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Verpackungen sind von gestern

Exkursion der Klasse 9d zum Unverpackt-Laden in Bottrop.

Nachdem wir uns mit unserer Politiklehrerin Frau Dr. Smaxwill für mehrere Wochen über Plastikverbrauch und dessen Auswirkungen unterhalten haben, haben wir Erschreckendes festgestellt. Über eine Woche lang haben wir unserem Plastikverbrauch zu Hause beobachtet und dabei kam heraus, dass wir teilweise bis zu 13 kg Verpackungsmüll in einer Woche produzieren. Dies muss gestoppt werden!

Um Verpackungsmüll zu vermeiden, gib es seit längerer Zeit Läden, die verpackungsfreie Produkte (Drogerieartikel, Tierfutter, Lebensmittel und Schreibbedarf) anbieten. Auch in Bottrop gibt es seit September 2017 einen solchen Laden namens „Allerlei Verpackungsfrei“, welcher sich auf der Hochstraße befindet. Dort werden rund 400 verschiedene Produkte angeboten. Da es der einzige Laden dieser Art in Bottrop ist, schätzen ihn viele Kunden sehr und das kann man auch an der täglichen Kundenanzahl sehen. Die Produkte, die verkauft werden, sind regional, unverpackt, fairtrade, unbelastet, nachhaltig und bio.  Waren, die nach einiger Zeit nicht verkauft wurden, aber dennoch in einem guten Zustand sind, werden an die Bottroper Tafel gespendet.

Das Konzept dahinter sieht wie folgt aus:

Als erstes wiegt man seinen Behälter und befüllt ihn nach Wahl. Anschließend geht man zur Kasse und wiegt diesen Behälter erneut. Nun wird der am Anfang gewogene Betrag abgezogen und man bezahlt nur für das Produkt an sich.
Diese ganzen Informationen erfuhren wir bei unserer Exkursion. Wir denken, dass es eine sehr innovative Idee ist und finden es von den beiden Besitzern eine vorbildhafte Leistung, die jeder nutzen sollte. Denn jeder sollte auf seinen Plastikverbrauch achten!

Schüler gehen für Klimaschutz auf die Straße – Neue Fotos

In der Fotogalerie sehen Sie Plakatentwürfe der Schülerinnen und Schüler sowie einige Impressionen von der Demonstration am letzten Freitag.

Über 500 Jugendliche beteiligen sich an der Demonstration der Bewegung Fridays for Future. Sie ziehen durch die Stadt und fordern mehr Engagement für die Umwelt.

 

Viele Schüler hatten Plakate mit Forderungen angefertigt, die sie auf der Demo präsentierten. (Foto: Heinrich Jung)

„Es gibt keinen Planeten B.“ Gleich mehrfach war diese Mahnung auf Plakaten und Bannern bei der Schüler-Demo für mehr Klimaschutz zu lesen. Gut 500 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der ersten Fridays-For-Future-Demo in Bottrop, so die Polizeischätzung. Von dem Erfolg waren die Organisatoren sichtlich überwältigt. „Mit so vielen Teilnehmern hätten wir nicht gerechnet“, sagte der 15-jährige Nico Zielinski.

In zahllosen Städten in über 100 Ländern fanden am Freitag Demonstrationen statt. Dafür haben die Jugendlichen den Unterricht geschwänzt oder aber wurden – so das Vorgehen an vielen Bottroper Schulen – für die Demonstration beurlaubt.

Darum gehe es ihnen aber nicht, betonten Hanna Lüger und Emma Marcinkowski. Es gehe darum, öffentlich ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz zu setzen, stellen die beiden Albers-Schülerinnen klar. Es werde einfach zu wenig für den Klimaschutz getan, ärgern sie sich. „Natürlich muss jeder einzelne bei sich zu Hause anfangen, aber in der Gruppe können wir mehr bewegen als allein“, so Emma Marcinkowski. Entsprechend sei auch die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die Initiatorin der weltweiten Proteste, ein Vorbild. „Es ist beeindruckend, was sie angestoßen hat.“

Ähnlich sieht es Eric Janetta. Auf seinem Plakat sprach er insbesondere die Minister Andreas Scheuer und Julia Klöckner an. „Freiwilligkeit wird die Welt nicht retten“, hieß es dazu, bezogen auf die Initiativen der beiden Minister, die Industrie zu mehr freiwilligen Klimaschutzleistungen zu bewegen. „Es ist wichtig zu demonstrieren, damit sich etwas ändert“, ist der 17-Jährige überzeugt. Auch eine lokale Forderung hat er auf seinem Plakat erhoben – und zwar die nach dem Radschnellweg auf der Gladbecker Straße. Denn die Verkehrswende sei von immenser Bedeutung für den Klimaschutz.

