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Neuer Grabstein steht auf Jüdischem Friedhof

Seine Gemeinde erinnert an den verstorbenen Lehrer Jo Tippelmann. Oberbürgermeister Bernd Tischler würdigt die Beerdigung Verstorbener jüdischen Glaubens auf dem Gräberfeld am Westfriedhof.

Von Norbert Jänecke / WAZ Bottrop 14.6.2017

Ein neuer Grabstein steht auf dem Jüdischen Friedhof. Dieser Gedenkstein erinnert an Horst Josef Tippelmann. Vor elf Monaten war der ehemalige Lehrer des Heinrich-Heine-Gymnasiums auf dem kleinen Gräberfeld am Rande des Westfriedhofs beerdigt worden. Wie es im Judentum Brauch ist, enthüllte die Jüdische Gemeinde knapp ein Jahr nach seinem Tod in einer kurzen Zeremonie seinen Grabstein. „Es ist gut, dass hier wieder Menschen jüdischen Glaubens ihre letzte Ruhestätte finden können“, unterstreicht Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Die meisten Grabsteine auf dem Friedhof sind schon so alt, dass ihre Inschriften nicht mehr lesbar sind. Nur wenige halten die Erinnerung an die Verstorbenen noch so wach wie der nun enthüllte Gedenkstein: Hier ruht Horst Josef Tippelmann steht darauf. „Wir nennen ihn Israel Ben Abraham“, erklärt Judith Neuwald-Tasbach, die Leiterin der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck: Israel Sohn des Abraham, heißt das. Für jeden Buchstaben dieses hebräischen Namens spricht Rabbiner Chaim Kornblum einen Psalm.

„Nach alter jüdischerTradition legen wir als Zeichen der Anerkennung und als Ausdruck dafür, dass wir das Grab besucht haben, kleine Steine darauf“, erklärt der Rabbiner. Viele Besucher des Friedhofs folgen seiner Bitte. Darunter sind eine Reihe früherer Kollegen und Schüler des Lehrers. Jo Tippelmann, wie ihn seine Kollegen nannten und frühere Schüler kannten, unterrichtete am Heinrich-Heine-Gymnasium Russisch und Latein. „Ich freue mich, dass so viele Weggefährten gekommen sind und Herr Tippelmann hier seinen Frieden gefunden hat“, sagt Judith Neuwald-Tasbach. Oberbürgermeister Bernd Tischler verweist darauf, dass Tippelmann sehr stark von der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen der Nationalsozialisten geprägt war, auch wenn er als Kleinkind nur die letzten Kriegsjahre erlebte. Auf dem Gräberfeld erinnert eine Gedenktafel an neun Juden, deren Gräber wegen Friedhofsschändungen nicht mehr auffindbar sind. „Der Friedhof war lange Zeit nicht erwünscht in dieser Stadt. Er ist damit auch ein Mahnmal für uns alle“, sagt Tischler. Jo Tippelmann habe sich stets zu seiner Religion bekannt. „Er trug den Davidstern sichtbar an seiner Kleidung“, erzählt der Oberbürgermeister. „Wir leben in einer schweren Zeit. Übergriffe islamistischer Terroristen verbreiten Angst und Schrecken. Rechtsradikale machen sich die Ängste der Menschen zu nutze“, mahnt Tischler. „Wir alle sind aufgefordert, uns für unsere Demokratie einzusetzen. Jo Tippelmann hat das getan“.

Grabstein Tippelmann

Das Haus des ewigen Lebens

■ Der Jüdische Friedhof  ist Teil des Westfriedhofes. Als dieser 1898/99 angelegt worden war, entstand ein gesonderter Bereich, auf dem eine Reihe jüdischer Bürgerinnen und Bürger bestattet wurde. Eine Gedenktafel erinnert außerdem an neun Juden, die in derzeit zwischen 1922 und 1930 gestorben waren. Wegen Friedhofsschändungen sind ihre Gräber nicht mehr auffindbar.

