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Neue Schulbroschüre!

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Schule und möchten Sie gerne über unsere Arbeit und Angebote informieren.

Dazu haben wir wesentliche Informationen in dieser Broschüre zusammengestellt.

Über Rückfragen und Anregungen freuen wir uns ausdrücklich. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen.

Tag der offenen Tür am HHG

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Liebe Grundschülerinnen und Grundschüler, liebe Eltern!

Am Samstag, den 03.12.2022, laden wir euch und eure Eltern ab 9.30 Uhr ganz herzlich zum Tag der offenen Tür 2022 am Heinrich-Heine-Gymnasium ein.

WIR freuen uns darauf, euch unsere Schule und das Schulleben am HHG zu präsentieren.

Es wird wieder außergewöhnliche Mitmachangebote, spannende Experimente, interessante Schulführungen und tolle Veranstaltungen geben und natürlich ein breites Spektrum an Beratungs- und Informationsangeboten.

Die Schulleitung, das Erprobungsstufenteam, alle Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler möchten euch an diesem Tag kennenlernen und mit euch einen ganz besonderen Schultag verbringen!!

Hereinspaziert, hereinspaziert!

 

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Einladung zu unseren Workshops MINT und Latein PLUS

Die angebotenen MINT-Workshops sind bereits alle ausgebucht!!!

Wir bieten noch 3 zusätzliche Workshoptermine mit unseren Lego Mindstorm Robotern an:

06.12.2022

10.01.2023

31.01.2023

​Bitte melden Sie sich bei Interesse unter hussmann [at] hhg-bottrop [dot] de.

 

Der Latein Plus-Workshop am Dienstag ist nun mit 30 Schülern ausgebucht. 

Wir bieten noch weitere Plätze am 17.01.23 an.

​Bitte melden Sie sich bei Interesse unter schopper [at] hhg-bottrop [dot] de.

 

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Schüler engagieren sich in Ruanda

Theresa Ewert, Aaron Scherz, Johannes Stöcker, Waltraud Dahl und Noah Dybowski (von links) blättern in einem Reisetagebuch. Dort haben sie ihre Eindrücke aus Ruanda festgehalten. thomas Gödde Ffs

Heinrich-Heine-Gymnasium und „Hope Nursery School Ruanda e.V.“ unterstützen Kita vor Ort

Was verbindet die Ruhrgebietsstadt Bottrop mit dem ostafrikanischen Land Ruanda? Auf den ersten Blick nicht viel, auf den zweiten Blick jedoch eine ganze Menge, wie Waltraud Dahl zu berichten weiß. Die Bottroperin ist Vorsitzende des Vereins „Hope Nursery School Ruanda e.V.“, der sich für den Bau eines Kindergartens im ruandischen Byumba einsetzt.

Im Jahr 2016 gegründet, sind über den Verein bereits Tausende Euros in Vor-Ort-Hilfe geflossen. Dabei hat sie das Bottroper Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) mit Spendenaktionen unterstützt. In den Herbstferien waren nun auch drei Schüler und eine Lehrerin in Byumba, um sich den Kindergarten anzuschauen und das Land kennenzulernen. Eine treibende Kraft war und ist Waltraud Dahl. In Byumba hatte sie 2015 Dr. Pascal Bataringaya, Präsident der evangelisch-presbyterianischen Kirche in Ruanda, kennengelernt. Dessen Frau Louise Uwimana wollte vor Ort einen Kindergarten aufbauen. „Als ich dort war, gab es nicht mehr als vier Backsteinwände mit einem Dach obendrauf“, berichtet Dahl.

Basare und Spendenaktionen

Da sie als damalige Schulpflegschaftsvorsitzende des HHG engen Kontakt zu der Schule hatte, war schnell die Idee geboren, den Bau des Kindergartens zu unterstützen. „In Ruanda hatte ich erfahren, dass die 70 Kindergartenkinder monatlich von Lebensmitteln für rund 100 Euro ernährt werden. Ich dachte mir, dass wir die in Deutschland auf jeden Fall zusammenbekommen würden“, erklärt Dahl. Es folgten Weihnachtsbasare und Spendenaktionen. Im Frühjahr 2016 gründete Dahl „Hope Nursery School Ruanda e.V.“.

