Browser-Hinweis

Sie benutzen einen veralteten Internet Explorer (Version 9 oder kleiner)!
Abgesehen von Sicherheitsschwachstellen können Sie wahrscheinlich nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Ziehen Sie ein Update auf die aktuelle Version in Betracht.

Schüler helfen im „Kolüsch Restaurant der Herzen“

Schüler teilen aus an Bedürftige

Lea Friedrich

aus der WAZ am 11.02.2017

Sechs Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Heinrich-Heine-Gymnasium haben im „Kolüsch Restaurant der Herzen“ für einen Tag soziales Engagement bewiesen. Sie halfen den acht ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie den Mitarbeitern der Evangelischen Sozialberatung (ESB) sowohl bei der Essenszubereitung als auch bei der Austeilung der Speisen für Menschen in Not, wie zum Beispiel Wohnungslose, Arme und Alleinstehende.

Arbeitslosigkeit als Kursthema

Wie die Schüler auf die Idee gekommen sind, sich sozial zu engagieren? „Ganz einfach“, erzählte die 18- jährige Carolin Baumeister, „Wir haben uns in unserem Sozialwissenschaftskurs mit dem Thema Arbeitslosigkeit befasst. In der Weihnachtszeit haben wir uns dann gemeinsam mit unserer Lehrerin dazu entschieden hier mitzumachen“. Zuvor hat die Klasse bereits Lebensmittel an das Restaurant Kolüsch gespendet. „Wir waren der Meinung,die Leute können mit Lebensmitteln mehr anfangen als mit Geldspenden“, sagt die 16-jährige Lilian Diesing.

Burm Kursbild

Fisch, Salzkartoffen, Schokopudding

Die Aufgabe der Jugendlichen bestand wie im richtigen Gastro-Service darin, Tische zu decken, Brot und die anderen Lebensmittel zu schneiden. Später halfen sie auch dabei, die Gäste im Restaurant zu bedienen. Während die eine Hälfte der Schüler den Saft von der Bar reichte, verteilte die andere Hälfte die Teller an die Tische. Das Menü bestand aus Fisch mit Salzkartoffeln und Spinat sowie aus Schokopudding zum Nachtisch.

„ Uns wurde erzählt dass es ähnlich wie ein normales Restaurant ist. Mir war klar, dass wir einiges zu tun haben werden“, sagte der 17-jährige Leon Lindemann. Lehrerin Lydia Burmester unterstützt ihre Schützlinge bei ihrer Arbeit. Sie ist begeistert, dass sich so viele Schüler freiwillig gemeldet haben. „Der Tag bietet den Schülern die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und ihren Horizont zu erweitern. Sie sehen zwar die Menschen auf den Straßen, haben jedoch keinen Kontakt zu ihnen. So ist es nochmal eine andere Sachen den Menschen so nah zu sein“.
Auch Claudia Kretschmer, Sozialarbeiterin bei der Evangelischen Sozialberatung, sagt sie sei froh so eine tatkräftige Unterstützung zu haben. Es sei außerdem schön, dass die Schüler sich auch für die andere Seite des Lebens interessieren und sich mit dem Thema Armut auseinander setzten.
Tagtäglich besuchen zwischen 80 und 120 Gäste das Kolüsch, um eine warme Mahlzeit zu bekommen. Auch jüngere Menschen seien dieses Jahr dabei. Noch bis zum 17. März hat das Restaurant geöffnet, um den Menschen über die kalte Jahreszeit hinweg zu helfen.
Nach diesem Tag voller sozialen Engagements ist sich die 16- jährige Evelin Rybalko sicher, dass sie später in sozialen Bereich tätig werden möchten und vielleicht sogar Soziale Arbeit studiert.

Große Ehre! Erste ausgebildete Konfliktlotsen erhalten ihre Zertifikate im ARAG-Tower in Düesseldorf