 

■ Der Friedhof wird im jüdischen Volksmund „Haus des ewigen Lebens“ genannt. Beim Besuch eines Grabes legen Angehörige einen kleinen Stein auf den Grabstein, um zu zeigen, dass der Verstorbene nicht vergessen ist.

Grabstein Tippelmann_2

 

 

 

 

 

http://www.juedische-friedhoefe.info/friedhoefe-nach-regionen/ruhrgebiet/bottrop/der-friedhof-von-bottrop.html#/2

 

Bottroper Sinfonie und HHG-Orchester trotzen den Hindernissen

Regenschauer und das Abendläuten von St. Cyriakus störten das Konzert des Sinfonieorchesters. Der Ausklang des Stadtfestes.

Ihren ersten Auftritt beim Stadtfest meisterten sie gut. Weder Regen noch Glockengeläut konnte die 56 Musiker des Sinfonieorchesters Bottrop davon abhalten, gut die Hälfte ihres Programmes einem interessierten Publikum vorzutragen.

Dem Titel „Von Land zu Land. Eine musikalische Entdeckungsreise durch viele Länder“ wurde Dirigent Ingo Brzoska mit seinem Orchester gerecht.

Das Programm soll nach einem Fest klingen

„Wir spielen Highlights der einzelnen Komponisten, die geläufig sind,“ erläutert der Gründer des Sinfonieorchesters die Auswahl. Konzertmeister Alban Pengili an der Geige ergänzt: „Das Programm soll nach einem Fest klingen. Eines ist schöner als das andere.“

Die Moderation von Andreas Kind sorgte dafür, dass trotz einiger Regenunterbrechungen und Glockengeläut die Menschen auf dem vollen Kirchplatz blieben. Nach der Vorstellung bekannter Stücke wie die Titelmedodie der Star-Trek-Serie „Voyager“, „Gardens of Granada“ (von Federico Moreno Torroba) oder „The mystic Land of Egypt“ (Albert Ketèlbey) sagte Kind: „Nach dem deutschen Konzert der Cyriakuskirche haben wir noch englischen Regen dazu bekommen. Also bitte kurz warten, die Instrumente müssen erst wieder ausgepackt werden, denn sie sind sehr empfindlich.“

Ein akustischer Balanceakt

Und das Warten hatte sich trotz der etwas ungünstigen Akustik und Rahmenbedingungen gelohnt. Der „Walzer Nr. 2“ des sowjetischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch und ein gemeinsamer Auftritt mit dem Orchester des Heinrich-Heine-Gymnasiums – aus Zeitmangel ohne gemeinsame Probe – meisterte das erst zwei Jahre junge Orchester gut.

Die Solistin und Sopranistin Elisabeth Otzisk berichtet von dem akustischen Balanceakt: „Die Schwierigkeit heute war, dass man sich und das Orchester nicht so gut hört. Ich finde es schön, dass es trotz des Wetters gut besucht war – das war toll und macht Spaß.“ Ein Aspekt bei diesem Konzert unter freiem Himmel ist der Sängerin wichtig: „Die Schwelle vor klassischer Musik lässt sich so abbauen.“

Lob aus dem Publikum

Peter Sandforth, ehemaliger Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums, sagt anerkennend: „Toll. Es gefällt mir sehr gut hier. Außerdem beeindruckt es mich, dass Bottrop ein Sinfonieorchester auf die Beine gestellt hat.“

Das ursprünglich geplante Programm mit mehr als zehn Werksauszügen holen Dirigent Brzoska und sein Orchester voraussichtlich im Herbst nach. Dann spielen Profis wie Amateure in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums, die Platz für 500 Besucher bietet.

