlin des Kalten Krieges. Zum 150-jährigen Bestehen der Berliner Universität entbrannte darum 1960 ein scharfer Kampf. Die ostdeutsche Humboldt-Universität habe sich das Erbe widerrechtlich angeeignet, schimpfte die Freie Universität in ihrer Festschrift. Denn eigentlich sei sie doch nur die staatlich kujonierte »Kaderschmiede« des Sozialismus, ohne institutionelle Autonomie oder wissenschaftliche und geistige Freiheit, bedeute also Verrat an Humboldt und der »Idee« zugleich. Ganz anders die Humboldt- Universität und die DDR-Staatsführung: Sie sahen sich mit ihrem »politischen und kämpferischen Humanismus« als die einzigen und wahren Erben beider Humboldts, denn Alexander und Wilhelm symbolisierten die Einheit von Natur- und Geisteswissenschaften, und diese habe erst im wissenschaftlichen Sozialismus zu ihrer institutionellen Vollendung gefunden.

Erst in dieser deutsch-deutschen Konfrontation entstand der mächtige Mythos, weil Humboldt jetzt die Kampflinie markierte, an der sich nicht nur die Selbstbilder von Universitäten und Wissenschaften rieben, sondern auch die Identitäten zweier Nationen – bis 1990 der »wahre« Humboldt, der 1810 im Geiste der Reformen die Universität zum Aufbruch in eine bessere Welt geführt habe, endgültig und im Konsens zum Leitbild gemacht wurde. Doch erneut ist er primär nur Abwehrformel gegen alle Zugriffe, ob lokal, national oder europäisch. Der Mythos lebt.

Die Realität der deutschen Universität spielt dabei nie eine Rolle. Humboldts vermeintlich immer noch gültige Prinzipien werden sogar meist aus seinen Reflexionen Über die innere und äussere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin destilliert – ein Text, der bei der Universitätsgründung 1810 keine Rolle gespielt hat und der erst nach 1890 gefunden wurde.

Und, nicht zuletzt: Das deutsche Gymnasium hat Humboldt auch nicht erfunden. Er fand es als Reformprojekt lokaler Schulmänner bereits vor, ebenso wie das Abitur.

Was aber ist Humboldts Verdienst? Er hat die Bedeutung der Bildung im Lebenslauf gezeigt, und ihre Rolle in Schule und Universität. Die Gründung der Berliner Universität hat er durchsetzungsstark vorangetrieben, aber jenseits seiner Bildungsphilosophie, weil er diese bewusst hintanstellte. Und als es um Details ging, war er längst nicht mehr im Amt. Die aktuelle Realität des modernen Wissenschafts- und Bildungssystems hat er nicht einmal ahnen können. Ob (und wie) sich Humboldts Prinzipien aktualisieren lassen – das ist bisher ungeklärt. Schon jetzt hinterlässt eine Beschäftigung mit ihm aber wichtige Fragen: War es glücklich, seine liberale Bildungspolitik durch wohlfahrtsstaatliche Steuerung zu ersetzen? Sinnvoll, Etatismus und fürsorgliche Pädagogisierung an die Stelle von Selbstbildung und Eigenverantwortung treten zu lassen? Der aktuelle Mythos der Bildung, allumfassend und allseits zuständig, pädagogisiert und von Gleichheitssehnsucht gefesselt – auf Wilhelm von Humboldt kann er sich jedenfalls nicht berufen.

Neuer Grabstein steht auf Jüdischem Friedhof

Seine Gemeinde erinnert an den verstorbenen Lehrer Jo Tippelmann. Oberbürgermeister Bernd Tischler würdigt die Beerdigung Verstorbener jüdischen Glaubens auf dem Gräberfeld am Westfriedhof.

