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Bottrop: Lehrer machen Kindern den Schulwechsel einfacher

Auf gute Zusammenarbeit: Vertreter der Bottroper Grundschulen und der weiterführenden Schulen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung im Spielraumsaal an der Prosperstraße. Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottroper Lehrer arbeiten für einen sanften Schulübergang. Für Kinder ist es ja nicht immer leicht, die vertrauten Grundschulen zu verlassen.

Für viele Kinder ist das alles andere als einfach: wenn sie nach dem letzten Zeugnis in der vierten Klasse von ihrer vertrauten Grundschule in eine für sie oft noch fremde weiterführende Schule wechseln. Die meisten Kinder freuen sich zwar auch darauf, doch in der neuen Schule ist für sie vieles anders: nicht nur weil die Kinder sich an neue Schulwege, Klassenräume und Unterrichtsmethoden gewöhnen müssen, sondern zum Beispiel auch, weil sie nun zumeist nicht mehr eine Klassenlehrerin, sondern mehrere Fachlehrer unterrichten. Das kann bei den Kindern auch Sorgen und Ängste auslösen.

Zu Brüchen und daraus womöglich resultierenden Zweifeln der Schulkinder an ihren Fähigkeiten soll es möglichst aber gar nicht erst kommen. Die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen in der Stadt sehen es daher auch als ihre Aufgabe an, an einem möglichst sanften Übergang von den Grundschulen in die weiterführenden Schulen zu arbeiten. „Im Mittelpunkt stehen dabei von Beginn an die Kinder. Wir wollen ihnen den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglichst einfach machen“, sagte Ingo Scherbaum, Leiter des Josef-Albers-Gymnasiums.

Es geht auch um ganz alltägliche Dinge im Unterricht

Gemeinsam mit Annemarie Goßmann-Böcklenberg war Scherbaum Moderator bei den Arbeitstreffen, an denen Vertreter aller Grundschulen und aller weiterführenden Schulen Bottrops teilnahmen. Ergebnis ist eine Vereinbarung zwischen den Schulen, mit der sie sich zur Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Schulübergänge verpflichten. Dabei gehe es nicht um die Empfehlungen der Grundschulen an die Eltern, welche weiterführende Schulen die Kinder aus Sicht der Lehrer besuchen sollten, sondern um auf den ersten Blick ganz alltägliche Dinge im Unterricht und in den Schulen, erklärt Annemarie Goßmann-Böcklenberg.

Die Leiterin der Fichteschule macht an einem einfachen Beispiel klar, worum es bei dem Katalog an Maßnahmen und Standards geht, auf die sich die Lehrkräfte geeinigt haben: So werden die Lehrer in den weiterführenden Schulen an der Tafel in Druckschrift schreiben, um für die Kinder gleiche Bedingungen zu schaffen oder sie übernehmen Ordnungssysteme oder die Farben der Schulhefte, an denen sich die Kinder zuvor in den Grundschulen orientiert haben. Zweck auch solcher einfachen Übungen ist es, dass sich die Schülerinnen und Schüler in der für sie neuen Umgebung möglichst gut zurechtfinden.

Die Arbeitstreffen der Lehrer mündeten nun in einer Kooperationsvereinbarung, die Vertreter aller Schulen im Beisein von Schulamtsdirektorin Heike Sulima und dem Bottroper Schuldezernenten Paul Ketzer im Spielraum des Jugendamtes unterzeichneten. Ein weiterer Effekt des Arbeitskreises der Lehrkräfte, die sich dazu abwechselnd in verschiedenen Schulen trafen, war auch das gegenseitige Kennenlernen. „Das Verständnis und das Wissen über den Unterricht in den verschiedenen Schulformen ist bei allen größer geworden“, zieht Albers-Schulleiter Scherbaum ein weiteres Fazit.

 

Norbert Jänecke, 16.01.2020

https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-lehrer-machen-kindern-den-schulwechsel-einfacher-id228164017.html

 

 

Wochen der Studienorientierung. Was soll ich nur studieren?

Hochschule bietet Einsteigern eine Woche der Orientierung.