Bottroper Sinfonie

Das Bottroper Sinfonieorchester mit Dirigent Ingo Brzoska beim Freiluftkonzert zum Abschluss des Stadtfestes auf dem Kirchplatz. (Foto: Robin Droste)

WAZ 13.06.2017 

https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottroper-sinfoniker-trotzen-den-hindernissen-id210887283.html

Für G 9 fehlen Lehrer und Räume

Schulleiter und Stadt blicken sorgenvoll auf die angekündigte Rückkehr zu G 9.
Umstellung bringt wieder neue Unruhe in die drei Bottroper Gymnasien

Was für Eltern und Schüler vielleicht der pure Grund zur Freude ist, treibt Schulleitern und Kommunen Sorgenfalten auf die Stirn: Die neue Landesregierung will vom Turbo-Abi zurück zum G 9. Für die Gymnasien bedeutet dies einen erneuten Umbau, für die Kommunen Kosten.

„G 9 ist im vorhandenen Raumbestand nicht zu machen“, stellt der Erste Beigeordnete Paul Ketzer mit Blick auf die drei Bottroper Gymnasien fest. An allen drei Standorten seien Erweiterungen oder sogar Neubauten notwendig. „Da hängt so einiges dran“, warnt er mit Blick auf die Kosten.

Frage nach der Finanzierung

Und Tobias Mattheis, der kommissarische Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums, fürchtet: „Das wird wieder Hektik in die Schulen bringen. Eigentlich brauchten wir jetzt mal Ruhe.“ Derzeit seien viele Fragen noch unbeantwortet, zum Beispiel wo das Geld dafür herkommen soll, die fehlenden Lehrer und der zusätzliche Platz. Seit Einführung von G 8 habe man nicht mehr benötigte Klassenräume zu Selbstlernzentrum, Beratungs- oder Fachräumen umgebaut.

Für Reinhard Schönfeld, den Leiter des Josef-Albers-Gymnasiums, kommt die erneute Änderung nicht mehr überraschend. Er verweist auf die „wahnsinnigen Anstrengungen“, die die Schulen beim Umstieg auf G 8 unternommen haben. Nun stehe man vor ähnlich großen Problemen. Es fehlen die Räume für einen zusätzlichen Jahrgang, weil die teilweise zu Fachräumen umgebaut wurden, außerdem fehle das entsprechende Personal. „Auch das Lehrmaterial ist ja komplett auf G 8 umgestellt worden.“

In seinen Augen sind bei der Umstellung von G 9 auf G 8 Fehler gemacht worden. Für seine Schule glaubt er, dass der Umstieg eigentlich gelungen war, hatte man sich doch bewusst als Halbtagsschule positioniert mit einem „hohen Grad an Zufriedenheit bei Schülern und Eltern.“

Schönfeld glaubt nicht, dass viele Gymnasien beim Abitur nach acht Jahren bleiben werden. „Das Thema ist zermahlen.“ Mit Blick auf Bottrop sagt er. „In einer kleinen Stadt mit nur zwei Gymnasien in der Innenstadt glaube ich nicht, dass eines bei G 8 bleibt und das andere umstellt.“ Schließlich bedienten beide Schulen dieselbe Klientel. Für das JAG sagt er. „Wir werden umstellen in der Hoffnung, nicht wie Laborratten in ein paar Jahren wieder etwas neues machen zu müssen.“

Lehrermarkt ist leer gefegt

Aus der Sicht der Eltern sei die geplante Rückkehr zu G9 sicher richtig, meint Matthias Plaputta, Leiter des Vestischen Gymnasiums in Kirchhellen: „Sie entspricht dem Elternwillen.“ Als Schulleiter hat er allerdings auch die damit verbundenen Schwierigkeiten im Blick: „Die Schulen haben erfolgreich auf G 8 umgestellt, Strukturen und Lehrpläne verändert, Räume sinnvoll genutzt.“ Große Probleme sieht er vor allem beim Personal. „Der Lehrermarkt ist so gut wie leer.“ Schon jetzt gebe es Schwierigkeiten bei der neuen Vetretungsreserve. Matthias Plaputta tröstet sich damit, dass noch Zeit bleibe bis zur Umstellung 2019/20.

Von Matthias Düngelhoff und Ute Hildebrand-Schute / WAZ Bottrop 9.6.2017

Schuleiter
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Das Bürgerbegehren läuft noch bis Herbst. Jetzt spielt das Ergebnis keine Rolle mehr.