Am Donnerstag, den 2. Februar 2017, machten sich 23 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des HHG Bottrop auf den Weg in die Zentrale des ARAG-Konzerns nach Düsseldorf. Vorausgegangen war eine Einladung im September 2016, als Frau Köhler von der ARAG gemeinsam mit Herrn Oppermann vom Ministerium für Schule und Weiterbildung die offizielle Plakette zum „Konfliktmanagement an Schulen“ überreicht hatten. Beide vertreten das vom Ministerium unterstützte Schulprojekt, das seit 2014 Lehrkräften und anderen Fachkräften im Schulumfeld die Qualifizierung zu Schulmediatoren ermöglicht, um eine nachhaltige Konfliktkultur in den Schulen in NRW zu etablieren und die Eigenverantwortung der Jugendlichen für die Gemeinschaft zu stärken.
20170202-Hr.Oppermann u. Lehrer-249_kwSeit dem Sommer 2016 haben sich die Schülerinnen und Schüler in insgesamt sechs Schulungstagen von den vier Schulmediatoren Claudia Göke, Wiebke Schnitzler, Franziska Schwarzenberg und Elmar Weirich ausbilden lassen. Dabei haben sie sich mit dem Verfahren der Mediation vertraut machen können, das einen erprobten Weg der Konfliktlösung in Streitsituationen darstellt. Neben der Theorie u. a. zu Kommunikation, Gesprächsführung, Kooperation, Konfliktstilen stand v. a. das praktische Üben auf dem Stundenplan. Abgeschlossen wurde der Ausbildungsblock mit einer schriftlichen Abschlussprüfung, in der die Schülerinnen und Schüler zeigen mussten, was sie erlernt haben. Für ihr besonderes Engagement erfuhren sie nun eine besondere Würdigung. Sie durften ihre Zertifikate als Konfliktlotsen im großen Konferenzraum auf der Chefetage des ARAG-Towers in Düsseldorf aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender und Herrn Oppermann vom Schulministerium entgegennehmen. Dr. Dr. Faßbender betonte in seiner Rede vor den Schülerinnen und Schülern, welche wichtige Rolle der Mediation im fairen Umgang miteinander zukommt und damit auch in einer Schule als Schlüsselqualifikation anzusehen ist. Mit ihren erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten werden sie dazu beitragen können, das Schulklima nachhaltig zu fördern und auf diese Weise auch die Lernatmosphäre in den Klassen positiv zu gestalten. Darüber hinaus würden die Jugendlichen auch selbst von der Ausbildung profitieren, indem sie ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten weiterentwickeln und auf diese Weise ihre Lebens- und Berufsgestaltung zukünftig darauf aufbauen können. Herr Oppermann ging in seiner kleinen Ansprache an die Schülerinnen und Schüler vor allem auf die Herausforderungen der sozialen Netzwerke ein, die im Schulalltag das Miteinander erschweren und belasten können. Darauf gilt es vorbereitet zu sein, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen.
Die Schülerinnen und Schüler selber haben trotz der Mehrbelastung im Schuljahr durchweg die Ausbildung als positiv wahrgenommen. Gerade die vielfältigen praktischen Übungen kamen gut an. Auch die Anwendung des Erlernten im alltäglichen Miteinander fand bei den Konfliktlotsen großen Anklang: „Ich habe hier das erste Mal das Gefühl, dass wir etwas fürs Leben lernen und nicht nur für die Schule.“ (so eine Schülerin in ihrem Feedback)
Dieser Eindruck hat sich in Düsseldorf noch einmal verstärkt – auch in dem Workshop „Gewaltfreie Kommunikation“, den Frau Köhler von der ARAG für die Schülerinnen und Schüler des HHG organisieren konnte. Dazu kamen Karla Dicks und Astrid Born von der schulpsychologischen Beratungsstelle Duisburg extra nach Düsseldorf und vermittelten den Jugendlichen Einblicke, wie wichtig es für eine gelingende Kommunikation ist, die eigenen und fremden Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen und ausdrücken zu können.
So hat der Tag in Düsseldorf bei den neuen Konfliktlotsen am HHG einen tiefen Eindruck hinterlassen, der sie darin bestärkt, sich für einen besseren Umgang mit Konflikten an ihrer Schule einzusetzen.