Zu den Wochen der Studienorientierung vom 13. Januar bis 7. Februar öffnen die Hochschulen im Land ihre Pforten für Schüler, Eltern und Schulklassen. Doch selbst das Infoangebot ist unübersichtlich groß. Ein Überblick / Thomas Mader / WAZ Ruhrgebiet 10.1.2020

Schüler informieren sich auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum. (Ingo Otto FUNKE Foto Services)

Ruhrgebiet

Das Studium, unendliche Weiten… Selbst in den nun anstehenden Wochen der Studienorientierung vom 13. Januar bis 7. Februar kann man sich verlieren. Wie finde ich in diesem riesigen Angebot den Studiengang, der mir entspricht? Wie finanziere ich das Studium, bewerbe mich richtig und wie fühlt sich eine Vorlesung, die Arbeit im Labor oder die Recherche in der Bibliothek eigentlich an? Wir geben den Überblick.

Erste Anlaufstelle

Wer noch gar nicht weiß, was und in welcher Stadt er studieren möchte, sollte zunächst bei der Zentralen Studienberatung (ZSB) vorbeischauen. Auf zsb-in-nrw.de findet man eine Liste mit Links zu allen Hochschulen im Land und ihren Angeboten.

Bochum

Rohstoffingenieur werden an der Technischen Hochschule Georg Agricola oder doch einen Sozialen Beruf erlernen an der Evangelische Hochschule – glücklicherweise koordinieren die sieben Hochschulen der Stadt ihr umfangreiches Programm im Verbund„UniverCity Bochum“ . Hier finden sich auch alle 33 Orientierungstermine: www.univercity-bochum.de .

Zentral ist der Bochumer Hochschultag (28.1., 9-16 Uhr, Agentur für Arbeit, Universitätsstr. 669). Alle Einrichtungen sind mit Infoständen vertreten, von der EBZ Business School bis zur Hochschule für Gesundheit. Schnuppervorlesungen bieten beispielsweise Einblick in Architektur, Logopädie oder Robotik im Gesundheitswesen. Der Weg ins Lehramt ist Thema, ebenso wie „die eigene Bude“ und Quidditch als Hochschulsport.

EinenInfoabend für Eltern richten die Bochumer Hochschulen ebenfalls aus: „Hilfe, mein Kind will studieren“ (4.2., 17-19 Uhr, Agentur für Arbeit, s. o.).

Zu den Besonderheiten zählt „Die Junge Uni“ der Ruhr-Universität , an der leistungsstarke Schüler bereits während ihrer Schulzeit studieren können. Klausuren und dergleichen werden später angerechnet. Wie das funktioniert und was es bringt, erklärt ein Austauschtreffen von Schülerstudenten mit Interessenten am 13. Januar (17-18.30 Uhr) und eine Infoveranstaltung am 4. Februar (17-19 Uhr). Hochbegabung ist Thema am 30. Januar (17-19 Uhr). Anmeldung unter jungeuni [at] rub [dot] de .

Bottrop/Mülheim

Die Orientierungswoche an der Hochschule Ruhr West (HRW) läuft nur vom 13. bis zum 17. Januar. Ein Studienwahlworkshop (13.1., 10-15 Uhr, Campus Mülheim) legt Grundlagen, zentral sind aber Infotage am 14. Januar in Mülheim und am 16. Januar in Bottrop . Sicherheitstechnik, Fahrzeugelektronik oder lieber Medizintechnologie studieren? Energie- und Wassermanagement steht zur Auswahl, Internationale Wirtschaft bereitet auf „Emerging Markets“ vor. Auch eine individuelle Studienberatung kann man vereinbaren. Programm und Anmeldung unter www.hochschule-ruhr-west.de .

Dortmund

Dortmund konzentriert seine mit über 300 Veranstaltungen reichlich gefüllten Hochschultage auf Mittwoch und Donnerstag (15./16.1.) , wobei der zentrale Elterninfoabend bereits am 13. Januar stattfindet (17 Uhr, FOM Hochschule). Die hohe Zahl kommt zustande, da die sieben Hochschulen viele Schnuppervorlesungen und -seminare anbieten, aber auch individuelle Beratungen. Für einige sind Anmeldungen erforderlich. Dabei sind neben der Technischen Uni und der Hochschule Dortmund, die International School of Management, die private FOM, das IT-Center Dortmund (ITC) und die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung; dual studieren kann man an der Internationalen Hochschule IUBH. Eine Veranstaltungssuche bietet: www.dortmund.de .

