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Grundschülerworkshops: MINT-Latein Plus-Bilingualer U. / Anmeldetermine 25.-28.2.2019

Liebe Grundschülerinnen und Grundschüler, liebe Eltern,

im Folgenden findet man die Einladungen für die Workshops zu unseren Schwerpunktangeboten der Klasse 5:

Latein Plus,  MINT  und Bilingualer Unterricht.  

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Download der Einladung zu den Latein Plus-Workshops:

Latein Schatzsuche Workshop 1819(1)

Download des aktuellen Latein Plus-Flyers:

Latein-Plus-2018

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Die Mint-Workshops sind leider komplett ausgebucht!

Download der Einladung zu den MINT-Workshops:

201810 Einladung Workshop Homepage

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Download der Einladung zu den Workshops des bilingualen Unterrichts:

BiliWorkshopflyer

 

Bitte beachten Sie die Anmeldemodalitäten.

Download des Anmeldebogens:

201810 Anmeldung Workshop

Sollten Sie im Vorfeld Rückfragen haben, dann dürfen Sie uns gerne kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Das HHG -Team

 

Anmeldetermine zum Schuljahr 2019/20

Auf Wunsch vieler Eltern finden Sie hier auch bereits die Anmeldezeiträume am HHG im kommenden Jahr:

Am Montag, den 25.02.19 bis Mittwoch, den 27.02.19 in der Zeit von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr 

und

am Donnerstag, den 28.02.19 in der Zeit von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

 

Projekt RuhrKunstNachbarn – Die Klasse 6c war auf Entdeckungstour

Die 6c nahm an dem Projekt RuhrKunstNachbarn teil. RuhrKunstNachbarn ist ein Kooperationsprojekt der zwanzig Kunstmuseen des Ruhrgebiets, die sich anlässlich des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 zum Netzwerk der RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen haben. Das Projekt, das von der Stiftung Mercator gefördert wird, richtet sich als Bildungsangebot an Schulen in den jeweiligen Städten und Einzugsgebieten der RuhrKunstMuseen mit dem Ziel, Kunstvermittlung und urbanes Lernen zu verbinden. Dabei umfasst das Projekt einen Museumsbesuch mit einem Workshop jeweils im Kunstmuseum der Heimatstadt (Josef Albers Museum Quadrat) und im benachbarten RuhrKunstMuseum (Kunstmuseum Gelsenkirchen). Die Schülerinnen und Schüler des HHG sind nach absolvierten Workshops nun im Besitz des Museumspasses der RuhrKunstNachbarn und können in weitern Museen des Ruhrgebietes auf Entdeckungstour gehen!

Feuerwehr simuliert Brand im Gymnasium

Feuerschein und Hilferufe an den Fenstern: Dramatische Szenen spielten sich an Freitagabend am Heinrich-Heine-Gymnasium an der Gustav-Ohm-Straße abspielten.

Zum Glück übten hier nur die Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Fuhlenbrock mit Unterstützung der Drehleiter aus Kirchhellen den Ernstfall. Angenommen wurde ein Brand im Fahrradkeller mit einer Brandausbreitung in die Obergeschosse. Durch das Feuer wurde ebenfalls der Treppenraum stark verraucht, so dass einige Schüler in den oberen Etagen eingeschlossen waren. Das Eintreffen der Einheiten erfolgte wie im realen Leben zeitversetzt, so dass nach der Erkundung und dem Setzen von Prioritäten zuerst der Fahrradkeller abgesucht wurde. Die anschließend eintreffenden Kräfte retteten über tragbare Leitern eine Person aus dem ersten Obergeschoss, über die Drehleiter aus Kirchhellen wurden drei Personen aus dem zweiten Obergeschoss gerettet.