OB zollt Jugendlichen Respekt

Oberbürgermeister Bernd Tischler sprach den Jugendlichen seinen Respekt aus. Viel zu oft werde kritisiert, die junge Generation sei politisch und gesellschaftlich nicht engagiert. „Ihr setzt mit eurer heutigen Aktion ein deutlich anderes Zeichen.“ Er unterstütze die Schülerinnen und Schüler und sei überzeugt, dass die Aufmerksamkeit für die Aktion nicht so stark gegeben wäre, wenn der Aktionstag an einem schulfreien Tag läge. 

Gleichzeitig nutzte Tischler die Chance, vor den Jugendlichen für das Projekt Innovation City zu werben. Das Ziel, 50 Prozent CO2 einzusparen, sei fast erreicht, so der OB. Und das habe nicht etwa den wirtschaftlichen Niedergang zur Folge. Im Gegenteil, viele Unternehmen profitierten davon. Das zeige eben, dass im Klimaschutz auch andere Chancen liegen.

Nicht nur der OB, auch Lehrer und einige andere Erwachsene unterstützten das Anliegen der jungen Demonstranten und reihten sich in den Zug ein. Vom Berliner Platz zog die Gruppe über die Poststraße zur Fußgängerzone und dann weiter über Osterfelder-, Horster-, Friedrich-Ebert- und Paßstraße zurück zum Berliner Platz. Dabei skandierten die Teilnehmer Parolen für den Klimaschutz und insbesondere gegen den Abbau und das Verbrennen von Braunkohle.

Es gab aber auch Kritik am Klimaschutzzug der Schülerinnen und Schülern. So bemängelten einige Passanten etwa, dass für die Lautsprecheranlage eigens ein Auto in der Demo mitfuhr. Das passe nicht mit dem Anliegen der Schüler zusammen, so die Äußerungen.

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ Bottrop 16.03.2019 

Podiumsdiskussion zieht nur wenige Interessierte an

Die Podiumsdiskussion der „Fridays For Future“-Ortsgruppe lockte am Freitagmittag nur wenige Besucher in den Spielraum an der Prosperstraße. Rund zehn Gäste lauschten nach der Großdemonstration in der City den engagierten Schülern und eingeladenen Rednern. Dabei waren Vertreter von IGBCE und BUND, Lehrer und Einzelhändler. Vor allem Politiker von ÖDP, DKP und Grünen kamen zu Wort. Sie lobten den Einsatz der Schüler und betonten, dass im Kleinen etwas geschehen muss, bevor auf Landes- oder Bundesebene Weiteres geschieht. „Dran bleiben“, so der Appell.

„Es ist sehr wichtig, auf politischer Ebene den Mund aufzumachen. Wir unterstützen das als Schule. Jedoch wäre für die Demo Samstag besser gewesen“, erklärte HHG-Schulleiter Tobias Mattheis. „Für uns ist das, was ihr anregt, Rückenwind“, sagte Sigrid Lange vom BUND. Im Gespräch thematisierten die Anwesenden die Möglichkeiten jedes Einzelnen, sich zu engagieren, Die Frage nach der schnellen Umsetzbarkeit von Maßnahmen wurde aufgeworfen.  (MaHu)

Mehr Fotos im Internet unter: waz.de/bottrop

In vielen Städten in über 100 Ländern auf der Welt gingen Jugendliche am Freitag auf die Straße. (Foto: Heinrich Jung)

Schüler-Demo für Klimaschutz

Die Kundgebung der jungen Umweltschützer beginnt am Freitag um 12 Uhr auf dem Berliner Platz. Im Spielraum gibt es ab 15 Uhr eine Podiumsdiskussion

Die Fridays for Future-Gruppe bereitet die Demonstration vor. (Im Bild: Nico Zieleinski, Jessica Lee, Sven Hermens, Vanessa Piontek und Jannis Baltes (Foto: Thomas Gödde)

Bottroper Schüler wollen am Freitag, 15. März, für den Klimaschutz demonstrieren und die Schule schwänzen. „Die Stifte nieder und die Fäuste hoch“, fordert Sven Hermens, Sprecher der örtlichen Fridays-for-Future-Bewegung. Auf den Termin haben sich die jungen Klimaschützer weltweit verständigt, um geschlossen ein deutliches Zeichen zu setzen.

