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Rückblick auf eine großartige Vernissage

Am Mittwochabend (27.11.2019) erstrahlte das Heinrich-Heine-Gymnasium in kunstvollem Glanz.

Vor den Augen eines großen Publikums eröffnete der Fachbereich Kunst zum zweiten Mal seine Pforten, um einen Einblick in die sensationellen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten aus dem Kunstunterricht zu geben. „Die guten Kunstwerke verschwinden nach Fertigstellung meistens direkt in den Mappen der SchülerInnen und werden viel zu selten einem breiten Publikum gezeigt“, so Frau Weber und Frau Köhne, die Fachvorsitzenden des Faches Kunst. Schulleiter Tobias Mattheis geht es vor allem darum „auch dem besonderen Fach Kunst am Heinrich-Heine-Gymnasium ausreichend öffentliche Wertschätzung zukommen zu lassen und die SchülerInnen für ihre bemerkenswerten künstlerischen Leistungen zu würdigen“. Ein vom Boden bis zur Decke mit 395 Exponaten prall gefüllter Kunstraum mit Themen wie „Monsterparty“, „surreale Objekte“ oder „Was wäre ich, wenn ich ein Tier wäre?“  begeisterte das Publikum. Das Kunsturteil zu fällen, erwies sich als sehr schwierig. So beschwerte sich die Unterstufenkoordinatorin Alice Vervoorts: „Mein Lieblingskunstwerk zu finden ist unmöglich, bei all den schönen Bildern, kann ich mich einfach nicht festlegen!“ Bei gedämpftem Licht begleiteten die Oberstufenensembles die Ausstellung mit atmosphärischer Livemusik. Ein spannendes Kunstquiz mit schönen Preisen und das Buffet der Q2-SchülerInnen rundeten den gelungenen Abend ab. Die Ausstellung ist für Kunstinteressierte noch einmal am HHG Weihnachtsmarkt (12.12.19, 16-18 Uhr) geöffnet.

Das Heine besinnt sich – Weihnachtsmarkt am HHG

In stimmungsvoller Atmosphäre wird zum dritten Mal am Heinrich-Heine-Gymnasium ein Weihnachtsmarkt stattfinden.

Am 12.12.2019 präsentieren in der Zeit von 16.00-18.00Uhr alle Klassen Selbsthergestelltes aus verschiedensten Materialien in den unterschiedlichsten Techniken. Dazu haben sich die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und vielen Eltern in dieser Woche vorbereitet. Das Angebot reicht von weihnachtlicher Dekoration bis zu köstlichen Naschereien.

Für das leibliche Wohl ist dank der Oberstufe bestens gesorgt, es gibt Würstchen, Kaffee und Kuchen, Kinderpunsch u.v.m. Das musikalische Bühnenprogramm, gestaltet durch die fünften Klassen, wird Sie in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen.

Die Einnahmen und Spenden kommen auch in diesem Jahr wieder Schulprojekten und dem Partnerkindergarten des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Ruanda zugute.

 

Unser traditionelles Weihnachtskonzert findet in diesem Jahr am 18. und 19. Dezember,  jeweils um 18 Uhr statt.

Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

 

Schüler werden gegen Mobbing aktiv

Ein spezielles Theater ist beim Projekttag am Heinrich-Heine-Gymnasium zu Gast. Kinder aus der siebten Jahrgangsstufe kommen als Experten mit ins Spiel

Mobbing unter Schülern ist ein Problem. Alarmierende Zahlen belegen: Mindestens jedes zehnte Kind ist im Laufe seiner Schulzeit von Mobbing betroffen, beinahe jedes achte Kind übt selbst aktives Mobbing aus. Am Heinrich-Heine-Gymnasium sind Schüler jedoch gegen Mobbing aktiv. Bei einem Präventivtag erarbeiten Schüler der 7. Jahrgangsstufe gemeinsam mit dem Spotlight-Theater gegen Mobbing Strategien gegen den systematischen Psychoterror.