Duisburg/Essen

In 16 Beratungen, Vorlesungen, Führungen und Workshops klärt die Uni Duisburg-Essen unter anderem diese Fragen: Ist ein Lehramtsstudium angesichts des akuten Lehrermangels sinnvoll (15.1., 18-19 Uhr, Essen Glaspavillon)? Was lernen Physikstudierende eigentlich, und was machen sie nach dem Studium (20.1., 10-12 Uhr, Duisburg MC 122)? Zu den Höhepunkten zählt „Bei uns kommen die Chips nicht aus der Tüte“ – eine Laborführung durch das Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik (14.1., 14-15.30 Uhr, Duisburg, LT Haupteingang). Die Elternsprechstunde findet am Samstag, 25. Januar, statt (11.30-13 Uhr, Duisburg, Uni-Office). Das „Frühstudium“ für Schüler ist zweimal Thema (13.1. in Essen und am 3. 2. in Duisburg, jeweils 16.30-17.30 Uhr). Das Programm: www.uni-due.de .

Gelsenkirchen/Recklinghausen

Werkstätten, Labore und Hörsäle der Westfälischen Hochschule stehen am Standort Gelsenkirchen offen am Hochschulinformationstag (24.1., 9-13 Uhr). Neben zahlreichen Vorlesungen und Führungen gibt es einen Markt der Möglichkeiten , auf dem Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter Rede und Antwort stehen. Die Lehrerlounge bietet Gelegenheit zum Austausch, die Multiplikatoren werden in Kurzvorträgen über das Angebot informiert. Für den Experimentiertag im Studiengang Medizintechnik (22.1., 9-14 Uhr, Gelsenkirchen) ist eine Anmeldung erforderlich. Ansonsten finden, auch an den anderen beiden Standorten Recklinghausen und Bocholt, hauptsächlich offene Sprechstunden, Schüler-Eltern-Infoabende und Workshops zur Studienorientierung statt. Das Programm: www.w-hs.de .


Interessierte können sich einen Überblick über das Studienangebot der HRW in Bottrop und Mülheim verschaffen / WAZ Bottrop 10.1.2020.

Die Hochschulen bieten landesweit an rund 50 Standorten etwa 2000 Studiengänge an. Da ist so mancher Schulabgänger schnell überfordert. Die Orientierungswochen sollen die Entscheidung leichter machen.

Alle Institute beteiligen sich

Auch die Hochschule Ruhr West in Bottrop und Mülheim nimmt daran teil. Vom 13. bis 17. Januar können sich Interessierte über ein Studium an der HRW informieren. Was kann ich studieren? Was muss ich können, was lerne ich? Auf diese und weitere Fragen gibt die Woche der Studienorientierung an den beiden Standorten Bottrop und Mülheim Antworten. Alle sieben Institute der HRW beteiligen sich am Programm. Sie geben Einblicke in den Studienalltag. Sie bieten Veranstaltungen an und machen Beratungsangebote rund um ein Studium und die eigene Studienwahl, ein Duales Studium sowie Auslandsaufenthalte. Es kann an Campus-Führungen und Laborbesuchen teilgenommen werden. Studierende, wissenschaftliche Beschäftigte und Professoren bieten sich als Gesprächspartner an.

Am Standort Bottrop findet der Info-Tag am Donnerstag, 16. Januar, statt. An diesem Tag öffnet die Hochschule Ruhr West viele Türen zu Hörsälen und Laboren.

1000 Neulinge im Wintersemester

An den Ständen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ wird über den Hochschulalltag, das Studienangebot, die Studienfinanzierung und Perspektiven nach dem Studienabschluss informiert. Wer unsicher ist, wie es nach der Schule weitergeht, kann sich an die HRW-Talentscouts wenden. Die Institute Informatik und Energiesysteme und Energiewirtschaft stellen ihre Studiengänge vor und bieten Führungen durch die Labore an. Das Programm mit allen Details ist auf der HRW-Website unter zu finden. www.hochschule-ruhr-west.de. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Für Schülerinnen und Schüler werden Teilnahmebestätigungen ausgestellt.

An der HRW stiegen zuletzt mehr als 1000 neue Studierende ins Wintersemester ein. Ihnen hatten zuvor Veranstaltungen wie der Tag der offenen Hochschule im Juni, „mint4u“, die Herbstferienakademie oder auch die „Woche der Studienorientierung“ zu Jahresbeginn die Entscheidung erleichtert.