Nach dem Vorbild der jungen Schwedin Greta Thunberg gehen in Deutschland jeden Freitag Schüler auf die Straße, um für besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Manchmal schwänzen bis zu 50.000 Schüler gleichzeitig die Schule. „Wir rufen sämtliche Schüler und Studenten aus Bottrop auf, an diesem Freitag die Arbeit niederzulegen, um für unsere gemeinsame Zukunft zu demonstrieren“, sagt Vanessa Piontek (15), eine der Organisatorinnen des Bündnisses. Sie ist Oberstufenschülerin des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

„Wir meinen es wirklich ernst und das wollen wir auch nach außen tragen.“, stellt sie entschlossen fest. „Unsere Forderungen sind ganz klar: Wir wollen besseren und günstigeren ÖPNV, den Kohleausstieg 2025 und erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien. Die Notwendigkeit der Fridays-for-Future-Bewegung sei nicht von der Hand zu weisen, meint Sven Hermens. Den Rekordsommer in 2018 bezeichnet er als deutliche Mahnung der Natur. Hermens: „Wir stehen an einem Scheideweg, an dem wir uns jetzt entscheiden müssen zwischen Leben oder Sterben.“

Für die Entscheidungen der Bundesregierung fehlt den Bottroper Schülern jedes Verständnis. In ihren Augen braucht es in den nächsten Jahren zwingend einen Kohleausstieg. In einer internen Umfrage haben sich die Schüler auf 2025 als Datum für den endgültigen Kohleausstieg geeinigt. „Das schließt für uns natürlich ein, dass die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Denn die benötigte Braunkohle aus anderen Ländern zu importieren, nachdem sie hier nicht mehr abgebaut werden darf, wäre ein unlogischer Schritt“, findet Gymnasiast Jannis Baltes.

Der Nahverkehr müsse günstiger werden. Stattdessen erhöhe die Bahn jährlich die Preise und Azubis sollen für eine Monatskarte ab August 2019 80 Euro bezahlen. „Man stelle sich den Azubi mal vor, der genug verdient, um selbstständig zu leben in eigener Wohnung und sich dann monatliche Mehrausgaben von 80 Euro für ein solches Ticket leisten kann. Den gibt es de facto nicht“, urteilt Azubi Sven Hermens. „Deshalb ist die Frage nach Klimaschutz auch immer eine soziale Frage. Denn wenn sich die durchschnittliche Bevölkerung gar nicht leisten kann, umweltfreundlich zu leben, erreichen wir nie etwas“, meint er.

Lob für Greta Thunberg

Die jungen Klimaschützer kritisieren die Landesregierung auch für ihr Vorgehen im Hambacher Forst scharf. Es müsse endlich Schluss sein mit der Vertreibung der Menschen aus den umliegenden Dörfern und der Abholzung der Wälder. Die Braunkohle sei am Ende und man brauche den Tagebau Hambach nicht mehr auszuweiten, üben die Schüler Kritik. Auf die Konfrontation mit dem Vorwurf, es ginge den meisten da nur ums Schulschwänzen, regieren die Vertreter des Bottroper Schülerbündnis gelassen: Das seien nichts weiter als haltlose Versuche sie zu diffamieren, damit man sich nicht mit unseren Inhalten auseinandersetzen müsse. „Wir können froh sein, dass sich Greta für diese Art von Protest entschieden hat, weil wir ansonsten wahrscheinlich nicht weltweit eine ganze Generation auf den Straßen hätten“, findet Vanessa Piontek lobende Worte auf die Galionsfigur der Bewegung. nj (WAZ 13.3.2019)

Auf dem Berliner Platz und im Spielraum

➢ Am Freitag um 12 Uhr sammelt sich die Demonstration am Berliner Platz. Es wird Reden und Kulturbeiträge geben. Jeder Schüler darf seine Forderungen und Meinungen auszudrücken.

➢ Um 15 Uhr laden die Schüler zur Diskussion in den Spielraum, Prosperstraße 71. Es debattieren Politiker, Lehrer, Schüler und Wirtschaftsvertreter.

Julia Stammkötter (Q2) nahm am Landesseminar der internationalen Chemie-Olympiade teil

Unsere Schülerin Julia Stammkötter (Q2) nahm am  Landesseminar NRW der Internationalen Chemie-Olympiade in Leverkusen teil. Es dient einerseits der Anerkennung für die erfolgreiche Teilnahme an der zweiten Runde, aber auch als naturwissenschaftliche Herausforderung für junge Chemietalente. Die engagierte Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses hat eine langjährige Tradition im Chemiepark Leverkusen. Nach der Schirmherrschaft zunächst durch die Bayer AG und anschließend durch LANXESS, setzt nun schon zum 10. Mal die Bayer Science & Education Foundation die Patenschaft für das Landesseminar fort. Die 20 besten jungen Nachwuchschemiker aus NRW, die sich der zweiten Runde der IChO 2019 gestellt hatten, werden in vier Tagen durch ein vielfältiges Programm aus Theorie, Praxis, Kultur und Sport geführt.