Foto von Stephan Eichler
Text Claudia Göke

Info-Links:
www.konfliktmanagement-an-schulen.de

„Konfliktmanagement an Schulen“ HHG als Pilotschule zertifiziert

Start

HHG spendet 4110 Euro für das Kindergarten-Projekt in Ruanda

Kurz vor den Sommerferien erliefen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer des Heinrich-Heine-Gymnasiums bei dem Sponsorenlauf auch  4110 Euro für den Verein Hope Nursery School Ruanda e.V. Bottrop, der das Kindergarten-Projekt in Ruanda fördert, das das HHG bereits seit dem vergangenen Jahr durch Spendenaktionen unterstützt. In der letzten Woche besuchte Dr. Pascal Bataringaya, Präsident der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche Ruandas und zusammen mit seiner Frau Louise Gründer des Kindergartens in Byumba, das Heinrich-Heine-Gymnasium. Überwältigt nahm er die große Spende, übergeben von den Schülersprechern Annika Karius und Niklas Busch, entgegen. Er berichtete begeistert über die großen Fortschritte bei dem Ausbau des Kindergartens seit seinem letzten Besuch in Bottrop im November 2015. Nachdem das HHG unter tatkräftiger Mitarbeit von Schülern, Lehrern und Eltern bei einem Adventsmarkt im letzten bereits rund 6000 Euro für den Kindergarten sammeln konnten, kam inzwischen auch durch Privatspenden und der Bitte um Spenden, statt Geschenken zur Pensionierung von Margret Häken, langjährige Lehrerin am HHG, weiteres Geld zusammen, das seinen Weg nach Ruanda fand.
Mit den nun überreichten 4110 Euro vom Sponsorenlauf sollen die drei geplanten Klassenräume, Toiletten und ein kleiner Park zum Spielen für die Kinder auf dem neu erworbenen Grundstück errichtet werden. Darüber hinaus wird die Ausbildung von neuen Betreuerinnen unterstützt, da die Zahl der Kindergartenkinder stetig wächst. Wie wichtig der Kindergarten für die Kinder vor Ort ist, beschreibt Pascal mit leuchtenden Augen. So verhielten sich neue Kinder zunächst sehr scheu, stritten sich oft mit anderen und wollten alle Spielzeuge für sich behalten. Doch schon nach kurzer Zeit seien auch sie Teil dieser neuen großen Familie. Auch körperlich sehe man schnell, wie die Kinder durch die regelmäßige Versorgung im Kindergarten kräftiger würden. Zudem berichtete er über den Besuch von Jennifer Kuttkat und Lena , ehemalige Schülerinnen des HHGs die nach ihrem Abitur ein Praktikum in dem Kindergarten in Ruanda absolvierten und schnell die Herzen der Kinder eroberten.
Der Verein Hope Nursery School Ruanda e.V. Bottrop besetzt vom 24. bis 27.11.2016 einen Stand auf dem Bottroper Weihnachtsmarkt.

hhg-spende-ruanda-2016

 

Wohin steuert Europa? Heine-Schülerin beschäftigt sich in den Ferien mit Europa

Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist es die schönste Zeit im Jahr. In den Sommerferien hat man endlich viel Zeit für die „wirklich wichtigen Sachen“ im Leben. Chillen, Freunde treffen, ausschlafen und vielleicht ein schöner Urlaub, nicht selten im europäischen Ausland. Duygu Yalcin aus der Jahrgangsstufe Q1 (11. Klasse) des Heinrich-Heine-Gymnasiums besuchte am Ende ihrer Ferien ein fünftägiges Seminar zum Thema „Wohin steuert Europa? Geschichte – Institutionen – Grenzüberschreitende Kooperation“ bei der Karl-Arnold-Stiftung e. V. in Kooperation mit der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“.
„Ich wusste von Anfang an, dass es sich wieder lohnen wird… Und das hat es sich in jedem Fall.
Das fünftägige Seminarprogramm war sehr vielseitig und vom ersten Tag an schon sehr vielversprechend“, so die europapolitisch interessierte Schülerin. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie an einem vergleichbaren Seminar teilgenommen.
Das Seminar startete am 14.08.2016. Angesetzt war zunächst ein Planspiel, bei dem den Schülern der Beitritt von Ländern in die Europäische Union veranschaulicht wurde. Eine Gruppe, die sich weitgehend noch fremd war, sollte sich in die Rolle von verschiedenen Politikern hineinversetzten und diskutieren, ob die vorgeschlagenen Länder, den Beitrittsstatus erlangen sollten. Ein schöner Einstieg, der auf eine aufregende Fortsetzung in den nächsten Tagen hoffen ließ.
Am zweiten Tag ging es um die deutsche Geschichte, natürlich auch im Hinblick auf Europa. Nachdem die Schülergruppe die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte im Schloss Rastatt besucht hatten, ging es weiter mit dem Bus nach Oberkirch, circa 25-30 Kilometer von Frankreich entfernt. Von hier aus fuhren die Schüler dann die nächsten drei Tage jeden Morgen nach Straßburg.
„Bei einer Stadtführung besuchten wir auch die Kathedrale Münster, die als ein wichtiges Symbol der Stadt gilt. Einen Besuch kann ich jedem sehr empfehlen. Ebenso sehenswürdig war die abendliche Veranstaltung an der dieser Kathedrale, bei der 15 Minuten lang mit verschiedenen Bildern bestrahlt wurde,“ so Duygu Yalcin.
Neben der freien Zeit zur selbstständigen Erkundung in der Stadt, hat die Schülergruppe auch viele wichtige Gebäude besucht. So zum Beispiel das Hauptgebäude des deutsch-französischen Kulturkanals arte, das Europäische Parlament und das Eurokorps. Am letzten Tag waren die Seminarteilnehmer zu einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Rathauses der Stadt Oberkirch eingeladen, der sie über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der deutschen und französischen Bewohner informierte.
Rückblickend meint die Heine-Schülerin: „Ich bin froh, wieder dabei gewesen zu sein. Außerdem ist es schön, Straßburg und vor allem das Europäische Parlament gesehen zu haben. Die Stimmung innerhalb der Gruppe war toll.“