Die „Wochen der Studienorientierung“ sind eine gemeinsame Initiative des Wissenschaftsministeriums, des Schulministeriums, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

 

 

Rückblick auf den Weihnachtsmarkt am HHG

Das HHG im Weihnachts(markt)fieber

Der dritte, am Heinrich-Heine-Gymnasium ausgerichtete Weihnachtsmarkt, war in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg. Nicht nur, dass über 7000 Euro Spenden für Schulprojekte und unseren Partnerkindergarten in Ruanda zusammengekommen sind, was alleine schon eine unglaubliche Leistung ist. Aber auch die Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Eltern konnten nach einer vorbereitungsreichen Woche, endlich die Weihnachtliche Stimmung in vollen Zügen genießen. Mit einem bei der Oberstufe erworbenen Stück Kuchen, heißem Tee oder Bratwürstchen schlenderten etliche Besucher über den Weihnachtsmarkt, blieben hier und da stehen, um selbstgemachte Kerzen,Weihnachtsdekoration oder Schmuck zu bewundern. Abgerundet wurde der Vorweihnachtstraum durch die gesangliche Begleitung der 5. Klassen, die die gesamte Zeit von 16-18 Uhr unermüdlich Weihnachtslieder sangen. So waren am Ende des Abends schon alle Besucher, sowie Akteure, bestens auf die in der folgenden Woche stattfindenden Weihnachtkonzert und natürlich auch auf Weihnachten selbst, eingestimmt.

Johanna Träger (Q1)

Latein Plus: Schüler verwandeln sich in Legionäre

Zwei Archäologinnen des LWL-Römermuseums in Haltern besuchten mit Waffen und römischer Alltags- und Militärskleidung die Latein Plus- Klasse 6a.

Besonders das Anziehen diverser römischer Kleidungsstücke stieß auf große Begeisterung. So verwandelten sich die Schüler in Legionäre und Römer: sie durften Legionärshelme aufsetzen und beispielsweise ein Kettenhemd anprobieren. An vielen Stellen setzten sie ihre Lateinkenntnisse ein, um bestimmte Aspekte des römischen Alltags zu benennen; nebenbei erfuhren sie, was die Römer einst nach Westfalen verschlagen hatte.

Sie bestaunten die Sandalen, das Kurzschwert, den Dolch und den Speer und konnten den großen Schild kaum hochheben.

Abschließend stellten die Schüler fest: Das Legionärsleben war kein „Zuckerschlecken“ und es wurde viel Energie für einen Tagesmarsch benötigt. Abgerundet wurde der Besuch durch viele Detailinformationen zur berühmten Varusschlacht.

 

Ex-HHG-Schüler über Bottroper DKP-Legende

Ein Vorbild, das aus dem Knast kam

Der Katholik Markus Günther schreibt über den Kommunisten Clemens Kraienhorst. Einer von 30 Beiträgen, die jetzt im „Vorbilderbuch“ erschienen sind.
Clemens Kraienhorst (r.) vereidigt 1979 Oberbürgermeister Ernst Wilczok im Bottroper Rathaus. (Bild: Birgit Schweizer)

Die Bücher „vonne Ruhr“ des kleinen Bottroper Verlags Henselowsky Boschmann sind immer wieder für Überraschungen gut. Jetzt ist ein „Vorbilderbuch“ so ganz ohne Bilder erschienen. Und die braucht es auch gar nicht. Denn es geht kaum um den visuellen Wiedererkennungswert großer Helden, Idole, Wegbereiter die Weltgeschichte geschrieben haben, im Heiligenkalender stehen oder nach denen Straßen benannt sind. Doch, eine Ausnahme bestätigt auch hier die Regel: Wenn der konservative Katholik – wie sich der gebürtige Bottroper Markus Günther selbst bezeichnet – über den Kommunisten Clemens Kraienhorst schreibt, wissen die Bottroper: Der Kraienhorst hat eine Straße auf dem Eigen. Dort, wo auch Rheinbaben war, die Zeche, deren Betriebsratsvorsitzender der Bergmann Kraienhorst einst war.

Markus Günther [HHG-Abiturient 1986], früher USA-Korrespondent dieser Zeitung, Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, freier Autor und seit diesem Jahr Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln, zeichnet nicht nur prägnant und kompakt den Lebensweg eines Mannes nach, der nicht nur von den Nazis verfolgt wurde, sondern nach dem Krieg auch in „Adenauers Knast“ saß, in den Jahren eines „hysterischen Antikommunismus“. So beschreibt Günther diese Epoche, als man mit Rosenkranzgebeten gegen den Kommunismus zu Felde zog, dessen Ende letztlich wiederum ein polnischer Papst mit eingeläutet hat.