Bericht zum Landesseminar

Vom 09. Februar 2019 bis  zum 12. Februar 2019 fand das alljährliche Landesseminar der internationalen Chemie-Olympiade statt, wozu die besten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 2. Runde aus NRW eingeladen wurden. Dabei konnten wir unsere Erfahrungen mit anderen Teilnehmern austauschen und unser Wissen im Bereich der theoretischen und auch praktischen Chemie vertiefen und neue Dinge dazulernen.

Als wir am Samstag ankamen,  begann das Seminar mit einer kurzen Vorstellungsrunde, sodass man die anderen Teilnehmer zunächst kennenlernen konnte. Dabei war es nicht sehr überraschend, dass weit mehr als die Hälfte die LK-Kombination Mathe/Chemie hatte. Nach dem kurzen Kennenlernen und dem Mittagessen haben wir uns auf den Weg in die Kölner Innenstadt gemacht und besuchten das Museum „Farina“. Dort bekamen wir eine Führung, in der wir viele interessante Dinge über die historische Parfümherstellung und Extraktionsvorgänge erfuhren. Anschließend hatten wir Zeit, um die Innenstadt von Köln ein wenig selbst zu erkunden. Abends haben wir uns gemeinsam im „Colonia Brauhaus“ zum Abendessen getroffen. Abgerundet wurde der Abend durch das gemeinsame Kegeln, was in einer lockeren Atmosphäre weitere Möglichkeiten zum Kennenlernen und Interessenaustausch gegeben hat.

Am Sonntag ging es dann deutlich anstrengender weiter. Wir hörten den gesamten Tag Vorträge von ehemaligen Teilnehmern der Chemie-Olympiade. Diese gingen weit über das Schulwissen hinaus und behandelten Themen wie Thermodynamik, Atommodell und Orbitalmodell sowie die Stereochemie.

Mit einem Vortrag begann auch der Montag. Nach Beendigung des theoretischen Teils fuhren wir zum Chemiepark nach Leverkusen und erhielten dort eine Führung über das Werksgelände sowie durch das Techkomm (Technikum von Bayer). Anschließend besprachen wir den Versuch, den wir am Dienstag bei Bayer durchführen wollten. Abends haben wir uns auf den Weg nach Köln Ehrenfeld gemacht, um dort 3D-Schwarzlicht-Minigolf zu spielen.

Am Dienstag startete unser Tag mit einem sehr frühen Frühstück und dem anschließendem Transfer zu Bayer nach Leverkusen. Dort führten wir mit Hilfe von Auszubildenden des 2. Ausbildungsjahres den Versuch der Nitrierung von 2-Chlorbenzoesäure durch. Wir versuchten durch Verfahren, wie beispielsweise die Umkristallisierung oder die Dünnschichtchromatographie, mit denen man in der Schule eher weniger in Kontakt tritt, herauszufinden welche Art von Nitro-2-Chlorbenzoesäure entsteht.

Zum Abschluss der vier Tage wurden wir alle zu einer kleinen Feierstunde eingeladen, zu der auch unsere betreuenden Lehrer und unsere Eltern eingeladen wurden. Dort wurden uns dann die Urkunden und Sachpreise überreicht.

Abschließend möchte ich betonen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die erste Runde, in der Aufgaben zuhause gelöst werden müssen, sowie die Klausur der zweiten Runde zu lösen, denn dadurch kann man Möglichkeiten in der Chemie erreichen, zu denen man sonst keinen Zugang hat.

Außerdem bekommt jeder Teilnehmer der zweiten Runde die Möglichkeit an eintägigen Workshops teilzunehmen und auch so weitere Bereiche der Chemie  kennenzulernen.

Zudem sind sowohl die Workshops als auch vor allem das Landesseminar sehr gute Möglichkeiten neue, nette Leute kennenzulernen, die das Interesse an der Chemie teilen.

Des weiteren möchte ich Fr. Dr. Wypchlo danken, die meine Aufgaben der ersten Runde korrigiert hat und mich in meinem Vorhaben unterstützt hat. Außerdem möchte ich mich auch bei Fr. Vieler und dem Förderverein der Chemie-Olympiade bedanken, die das Landesseminar organisieren und uns dadurch erst die Möglichkeit geben, uns auch außerhalb der Schule weiterzubilden und mehr über die Chemie zu lernen. Abschließend möchte ich mich auch noch bei der Bayer Science & Education Foundation für die Finanzierung des Landesseminars bedanken.