Zusammen mit den vier geretteten, bewusstlosen Personen, für die Dummys genutzt wurden, konnten diese und dem Rettungsdienst übergeben werden. Danach wurden die Brandherde im Keller durch mehrere Trupps unter Atemschutz und über die Drehleiter im 2. Obergeschoss bekämpft. Nach knapp einer Stunde meldete der Einsatzleiter: „Acht Personen gerettet und Feuer aus!“

Die Übung hat gezeigt, wie wichtig das Üben an realen Objekten unter realistischen Bedingungen ist. „Die Bewältigung einer komplexen Lage unter dem enormen Zeitdruck der Menschenrettung stellt alle Beteiligten unter hohen Druck und fordert das Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte, was hier sehr gut geklappt hat“, so Übungsleiter Jörg Lange-Hegermann zufrieden. Die Feuerwehr bedankt sich bei Schulleiter Tobias Mattheis und vor allem bei Hausmeister Josef Sperling, dem langjährigen Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Boy, welcher der Übungsleitung mit Rat, Tat und Equipment zur Seite stand.

Foto: Feuerwehr Bottrop

Vorgänger des HHG – Eine Penne als Postkartenmotiv.

An der Blumenstraße drückten zu Beginn des Jahrhunderts Jungen die Schulbank. Musterschüler und Kulturstar August Everding lieh dem heutigen Kulturzentrum seinen Namen.

Viele Besucher des Kulturzentrums an der Blumenstraße betreten den massiven Bau durch die eindrucksvolle Holztür. Ihr Griff kann kaum mit einer Hand umschlossen werden. Das gute Stück ist so groß wie eine Untertasse. Drinnen angekommen lugt ein älterer Herr mit gesenktem Kopf über seine schmalen Brillengläser. Es ist August Everding. Er begrüßt die Besucher als überlebensgroßes Foto auf der Glastür. Der Namensgeber des Kulturzentrums ist nicht nur eng mit dem Gebäude, sondern auch mit der Geschichte der Stadt verbunden.

„August Everding hat auf der ganzen Welt Opern inszeniert. Er ist ein sehr berühmter Bürger dieser Stadt“, erklärt Stadtarchivarin Heike Biskup. Von seiner späteren Karriere ahnte allerdings noch niemand etwas, als er im jugendlichen Alter durch die schwere Holztür des Jungengymnasiums ging. Das Gebäude an der Blumenstraße war ja nicht immer ein Kulturzentrum. Erst seit den  90er Jahren bietet es dem Stadtarchiv, der Musikschule oder der Volkshochschule eine Heimat. Vorher drückten dort, ab 1910, Kinder die Schulbank. Und eines von ihnen war eben August Everding. „Er war ein sehr guter Schüler mit Bestnoten“, weiß Biskup.

Schule platzte aus allen Nähten
1949 machte der Bottroper sein Abitur. Von Mädchen fehlte dabei weit und breit jede Spur. Das Besondere an dem städtischen Gymnasium war nämlich, dass ausschließlich Jungs dort lernten. „Das können sich die Schüler, die heute hier ins Stadtarchiv kommen, gar nicht mehr vorstellen. Eine Schule nur für Jungs. Sie staunen nicht schlecht, wenn ich das erzähle“, sagt die Stadtarchivarin.

Selbst ohne weibliche Unterstützung wuchsen die Schülerzahlen immer weiter an. Nur 17 Jahre nach der Eröffnung platzte das Gymnasium bereits aus allen Nähten. 1927 wurde ein Erweiterungsbau an der heutigen Böckenhoff-Straße – damals Hermannstraße –  eröffnet, um die Platznot in den Griff zu bekommen. Es kamen zwölf weitere Klassenräume, eine Aula und eine Turnhalle dazu.

Lange blieb die Lage nicht entspannt. In den 60er Jahren stieß das Gymnasium erneut an seine Grenzen. Vor Ort konnten die Probleme diesmal nicht gelöst werden. Es musste ein neues Gebäude her. Über ein Jahrzehnt später war das Heinrich-Heine-Gymniasium bezugsfertig. Zehn Gehminuten trennen das alte Kapitel Stadtgeschichte vom neuen.