Heine-Gymnasiasten helfen in einem Kindergarten in Ruanda

 

Für drei Wochen fahren Christopher Pradel und Niklas Busch nach Afrika. Förderverein aus Bottrop unterstützt Arbeit vor Ort.

Zwei Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG) fahren im August für drei Wochen nach Ruanda. Christopher Pradel und Niklas Busch werden dort in der Hope Nursery School arbeiten. Der Kindergarten erfährt seit einiger Zeit großzügige Unterstützung aus Bottrop. Christopher und Niklas werden das afrikanische Land kennenlernen und sich vor Ort davon überzeugen, wie es den inzwischen 90 Kindern in der Hope Nursery School geht.

In Bottrop gibt es schon seit einiger Zeit einen Förderverein, der den Kindergarten unterstützt. Bischof Dr. Pascal Bataringaya und seine Frau Louise Uwimana, die den Kindergarten gegründet hat und nach wie vor betreut, waren vor kurzen zu Gast bei dem Verein. Bei einem Info-Abend haben die beiden 16-jährigen Bottroper und deren Familien die Gäste aus Ruanda kennengelernt.

Tennisclub half bei Anschaffung einer Milchkuh

Auch der TC-Blau-Weiß unterstützt den Kindergarten: 2016 spendete er den Überschuss des Oldie-Cups für die Anschaffung einer Milchkuh. Noch nährt „Botty“ ihr Kalb, aber demnächst werden mehr als die derzeit zehn Liter Milch pro Tag für Haferbrei zur Verfügung stehen, so dass keine Milch mehr zugekauft werden muss.

Beim Info-Abend berichtete das ruandische Paar über Pläne für den Neubau des Kindergartens, der bisher provisorisch im Gemeindehaus untergebracht ist. Durch die Spenden aus Bottrop – vor allem durch Projekte am HHG und private Zuwendungen – konnte bereits ein Grundstück gekauft werden. Die Baugenehmigung ist beantragt.

Auch im Vorjahr waren schon Schüler in Afrika

Pascal Bataringaya und Louise Uwimana sind Gäste stets willkommen – ob als Touristen oder vorübergehende Mitarbeiter. Jennifer Kutkatt und Lena Besser vom HHG waren im vorigen Jahr bereits da. Denn dass Ruanda nicht nur das Land des Völkermords ist, in dem noch eine Menge Versöhnungsarbeit zu leisten ist, sondern auch ein Land voller landschaftlicher Schönheiten, zeigte Bischof Pascal anhand einer eindrucksvollen Bildershow.

 

Ruanda

Christopher Pradel (l.) und Niklas Busch (r.) werden Dr. Pascal  Bataringaya und seine Frau Louise Uwimana in Ruanda unterstützen. (Foto: Matthias Zerren)

WAZ 06.06.2017

Grabstein für Jo Tippelmann

Am 13. Juni auf dem Jüdischen Friedhof.

Vor knapp einem Jahr verstarb in Bottrop Horst Josef Tippelmann, der Mitglied der Jüdischen Gemeinde war. Er war lange Jahre Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium und durch sein Engagement bekannt. Er wurde auf dem Jüdischen Friedhof am Westfriedhof bestattet. Nun bekommt sein Grab einen Grabstein.

Zur Grabsteinsetzung findet dort in Anwesenheit des Rabbiners Chaim Kornblum und der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck, Judith Neuwald-Tasbach, am Dienstag, 13. Juni, ab 17 Uhr eine Zeremonie statt, zu der auch Gäste eingeladen sind. Oberbürgermeister Bernd Tischler wird ein Grußwort sprechen. Männliche Besucher werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.