Systematisches Fertigmachen

Zum Abschluss der Veranstaltung führen Schüler der Klasse 7b mit Mitarbeitern des Spotlight-Projektes des Arbeitskreises soziale Bildung und Beratung e.V. ein kurzes Bühnenstück auf.

Von Mobbing spricht man, wenn ein einzelner Schüler über einen längeren Zeitraum systematisch fertiggemacht wird. Dies fängt oft mit Hänseleien an und führt über permanente Erniedrigungen zur Ausgrenzung und vollkommenen Isolierung. Die Auswirkungen für die Gemobbten sind verheerend: sie reichen von Angstzuständen und psychosomatischen Erkrankungen über einen starken Leistungsabfall und Gefährdung der Versetzung bis hin zu Schulwechsel oder gar Schulabbruch. Einigen scheint Selbstmord der einzige Ausweg.

Bei dem Projekttag mit dem Theater gegen Mobbing erarbeiteten die Schüler wirksame Methoden, um Mobbingkonflikte zu verhindern oder vorhandene Mobbingkonflikte zu lösen. Das Spotlight-Theater „gegen Mobbing“ bietet neben den Schulprojekttagen, Fortbildungsreihen für Lehrer ein umfangreiches Angebot, um vor Ort selber gegen Mobbing aktiv werden zu können. Es ist somit eine Ergänzung zu gewaltpräventiven Maßnahmen wie etwa Streitschlichter-AGs, Sozialtrainings oder Klassenpaten.

Der Präventivtag begann mit einem etwa 35-minütigen Theaterstück. Das Team des Spotlight-Theaters zeigte dabei die verschiedenen Facetten eines Mobbingprozesses auf. Am Ende sind Regie und Schauspieler ratlos, wie die Situation zu lösen ist. An dieser Stelle kamen die Schüler als Experten gegen Mobbing mit ins Spiel.

Viele Schüler leiden darunter, Opfer von Mobbing zu sein (Fotos: Thomas Gödde)

Außerdem erklärten Teamer den Schülern, was eigentlich Mobbing genau ist und was sie dagegen tun können. Das konnten die Schüler auch ganz praktisch ausprobieren und schließlich auf der Bühne zeigen, wie sie mögliche Klassenkonflikte lösen würden.

Sie lernten so, dass Mobben keine Streiterei auf Augenhöhe und kein einfaches Lästern ist und dass derjenige, der darüber schweigt, Mobbing duldet. Hilfeholen sei eben kein Petzen, erfuhren die Schulkinder. Sie lernten, dass jeder etwas gegen Mobbing tun kann und muss.

 

Starke Partner entwickelten das Projekt

Gegen Mobbing müssen alle etwas tun. Warum das so wichtig ist, wird in dem Theaterstück deutlich.

Das Projekt „Stark im MiteinanderN“ wurde vom Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, dem Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e. V., der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster und der Westfälischen Provinzial-Versicherung entwickelt.

Neben dem „Magic Circle“, dem „Fair Mobil“ und „Cool at School“ wurde unter Federführung des Arbeitskreises Soziale Bildung der Baustein „Spotlight – Theater gegen Mobbing “ konzipiert, der mit theaterpädagogischen Methoden das Thema Mobbing unter Schülern bearbeitet.

Detaillierte Informationen zu allen Bausteinen bietet der Internetauftritt www.miteinander.de. Auskunft gibt auch die Spotlight-Projektleitung Annette Michels und Andreas Raude beim Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e. V., Grevener Str. 8948159 Münster, 0251/277230, E-Mail: kontakt [at] asbbmuenster [dot] de

Quelle: WAZ Bottrop vom 4.12.2019

 

 

 

Auf dem Weg zur „Zero-Waste-School“

Mülltrennung am Heinrich-Heine-Gymnasium: Maja, Sophia, Katharina und Emma sortieren Altpapier. Foto: Thomas Gödde / Funke Foto Services
Mülltrennung am Heinrich-Heine-Gymnasium: Maja, Sophia, Katharina und Emma sortieren Altpapier.
Foto: Thomas Gödde / Funke Foto Services