Julia Stammkötter (Q2)

 

 

Jugendliche bereiten die Klima-Demo vor

Engagierte Schülerinnen und Schüler treffen sich Sonntag Vormittag zum Plakate malen im Spielraum. Organisatoren hatten auf mehr Teilnehmer gehofft. Zur Demo sind 200 Teilnehmer anmeldet

Die Vorbereitungen für die Demonstration am Freitag, 15. März, laufen auf Hochtouren. Die Ortsgruppe Bottrop „Fridays for Future“ traf sich am Sonntag im Saal des Spielraums an der Prosperstraße für die nötigen Vorbereitungen. Kartons wurden zerschnitten, Pinsel vorbereitet, Sprüche geplant.

Vanessa Piontek, die Delegierte der Ortsgruppe erklärt: „Das Projekt organisiert sich hauptsächlich über das Internet. Abgesprochen haben wir uns per Whatsapp“. Man suche auf der Internetseite des internationalen Projektes nach möglichen Ortsgruppen in seinen Städten und organisiere sich dann selbstständig, so die 16-jährige. Am Freitag soll die Demo auf dem Berliner Platz stattfinden. „Wir haben erstmal 200 Leute angemeldet, aber wir haben alle keine Ahnung, wie viele Leute kommen werden“, sagt sie.

Mitmachen ist wichtig

Die Bottroper Regionalgruppe des Projekts „Fridays for Future“ hat sich am Sonntag Morgen im Spielraum an der Prosperstraße getroffen, um Plakate für die Demo am nächsten Freitag vorzubereiten

Robert Schüppan, ebenfalls 16 Jahre alt, war am Sonntag zum ersten Mal mit dabei. „Ich bin darauf aufmerksam geworden und bin einfach mal vorbeigekommen“, so der Schüler. Ihm sei es besonders wichtig, sich für den Klimaschutz zu engagieren, denn „die Älteren hatten ihre Chance. Jetzt sind wir dran“, verkündet Robert selbstbewusst. Ebenso ist man sich in der kleinen Gruppe am Sonntag sicher: Das hier ist unsere Zukunft. Wie Vanessa beobachtet: „Viele glauben, das Mitlaufen bei der Demonstration würde reichen. Aber zu der Organisation vorher kommen sie nicht“.

Ein weiteres Problem, das die motivierten Jugendlichen sehen, ist die politische Stimmung um das Projekt herum. „Es ist völlig falsch, wenn verbreitet wird, dass wir am Demonstrationstag nicht zur Schule gehen“, erklärt Vanessa. Der Plan für Freitag sei es, nur in dem Block für die Demo nicht in der Schule anwesend zu sein, den Unterricht aber vorher und nachher regulär zu besuchen. „Ich habe Briefe an die Schulen geschrieben, um auf die Demo aufmerksam zu machen“, aber außer von ihrer eigenen Schule habe Vanessa bis Sonntag keine Rückmeldung erhalten.

Sven Hemens und Jannis Altes gestalten Transparente für die Demo (Fotos: Thomas Gödde)

Den Lehrern, die zur Zeit der Demonstration Unterricht geben, sei es freigestellt, mit ihren Schülern zu der Demonstration zu gehen. „Man könnte es als Exkursion gestaltet“, schlägt Jessica aus dem Hintergrund vor. Robert ergänzt: „Wir wollen ja auf keinen Fall, dass die Leute die Demonstration zum Schwänzen ausnutzen. Das ist nicht unser Ziel“, betont er. Insgesamt hoffen die Schüler, dass sich in der Zukunft mehr Jugendliche für den Klimaschutz engagieren und eventuell auch einen Teil ihrer Freizeit für Organisation und Planung opfern und „nicht einfach nur Mitlaufen“, wie Vanessa bedauert.

Die Oberstufenschüler dürfen zur Demo gehen

Die Klima-Demo in Bottrop findet am Freitag, 15. März, um 12 Uhr auf dem Berliner Platz statt. Angemeldet haben die Organisatoren dafür 200 Personen.

Die Leiter der Bottroper Gymnasien hatten angekündigt, die Demo als außerschulische Veranstaltung einzustufen oder die Schüler dafür beurlauben zu wollen.   

Quelle: Julia Liekweg / WAZ Bottrop, 11.3.2019

Direktoren unterstützen die Klima-Demo

Schulleiter sehen Chancen, Schüler und ganze Klassen für die Veranstaltung am 15. März zu beurlauben. Doch wenn Jugendliche regelmäßig schwänzen, müssen Reaktionen erfolgen.