WAZ Bottrop 8.6.2017

 

https://www.bottrop.de/presseportal/pressemeldungen.php?sp:newsdeskDetails=https://www.bottrop.de/guiapplications/newsdesk/publications/Stadt_Bottrop/113010100000185303.php&sp:cmp=newsdeskRss-1

 

WAZ: Talentierte HHG-Schülerin erringt 7. Platz im Medizin-Wettstreit

Sie hörte schon Vorlesungen an der Uni Essen

Die Heine-Gymnasiastin Malin Stenbrock hat im Bundesfinale der Neurowissenschaften-Olympiade in Heidelberg einen hervorragenden siebten Platz errungen. Sie traf auf ein 45-köpfiges Teilnehmerfeld, das sich in den Regionalwettbewerben in Bonn, Frankfurt und Berlin qualifiziert hatte.

Der Wettbewerb, der auf Englisch durchgeführt wird, bestand aus fünf Runden. Zu den Aufgaben der Prüfung zählten unter anderem ein schriftlicher Test, das Erkennen von Gehirnregionen anhand von Gehirnmodellen sowie das Diagnostizieren von neurologischen Erkrankungen über Patientenvideos.

Die zehn besten Schüler traten im Finale in einer letzten Fragerunde zu Themen wie dem Gedächtnis, neurologischen Erkrankungen oder Emotionen gegeneinander an. Die Jury bestand aus Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Der Wettbewerb hat das Ziel, talentierte Schüler für Neurowissenschaften zu begeistern und den nationalen wie auch internationalen Austausch zu fördern.

Ein Umstand machte den Wettbewerb besonders interessant: Er verknüpft die am Heinrich-Heine-Gymnasium angebotenen Profile Naturwissenschaft und Englisch.

Medizin als Studienwunsch

Malin Stenbrock, die später Medizin studieren möchte und bereits medizinische Vorlesungen an der Universität Essen besucht hat, erhielt für ihre tolle Leistung eine Urkunde. Im Namen der Schulgemeinde gratulierten ihr Schuldezernent Michael Schweers, HHG-Schulleiter Tobias Mattheis und Wettbewerbskoordinator Schopper.

Als kleine Anerkennung überreichten sie der talentierten Schülerin einen Kinogutschein.

WAZ Bottrop, 2. Juni 2017

 

Heinrich-Heine-Gymnasium fördert Geisteswissenschaften

WAZ vom 27.04.2017

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BOTTTROP.   Schule vereinbart Kooperation mit der Fakultät der Uni Duisburg-Essen. Schüler können Vorlesungen und Übungen besuchen. Auch Studenten profitieren.

Dass Schulen den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich hervorheben und betonen, ist inzwischen weitestgehend üblich. Zahlreiche Kooperationen und Initiativen kennzeichnen die so genannten Mint-Fächer. Die Geisteswissenschaften scheinen da etwas ins Hintertreffen zu geraten. Das Heinrich-Heine-Gymnasium will nun auch die Geisteswissenschaften fördern und hat dafür einen Kooperationsvertrag mit der entsprechenden Fakultät der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen.

Schüler haben nun die Möglichkeit, Vorlesungen und andere Veranstaltungen der Fakultät zu besuchen. Der kommissarische Schulleiter Tobias Matheis betont, dass Eltern aktuell viel Wert auf die Mint-Fächer legen und es durchaus schade sei, dass der geisteswissenschaftliche Bereich sich dagegen schwer tue. „Wir versuchen, diesen Baustein und vor allem den sprachlichen Bereich deutlich zu stärken und sind deshalb sehr froh über die Möglichkeiten, die sich aus der Kooperation ergeben.“

Professor Dirk Hartman, der Dekan der Fakultät, sprach über die Bedeutung der Geisteswissenschaften. Sie ermöglichen es, die eigene Geschichte und Kultur zu reflektieren. „Eine solche Reflexion ist wichtig für den Menschen. Ist er nicht mehr in der Lage, seine Kultur zu verstehen, wird er sie verlieren.“ Das könne fatale Folgen für Gesellschaft und Demokratie haben, und letztlich verliere man seine Menschlichkeit. Geisteswissenschaften zahlten sich nicht immer in Heller und Pfennig aus, kritisiert Hartmann die aus seiner Sicht immer stärker werdende Ökonomisierung. „Aber sie machen uns zu freien, autonomen, selbstkritisch denkenden Menschen, die auch in der Lage sind, mit neuen Problemen umzugehen“, nimmt der Dekan Bezug auf Humboldt.