HP Seminar Wohin steuert Europa

Schüler proben für „La Piccola Banda“

Katrin Simonet / WAZ Bottrop vom 05.09.2016

Rund 90 Teilnehmer nehmen an der Aufführung der Musikschule teil. Die Aufführung findet in der Aula des Heine am Wochenende statt.

Reges Treiben in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG). Am Wochenende liefen die Generalproben zur jährlichen großen Aufführung der Musikschule, an der viele der Chöre und auch ein Orchester mit Schülern vom Heine- und vom Josef-Albers-Gymnasium mitwirken. „La Piccola Banda“ ist das Stück, das die rund 90 Teilnehmer proben.

Mit großem Vorsprung gewählt

„Wir haben schon letztes Jahr gefragt, was die Kinder und Jugendlichen aufführen wollen und das Stück wurde mit großem Vorsprung ausgewählt“, erzählt Chorleiterin Christina Hanisch. Zusammen mit einigen Kollegen aus der Musikschule stemmt sie das Projekt.

In dem Stück geht es um Felicia, die sich in ihrer Fantasie in einen alten Palazzo der Renaissance flüchtet, der nicht nur sprechendes Mobiliar und Ratten, sondern auch den Jungen Massimo und seine Kinderdiebesbande beherbergt. Während die beiden Gruppen aufeinander treffen, schmieden die Geister des Hauses dann auch noch Pläne. Sie malen sich aus, wie sie Felicia bei sich behalten können, damit sie schöne Geschichten über das Haus niederschreiben kann.

Neben Kindern und Jugendlichen spielen auch viele Mütter und ehemalige Schülerinnen und Schüler mit, die das Stück schon einmal aufgeführt haben. Darunter auch Antje Marx, die jahrelang in den Chören der Musikschule gesungen hat. „Ich habe vor 13 Jahren schon einmal mitgespielt, da war ich der Kater“, erinnert sie sich. „Es ist schön, wieder hier mit auf der Bühne zu stehen und auch der Altersunterschied spielt keine Rolle. Es ist interessant, das Stück in anderer Besetzung noch einmal zu erleben. Da kommen viele Erinnerungen hoch.“

Zum ersten Mal findet die Aufführung in der Aula des HHG statt. „Mit dem Orchester wäre der Kammerkonzertsaal schlicht zu klein gewesen“, erläutert die Chorleiterin. Da so viele Sängerinnen und Sänger involviert sind, gibt es vier Besetzungen – eine für jede einzelne Aufführung am kommenden Wochenende. „Hier machen Menschen im Alter von fünf bis 55 Jahren mit“, so Hanisch. „Es ist immer wieder schön, mit so vielen verschiedenen Charakteren eine Aufführung auf die Beine zu stellen.“

Mit dabei ist auch Tom (12), der Felicias Bruder Benjamino spielt. „Ich spiele eine der Hauptfiguren, aber ich kann leider nicht mitsingen, da ich im Stimmbruch bin“, erklärt er. „Dafür rede ich und habe den Text schon auswendig gelernt. Es macht total viel Spaß und eigentlich gefällt mir auch an dem Stück alles. Ich bin gar nicht nervös.“

Am Freitag findet eine Schulaufführung statt, die nur für die Klassen des HHG ist.

Am Samstag, 10. September, um 15 Uhr und am Sonntag, 11. September, jeweils um 11 und 15 Uhr finden die öffentlichen Aufführungen für alle interessierten Besucher statt. Karten gibt es im Büro der Musikschule an der Blumenstraße.

http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/schueler-proben-fuer-la-piccola-banda-id12162507.html

La Piccola Banda

HHG-Abiturientin zum Freiwilligendienst nach Ecuador

Vanessa zieht es weltwärts
Ute Hildebrand-Schute / WAZ Bottrop 23.06.2016

Der 5. August 2016 ist ein wichtiges Datum im Leben von Vanessa Vohs. Dann wird sie nämlich für ein Jahr Abschied nehmen von Familie und Freunden und in den Flieger steigen, der sie in den nächsten 15 Stunden über Kolumbien nach Quito in Ecuador bringen wird. „Weltwärts“ zieht es die (noch) 17-Jährige, die gerade eben am Heinrich-Heine-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat. Bis August 2017 wird sie über einen Freiwilligendienst in Choné leben und arbeiten. Das ist eine 70 000-Einwohner-Stadt am Pazifik, rund sieben Stunden mit dem Bus von der Hauptstadt Quito entfernt.

