„Konfliktmanagement an Schulen“ HHG als Pilotschule zertifiziert

25 HHG Schülerinnen und Schüler werden erfolgreich als Konfliktlotsen ausgebildet

Das Heinrich-Heine-Gymnasium ist ausgezeichnete Pilotschule für das Förderprojekt „Konfliktmanagement an Schulen “

Unsere Schule  ist seit dem vergangenen Donnerstag offiziell die erste Schule der Bezirksregierung Münster, die für ihre erfolgreiche Teilnahme an dem Projekt „Konfliktmanagement an Schulen“ zertifiziert wurde. Die zu Konfliktlotsen ausgebildeten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 sollen dabei helfen, das Schulklima am Heine noch weiter zu verbessern und bei kleineren Streitigkeiten ihren Mitschülern kompetent helfen eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind.
Der kommissarische Schulleiter Tobias Mattheis lobt das außerunterrichtliche Engagement der anwesenden Schülerinnen und Schüler:

„Wenn ihr dafür sorgt, dass Schülerinnen und Schüler lieber zur Schule gehen, wirkt sich das auch auf den Unterricht und die Leistungen aller aus. Ihr habt eine besondere Rolle, ich baue auf euch.“

Kathrin Köhler von der ARAG SE und Martin Oppermann, schulischer Krisenbeauftragter des Landes NRW, freuten sich, Mattheis und allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie den ausgebildeten Projektlehrerinnen und -lehrern die offizielle Plakette für die Schule aushändigen zu können. Dabei bedankte sich Köhler für die nachhaltige Unterstützung des Projekts durch die Mediatoren und die Schulleitung. Sie bestärkte die Schülerinnen und Schüler darin, weiter so engagiert an der Projektdurchführung am Heine mitzuwirken: „Ihr werdet sicherlich auch für euer späteres Leben sehr viel mitnehmen. Das große Engagement bei der Umsetzung am HHG zeigt, dass wir mit dem Projekt für die Schulen und die Menschen dort tatsächlich etwas Gutes bewirken können und auf dem richtigen Weg sind.“ Auch Oppermann hob die Bedeutung eines solchen Konzepts an Schulen hervor. Heutzutage sei es viel schwieriger geworden „Stopp“ zu sagen und Konflikten aus dem Weg zu gehen. Vor allem über das Handy, Stichwort Cybermobbing, würden Streitigkeiten auch mit nach Hause getragen. Die Konfliktlotsen sollten „Spürer“ für Konflikte werden, wissen, was zu tun sei oder an wen man sich wenden könne. Ausdrücklich lobte Oppermann auch die Herangehensweise der Schule an dieses Projekt. Von Anfang an seien alle Mitbestimmungsorgane – Schüler, Eltern und Lehrer – am Heine in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden worden. Das Ergebnis sei ein gut durchdachtes Konzept und bei der Umsetzung des Projekts liege das Heinrich-Heine-Gymnasium schon weit vor anderen Schulen.
Das von der ARAG Versicherung ins Leben gerufene und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung unterstützte Förderprojekt qualifiziert zunächst Lehrerinnen und Lehrer in einer insgesamt 80-stündigen Ausbildung zu Schulmediatoren. Unter den 23 teilnehmenden Schulen aus ganz NRW ließen sich auch vier Kolleginnen und Kollegen des HHGs erfolgreich ausbilden. Seit Juni 2016 haben Claudia Göke, Wiebke Schnitzler, Franziska Schwarzenberg und Elmar Weirich am Heine ein Konzept zur Konfliktprävention und –lösung etabliert und bilden seitdem die ersten 25 Schülerinnen und Schüler zu Konfliktlotsen aus. Der Fokus liegt zunächst auf ausgewählten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 8 (jetzt 9), die im neuen Schuljahr auch Klassenpaten in den fünften Klassen werden möchten. Die Konfliktlotsen lernen in ihrer Ausbildung z. B. Grundlagen der Kommunikation kennen, wie Konflikte entstehen, Grundlagen der Gesprächsführung und wie man gut kooperiert.  In den fünften Klassen ist auch zunächst ihr Wirkungsbereich. Streitende aus ihren Patenklassen können sich direkt an sie wenden und werden dann darin unterstützt eine Lösung zu finden. In den nächsten Jahren sollen weitere Schülerinnen und Schüler zu Konfliktlotsen ausgebildet werden und das Projekt auf weitere Jahrgänge ausgeweitet werden.