„Aufgeschlagen – Bibel im Zelt“

Im Rahmen der Aktion des Bistums Essen „Klasse – Kirche“ (Schule und Kirche im Kontakt) hatten Volker Heek, Lehrer am HHG, und Christiane Hartung, Gemeindereferentin der Gemeinde St. Cyriakus die Idee, die Gedanken- und Lebenswelt der Bibel einmal auf ganz andere Weise Schülerinnen und Schülern zu vermitteln. Mit der Wanderausstellung „Aufgeschlagen – Bibel im Zelt“ (vom Jugendpastoral des Erzbistums Köln vor einigen Jahren konzipiert) konnte diese Idee umgesetzt werden. Schon vor den Sommerferien 2011 haben sich Schülerinnen und Schüler der damals noch 7. und 8. Jahrgangsstufe im Religionsunterricht von V. Heek und C. Göke darauf vorbereitet, als sachkundige Begleiterinnen und Begleiter anderen Kindern und Jugendlichen die Themenwelt der insgesamt 10 Zelte zu erschließen.
Ab dem 9.September 2011 war es dann soweit. Über 2000 Besucher – Grundschulklassen, Gemeindegruppen und die Schülerinnen und Schüler unserer neuen fünften Jahrgangsstufe – tauchten ein in die Zeit der biblischen Schriften: durch das Ausprobieren und Mitmachen in unterschiedlicher Weise wurde die Lebenswelt der Bibel für viele lebendig und anschaulich.

Die Klasse 5b

Dazu einige Eindrücke einiger Schülerinnen und Schüler aus unseren 5.Klassen:

Die Ausstellung „Bibel im Zelt“ war ein wunderschönes Erlebnis. Wir sind mit einem Bus zur Heilig-Kreuz-Kirche gefahren. (…) Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Unsere Führer waren zwei nette Mädchen. Zusammen gingen wir zum Landschaftszelt. Zwei Jungen haben uns alles erklärt und uns gesagt, was „koscher“ bedeutet. Koscher bedeutet, dass die Juden Fleisch und Milchprodukte nicht zusammen essen und vorbereiten dürfen. Es gibt zwei Küchen – eine für Milchprodukte und eine für Fleisch. Dann haben wir uns verkleidet. (..) Später sind wir zu einem Mann gegangen, der Kräutertee und Salben gemacht hat. Wir durften alle an den Kräutern riechen und mussten erraten, was das für Kräuter waren. (…) Zum Schluss hat der Mann uns Salböl mitgegeben. Wenn jemand traurig ist, muss man ihn salben, dann geht’s ihm besser. (..) Im Hoheliedzelt haben wir uns ein Tattoo machen lassen. Natürlich kein echtes. (…) Ich weiß, dass ich dieses Erlebnis nie vergessen werde!

(Hannah aus der 5a)

"Im Hoheliedzelt haben wir uns ein Tattoo machen lassen. Natürlich kein echtes."

Und Kira aus der 5 e schreibt:

„Beim ersten Zelt durften wir unsere Namen mit Feder und Tinte auf ein Blatt schreiben (auf hebräisch). Danach auf Papyrus. Bei der dritten Station musste jeder in unserer Gruppe ein Seil nehmen. Alle Seiten waren an einem Ring befestigt. Auf dem Ring lag ein Tennisball und der durfte nicht herunterfallen.“

Das Schriftzelt

Und Bernhard, ebenfalls aus der 5 e, ergänzt:

„Es gab viele Zelt, wo es schöne Themen gab. Zum Beispiel Trauertücher. Auf den Trauertüchern waren schöne Bilder. Unsere Gruppenbetreuer haben uns gut geführt. Wir haben auch einen Film angeschaut über die Vorbereitungen zum Passafest.“

Die Trauertücher – auch Hungertücher genannt -, von denen Bernhard berichtet, gehörten übrigens zu unserem Schulzelt und dieses hat mittlerweile einen Platz an unserer Schule gefunden und wird dort in den nächsten Wochen mit Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Jahrgangsstufe mit selbstgefertigten Tüchern neu behängt.
Und wir hoffen, auf diese Weise in der Schule einen Ort zu schaffen, der uns Raum gibt für kleine Auszeiten und Andachten – zum Durchatmen und Nachdenken über „Gott und die Welt“ – im Sinne des Beters des 61.Psalms, der Gott bittet:

In deinem Zelt möchte ich Gast sein auf ewig, mich bergen im Schutz deiner Flügel

(Psalm 61,5)

"Für viele ein unvergessliches Erlebnis"

Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass diese Ausstellung für viele zu einem unvergesslichen Erlebnis werden konnte!

Claudia Göke