Dahl, Bataringaya und die Schule verbindet seither ein enges Verhältnis. Der Ruander berichtet am Gymnasium immer wieder von dem Projekt und begeistert die Schüler für das rund 13 Millionen Einwohner zählende Land. „Um die Sommerferien herum kam dann die Idee auf, mit einigen Schülern dort hinzufliegen. Auch wenn es sehr kurzfristig war, haben wir aus dem Kollegium große Unterstützung erhalten, sodass wir in den Herbstferien nach Ruanda geflogen sind“, berichtet Theresa Ewert.

Die 23-Jährige ist Vertretungslehrerin am HHG. Mit ihr haben sich die Schüler Noah Dybowski (17), Aaron Scherz (17) und Johannes Stöcker (16) auf den Weg gemacht. Vom 1. bis zum 14. Oktober war die Bottroper Delegation in Ruanda, um sich den Kindergarten anzuschauen und das Land und die Kultur kennenzulernen.

Vor Ort lebten sie in Pascal Bataringayas Haus. So, wie es 2015 auch schon Waltraud Dahl getan hatte. „Es waren sehr abwechslungsreiche Tage. Wir haben viel Zeit im Kindergarten verbracht, hatten aber auch das große Glück, Ruanda bereisen zu können und uns mit den Menschen vor Ort auszutauschen“, sagt Ewert. So standen eine Safari im Akagera-Nationalpark, Beachvolleyball mit Einheimischen oder ein Bad in vulkanischen Quellen auf dem Programm. „Die Menschen haben eine sehr entspannte Mentalität und begegnen einem offen und herzlich“, erzählt Scherz.

Die Schüler waren von der Lebensfreude, die die Bewohner Ruandas ausstrahlen, beeindruckt. Der Lebensstandard in dem ostafrikanischen Land ist niedriger als in Deutschland. „Nur weil die Menschen teilweise kein fließendes Wasser oder Strom haben, vermittelten sie nicht das Gefühl, dass es ihnen schlechter geht“, sagt Stöcker.

Auch dank des Einsatzes ihrer Schule ist der Kindergarten in der Kleinstadt Byumba mittlerweile gewachsen. Die von Dahl erwähnten 100 Euro wurden bei dem ersten Weihnachtsbasar zugunsten des Projektes um ein Vielfaches übertroffen. „Damals sind rund 9000 Euro zusammengekommen, von denen Pascal ein Grundstück gekauft hat“, berichtet sie.

Mittlerweile befindet sich der Kindergarten in einem danebenliegenden Haus. „Auf dem damals gekauften Grundstück soll nun ein Garten entstehen. Dort werden Obst und Gemüse angepflanzt.“ Dahl gerät ins Schwärmen, als sie von den Fortschritten berichtet. „Mittlerweile ist es kein provisorischer Kindergarten mehr, sondern ein Ort mit verschiedenen Räumen, einem Spielplatz, Toiletten und Spielzeugen. All das hatte vorher gefehlt“, sagt sie stolz.

Weiterhin Geld benötigt

Dennoch benötige die Einrichtung weiterhin Geld für Ausstattung und Lebensmittel. Zudem sei das Haus noch nicht abbezahlt. Dahl und das HHG wollen da natürlich weiter helfen. Während „Hope Nursery School Ruanda e.V.“ auf dem Bottroper Weihnachtsmarkt am 12. November Waffeln verkaufen wird, will die Schule bei einer eigenen Theateraufführung Spenden sammeln. Auch Bottroper sollen wieder den Weg nach Ruanda finden. „Wir haben das positive Lebensgefühl Ruandas mitgenommen. Das hat uns begeistert“, sagt Ewert und ergänzt: „Ich hoffe, dass ich mit einigen Schülern schon im kommenden Jahr wieder nach Ruanda fliegen kann.“

Wer Dahl und ihren Verein per Spende unterstützen möchte, kann dies unter folgendem Konto tun: Hope Nursery School Ruanda e.V.. IBAN: DE91 4246 1435 5415 9236 00

Autor: Tizian Canizales

Quelle: WAZ vom 04.11.2022

Dr. Hans Riegel Fachpreis für Nils Ramspeck in Physik

Erstmalig wurde am Heinrich-Heine-Gymnasium ein Schüler mit dem Dr. Hans Riegel-Fachpreis ausgezeichnet!