Ein bisschen mulmige Gefühle hat Vanessa Vohs schon, wenn sie sich vorstellt, bald in der Fremde komplett auf sich alleine gestellt zu sein, und auch der Abschied werde ihr bestimmt zu schaffen machen. Aber sie freut sich auch auf die Herausforderung und auf das fremde Land: „Mir war schon vor einigen Jahren klar, dass ich erst einmal ins Ausland und ein bisschen Erfahrungen sammeln will.“

In Choné wird die Bottroperin, die im Juli 18 wird, in einer Gastfamilie leben und an fünf Tagen in der Woche im Freiwilligendienst arbeiten. Einen Tag in der Woche, so viel steht schon fest, wird sie in einer Baumschule sein, harte körperliche Arbeit, für die auch ein wenig Fitness gebraucht wird; vier Tage in der Woche sind vorgesehen für soziale Projekte, mit Kindern und Jugendlichen, Senioren oder Behinderten.

Rund 25 Leute wird der Freiwilligendienst im August in das südamerikanische Land bringen. Kennenlernen werden sie sich vorher schon bei einem Vorbereitungsseminar. Die Landessprache Spanisch hat Vanessa Vohs gerade angefangen zu lernen, verschiedene Impfungen hat sie schon bekommen und auch Pillen für den Fall eines Malaria-Ausbruchs.

Bis zur Abreise im August muss Vanessa Vohs noch so einiges erledigen – auch ein Auswahlgespräch an der Uni Witten-Herdecke, wo sie sich für den Sommer 2017 um einen Studienplatz in Philosophie, Politik und Ökonomik beworben hat. Und auch den Sponsorenlauf „Essen läuft für Ecuador“ des SGS Essen-Schönebeck, bei dem sie seit sechs Jahres Fußball spielt. Der Erlös ist je zur Hälfte für die Weltwärts-Freiwilligendienste und das Kinderhilfsprojekt San Andrés in Ecuador bestimmt.

Über ihre Zeit in Ecuador wird Vanessa übrigens einen Blog schreiben und auch regelmäßig in der WAZ berichten.

HIER ihr erster WAZ-Beitrag vom 31.08.2016
http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/vanessa-vohs-nimmt-abschied-von-quito-reise-geht-weiter-id12149707.html

VANESSA VOHS – Berichte in einem Blog
Vanessa Vohs hat in diesem Jahr ihr Abitur am Heinrich-Heine-Gymnasium gemacht. Anfang August ist sie mit dem Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „Weltwärts“ für ein Jahr nach Ecuador gegangen, wo sie in der Küstenstadt Chone in einer Baumschule und sozial arbeiten wird.

In einem Blog und in der WAZ schreibt sie regelmäßig über ihre Arbeit:
vanessainecuador.wordpress.com

8er besuchen die Rheinbabenwerkstatt

Ein Besuch in der Rheinbabenwerkstatt auf dem Eigen

Am Mittwoch, den 1.Juni 2016  haben wir Schülerinnen und Schüler des evangelischen Religionsunterrichts der Klassen 8 a bis d die Rheinbabenwerkstatt im Eigen besucht.
Dort werden jeden Tag ca. 280  Menschen mit vorrangig geistigen Behinderungen in verschiedenen Arbeitsbereichen beschäftigt. Wir waren sehr gespannt, was uns dort erwartet.

Zunächst hat uns der Werkstattleiter Herr Kuhn zusammen mit Frau Müller vom begleitenden Dienst begrüßt und uns viele Informationen über die Werkstatt, ihre Geschichte und ihre Ziele und Wünsche gegeben. Danach haben wir in zwei Gruppen die Menschen an ihren verschiedenen Arbeitsplätzen besucht. Dabei entstand der Eindruck, dass alles in der Werkstatt gut strukturiert und organisiert ist. Verblüffend war, dass dort sogar mit hochwertigen Maschinen aus der Industrie gearbeitet wird. Viele Firmen senden der Werkstatt Aufträge, weil die Arbeiter sehr zuverlässig sind. Alle arbeiten sehr fleißig und freundlich miteinander. Wir waren sehr überrascht, was die Menschen trotz ihrer Einschränkungen im Alltag alles so schaffen. Aufgefallen ist uns auch die Offenheit und Freundlichkeit, mit der uns alle empfangen haben. So durften wir auf sehr eindrückliche Weise erfahren, wie der Satz aus dem Unterricht „Normal ist – verschieden zu sein“ dort jeden Tag aufs Neue gelebt wird.