Matheis bedauert es ein wenig, dass auch Schulen stark wirtschaftlichen Kriterien unterworfen seien – und manchmal vielleicht zu stark an der Arbeitswelt ausgerichtet. Somit drohe eine andere Form der Bildung verloren zu gehen. Einig waren sich Schulleiter und Dekan, dass es auf die richtige Mischung ankomme.

Nun geht es darum, die Kooperation mit Leben zu füllen. Eine Schülerin wird ab der nächsten Woche schon Anglistik-Vorlesungen besuchen, außerdem wollen die Lehrer Schüler gezielt ansprechen und fördern.

Aber auch die Uni profitiert: Während Schüler Uni-Luft schnuppern können, können im Gegenzug angehende Lehrer Schulluft schnuppern.

Text von Matthias Düngelhoff
Foto von Diana Roos

http://www.waz.de/staedte/bottrop/heinrich-heine-gymnasium-foerdert-geisteswissenschaften-id210371893.html

Heine-Gymnasium fördert Informatiknachwuchs intensiv

Von dem Bottroper Gymnasium nehmen besonders viele Schülerinnen und Schüler an Informatikwettbewerben teil. So sollen junge Menschen für das Fachgebiet gewonnen werden. Dafür wird die Schule ausgezeichnet

Sie haben gegrübelt, kombiniert und sich nicht unterkriegen lassen, die 15 Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums, die beim 35. Bundeswettbewerb Informatik mit dabei waren. Ein Einsatz, den sie neben ihrem normalen Schulalltag bewältigen. Natürlich nicht ohne die Motivation und den Einsatz des Fachlehrers Herrn Sven Biermann. Für dieses Engagement im Bereich Informatik gab es öffentliches Lob.

Verleihung in Wuppertal

Die Fachgruppe „Informatische Bildung in NRW“ der Gesellschaft für Informatik hat die Bottroper Schule zusammen mit 19 weiteren aus NRW, nun einen Preis verliehen. Als Anerkennung ihrer Aktivitäten bei den bundesweiten Informatikwettbewerben. Die Verleihung fand im Rahmen des 16. Informatiktags an der Bergischen Universität Wuppertal statt.

Das Bottroper Gymnasium erhielt dort eine Auszeichnung für eine besonders hohe Schülerbeteiligung am 35. Bundeswettbewerb Informatik. Insgesamt 1406 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich NRW-weit insgesamt an der ersten Runde des Wettbewerbs. „Wir führen diese erfreuliche Entwicklung unter anderem auf unseren Einstiegswettbewerb, den Informatik-Biber, zurück. Nach stetig wachsender Teilnahmezahlen bei diesem Online-Format für die Klassen 3 bis 13 kommen verstärkt Synergieeffekte zum Tragen,“ sagt Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der Bundesweiten Informatikwettbewerbe.

Am Informatik-Biber 2016 nahmen bundesweit 290 808 Schülerinnen und Schüler teil. Für hervorragende Teilnahmezahlen an diesem Wettbewerb ehrte die Fachgruppe unter anderem auch das Bottroper Heinrich-Heine-Gymnasium

Der Bundeswettbewerb Informatik ist ein von der Kultusministerkonferenz empfohlener Schülerwettbewerb und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er ist der traditionsreichste unter den bundesweiten Informatikwettbewerben und richtet sich an begabte Nachwuchsinformatiker bis 21 Jahre.

Die Informatikwettbewerbe wollen Barrieren gegenüber der Informatik abbauen und junge Menschen für das Fachgebiet interessieren. Außer dem Bundeswettbewerb Informatik gehören dazu das Einstiegsformat Informatik-Biber für Schüler der Jahrgangsstufen 3–13, seit 2017 der Jugendwettbewerb Informatik (JwInf) und das Verfahren zur Auswahl des deutschen Teams für die Internationale Informatik-Olympiade (IOI), bei der Spitzentalente aus der ganzen Welt antreten.