Wenn am kommenden Freitag, 15. März, die Schüler auf dem Berliner Platz für mehr Klimaschutz demonstrieren, dann stehen ihre Schulen hinter ihnen. Das machten Schulleiter gegenüber der Lokalredaktion deutlich. Sie halten es für möglich, die Demonstration als eine außerschulische Veranstaltung einzustufen.

In einem solchen Fall können Klassen gemeinsam mit den Lehrern die Demo besuchen. Möglich sei aber auch eine Beurlaubung der Schüler, heißt es seitens der Schulen. „Grundsätzlich sehe ich die Möglichkeit, dass im Stil einer Exkursion die Lehrer die Schüler zur Demo begleiten“, sagt Markus Reuter, Leiter der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG). Ausgerechnet am 15. März gebe es jedoch eine große schulische Veranstaltung an der WBG. Deshalb hofft Reuter, dass die Schüler Verständnis haben und auf die Teilnahme an der Demo verzichten.

Am Josef-Albers-Gymnasium arbeiten Schüler und Lehrer in Sachen Demo ebenfalls Hand in Hand. Geplant sei unter anderem ein gemeinsamer Brief von Schülervertretern und Schulleitung an die Schüler. Wenn ganze Kurse gemeinsam teilnehmen wollten oder einzelne Schüler Urlaubsanträge für die Demo stellten, gebe es für diesen Termin sicher Lösungen, kündigt Schulleiter Ingo Scherbaum an.

Luca Alexius, Schülersprecher am JAG, sieht die ganze Aktion sehr positiv. Es gebe ja vielfach das Vorurteil, Jugendliche würden sich nicht einsetzten und politisch nicht interessiert sein. Die Demo zeige aber, dass es anders ist. „Diese Rückmeldung habe ich auch von vielen Mitschülern erhalten, die gefragt haben, ob wir als Schule uns nicht beteiligen sollten.“

Schwänzen hat Konsequenzen

Gleichzeitig sind sich Schulleiter und Schülersprecher einig: Die Teilnahme an der Demo kann nur freiwillig geschehen. Luca Alexius: „Wir sind eine bunt gemischte Schülerschaft. Nicht jeder hat sich schon eine Meinung gebildet, und wir können niemanden zur Teilnahme verpflichten.“ Daher sei er der Schulleitung dankbar für die nun gefundene Lösung.

Unterstützung für die Schüler signalisiert auch der Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG), Tobias Mattheis. Das Thema Nachhaltigkeit sei an seiner Schule stark verankert. Er verweist etwa auf die Klima-Challenge Ruhr, an der sich das HHG mit einem Projekt beteilige. In diesen Kontext passe sicher auch die Demo für den Klimaschutz. Wie seine Kollegen beurteilt er das Engagement seiner Schüler positiv. „Ich bin eigentlich froh, wenn Schüler sich einmischen und aktiv sind. Das ist ja auch ein Ziel von Schule.“

Einig sind sich alle befragten Schulleiter in einem weiteren Punkt: Schwänzen Schüler künftig regelmäßig den Unterricht, um für den Klimaschutz zu demonstrieren, können die Schulen das nicht tolerieren. Entsprechende Anweisungen gibt es auch aus dem Ministerium. Und so betont Ingo Scherbaum, dass er politisches Engagement unterstütze, wenn es bei der einen Demo in Bottrop bleibe. Grundsätzlich dürfe der Schulbesuch nicht leiden. Markus Reuter weist noch einmal auf die Konsequenzen hin. Unentschuldigtes Fehlen werde auf dem Zeugnis vermerkt. Im Extremfall kämen weitere Verfahren oder gar Bußgelder hinzu „Aber das ist nur der Fall, wenn es sich unangemessen häuft.“

Bei den Demos zu Fridays for Future – hier in Meschede – fordern die Schüler mehr Einsatz für den Klimaschutz (Foto: Ralf Rottmann)

 

Vorbereitungen beginnen am Sonntag

Die Bottroper Gruppe von Fridays for Future trifft sich am Sonntag, 10. März, um 11 Uhr im Spielraum an der Prosperstraße 71, um die Demo vorzubereiten. Unter anderem werden auch Plakate gestaltet. Wer mitmachen möchte, ist willkommen.

Die Demonstration findet am darauffolgenden Freitag, 15. März, um 12 Uhr auf dem Berliner Platz statt.