Mit vielfältigen  Eindrücken sind wir gegen Mittag wieder zur Schule zurückgekehrt. Dabei hat der ein oder die andere auch schon gespürt, wie bedrückend es in ihrer Vorstellung ist, dauerhaft auf Hilfe angewiesen sein zu müssen.

Wir bedanken uns bei der Rheinbabenwerkstatt und ihren Menschen – und besonders bei Frau Müller  und Herrn Kuhn – , dass wir bei Ihnen zu Gast sein konnten. Und wir wünschen den Menschen in der Werkstatt viel Freude und Erfüllung im täglichen gemeinschaftlichen Arbeiten und Leben.

Zusammengestellt von Frau Göke nach Beiträgen der Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 a – d im Evangelischen Religionsunterricht

Bottrop, den 14.Juni 2016

HP Besuch in der Rheinbabenwerkstatt 2016

 

 

 

 

 

 

Initiativkreis Ruhr – Lehrer besuchen heimische Betriebe

Am vergangenen Mittwoch, den 11. Mai, gab es Kurzstunden für die Schülerinnen und Schüler, die bei bestem Wetter darüber sicherlich nicht traurig waren. Die Lehrerinnen und Lehrer nahmen eine Einladung des Initiativkreises Ruhr wahr, der schon seit vielen Jahren unter anderem mit seinem Projekt „Dialog mit Jugend“ den Kontakt zwischen Schulen und Betrieben im Ruhrgebiet fördert und Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Wirtschaft und berufliche Praxis gewährt, um diesen die spätere Berufswahl und ihren Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. Ein Teil des Kollegiums besichtigte die TRIMET Aluminium SE in Essen und der andere die MC-Bauchemie in Bottrop.

Die 29 Lehrer der zweiten Gruppe zeigten sich beeindruckt von dem stetig wachsenden Bottroper Familienunternehmen MC-Bauchemie. Sie besuchten das Betriebsgelände des international tätigen Herstellers bauchemischer Produkte und Techniken „Am Kruppwald“. Highlight der Werksbesichtigung war die Auffahrt auf das Dach des 54 Meter hohen Pulverturms, von dem man an sonnigen Tagen wie diesen einen beeindruckenden Ausblick auf große Teile des Ruhrgebiets hat. Nach dieser Besichtigung besuchte das Lehrerkollegium das Innovation City Management im Südring-Center.

http://www.mc-bauchemie.de/de-DE/de-DE/Lehrer-des-Heinrich-Heine-Gymnasiums-besuchen-MC-Bauchemie.aspx

 

4 Jahreszeiten in 5 Städten in 7 Tagen

4 Jahreszeiten in 5 Städten in 7 Tagen – das erlebt man eher selten. Eine Ausnahme machen da die 30  Schülerinnen und Schüler der Q1 des HHGs, die vom 11. bis zum 18. März ihre italienischen Austauschpartner in Ivrea, Italien besuchten. Begleitet wurden sie dabei von den Italienischlehrerinnen Franziska Schwarzenberg und Verena Hömke. Bereits im vergangenen Herbst hatten die ebenfalls 30 Schülerinnen und Schüler des Liceo Carlo Botta eine Woche hier im Ruhrgebiet verbracht.

Bei den eingangs erwähnten Städten handelte es sich übrigens um Genova, Turin, Camogli, Ivrea und (für einige SchülerInnen) auch Mailand. Durch das mehr als wechselhafte Wetter konnte man am Samstag bei sommerlichen Temperaturen bei einem Eis am Meer entspannen, musste dafür aber am Mittwoch auch den Schnee in Turin ertragen. Besonders gut für das Immunsystem war dieses Wetter wohl nicht, da mehrere deutsche Besucher erkrankten und an einigen der zahlreichen Ausflüge und Programmpunkten nicht teilnehmen konnten. Dies war natürlich ausgesprochen schade, die übrigen Schülerinnen und Schüler konnten aber trotzdem das überaus umfangreiche Programm genießen, das für jeden etwas bereithielt. Liyanka Noel zum Beispiel gefiel, wie vielen anderen auch, der Nachmittag am Meer besonders gut. Doch auch davon abgesehen hielt das Programm einige Überraschungen bereit. So durften wir im Museo Olivettiano, welches in unsere Partnerschule integriert ist, Computer auseinander bauen und, nachdem wir einige Teile untereinander getauscht hatten, wieder zusammensetzen.