WAZ Bottrop 21.4.2017

HHG Informatik

Sven Biermann (r.) bei der Preisverleihung

7er machen Unterricht auf der Piste – Meransen 2017

Berichte von Schülerinnen und Schülern der Klassen 7c und 7d:

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Auch in diesem Jahr begaben sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 des Heinrich-Heine-Gymnasiums auf große Fahrt in Richtung Meransen in Südtirol, um das Skifahren zu lernen und zu vertiefen. In der Woche vom 08. März bis zum 17. März fuhren die Klassen 7a und 7b und vom 16. März bis zum 24. März fuhren die Klassen 7c und 7d. Bei bestem Wetter hieß es jeden Morgen nach dem Frühstück „an die Skier, fertig und los!“.
Die kleinen Skigruppen von ca. fünf Schülern vor allem im Anfängerbereich erlauben eine sehr individuelle Schulung und sind sicherlich auch einer der Gründe für den enormen Lernerfolg, auf den die begeisterten Schüler am Ende der Fahrt sehr stolz sein können. Jeder Schüler konnte bei guten Schneeverhältnissen fast problemlos die blauen Pisten herunter fahren und ein Großteil der Anfänger hatte sogar mehrmals die nicht immer unproblematische Talabfahrt bewältigt. Die aktiven Tage auf der Piste wurden bereits Wochen vor dem großen Ereignis mit wöchentlichen Skigymnastikübungen vorbereitet. Besonders viel Wert wird hier auf den Muskelaufbau gelegt. Muskelkater ist hier Pflicht ;-). Ein großer Vorteil ist sicherlich auch der „erste Skitag“ für die Anfänger im Alpincenter in Bottrop gewesen. Um die Tage in Meransen so gut wie möglich zu nutzen, lernen die Schüler bereits in Bottrop den Umgang mit dem Material kennen und mache erste „Schritte“ auf der Piste. Worauf muss ich beim Anziehen der Skischuhe achten? Wie komme ich in die Bindung hinein und vor allem später wieder heraus? Skilehrer des zeigten den Schülern Übungen zur Eingewöhnung und zur ersten Bewältigung der ungewohnten Bewegungserfahrungen. Schnell lernten die Skineulinge mit einem und später mit beiden Ski in der Ebene und im leichten Gefälle zu gleiten, den Ski zu drehen und zu bremsen. Diese ersten Erfahrungen erleichterten es den Schülern vor allem am ersten Tag auf der Skipiste in Meransen enorm auch anspruchsvollere Bereichen der blauen Piste angstfrei zu bewältigen.
Neben dem sportlichen Erfolg dieser Fahrt gab es für die Schülerinnen und Schüler auch abseits der Piste viel zu erleben. Neben den sportmotorischen Fertigkeiten werden nicht nur auf der Piste auch soziale Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit geschult. Insbesondere der „skifreie“ Tag, der der aktiven Regeneration dient, zeigte den mittlerweile begeisterten Skifahrern die andere Seite des Tiroler Bergdorfs und seiner Umgebung. Nachdem es in der Nacht zuvor noch einmal stark geschneit hatte, erkundeten die Heine-Schüler auf Wanderwegen die vom Skitourismus noch meist unberührte Naturlandschaft und lieferten sich die eine oder andere Schneeballschlacht und bauten kunstvolle Schneeskulpturen, von denen die besten drei prämiert wurden.
Eine Fahrt, da sind sich alle Beteiligten sicher, die es absolut verdient, dass sie demnächst auch den 40. Geburtstag feiern wird.
Ein großes Plus am Heinrich-Heine-Gymnasium ist der große von Sportlehrer Norbert Bodden betreute Skikeller. Jeder Schüler kann sich kostenlos Ski, Skischuhe und einen Skihelm für die Klassenfahrt ausleihen. Schon Monate vor der Fahrt beginnt die Wartung der Ski. Sie müssen kontrolliert, geschliffen, gewachst und schließlich individuell auf jeden Schüler eingestellt werden. Neben Norbert Bodden helfen hier ehrenamtlich auch der ehemalige Heine-Lehrer Kalli Flögel und als Externer Werner Marsch. Jeder Ski wird im Skikeller mit der schuleigenen Schleifmaschine geschliffen und gewachst und dort auch fachkundig eingestellt. Dank des Fördervereins am Heine konnte in den letzten Jahren immer wieder neues Material angeschafft werden. Erfreulich ist es immer wieder, wie viele Eltern nicht mehr benötigte Ski oder Skischuhe in gutem Zustand der Schule spenden. Das gut gepflegte Material kann gegen eine geringfügige Gebühr von Eltern und Schülern des HHGs auch für den privaten Skiurlaub ausgeliehen werden.