„Spektroskopische Untersuchung der Verteilung der Metallizität in offenen Sternhaufen in Bezug auf deren Entstehung am Beispiel der Plejaden und Hyaden“: Für seine exzellente Facharbeit im Fach Physik wurde Nils Ramspeck, Schüler der Jahrgangsstufe Q2, durch die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung (icbf) im Rahmen einer Online Preisverleihung ausgezeichnet. Er erhielt im Fachbereich Physik den ersten Preis. Prof. Dr. Stefan Heusler, Universität Münster, würdigte die außergewöhnliche Leistung. Gedankt wurde ebenfalls Herrn Biermann, zur Betreuung der Facharbeit. In diesem Zusammenhang wurde auch dem HHG ein Sachpreis in Form eines Gutscheins für die Fachschaft Physik übergeben. Im Rahmen der Nachwuchsförderung kann Nils nun die vielfältigen Angebote der Dr. Hans Riegel-Stiftung annehmen und sich fachlich weiter fortbilden.

Wir gratulieren zu dieser tollen Auszeichnung!

In seiner Facharbeit hat Nils mit spektroskopischen Methoden versucht, trotz der enormen Entfernung der Sterne, Informationen über diese zu sammeln.

Das Licht der Sterne und seine Untersuchung ist die einzige Möglichkeit für uns, Informationen über den Aufbau der Sterne zu erhalten. Dass dies möglich ist und wie, hat Nils in seiner extrem aufwändigen Facharbeit gezeigt. Mit professioneller Ausrüstung und Unterstützung der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen in unzähligen, kalten Beobachtungnächten nahm er nicht nur einfach Fotos von Sternen auf, sondern deren Lichtspektrum: Die Zerlegung des Lichts in seine Farben, wie man es z.B. von einem Regenbogen hinter einem Prisma kennt. Der Regenbogen von Sternen (übrigens auch unserer eigenen Sonne) ist jedoch nicht bei allen Farben gleich hell, sondern enthält bei bestimmten Farben dunkle Stellen bzw. Streifen. Das kann man dadurch erklären, dass das Licht der Sterne, bevor es zu uns kommt, durch die eigene Sternatmosphäre muss, und die Stoffe, die in dieser enthalten sind, bestimmte Farben ausfiltern, die für die Art der Stoffe charakteristisch ist wie ein Fingerabdruck. Man kann so also erkennen, aus welchen chemischen Elementen der Stern besteht. Da ein Stern im Laufe seines Lebens Wasserstoff durch Kernfusion zu Helium „verbrennt“ und im weiteren Verlauf zu noch schwereren Elementen, ändert sich das Verhältnis von schweren Elementen zu den leichten, die sogenannte Metalliziät, im Laufe des Sternenlebens.

Um aus den mit Spezialausrüstung aufwändig aufgenommenen Sternspektren diese Metallizität zu bestimmen, musste Nils nicht nur die optischen Geräte sehr gut verstehen, sondern tief in die Quantenmechanik und Quantenstatistik sowie die Thermodynamik der Sterne einsteigen.

Nils hat am HHG die MINT-Klasse seit der Jahrgangsstufe 5 besucht und in der Oberstufe sowohl Physik als auch Mathematik als Leistungskurse belegt. Außerdem hat er bereits ein Probestudium Physik an der Universität Duisburg-Essen in der Jahrgangsstufe Q1 erfolgreich abgeschlossen. Er war erfolgreicher Teilnehmer am Wettbewerb Jugend forscht, in dem er mehrfach Plätze im Landeswettbewerb erreicht hat.

 

Wir sind unglaublich stolz, dass wir Nils in seiner Schulkarriere begleiten durften!