Von Norbert Jänecke / WAZ Bottrop 14.6.2017

Ein neuer Grabstein steht auf dem Jüdischen Friedhof. Dieser Gedenkstein erinnert an Horst Josef Tippelmann. Vor elf Monaten war der ehemalige Lehrer des Heinrich-Heine-Gymnasiums auf dem kleinen Gräberfeld am Rande des Westfriedhofs beerdigt worden. Wie es im Judentum Brauch ist, enthüllte die Jüdische Gemeinde knapp ein Jahr nach seinem Tod in einer kurzen Zeremonie seinen Grabstein. „Es ist gut, dass hier wieder Menschen jüdischen Glaubens ihre letzte Ruhestätte finden können“, unterstreicht Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Die meisten Grabsteine auf dem Friedhof sind schon so alt, dass ihre Inschriften nicht mehr lesbar sind. Nur wenige halten die Erinnerung an die Verstorbenen noch so wach wie der nun enthüllte Gedenkstein: Hier ruht Horst Josef Tippelmann steht darauf. „Wir nennen ihn Israel Ben Abraham“, erklärt Judith Neuwald-Tasbach, die Leiterin der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck: Israel Sohn des Abraham, heißt das. Für jeden Buchstaben dieses hebräischen Namens spricht Rabbiner Chaim Kornblum einen Psalm.

„Nach alter jüdischerTradition legen wir als Zeichen der Anerkennung und als Ausdruck dafür, dass wir das Grab besucht haben, kleine Steine darauf“, erklärt der Rabbiner. Viele Besucher des Friedhofs folgen seiner Bitte. Darunter sind eine Reihe früherer Kollegen und Schüler des Lehrers. Jo Tippelmann, wie ihn seine Kollegen nannten und frühere Schüler kannten, unterrichtete am Heinrich-Heine-Gymnasium Russisch und Latein. „Ich freue mich, dass so viele Weggefährten gekommen sind und Herr Tippelmann hier seinen Frieden gefunden hat“, sagt Judith Neuwald-Tasbach. Oberbürgermeister Bernd Tischler verweist darauf, dass Tippelmann sehr stark von der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen der Nationalsozialisten geprägt war, auch wenn er als Kleinkind nur die letzten Kriegsjahre erlebte. Auf dem Gräberfeld erinnert eine Gedenktafel an neun Juden, deren Gräber wegen Friedhofsschändungen nicht mehr auffindbar sind. „Der Friedhof war lange Zeit nicht erwünscht in dieser Stadt. Er ist damit auch ein Mahnmal für uns alle“, sagt Tischler. Jo Tippelmann habe sich stets zu seiner Religion bekannt. „Er trug den Davidstern sichtbar an seiner Kleidung“, erzählt der Oberbürgermeister. „Wir leben in einer schweren Zeit. Übergriffe islamistischer Terroristen verbreiten Angst und Schrecken. Rechtsradikale machen sich die Ängste der Menschen zu nutze“, mahnt Tischler. „Wir alle sind aufgefordert, uns für unsere Demokratie einzusetzen. Jo Tippelmann hat das getan“.

Grabstein Tippelmann

Das Haus des ewigen Lebens

■ Der Jüdische Friedhof  ist Teil des Westfriedhofes. Als dieser 1898/99 angelegt worden war, entstand ein gesonderter Bereich, auf dem eine Reihe jüdischer Bürgerinnen und Bürger bestattet wurde. Eine Gedenktafel erinnert außerdem an neun Juden, die in derzeit zwischen 1922 und 1930 gestorben waren. Wegen Friedhofsschändungen sind ihre Gräber nicht mehr auffindbar.

 

■ Der Friedhof wird im jüdischen Volksmund „Haus des ewigen Lebens“ genannt. Beim Besuch eines Grabes legen Angehörige einen kleinen Stein auf den Grabstein, um zu zeigen, dass der Verstorbene nicht vergessen ist.

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http://www.juedische-friedhoefe.info/friedhoefe-nach-regionen/ruhrgebiet/bottrop/der-friedhof-von-bottrop.html#/2

 

5d zu Besuch im Trainingsbergwerk

Am 08. Juni 2017 waren wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d, im Trainingsbergwerk in Recklinghausen.
Dort konnten wir vieles erleben und erfahren, wie die Arbeit unter Tage so war. Wir konnten einen Parcours gehen und haben in einem alten Anhänger Platz genommen; mit 21 Leuten haben wir darein gepasst!
Mit einem Bohrer haben wir Löcher in die Wand gebohrt und auch einen „Bagger“ durften wir lenken.
Es war sehr spannend, die „Sachen“ mal selbst in die Hand zu nehmen und zu besichtigen.
Uns hat der Ausflug total gut gefallen und wir können das Trainingsbergwerk an jeden abenteuerlustigen weiter empfehlen.
Mit vielen Grüßen

die Klasse 5 d vom Heinrich-Heine-Gymnasium

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