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ Bottrop vom 9.3.2019

 

siehe auch:

Scientists4Future für Fridays For Future

Wissenschaftler unterstützen Schülerproteste

Ranga Yogeshwar im Gespräch mit Ute Welty / Deutschlandfunk Kultur / 8.3.2019

https://www.deutschlandfunkkultur.de/scientists4future-fuer-fridays-for-future-wissenschaftler.1008.de.html?dram:article_id=442936

Wie HHG-Schüler Müll vermeiden

Achtklässler haben viele Ideen, wie sich in der Schule nachhaltiger leben lässt. Das Projekt gehört zu den drei Bottroper Beiträgen für die Klima Challenge Ruhr.

Nachhaltig leben, sich einsetzen für den Umwelt- und Klimaschutz – das treibt nicht nur die jungen Leute um, die im ganzen Land an den freitäglichen Schüler-Demos teilnehmen. Gut 20 Achtklässler vom Heinrich-Heine-Gymnasium haben Ideen entwickelt, um das Müllaufkommen an der Schule in den Griff zu bekommen und runterzufahren. „Hier ist nichts für die Tonne“ heißt das Projekt, mit dem sich das HHG an der revierweiten Klima Challenge Ruhr beteiligt.

Maja, Sophia, Katharina und Emma (v. li.) zeigen, was sich die Schüler im Bereich Müll überlegt haben. Schritt eins ist, in den Klassenräumen das Papier vom Restmüll zu trennen. Dazu wurden teils schon extra Kartons aufgestellt.  (Fotos: Thomas Gödde)

Finden sie Unterstützung und holen genug Punkte in diesem Wettbewerb, können die Heine-Schüler auf eine Finanzspritze hoffen. Die hilft bei der Umsetzung der Ideen – und die sind vielfältig.

Angefangen hat alles mit einer Müllanalyse in den Klassenräumen. Ergebnis: Vor allem Papier landet dort mit dem Restmüll in einem Behälter. Ein erster Schritt war daher zu sagen: Wir stellen schon mal leere Kartons in einigen Räumen auf, um das Papier getrennt zu sammeln und zu verwerten. „Für den Biomüll wollen wir einen Komposthaufen“, sagt Emma (13); der soll in einem neu anzulegenden Schulgarten seinen Platz finden. „Wir wollen das Obst und Gemüse, das wir dort anbauen, verkaufen und mit dem Geld andere Projekte unterstützen“, nennt Maja (13) eine weitere Idee.

Doch zurück zum Müll: „Wir wollen Restmüll vermeiden, indem wir Fünftklässlern Füller mit nachfüllbaren Patronen schenken“, sagt Maja. Denn der Großteil des Restmülls in den Klassen bestehe aus Stiften und leeren Patronen. Daher gibt es auch die Überlegung, Schülern die Möglichkeit zu bieten, ihre kaputten alten Stifte gegen neue, nachhaltige umzutauschen.

Timo (links) und Luca haben die Webseite „HHG-Kleinanzeigen“ erstellt. Darüber sollen Schüler ungenutzte Dinge verkaufen können – statt sie wegzuwerfen. (Foto: Thomas Gödde)

Timo (15) und Luca (14) haben zudem eine Webseite „HHG-Kleinanzeigen – Second Hand von Schülern“ geplant. „Der Sinn ist, dass auch Schüler unter 18 Jahren ihre alten Sachen verkaufen können“, sagt Timo. „Und zwar alles, was sie nicht mehr benötigen“, ergänzt Luca – was nachhaltiger ist, als Ungenutztes wegzuwerfen.

Alle diese Schüler gehören zum Differenzierungskurs der Stufe acht mit Schwerpunkt Naturwissenschaften am HHG. Lydia Burmester, Lehrerin für Bio und Politik, hatte im Radio gehört, dass San Francisco eine „No Waste City“ werden will, also eine Stadt möglichst ohne Müll. „Ich dachte, dann kann das doch für unsere Schule auch nicht unmöglich sein, und habe dem Kurs die Idee vorgestellt.“

Inzwischen sei klar, das vieles sich nicht ohne Geld realisieren lasse. Wie die Mitfahr-App, über die man sich für die Fahrt zur Schule vernetzen können soll. Für den Schulgarten gebe es aber nächste Woche eine Begehung mit Evonik, „die wollen das unterstützen“.