 

Mit den Dr. Hans Riegel-Fachpreis werden besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II ausgezeichnet. Die Preise werden in Kooperation mit fünfzehn deutschen und sechs österreichischen Universitäten verliehen. Die Förderung der MINT-Fächer steht hierbei im Fokus, das heißt die Auszeichnungen werden in den Fächern Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik vergeben.

Skifreizeit – ein nicht mehr zeitgemäßes Auslaufmodell?

Schüler wollen nach der Corona-Pause wieder auf Skifreizeit fahren. Das wird nun teurer (Symbolbild). Gian Ehrenzeller dpa

Nach Corona-Pausenjahren scheinen Fahrten in den Schnee wieder möglich zu sein. Viel zu bedenken gibt es an den Schulen dennoch

Autorin: Nina Stratmann

Die coronabedingte Absage der Skifreizeiten hat die Schulgemeinden in den vergangenen zwei Jahren geschmerzt. Nun besteht die Hoffnung, dass die Skifahrten kommende Saison wieder möglich sind. Doch es gibt neue Sorgen: Neben steigenden Kosten beschäftigen die Bottroper Schulen zunehmend auch Nachhaltigkeitsfragen. Die Skifreizeit – ein nicht mehr zeitgemäßes Auslaufmodell?

Noch sieht es nicht danach aus. Bottroper Schulleiter verweisen auf die positiven sozialen und sportlichen Aspekte dieser Touren. So meint Ingo Scherbaum (Josef-Albers-Gymnasium) unter anderem: „Mit der Skifahrt decken wir einen Bereich aus der Kategorie Rollen und Gleiten des Lehrplans Sport ab. Da die Schülerinnen und Schüler schnell ein Erfolgserlebnis haben, ist es förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung.“ Eltern, die als ehemalige JAG-Schüler ebenfalls auf Schnee-Tour waren, würden immer noch mit Begeisterung vom positiven Miteinander auf dieser Fahrt sprechen.

Es sei ein großer Wunsch aller Beteiligten, wieder auf Skifahrt gehen zu können, sagt auch Tobias Mattheis, Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG). „Gerade auch in der Aufarbeitung der Corona-Folgen ist das eine sehr sinnvolle Sache“, unterstreich der Pädagoge.

HHG Bottrop: Eltern stimmen pro Skifreizeit ab

Kostensteigerungen sind aber nicht wegzudiskutieren. Die Frage der Inflation habe die HHG-Gemeinde beschäftigt, die Eltern hätten aber mit großer Mehrheit pro Skifreizeit abgestimmt. Noch würden die Preise ermittelt, aber „im Moment sieht es so aus, dass die Fahrt 50 Euro teurer werden muss“. Gegenüber der letzten Fahrt 2019 sei aber sicher auch ohne Inflation ja mit erhöhten Preisen zu rechnen gewesen. Insgesamt müssten die Familien mit Kosten zwischen 400 und 500 Euro kalkulieren.

Mattheis fügt jedoch hinzu: „Wir können die Kosten im Moment noch im Griff behalten. Es kann aber sein, dass der Punkt kommt, an dem wir sagen: Das machen wir nicht mehr.“ Ausrüstung gibt es hier wie etwa auch am Josef-Albers-Gymnasium aus dem Ski-Keller.

Auch JAG-Leiter Scherbaum berichtet: „Circa 50 Euro ist die Fahrt teurer geworden. Darin enthalten ist aber eine Versicherung, die viele zusätzliche Kosten, die im Falle einer Corona-Erkrankung entstehen, auffängt.“ So müssen an Corona erkrankte Schülerinnen und Schüler von den Eltern abgeholt werden. Bei Bedarf nutze das JAG verschiedene Fördertöpfe, um finanziell schwache Familien aufzufangen, die nicht (wie Leistungsempfänger) Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragen können. „Zum Glück sind es nur einzelne Familien, die einer Unterstützung bedürfen. Aber bei der kommenden Skifahrt können wir feststellen, dass es mehr Einzelfälle geworden sind. Das sind meistens Bitten um Zuschüsse“, berichtet Scherbaum.