Müll trennen ist gut, Müll vermeiden noch besser: Am Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop haben Schüler das Abfallaufkommen untersucht – und einen Weg gefunden, unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Als der Regionalverband Ruhr (RVR) gegen Ende des Jahres 2018 zur „Klima-Challenge Ruhr“ aufgerufen hatte, war Lydia Burmester gleich begeistert von der Idee, daran teilzunehmen. Die Lehrerin unterrichtet am Heinrich-Heine-Gymnasium die Fächer Biologie und Sozialwissenschaften. Im Unterricht und bei Gesprächen mit Schülern und Kollegen spielte am „HHG“ das Thema Umweltschutz schon immer eine große Rolle. „Deshalb haben wir einen Plan gemacht, was wir zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit einbringen können.“

Die „Klima-ChallengeRuhr“ war eine Auffordeung an die Menschen im Ruhrgebiet, Projekte zum Umweltschutz zu entwickeln. Anschließend sollten die Teilnehmer in einem Online-Verfahren unter Beweis stellen, dass sie ihre Ideen auch in die Tat umsetzen.

Alle Kinder, ihre Eltern und die Lehrer konnten dabei einen Beitrag leisten. Die er­folgreichsten Ideen wurden in der Folge mit insgesamt 100.000 Euro gefördert. 42 von 54 eingereichten Projekten wurden schließlich ab April mit dem Geld des RVR umgesetzt – eines davon am Heinrich-Heine-Gymnasium.

Ideen zur Mülltrennung

Das Heinrich-Heine-Gymnasium punktete mit seinen Ideen zur Mülltrennung und zur Müllvermeidung. „Das ist bei uns an der Schule lange Zeit vernachlässigt worden“, berichtet Burmester. Papier, Plastik, Bio-Abfall – alles kam unsortiert in einen großen Container. „Vieles, was man eigentlich gut recyceln kann, ist einfach im Restmüll gelandet. Das wollten wir ändern“, sagt Burmester. Und dann wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Mittlerweile stehen in den Klassenzimmern mehrere Mülleimer, je einer für klassischen Restmüll, Papier, Bioabfall und für Recyclingmaterial. Das meiste, was die Schüler hineinwerfen, wird anschießend recycelt oder kompostiert. Die Schüler nehmen das Angebot gut an.

Eine Analyse des Müllaufkommens

Noch besser als Müll zu trennen, ist es Müll zu vermeiden. Bei einem Schul­projekt haben Schüler der achten Klassen daher genau untersucht, was für Arten von Müll am Heinrich- Heine-Gymnasium anfallen. „Durch die Analyse unseres Müllaufkommens in der Schule haben wir herausge­funden, dass sehr viele Stifte und leere Tintenpatronen im Müll landen – jede Menge Plastikmüll!“, berichtet Lehrerin Burmester. „Da wollten wir ansetzen.“

Nach dem erfolgreichen Abschneiden des Heinrich- Heine-Gymnasiums bei der „Klima-Challenge Ruhr“ konnte die Schule in diesem Jahr für alle Fünftklässler sogenannte Konverter, also nachfüllbare Tintenpatronen, anschaffen. In den Klassenzimmern sind kleine Tintenfässchen aufgestellt worden, damit die Schüler ihre Füller bei Bedarf ständig nachfüllen können. „So wollen wir dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden“, sagt Lydia Burmeister. „Um zwar nicht nur während des Projektzeitraums, sondern jeden Tag.“

Ein Vorbild für die Methoden zur Abfallvermeidung war die Stadt San Francisco. Die US-Metropole will „Zero-Waste-City“ werden. Der gesamte Müll, der in der kalifornischen Großstadt anfällt, soll ab dem Jahr 2020 wiederverwertet werden. Als Lydia Burmester von diesem Vorhaben hörte, war sofort ihr Ehrgeiz geweckt: „Wenn eine riesige Millionenmetropole wie San Francisco das schafft, dann sollten wir als Schule mit fast 1000 Schülern das doch wohl erst recht hinbekommen“.      