Jenseits aller Ideologien

Fein, leicht ironisch, zeichnet der Autor das Bild eines Mannes, dessen Haltung, Charakter und Unbeugsamkeit ihn jenseits aller Ideologien beeindruckte – und den bürgerlichen Katholiken sogar veranlasste, das Kreuz bei seiner ersten Wahl für Kraienhorsts DKP zu machen. Vielleicht einer der beeindruckendsten Texte des Vorbilderbuches mit seinen 30 Autorinnen und Autoren, von denen einige Bottroper Wurzeln oder heute in der Stadt ihren Lebensmittelpunkt haben.

Weichenstellung fürs Leben

Für einen anderen ehemaligen WAZ-Kollegen, Werner Streletz, war Martin Blankenburg in Bottrop das, was man heute vielleicht „Influencer“ nennen würde. Nur, dass der spätere Frontmann der „Rickets“ keine Werbebotschaften verkündete, sondern ebenfalls für eine Haltung, eine Jugendkultur der späten 60er und frühen 70er Jahre stand, in der auch Dichter wie Arthur Rimbaud, Charles Baudelaire oder die Surrealisten eine Rolle spielten. Sicherlich auch damals kein Bottroper Mainstream, aber für ein späteres Mitglied des PEN-Clubs und Literaturpreisträger wie Streletz vorbildlich.

Überhaupt sind es die Vorbilder, die die Autoren auf „eine Spur setzten“, wie man salopp sagt, die ein Stück weit deren Leben prägten oder denen sie im Beruf nacheifern wollten. So wie die Bottroper Lehrerin Margret Martin, deren Grundschullehrerin offensichtlich schon in den prügelnden 50er Jahren der Bezeichnung „Pädagogin“ alle Ehre machte und so die berühmte Weiche fürs Leben stellte. Da gibt es Bilder von Bodenständigkeit, die fast ausgestorben scheint. Wie jene „Tammaria“, eine Großtante, die für den früheren Chef des Klartext-Verlags, Ludger Claßen, eine Art Fenster in die vergangene Zeit des vorindustriellen bäuerlichen Ruhrgebiets war. Tanten wie Maria waren wie ein emotionales Zentrum der Familie, das Kinder wie Erwachsene warm umfing und dabei alle Techniken häuslicher Daseinsvorsorge noch fast technikfrei beherrschte.

Ohne erhobenen Zeigefinger

Den Charme des Vorbilderbuches macht auch das breite Spektrum aus. Eben eine kleine Galerie der Menschlichkeit, wie der Klappentext hier treffend formuliert. Wer Ulrike Gefferts „Adenauer! Oder vielleicht doch eher Che Guevara“ liest, erlebt auf jeden Fall eine Überraschung, während Hermann Beckfelds „Willi“ irgendwo zwischen Original, Kumpel und Charakterkopf changiert, dessen Motto auch lauten könnte „Bleibense Mensch!“ Und das Ganze kommt ohne erhobenen Zeigefinger oder penetrant verkündete Möglichkeiten für gute Vorsätze daher. Lesbar – durch ein ganzes Jahr.

Quelle: Dirk Aschendorf / WAZ Bottrop vom 31.12.2019

 

 

Elternbrief Weihnachten 2019

Die Botschaft von Weihnachten:

Es gibt keine größere Kraft als die Liebe.

Sie überwindet den Hass.

Wie das Licht die Finsternis.

(M. L. King)

 

 

Liebe Eltern,

die vielen bedrückenden Ereignisse in weiten Teilen unserer Welt und manchmal auch in unserer Stadt und unserer Schule sind oftmals Anlass zur Sorge und Mutlosigkeit. Dagegen steht die Botschaft von Weihnachten, dass nämlich Liebe den Hass überwinden kann wie das Licht die Finsternis. Mit unserer gemeinsamen Arbeit in der Schule, orientiert an dem Leitbild WIR trägt die gesamte Schulgemeinde immer wieder dazu bei, dass dieses Licht der Hoffnung weitergegeben wird und damit für eine bessere Zukunft. Dafür und für die gute Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr danken wir Ihnen.