Auch HHG-Leiter Mattheis spricht von Einzelfällen, die Hilfe etwa über Stiftungen oder den Schulförderverein in Anspruch nehmen würden. Einen Anstieg der Anfragen kann er bislang noch nicht erkennen. Auf eine freiwillige Teilnahme an den Skifreizeiten umzuschwenken, wie es zum Beispiel jetzt ein Mülheimer Gymnasium vorrangig aus Kostengründen und mit begrenzter Teilnehmerzahl machen will, ist für die Bottroper Schulleiter keine gangbare Alternative. Scherbaum: „Klassenfahrten dienen dem sozialen Zusammenwachsen. Sie haben eine pädagogische Funktion, die nur erreicht werden kann, wenn die gesamte Klasse als Gemeinschaft fährt.“ Mattheis ergänzt: „Das ergäbe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die wir nicht haben möchten.“

Am Berufskolleg Bottrop (BKB) sind die Fahrten in den Schnee nicht notwendigerweise verpflichtend. Zum einen wollen die kaufmännischen Assistenten trotz Inflation nach gemeinsamen Beschluss alle zusammen auf Tour gehen. Zum anderen gibt es eine freiwillige, bildungsgangübergreifende Fahrt. „Ich weiß, dass wir die Fahrten günstig eingekauft haben“, sagt Berufskollegleiter Guido Tewes. „Wir kommen mit 400 Euro klar.“ Plus Taschengeld. Diese 400 Euro markierten laut Schulkonferenzbeschluss auch die Höchstgrenze, die eine Klassenfahrt am BKB kosten dürfe. „Unsere Elternschaft ist in der Regel nicht reich“, bemerkt Tewes. Dennoch hätte auch diese Höchstgrenze zuletzt angehoben werden müssen. „1995 waren wir da noch bei 300 Euro. Und dann lag die Grenze lange bei 350 Euro“, berichtet Tewes.

Und wie wird die Klimaschutzfrage bezüglich der Skifreizeiten diskutiert? „In dem Skigebiet, wo wir hinfahren, werden keine Schneekanonen eingesetzt“, sagt Tewes. Diese gelten schon aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs als besonders klimaschädlich.

Umwelt: „Eine solche Fahrt ist kein Individualtourismus“

Natürlich müsse die Frage der Umweltverträglichkeit ernst genommen und im Blick behalten werden, unterstreicht JAG-Leiter Ingo Scherbaum. Andererseits: „Eine solche Fahrt ist kein Individualtourismus.“ Zudem fahre die Jahrgangsstufe acht im Februar – wie in den vergangenen 30 Jahren – nach Obertauern, „in ein schneesicheres Gebiet“.

Am HHG spiele Nachhaltigkeitserziehung eine wichtige Rolle. In dem Zusammenhang würden auch die Fahrten überprüft, so Mattheis. Der Ort Meransen in Südtirol, Ziel der Heine-Gymnasiasten, sei in den letzten Jahren schneesicher gewesen. Möglicherweise bleibe das im Zuge der rasanten Klimaveränderungen auf Dauer nicht so. Mattheis: „Vielleicht stehen wir dann irgendwann vor der Situation, dass wir über die Fahrt neu nachdenken müssen.“ Und ob Skifreizeiten nicht doch ein Auslaufmodell sind.

Quelle: WAZ vom 21.10.2022

Abitur am Bündelungsgymnasium für die Städte Bottrop und Gladbeck

Du möchtest Abitur machen, weil es die Voraussetzung für deinen Traumberuf ist oder du dir möglichst viele berufliche Wege offenhalten willst?

WIR LADEN DICH / SIE EIN zum TAG DER OFFENEN TÜR am 3. Dezember 2022 ab 10 Uhr
am HEINRICH-HEINE-GYMNASIUM,
Städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen Sekundarstufe I und II

 ■ zur Besichtigung der Schule,

■ zur individuellen Schullaufbahnberatung durch eine Beratungslehrkraft der Oberstufe und

■ zum Austausch mit ehemaligen Realschülerinnen und Realschülern, die jetzt unsere Oberstufe besuchen.