 

Autor: Tobias Appe

Quelle: WAZ, 08.11.2019

Veranstaltung mit Sally Perel am Mittwoch, 04. 12.2019

Liebe Eltern,

Sally Perel, Quelle: Wikipedia
Sally Perel Quelle: Wikipedia

mit großer Freude möchten wir heute auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen. Am Mittwoch, den 04.12.2019 bietet die Friedrich-Naumann-Stiftung den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9, EF, Q1 und Q2 des Heinrich-Heine-Gymnasiums die einmalige Möglichkeit, in unserer Aula mit dem 94-jährigen Sally Perel ins Gespräch zu kommen. Unsere Vorfreude auf den aus Israel anreisenden Gast ist groß, da die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen zum Dritten Reich und den damit verbundenen Schrecken nun einem jüdischen Zeitzeugen stellen können, der den Holocaust nur überleben konnte, weil er sich als „Volksdeutscher“ ausgab. Somit ist seine Biografie ganz besonders interessant, da unsere Schülerinnen und Schüler auf eine Person treffen werden, die über die Opfer- und Täterperspektive dieser Zeit berichten kann.

Sally Perel wurde 1925 in Peine, nahe Braunschweig geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt dem Erschießen durch die Aussage, er sei Volksdeutscher.

Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen.

Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben, um nach Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preiszugeben. Es erschien unter dem Titel „Ich war Hitlerjunge Salomon“ 1992 erstmals auf Deutsch. Das Buch wurde von Agnieszka Holland 1990 unter dem Titel „Hitlerjunge Salomon“ verfilmt. Auf eindringliche Weise berichtet der heute 94-jährige bei seinen Lesetouren von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens. Aus der großen zeitlichen Distanz versucht er, die Ereignisse zu reflektieren und zu bewerten. Trotz seines hohen Alters reist Sally Perel noch regelmäßig nach Deutschland, um Schülerinnen und Schülern von seinem Leben zu berichten.

 

Zeit: Mittwoch, der 04.12.2019 (09:30-ca. 12 Uhr)

Ort: Aula

Der Fachunterricht findet aufgrund der Veranstaltung nicht statt. Die Schülerinnen und Schüler werden in dieser Zeit von den jeweiligen Lehrpersonen,  begleitet und betreut. Die Veranstaltung wird im Geschichtsunterricht vor- und nachbereitet.

 

HHG wird Partner der Bücherei

Das Heinrich-Heine-Gymnasium mit Schulleiter Tobias Mattheis und die lebendige Bibliothek in Person des Leiters, Jörg Dieckmann, haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Der Vertrag soll einen Beitrag zur Leseförderung am Gymnasium leisten. Das vereinbarte Aktionsprogramm soll sowohl literarische Aktionen in die Schule als auch Schulklassen in die Bibliothek an der Böckenhoffstraße bringen.

WAZ Bottrop, 2.12.2019

Unsere neue Schulbroschüre

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Schule und möchten Sie gerne über unsere Arbeit und Angebote informieren. Dazu haben wir wesentliche Informationen in dieser Broschüre zusammengestellt. Über Rückfragen und Anregungen freuen wir uns ausdrücklich. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen.

 

Schüler können experimentieren

30 begeisterte Gymnasiasten aus ganz Nordrhein-Westfalen leben ihre Leidenschaft für Naturwissenschaft und Technik im Mint-EC-Camp an der Hochschule Ruhr West aus

Henrik und Leon (beide 15) überprüfen die Funktion ihrer Programmierung bei Fahrzeugen der Firma Brabus im Mint-EC-Camp in der Hochschule Ruhr West.
Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Die klugen Köpfe von morgen sind fleißig bei der Arbeit. 30 Schüler von Gymnasien aus ganz NRW, die sich für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz: Mint) begeistern, erleben drei spannende Tage an der Hochschule Ruhr West. Programmieren und Netzwerken stehen im Vordergrund. In zwei Mint-EC-Camps tüfteln und forschen sie an gemeinsamen Projekten für intelligente Lösungen im Alltag.