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HHG erhält Schulpreis in Gold

Gute Leistungen beim Bundeswettbewerb Informatik wurden ausgezeichnet. Sechstklässler des Heine-Gymnasiums bei „Jugend forscht“ erfolgreich

Sonderpreise haben die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasium beim 31. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ entgegen nehmen können. Außerdem erhielt das Bottroper Gymnasium den BwInF-(Bundeswettbewerb Informatik-)Schulpreis in Gold.

„Wir haben viele tolle Talente am HHG“
(Tobias Mattheis, kommissarischer Schulleiter am HHG)

In der Altersklasse „Schüler experimentieren“ bekamen Kian Tondravane und Jacob Schraven sowie Nelle Steinbuch und Finja Steppuhn, Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 6, zwei Sonderpreise in den Fachbereichen Chemie bzw. Geo- und Raumwissenschaften. Mit ihren guten Arbeiten zu den Themen „Versickerung von Wasser in Erde und Steinen“ und „Entfernung von Rotweinflecken! Helfen Hausmittel?“ konnten sie die Jury des Wettbewerbs überzeugen. Diese lobte besonders die gute Vortragsweise und die wissenschaftliche Vorgehensweise der Schüler.

An beiden Tagen nahmen rund 250 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb teil. Sie hatten insgesamt 123 Arbeiten zu wissenschaftlichen Themen eingereicht.

Im letzten Jahr hatte das Heinrich-Heine-Gymnasium den mit 1000 Euro dotierten Schulpreis bei Jugend forscht gewonnen. Diesmal reiste das HHG an beiden Tagen mit insgesamt sechs Gruppen an.

Vorher hausinterner Wettbewerb

Die teilnehmenden Gruppen waren im Vorfeld durch den hausinternen Wettbewerb „HHG forscht“ und im klasseninternen Wettbewerb der MINT-Klasse (Mathematik, Informatik, Naturwissenasachaften, Technik) ausgewählt worden.

Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler des Q2-Kurses Informatik erfolgreich am Bundeswettbewerb Informatik teilgenommen. So gehörte das HHG zu den 16 erfolgreichsten Gymnasien in Deutschland, die den BwInf-Schulpreis in Gold erhielten. In NRW belegten die 13 Schüler und drei Schülerinnen mit ihrer Anzahl an Preisen den 3. Platz und in der Bezirksregierung Münster den 1. Platz. Insgesamt haben bundesweit 1406 Schüler am Bundeswettbewerb der Informatik teilgenommen.

Die Schüler haben neben dem Abiturstress mit Unterstützung der Hochschule Ruhr West, mit der es einen Kooperationsvertrag gibt, wochenlang komplexe Programmier- und Anwendungsaufgaben gelöst. Dafür gab es für die Schule den BwInf-Schulpreis in Gold und ein Preisgeld von 300 Euro.

„Wir haben viele tolle Talente am HHG. Ich freue mich, dass unsere Schüler sowohl im MINT-Bereich, als auch in den sprachlichen Wettbewerben tolle Leistungen erbracht haben“, so der kommissarische Schulleiter Tobias Mattheis.

Foto BwInf

WAZ Bottrop 23.2.2017

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