 

Für Details bitte auf die Fotos klicken!

 

Hier geht es zur Informationsseite unserer Oberstufe.

 

Exkursionen und außerschulische Lernorte

Axialverdichter für eine PDH-Anlage (Propane Dehydrogenation) in Jubail, Saudi-Arabien. – Anwendung: Regeneration Air Compressor – Eintrittsvolumenstrom: ca 850 000 m³/h – Druckverhältnis: ca. 2 – Leistung: bis zu 26 MW

Exkursion mit dem Physik Leistungskurs zum Werk der MAN in Oberhausen

Der Physik LK Kurs konnte an einer Informationsveranstaltung und einer Werksführung zu dem Thema der Herstellung, Optimierung und Fertigung von Gasturbinen teilnehmen.

 

Besonderer Dank gilt dem Leiter der Entwicklungsabteilung, Herrn Dr. Tümmers. Er hat diese Exkursion ermöglicht und auch für den Kurs durchgeführt. Es war sehr beeindruckend, die großen Dimensionen solcher gewaltigen Anlagen zu sehen.

Antolin-Wettbewerb

Leseratten und Bücherwürmer aufgepasst!

Unser Antolin-Lesewettbewerb startet wieder!

Am Freitag, den 30.09.2022, um 14 Uhr starteten wir eine neue Runde unseres Antolin-Lesewettbewerbs auf

https://antolin.westermann.de/.

186 Schülerinnen und Schüler der fünften, sechsten und siebten Klassen haben sich bereits angemeldet und können Punkte sammeln bis zum 21.12.2022!

Die fleißigsten Leserinnen und Leser jedes Jahrgangs werden mit einer Urkunde und einem Buchpreis belohnt!

Du kannst frei entscheiden, für welche Bücher du Punkte sammeln willst, sofern du ein Quiz mit einer roten oder blauen Kappe bearbeitest.

Du bist noch nicht angemeldet? Dann schreibe Frau Wolf über Teams eine Nachricht!   

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Punkte sammeln!

Euer Erprobungsstufenteam

Ex-HHG-Schüler (Päd.-Prof.) zur Schule in Deutschland

»Zum Scheitern verurteilt«

Deutschlands Schulen brauchen mehr Geld, zentrale Standards und Autonomie, sagt der Bildungshistoriker Heinz-Elmar Tenorth – und mehr Kreativität, um gerechter zu werden / Publik-Forum vom 7.10.2022

Publik-Forum: Herr Tenorth, über das Bildungssystem wird diskutiert, seit es Schulen gibt. Nicht erst seit Corona macht auch wieder der Begriff des Bildungsnotstandes die Runde. Wo stehen wir wirklich?

Heinz-Elmar Tenorth: Wir stehen nicht gut da. 20 Prozent der Lernenden verlassen die Schule heute ohne ausreichende Qualifikationen und Kompetenzen. Diese Zahl ist seit Jahren etwa konstant, sie wird infolge der Corona-Schulschließungen voraussichtlich noch ansteigen. Mindestens ein Fünftel der jungen Menschen in Deutschland leidet also unter Bildungsarmut. Das Bildungssystem hat qualitative Defizite, ist nicht gerecht und wird schlecht gesteuert.

Wo liegen die Ursachen?

Tenorth: Das fängt bei der Ausstattung an, die regional allerdings sehr unterschiedlich ist. Bundesweit gibt es einen Renovierungsstau von mehreren Milliarden Euro an Schulen und Universitäten. Außerdem gibt es immer weniger qualifizierte Lehrer, vielfach gar keinen Nachwuchs mehr. An manchen Berliner Schulen besteht die Hälfte des Kollegiums aus Quereinsteigern ohne pädagogische Ausbildung.

Nach den verheerenden Ergebnissen bei der Pisa-Studie im Jahr 2000 wurden Reformen angestoßen. Sie waren einer der beratenden Experten. Warum waren die Verbesserungen nicht nachhaltig?