14 junge Leute widmen sich in einem Labor dem Thema Smart Home. In Zweiergruppen sitzen sie an ihren Laptops und blicken auf die Monitore. Sie diskutieren, tauschen sich aus und sind kreativ bei der Sache. Ihre eigenen Ideen können sie bei der Umsetzung mit einbringen. Die Aufgabe ist eine intelligente Lichtsteuerung mithilfe von Software. „Die Schüler sollen eine App entwickeln, die die Lampen in diesem Labor steuert“, erklärt Sarah Zielinski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Studiengangs Mensch-Technik-Interaktion. Dafür haben sich die Schüler eigene Konzepte überlegt und schreiben anschließend entsprechende Programme am Computer. Danach überprüfen sie die eingegebenen Befehle der Programmierung und die verschiedenen Funktionen wie Intervalle und Farbenwechsel an den Lampen.

Ein paar Stockwerke unter dem Labor sind unterdessen im Technikum zwei veredelte Autos (Modelle: E 800 und GLE 400) der Firma Brabus geparkt. Beide Fahrzeuge sind nicht umsonst dort abgestellt. Denn in dem Raum des zweiten Mint-EC-Camps dreht sich alles um „Smart Cars“. Schon im sechsten Jahr hintereinander stellt Brabus seine Fahrzeuge dafür eigens zur Verfügung. Zwei Kabel verbinden die Bordelektronik der Autos mit den Steuergeräten und den aufgestellten Laptops auf den Tischen.

Zunächst müssen sie die vom Fahrzeughersteller programmierten Informationen aus dem Kommunikationsprotokoll der Elektronik identifizieren. Danach können sie zum Beispiel eine Tachometernadel oder einen Abstandswarner ansteuern. Außerdem überprüfen die Schüler anhand von Programmen, ob die Türen und Fenster auf oder geschlossen sind. Auf einem Schaltbrett mit LEDs leuchten die kleinen Lampen dementsprechend auf oder eben nicht.

Berufspraxis hautnah

16 Schüler erleben in dem Camp „Smart Cars“ den praktischen Umgang mit moderner Fahrzeuginformationstechnik. „Das ist Berufspraxis hautnah“, sagt Florian Wältring. Er ist Mint-Koordinator am Josef-Albers-Gymnasium (JAG) und macht bei einer Aufgabe den Test. Wältring öffnet eine der beiden hinteren Beifahrertüren. Und schon leuchtet ein Lämpchen auf dem Schallbrett der Schüler auf. Als er die Tür schließt, geht das Licht wieder aus. Die gestellte Aufgabe ist mit Erfolg bestanden.

„Wir wollen die Schüler für Technikberufe begeistern“, meint Ingo Scherbaum, Schulleiter am JAG. Seit Gründung der Hochschule arbeiten das Gymnasium und das zdi-Zentrum in verschiedenen Mint-Projekten zusammen. „Dass Brabus die Fahrzeuge zur Verfügung stellt, ist toll“, sagt Scherbaum.

Sechs Schüler vom JAG und zwei Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums nehmen in diesem Jahr an den beiden Camps teil. Andere Teilnehmer kommen unter anderem aus Bielefeld, Essen oder Leverkusen.

Gespannt verfolgen Leiter und Teilnehmer des Camps die Fortschritte bei den Projekten

Partner veranstalten das Mint-EC-Camp in Bottrop

Die dreitägigen Mint-EC-NRW-Camp s „Smart Cars“ und „Smart Home“ wurden in Kooperation mit dem Josef-Albers-Gymnasium, der Hochschule Ruhr West, dem zdi-Zentrum Bottrop und dem Bildungswerk der nordrhein-westfälischen Wirtschaft veranstaltet. Partner war der Autotuner Brabus.

Mint-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint).

Aufgrund der großen Nachfrage wird es im nächsten Jahr erstmals ein zusätzliches Mint-EC-NRW-Camp geben. Das Camp findet vom 26. bis 28. Februar 2020 in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop statt. Im Mittelpunkt steht dann das aktuelle Thema „Nachhaltigkeit“.

Quelle: WAZ Bottrop vom 28.11.2019

 

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