Auch außerhalb des Programms hatten alle viel Spaß mit ihren Gastfamilien, von denen die meisten überaus herzlich und sehr gastfreundlich waren. Für Leib und Wohl war also dauerhaft gesorgt, weshalb Schülerin Lara Solty wohl auch „Essen und Wein“ für den besten Teil des Austausches hielt. Das Geheimrezept der ausgesprochen leckeren Torta „Novecento“, einer Schokotorte aus Ivrea, wurde leider nicht verraten, so dass nur noch die Erinnerung bleibt…

Nach einem sehr tränenreichen Abschied hieß es dann aber ein letztes Mal „Ciao“.

Ann-Sophie Bombeck

20160317_18404020160312_105023

Viele Grüße von Pascal

“Ein gut ausgebildetes Kind wird ein gut vorbereiteter und gut ausgebildeter Bürger. Ein Kind, das gut ausgebildet ist, und eine gut ausgebildete Kindergruppe, bilden eine gut organisierte, menschliche Gesellschaft. So sind diese armen Kinder, die verantworlichen Männer und Frauen der Zukunft, die Behörden der Gesellschaft und der Welt. Diese Aufgabe zu vergessen und sie auf später zuverschieben, wäre als würden wir unsere Zukunft vergessen und unsere Verantwortung vor Gott fliehen” (Pascal Bataringaya)

Sehr geehrte Damen und Herrn,
Leiter der Schule HHG,
Lehrerinnen und Lehrer,
Eltern und Schüler,
Freunde und Bekannten,

es war für mich die große Freude in der Schule HHG zu sein, als ich letztes Mal im November-Dezember Deutschland besucht habe. Der Besuch und das Gespräch mit den Lehrerinnen/Lehrern und Schülerinnen/Schülern hat mir die Gelegenheit gegeben, über den Kindergarten “Hope Nursery School” und über die Erfahrung in diesem Kindergartens zu sprechen. Die Zeit mit Ihnen allen hat mir gezeigt, dass die Schwestern und Brüder in Deutschland an die armen Kinder in Ruanda denken und wie wir stark sein können, wenn wir zusammen arbeiten. Ich habe bemerkt, wie die Schüler sehr engagiert sind und wie sie eine tolle Arbeit für den Weihnachtsmarkt wegen des Kindergartens gemacht haben. Die Begleitung der Lehrerinnen und Lehrer, die von den Eltern unterstützt waren, hat natürlich ermöglicht, den guten Erfolg zu haben. Als ich gehört habe, dass alles gut geklappt hat und dass die gemachte Arbeit einen guten Erfolg hat, war ich sehr froh und ich habe noch wieder gedacht, an unser Treffen in der Schule! Also die Träume können Realität werden und das ist was wir heute sehen und bestätigen, nachdem die Schüler diese gute Aktion für die Unterstützung des Kindergartens in Byumba geführt haben. Ja, auch die kleine Kinder haben die Gaben Gottes, die auch sehr notwendig sind und etwas in der Welt machen können! Gott inspiriert alle, die bereit sind, mit ihm zu arbeiten und den Anderen zu helfen. Der Beitrag von allen hat dafür eine sehr große Rolle gespielt, um das Ziel zu erreichen.
Louise, die Kinder und ich selbst danken Ihnen vom ganzen Herzen und wir wünschen Ihnen ein gutes und gesegnetes neues Jahr 2016. Möge Gott Sie immer inspirieren, Sie unterstützen und Sie begleiten. Wir werden mit Ihnen im Kontakt bleiben und nicht vergessen alles, was Sie für diesen Kindergarten machen.
Der Wünsch, den wir immer haben, ist dass wir die Partnerschaft zwischen der Schule HHG und dem Kindergarten “Hope Nursery School” haben. So können wir unsere Beziehung vertiefen, uns besuchen, die Erfahrung austauschen und immer voneinander lernen. Die Hauptidee für den Kindergarten ist der Bau von drei Klassenzimmern, um die Kinder gut zu betreuen und ihnen gut zu helfen. Wir werden immer Sie informieren, wie alles läuft und was wir mit dem versammelte Geld machen.

Nochmals hier unten sind noch einige Informationen im Zusammenhang mit der Geschichte von dem Kindergarten “Hope Nursery School”.

  1. Wann wurde der Kindergarten gegründet?

Der Kindergarten wurde im Januar 2014 gegründet und die Idee war da im Jahr 2013 als Louise sah, dass es vor Ort viele Kinder aus armen Familien gab, die keine Chance hatten, den Kindergarten zu besuchen.