Tenorth: Weil die Kultusminister kein angemessenes Mindestniveau festgelegt haben, wie wir es empfohlen hatten. Stattdessen wurden Regeln und Standards formuliert, ohne sicherzustellen, dass sie umgesetzt wurden und überhaupt realisierbar waren.

Die Bundesrepublik hat nach 1945, anders als etwa Frankreich, auf egalitäre statt elitäre Strukturen im Bildungswesen gesetzt, verbunden mit dem Versprechen »Aufstieg durch Bildung«. Soziale Herkunft beeinflusst aber nach wie vor die Bildungschancen. Wurde das Versprechen nicht eingelöst?

Tenorth: Bis in die 1970er-Jahre hinein gab es große Bildungserfolge. Meine Biografie dient als Beispiel: Ich bin 1944 geboren, meine Mutter hatte keine Berufsausbildung, mein Vater war Arbeiter. Dass ich Professor wurde, beweist, dass Aufstieg möglich war. Aber von den 100 Kindern, die im Ruhrgebiet mit mir zusammen auf der Grundschule waren, hat nur ein weiterer Schüler Abitur gemacht. Die Hälfte hat nicht einmal eine Berufsausbildung absolviert – und das Leben auch so gemeistert.

Also war sozialer Aufstieg durch Bildung schon immer ein Mythos?

Tenorth: Historisch gesehen ja. Auch von der sogenannten Bildungsexpansion nach 1964 haben Arbeiterkinder jedenfalls weniger profitiert als erhofft. Die Bildungsgewinner kamen aus bürgerlichen Familien, die nun alle ihre Kinder länger lernen ließen, nicht nur den ältesten Sohn. Dennoch: Auch für Kinder aus anderen sozialen Schichten ging die Bildungskurve bis in die 1970er-Jahre hinein nach oben.

Und dann?

Tenorth: Danach gab es einen deutlichen Bruch. Der Reformeifer war erlahmt, Helmut Kohl strich gleich im ersten Jahr seiner Kanzlerschaft das Schüler-BAföG. Gleichzeitig wurden die Bafög-Bedingungen für Studierende verschlechtert. Deshalb entscheidet die soziale Herkunft heute wieder stärker über den Bildungserfolg.

Die Bildungsgewinner von heute sind Mädchen, die Verlierer vor allem Jungs aus migrantischen Milieus. Wird zu wenig getan, um sie zu integrieren? Oder ist das Bildungsinteresse der Eltern ausschlaggebend?

Tenorth: Das familiäre Bildungsinteresse ist ein wichtiger Punkt. Jede Reform im Bildungswesen, die nicht auf enge Kooperation mit den Eltern setzt, ist zum Scheitern verurteilt. Vor allem Schulen, die mit Familien aus nicht bürgerlichen Milieus zu tun haben, müssen sich eng mit den Eltern und ihrem Umfeld vernetzen. Gute Schulen in sozialen Brennpunkten zeichnen sich beispielsweise schon dadurch aus, dass Lehrer und Schulleitung um fünf nach acht wissen, welche Schüler fehlen, und sofort veranlassen, dass die Eltern angerufen werden. Wenn das nicht passiert, gehen manche Kinder gar nicht mehr zur Schule. Tatsächlich ist Absentismus ein großes Problem.

Auf der einen Seite gibt es viele Schulabbrecher. Gleichzeitig machen immer mehr Schüler Abitur. Wie passt das zusammen?

Tenorth: In der Politik und auch in internationalen Vergleichsstudien gilt das Abitur als zentrale Messgröße für den Erfolg des Bildungssystems und für sozialen Aufstieg. Die Zunahme der Abiturientenzahl ist also politisch gewollt. Das Abitur wird sozusagen zum Menschenrecht erklärt, Ungleichheit wird undenkbar. Dabei schafft Bildung immer Differenz.

Was haben Sie gegen höhere Bildung?