Nachdem die letzten Tafeln und Bänke das große Gebäude verlassen hatten, wurden die Räume an der Blumenstraße renoviert und erweitert. Nun bieten sie der Kultur in Bottrop eine neue Heimat. Passend: „August Everding hat immer zu Bottrop gestanden und sich für die Kultur eingesetzt“, erzählt Heike Biskup. Nur ein Traum blieb ihm verwehrt. Ein eigenes Theater hat die Stadt bis heute nicht.

Neben der Musikschule, der Lebendigen Bibliothek oder dem Kulturbüro in der ehemaligen Schule liegt auch Heike Biskups Arbeitsplatz. „Wir arbeiten alle zusammen. Ein Zahnrad greift in das andere.“ Der kulturelle Geist von August Everding schwebt also auch noch durch die Flure.

Quelle:  Kirsten Gnoth / WAZ 24.11.2018

 

Das Städtische Jungengymnasium an der Blumenstraße – Vorläufer des Heinrich-Heine-Gymasiums – heute Kulturzentrum
Ein Foto von August Everding begrüßt die Besucher im Gebäude an der Blumenstraße (Foto: Thomas Gödde)

Bottroper Influencerin Barbara Sofie unterstützt ihre alte Schule [HHG]

Für DM hat die Influencerin Barbara Sofie eine Box mit Kosmetikprodukten zusammengestellt. Teil des Erlöses geht an ihre alte Schule in Bottrop.

Die Bottroperin Barbara Sofie gehört mit über einer Million Abonnenten im Videoportal Youtube und mit über 900.000 Followern im sozialen Netzwerk Instagram zu den bekannten Größen im Internet in Deutschland. Als eine der so genannten Influencern teilt sie ihr Leben mit ihren Fans und ihrer Internet-Gefolgschaft.

Ende Dezember Besuch am HHG

Von der Popularität seiner ehemaligen Schülerin kann nun das Heinrich-Heine-Gymnasium profitieren. Die 27-Jährige ist eine von fünf Mode- und Beauty-Blogerinnen, die von der Drogeriekette DM angesprochen wurden, eine Box mit Kosmetikprodukten zusammen zu stellen. Ab Freitag ist Barbara Sofies „Beautybox“ in sämtlichen Filialen der Kette in Deutschland erhältlich, und von jeder verkauften Box fließt ein Teil des Erlöses an das HHG.

Sie sei von dem Unternehmen per Mail angesprochen worden, ob sie bei der Aktion mitmachen wolle. Auch den Spendenzweck habe sie sich aussuchen können, einzige Bedingung war, es müsse um Bildung gehen, erzählt Barbara Sofie im Gespräch mit der WAZ. „Und so kam ich dann auf die Idee, meine alte Schule zu unterstützen.“ Ende Dezember, so hofft sie, könne sie die Spende persönlich am HHG abgeben und so der Schule einen Besuch abstatten.

Fotoaufnahmen mit Barbara Sofie in München

Bereits seit April laufen die Vorbereitungen für das Projekt, im Mai dann standen in München die Fotoaufnahmen für die Box an.

Für die erfahrene Influencerin war all das ein Stück weit Routine – aber eben nicht nur. Denn: „Es ist gerade deshalb eine besonders schöne Aktion, weil man dadurch einen guten Zweck unterstützen kann. Dadurch ist es keine Markenkooperation wie jede andere auch, denn sie hat einen größeren Mehrwert.“ Hinzu komme, dass DM nur selten mit Bloggern zusammenarbeitet. Dann für so ein Projekt ausgewählt zu werden, das sei schon eine Wertschätzung.

Die Drogeriekette geht an dem Freitag noch ein Stück weiter. Sie spendet deutschlandweit fünf Prozent ihres Tagesumsatzes. Der Erlös wird auf alle Filialen umgerechnet, und die geben den Erlös weiter. Der Teil, der auf die Filiale an der Hochstraße entfällt, fließt ebenfalls ans HHG.