Anderes sei rein organisatorisch schwierig umzusetzen, wie die Befreiung der Cafeteria von Pappbechern. „Benutzte Becher dürfen nämlich nicht wieder über die Theke gereicht werden“, so Burmester. Ihr ist vor allem wichtig, den Nachhaltigkeitsgedanken in den Köpfen zu verankern. „Und es wäre schön, wenn das über unsere Schule hinaus Bottrop-weit überspringt.“

Weitere Initiativen setzen auf Grün

Neben dem HHG mit der offiziellen Projekt-Nummer 94 beteiligen sich zwei weitere Initiativen aus der Stadt an der Klima Challenge Ruhr – und hoffen ebenfalls auf ein Fördergeld. Projekt Nummer 101 „Bäume für Bottrop“ hat das Ziel, zusätzliche Bäume im Quartier Prosper III zu pflanzen – mindestens vier, gerne auch 20. Dahinter steht die Initiative „Nachbar schafft Klima“, die zum Beispiel schon gemeinschaftlich Beete beackerte. Mit den neuen Bäumen will die Nachbarschaftsinitiative die Atmosphäre im Viertel verbessern, so dass man sich im Sommer mehr im Schatten aufhalten kann.

Projekt Nummer 104 „Auf gute und leckere Nachbarschaft“ kommt vom Verein Gemeinsinn schafft Garten. Hier sollen Hochbeete zwischen Mehrfamilienhäusern angelegt werden – zum gemeinsamen Gärtnern, Ernten, Essen und Erzählen. „Auf kleinstem Raum können wir mit wenig Aufwand etwas erreichen“, so Nora Schrage-Schmücker vom Verein. In Zusammenarbeit mit Grundschulen und Kitas wolle sie den Kindern zeigen, wieviel Leben im Boden steckt und dass „Gemüse nicht nur aus dem Glas kommt“.

Die Punkte-Sammlung startet diesen Samstag

Ab diesem Samstag (9. März) sammeln die Initiativen im Internet Punkte für ihre Projekte der Klima Challenge Ruhr.

Wer mitmachen will, schaut auf www.ruhr2022.de , registriert sich bei seinem Favoriten-Projekt und postet regelmäßig eigene nachhaltige Aktionen wie den Verzicht aufs Auto. Dafür gibt es bis 6. April Punkte.

Quelle: Nina Strohmann / WAZ Bottrop, vom 9.3.2019

 

Regionalwettbewerb Jugend Debattiert am 27.02.2019 in Marl

Auch in diesem Jahr war unsere Schule wieder beim Regionalwettbewerb Jugend Debattiert in Marl vertreten. Der/ Die Schüler/-in Jolina Lanfermann (9c) und Marc Lorberg (8b) starteten für das HHG, nachdem sie sich im Schulwettbewerb durchgesetzt hatten. In Marl debattierten sie in zwei Runden jeweils zu den Themen „Soll das Reparieren von defekten Elektrogeräten Unterrichtsfach werden?“ und „Soll der öffentliche Busverkehr zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Elektrobetrieb ungestellt werden?“. Dabei sammelten sie wertvolle Erfahrungen und erhielten wichtige Verbesserungsvorschläge von der Jury, welche in diesem Jahr von Frau Labus und Frau Schwarzenberg tatkräftig unterstützt wurde. Auch, wenn es am Ende nicht für eine Platzierung unter den ersten vier gereicht hat, war es ein toller und ereignisreicher Tag.

Neue Konfliktlotsen erhalten ihre Zertifikate

Auch im dritten Jahr infolge absolvierten 23 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Heinrich-Heine-Gymnasiums ihre Ausbildung zu Konfliktlotsen und erhielten am 28.02.19 von Schulleiter Tobias Mattheis ihre Zertifikate.
Seit dem Sommer 2018 hatten sich die Schülerinnen und Schüler in insgesamt sechs Schulungstagen von den vier Schulmediatoren Claudia Göke, Wiebke Schnitzler, Franziska Schwarzenberg und Elmar Weirich ausbilden lassen. Dabei haben sie sich mit dem Verfahren der Mediation (lateinisch Vermittlung) vertraut machen können, das einen erprobten Weg der Konfliktlösung in Streitsituationen darstellt. Neben der Theorie u. a. zu Kommunikation, Gesprächsführung, Kooperation, Konfliktstilen standen vor allem praktische Übungen, erprobt an Fallbeispielen, auf dem Plan. Abgeschlossen wurde der Ausbildungsblock mit einer schriftlichen Abschlussprüfung, in der die Schüler zeigen mussten, was sie erlernt haben.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr: Aylin Basci, Muriel Blum, Emmely Drygala, Leonie Eiden, Emily Gandlau, Virginia Gildemeyer, Jana-Larissa Gross, Hannah Große-Verspohl, Emily Hamm, Majana Kabisch, Xenia Kaufmann, Gülsüm Kutluk, Jolina Lanfermann, Nikolai Nikolaidis, Firdevs Özyeri, Tom Pescher, Max Peters, Hannah Reick, Natalie Scherbina, Nina Schlegel, Jolina Stammkötter, Xenia Voß und Frances Wagner.

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