  1. Wie sieht ein Tag im Kindergarten aus?

Der Tag beginnt um 8:00 und die Lehrer/innen kommen vorher am Ort an und die Kinder bleiben bis 11:30. Um 10:00 haben die Kinder eine Pause und sie bekommen das Porridge als Teepause. Das dauert 15 Minuten und dann geht der Kindergarten weiter. Im Kindergarten lernen die Kinder schreiben, sprechen, zählen, bemalen, spielen, singen und das Zusammenleben spielt auch ein wichtige Role, dass die Kinder genauso wie in der Familie leben können. Die Kinder laufen von 30 Minuten (die in der Nähe leben) bis 60 Minuten (die fern vom Ort leben) zu Fuß wenn sie zum Kindergarten kommen und sie laufen die gleiche Strecke von dem Kindergarten nach Hause zurück. Einige kommen mit den Eltern aber viele kommen allein ohne Begleitung: Sie kennen sich im Dorf! Alle Kinder tragen Uniform und das ist Pflicht für alle Kinder.

  1. Wie viele Kinder besuchen den Kindergarten und wie alt sind sie?

Im Moment sind alle Kinder 68 insgesamt und sie sind von 2 bis 5 Jahre alt.
Nächstes Jahr werden die Kinder wieder 68 sein.

  1. Wie viele Betreuer arbeiten dort?

Es gibt drei Betreuerinnen und Louise ist gleichzeitig die Leiterin des Kindergartens. Alle sind die Freiwillige. Es gibt auch einen Ausschuss der Eltern, der mit den Betreuerinnen arbeiten, um die Schulversammlungen zu organisieren.

  1. Wie viele Räume haben Sie?

Es gibt im Moment nur 3 Räume aber die nicht im guten Zustand sind. Das heutige Gebäude ist sehr alt und es geht um die alte Kirche, die zur Verfügung des Kindergartens steht aber am Sonntag benutzt man das Gebäude für den Gottesdienst. Die Planung für die Zukunft ist, die drei eigenen neuen Räume zu bauen, dass in jedem 23 Kinder zusammen sein und etwas zusammen lernen können.

  1. Wie finanzieren Sie den Kindergarten?

Die Eltern geben etwas als ein Beitrag zur Arbeit im Kindergarten aber was nicht genug ist. Sie kommen auch regelmäßig zum Kindergarten, um zu helfen durch die gemeinsame Arbeit: Putzen, Wasser holen/bringen, Spüle wachen, Sauberkeit in den Räumen, Holz zum Kochen des Porridges bringen usw. Es gibt keine staatliche Finanzierung für diesen Kindergarten.
Das ist aber nicht genug für das gute Laufen des Kindergartens. Es gibt aber manchmal die Freunde aus Deutschland, die auch Spenden versammeln und die dem Kindergarten helfen. Das ist der Fall von der Schule HHG in Bottrop. Wenn die Freunde aus Deutschland nach Ruanda kommen, bringen sie auch die Spielzeuge mit, dass die Kinder etwas zu spielen haben können. Um das Porridge zu kaufen und vorzubereiten, braucht man auch immer die finanzielle Unterstützung der Freunde und dann gibt Louise (die Leiterin) auch einige Materialen, die notwendig zum Kochen und zum Essen sind.
Alle Leute können in ihrer Möglichkeit diesen Kindern helfen und unterstützen, dass sie auch etwas haben und lernen können. Auch kleine Beträge können in ihrer Summe großes bewirken und sinnvoll eingesetzt werden.

  1. Aus welchem Umkreis kommen die Kinder zum Kindergarten?

Die Kinder kommen aus den Dörfern in der Nähe des Kindergartens aber viele müssen lange laufen, dass sie zum Kindergarten ankommen können. Einige sind von Eltern begleitet aber viele anderen kommen allein, weil die Eltern ganz früh morgen in die Felder für die tägliche Arbeit gehen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wir danken allen Leuten, die irgendwelchen Beitrag zum Leben der Kinder gegeben haben.

Wir schicken auch einige Fotos von dem Kindergarten und das kann immer eine Idee über die Arbeit im Kindergarten geben.

“Wir finden die Partnerschaft als die Hacke, die den Garten betreut und sie wird auch unsere Beziehung pflegen”

Freundliche Grüße und Gottes Segen an alle, die an uns denken; uns unterstützen und mit uns arbeiten!

Rev Dr Pascal Bataringaya

Louise Uwimana (Sé)
Leiterin des Kindergartens “Hope Nursery School”

 

 

« Neuere Beiträge Ältere Beiträge »