In der letzten Woche ging es an unserer Schule bereits sehr weihnachtlich zu. Mit dem Weihnachtskonzert gestern Abend und unserem Weihnachtsmarkt haben wir uns auf diese besinnliche Zeit eingestimmt. Auf ein weiteres Weihnachtskonzert freuen wir uns schon heute Abend. Bei den beiden Konzerten haben unsere Chöre und Orchester, unsere Lehrerband und Schülerinnen und Schüler in Einzelbeiträgen gezeigt, wie musikalisch das Heine ist. Musik ist wirklich ein Aushängeschild unserer Schule. Vielen Dank an alle Beteiligten für den Einsatz für unsere Schule.

Vor einigen Tagen haben wir in einer ganz tollen Atmosphäre unseren Weihnachtsmarkt durchgeführt. Wir haben den Eindruck, dass wir uns in einer entspannten Atmosphäre sehr gut dargestellt haben. Die Rückmeldungen sind sehr positiv, das Heine wird vielen Besuchern als lebendige Schule mit tollen Schülerinnen und Schülern in Erinnerung bleiben. Möglich war dies nur durch den großen Einsatz der gesamten Schulgemeinde. Das ist sicherlich nicht selbstverständlich, aber ein Gewinn für unsere Schule, für das WIR am Heine. Danke dafür!

Bei den angesprochenen Veranstaltungen wurden Spenden für unseren Partnerkindergarten in Ruanda und für Schulprojekte gesammelt. Die Spendensummen stehen noch nicht genau fest und werden im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Wir können aber schon mitteilen, dass beim Weihnachtsmarkt nach dem Abzug der entstandenen Kosten eine Spendensumme von ca. 7500 EURO zusammengekommen ist.  Wie wir den Schulanteil einsetzen werden, werde ich nach den Weihnachtsferien mit der SV abstimmen.

 

Evaluation Weihnachtsmarkt

Nach der ersten Durchführung des Weihnachtsmarktes hat sich die Schulgemeinde dazu entschlossen, diesen alle 2 Jahre durchzuführen. In diesem Jahr haben wir den Markt schon zum dritten Mal durchgeführt. Mit einer Evaluation unter Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern möchten wir dieses Projekt kritisch in den Blick nehmen, Verbesserungsvorschläge aufnehmen und neue Entwicklungsideen für die weiteren Planungen nutzen. Ausgangspunkt dieser Evaluation ist, im Sinne unseres Leitbildes, die Förderung des „WIR“ am Heinrich-Heine-Gymnasium.

Daher bitten wir Sie, liebe Eltern, an der Befragung teilzunehmen. Die Umfrage ist anonym. Danke für Ihre Mitarbeit!

Termine

Die vielen anstehenden Termine finden Sie immer auf unserer Homepage. Auf einige wichtige Termine bis zum Jahresende möchten wir auch an dieser Stelle noch einmal hinweisen:

23.12.2019-06.01.2020: Weihnachtsferien           

07.01.2020: Wiederbeginn des Unterrichts

08.01.2020: Abstimmungsgespräche Qualitätsanalyse

 

In der dieser Woche findet der Unterricht am Freitag in Kurzstunden statt und endet um 11:40 Uhr (Dienstbesprechung).

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien jetzt ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, reichlich Zeit für Entspannung und viele schöne Momente im kommenden Jahr 2020. Lassen Sie uns auch im nächsten Jahr gemeinsam, verantwortlich und zuversichtlich auf Ihre Kinder, unsere Schülerinnen und Schüler eingehen und deren Wohl im Blick behalten! Nur gemeinsam mit allen Beteiligten können wir den kommenden Generationen wichtige Werte mit auf den Weg geben, dass sie die Zukunft miteinander demokratisch gestalten und Gemeinschaft leben und somit die Botschaft von Weihnachten lebendig bleibt.

 

Frohe Weihnachten!

Cornelia Hußmann und Tobias Mattheis

Weihnachtskonzerte

In der kommenden Woche läuten die Chöre, Orchester und Ensembles des Heinrich-Heine-Gymnasium traditionell die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage mit zwei großen Konzerten ein.

Nach langen Probennachmittagen in der Schule und mehrtägige Probentagen in Xanten und Nordhorn sind die jungen Musikerinnen und Musiker bereit, ihren Eltern, Freunden, Verwandten und der Schulgemeinschaft ihr musikalisches Können zu präsentieren. Mit traditionellen Weihnachtsliedern, mit Musik aus der Musical- und Filmwelt wie aus „The Greatest Showman“, „The Chess“ , „A Star is born“ oder „The Mission“  sowie mit klassisch-sinfonischen Werken wie die Suite aus der Oper „Die Nacht vor dem Christfeste“ von Rimsky-Korsakow bringen die Heine-Musiker ihre Besucherinnen und Besucher musikalisch in festliche Vorweihnachtsstimmung.