Tenorth: Grundsätzlich nichts, aber Bildung kann man nicht kollektiv verordnen. Sie bleibt eine individuelle Angelegenheit. Außerdem ist die Fixierung auf das Abitur aberwitzig. Erstens wird sie durch eine Absenkung der Leistungsanforderungen erkauft. Was ist das Abitur dann noch wert? Außerdem werden alle anderen Schulabschlüsse und Ausbildungswege in der öffentlichen Wahrnehmung abgewertet. Entsprechend werden die Zugangsvoraussetzungen für viele Berufe nach oben gesetzt. Für eine Ausbildung zur Bankkauffrau reicht der Realschulabschluss in der Regel nicht mehr aus, obwohl es dafür keine fachlichen Gründe gibt. Wer heute kein Abitur hat, gilt als Mensch zweiter Klasse. Dabei verdienen Handwerker oft mehr als Akademiker – und mehr als 25 Prozent der Hochschulabsolventen arbeiten unter ihrem Qualifikationsniveau. Da wird mehr Enttäuschung als Aufstiegsgewinn erzeugt.

In Deutschland sind die Bundesländer für Bildung zuständig, daraus ergibt sich ein Flickenteppich an Konzepten. Wären die Schulen besser – oder zumindest gerechter –, wenn sie einheitlich organisiert würden?

Tenorth: Auch einheitlich kann man viel falsch machen, und der Bund ist auch nicht viel klüger als die Länder. Die Niederlande fahren sehr gut mit einem System, das den Schulen einen hohen Grad an Autonomie gewährt und gleichzeitig zentrale Standards festlegt. Hinzu kommt, dass die Schulen dort besser ausgestattet sind. Das ermöglicht ihnen, eigene didaktische Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Und es fördert den Wettbewerb unter den Schulen. So etwas würde ich mir auch für Deutschland wünschen.

Was kann Schule zwischen Wissensvermittlung und Digitalisierung überhaupt leisten?

Tenorth: Lernen bleibt ein Prozess individueller Aneignung von Welt durch Fachunterricht. Das ändert sich durch die Digitalisierung nicht. Will ich Kindern erklären, was Fake News sind, muss ich das im Kontext des Geschichts- oder Politikunterrichts tun. Will ich erläutern, was Algorithmen bewirken, muss ich zunächst vermitteln, wie der Algorithmus funktioniert. Digitalisierung sollte kein eigenes Fach sein, sondern überall einfließen. Unsere Lehrpläne sind so offen und variabel, dass niemand sagen kann, das gehe nicht.

Wird der Digitalisierung in der Schule eine zu große Bedeutung beigemessen?

Tenorth: Sie wird zu isoliert gesehen. Man tut so, als lebten wir in einer neuen Welt, in der es die alten Konflikte, Strukturen und Probleme nicht mehr gibt. Wir leben aber zunächst in einer Klassengesellschaft mit Hierarchien und gesellschaftlichen Spannungen. In dieser Welt müssen sich die Lernenden zurechtfinden. Digitale Medien sind dabei Hilfsmittel. Sie ersetzen nicht die Kenntnis der Welt, wie sie wirklich ist.

Das Verfassungsgericht hat in seinem Beschluss zur Rechtmäßigkeit von Schulschließungen während Corona Mindeststandards für das Bildungswesen gefordert. Zu Recht?

Tenorth: Was das Verfassungsgericht da gesagt hat, ist revolutionär. Es fordert sogenannte unverzichtbare Mindeststandards, die gewährleisten, dass jeder Schüler in der Schule Kompetenzen erlernen muss, die ihm ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Er oder sie soll, so lese ich das, den Lebensunterhalt selbst verdienen können und politisch und sozial urteilsfähig sein. Die Frage ist: Welche Bedingungen müssen dafür gegeben sein? Das kann auch in der Bildungsforschung bisher niemand klar beantworten. Klar ist: Es reicht nicht aus, Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Da hat uns das Bundesverfassungsgericht wirklich etwas aufgegeben.

Interview: Ulrike Scheffer und Nana Gerritzen

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Heinz-Elmar Tenorth ist emeritierter Professor für Historische Erziehungswissenschaft am Institut für Allgemeine Pädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin. Er machte 1965 Abitur am Heinrich-Heine Gymnasium Bottrop – damals noch Städtisches Jungengymnasium. 

Quelle: https://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/zum-scheitern-verurteilt

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