Einige wenige Karten sind am Konzertabend im Foyer der Aula erhältlich. Konzertbeginn ist am Mittwoch, den 18.12. und Donnerstag, den 19.12. jeweils um 18:00 Uhr.

Anmeldungen für die Schülerinnen und Schüler der zukünftigen 5. Klassen

Infoabend zur Gestaltung der Erprobungsstufe

Montag, 13.01.2020, 19.30 Uhr

 

 

Anmeldezeitraum

Montag, 17.02.2020, 11.00 Uhr – 14.00 Uhr

Dienstag, 18.02.2020, 11.00 Uhr – 14.00 Uhr

Mittwoch, 19.02.2020, 11.00 Uhr – 14.00 Uhr

Donnerstag, 20.02.2020, 11.00 Uhr – 14.00 Uhr und von 16.00 Uhr-19.00 Uhr

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie zur Anmeldung am Heinrich-Heine-Gymnasium begrüßen dürfen. Ihr Kind können Sie gerne zum Aufnahmegespräch mitbringen.

Mitzubringen sind

  • Anmeldung zur Aufnahme in die Eingangsklasse einer weiterführenden Schule in Bottrop zum Schuljahr 2020/21 (wird von der Grundschule mit dem Zeugnis ausgegeben)
  • Letztes Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 4
  • Übergangsempfehlung der Grundschule

Hitlerjunge Salomon spricht vor Schülern am HHG

Sally Perel berichtete, wie er den Nationalsozialismus überlebte.
Foto: HHG

Bottrop.  Sally Perel hat als jüdisches Kind den Holocaust überlebt. Seine Biografie wurde verfilmt unter dem Titel Hitlerjunge Salomon. Nun war er am HHG.

„Heute hört ihr den letzten Zeitzeugen, jetzt seid ihr Zeitzeugen und verantwortlich dafür, dass so etwas wie Auschwitz nie wieder passieren kann.“ Diesen Auftrag erhielten die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums nun vom 94-jährigen „Hitlerjungen Salomon“, Sally Perel. Er überlebte als jüdisches Kind den Nationalsozialismus, weil es ihm gelungen war, als Hitlerjunge seine jüdische Identität zu verbergen. Er verfasste eine Autobiografie, die später unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt wurde.

Tief beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler als der 94-Jährige die Aula betrat. Begrüßt wurde er direkt mit spontanen Standing-Ovations, die selbst den erfahrenen Redner Sally Perel kurzzeitig aus der Fassung brachten. Finanziert und gefördert durch die Friedrich-Naumann-Stiftung berichtete der aus Israel angereiste Sally Perel, etwa eineinhalb Stunden über seine Lebensgeschichte und beantwortete anschließend Fragen der Jugendlichen. Mit der Aussage, dass Zeitzeugen die besten Geschichtslehrer seien, zitierte Perel direkt zu Beginn der Veranstaltung Steven Spielberg. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigte sich allein dadurch, wie gebannt die Schülerinnen und Schüler ihm zuhörten.

Sally Perel begegnet den Schülern auf Augenhöhe

Sally Perel wurde 1925 in Peine geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt durch die Aussage, er sei Volksdeutscher dem Erschießen. Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig.

Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt 3 Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen. Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben, um nach Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preiszugeben.

Patenschaft für das Projekt Schule ohne Rassismus

Auf Augenhöhe begegnete er den Schülerinnen und Schülern des HHGs und berichtete auch über sein eigenes Schuldempfinden: „Solange mich meine Schuhe tragen, werde ich an Schulen reisen und der Jugend berichten“, erklärt Perel seinen Antrieb. „Besonders berührt hat uns, wie offen er über die tragischen Erlebnisse und die zwei Seelen in seiner Brust, Jupp und Sally, berichtet hat“, erinnern sich die Schüler. Zum Schluss sicherte Perel dem HHG zu, die Patenschaft für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu übernehmen.

 

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-hitlerjunge-salomon-spricht-vor-schuelern-am-hhg-id227869283.html

09.12.2019 – 15:41 Uhr


Die Initiativgruppe des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Leitung von Frau Möller und Frau Keller freut sich sehr über Sally Perels Besuch.

Foto: HHG

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