Unterstützung für Musicalprojekt

Die Filiale am Südring-Center unterstützt das Bottroper Musical-Projekt „Die Zweitbesetzung“. Dahinter steckt die Aktion „Giving Friday“, also sinngemäß „freigiebiger Freitag“. Analog zum Schwarzen Freitag, an dem der Online-Handel weltweit mit Rabatten wirbt, wirbt die Drogeriekette mit Spenden. Daran beteiligen sich in diesem Jahr zusätzlich 28 Marken, die ebenfalls fünf Prozent ihres Tagesumsatzes, der bei DM erwirtschaftet wird, an soziale Projekte spenden.

Influencerin Barbara Sofie hat 900000 Follower bei Instagram und über 1 Million Follower bei Youtube. Das Handy und ihre Kamera sind die wichtigsten Arbeitswerkzeuge. (Foto: Barbara Sofie)

Drei Ka­nä­le in den so­zia­len Me­di­en

Quelle: Matthias Düngelgoff / WAZ Bottrop 22.11.2018

 

Kinder sollten Schulweg allein meistern – ohne Elterntaxi

Für die Sechstklässler am Heinrich-Heine-Gymnasium sind Rolf Schmidt und Michael Verleger alte Bekannte. Die beiden Verkehrssicherheitsberater der Polizei begleiten einen Großteil der Kinder schon seit Grundschulzeiten. Bei ihnen haben sie die Radfahrprüfung abgelegt und wertvolle Tipps erhalten, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen und wie sie sicher zur Schule kommen.

In der Doppelstunde jetzt geht es vor allem um das richtige Verhalten als Radfahrer. Denn für die Schüler hat sich einiges geändert. Die meisten sind nun älter als zehn Jahre alt, das Radeln auf dem Bürgersteig ist damit tabu. Schmidt und Verleger stellen den Kindern nun die aktuellen Regeln vor: Wo müssen Radler auf der Straße fahren? Wo ist die Benutzung des Radweges vorgeschrieben? Die Hände schießen in die Höhe, die Sechstklässler sind gut vorbereitet, erklären das runde blaue Schild, das die Benutzung des Radwegs zwingend vorschreibt.

Auf der Fahrradstraße haben Radler Vorrang

Dann kommen die beiden Polizisten auf eine Besonderheit vor dem Heinrich-Heine-Gymnasium zu sprechen. Schließlich ist die Gustav-Ohm-Straße ja eine Fahrradstraße. Wer dort auf dem Rad unterwegs ist, hat Vorrang vor den Autofahrern. „Als wir hier heute Morgen angekommen sind, sind die meisten von euch aber auf dem Bürgersteig gefahren“, sagt Schmidt. Das sei nicht in Ordnung. Zumal Radfahrer auf der Fahrradstraße sogar nebeneinander fahren dürfen. Allein der Gegenverkehr darf nicht behindert werden. Die hinterher fahrenden Autos jedoch müssen Rücksicht nehmen. „Hier könnt ihr die Eltern aufhalten, die bis zur Schule fahren.“

Das sagt Schmidt zwar mit einem Augenzwinkern, doch es hat für ihn und seine Kollegen einen ernsten Hintergrund. Sie möchten die Elterntaxis am liebsten von den Schulen weghalten. Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, sollten abseits an anderen Straßen halten und die Kinder sollten wenigstens die letzten Meter zu Fuß zurücklegen. Das allmorgendliche Verkehrsaufkommen vor vielen Schulen macht der Polizei Sorgen. Zwar habe es da noch keine Unfälle gegeben, sagt Schmidt, doch es müsse ja gar nicht erst so weit kommen. Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr fünf Schulwegunfälle gezählt, 2016 waren es neun, 2015 elf.

Hol- und Bringzonen sollen Situation entschärfen

Deshalb unterstützen die Verkehrssicherheitsberater die Elternhaltestellen, die schon an einigen Grundschulen eingerichtet wurden. Aktuell laufen bei der Stadt Planungen, sie auch am Josef-Albers-Gymnasium einzurichten, um das Verkehrschaos an der Schule in den Griff zu bekommen. Dort sind noch weitere Maßnahmen wie etwa eine Einbahnstraßenregelung in Planung.

Schmidt und Verleger haben jedoch noch eine Idee. Sie verweisen auf die Stadt Marl, die auch stark mit Hol- und Bringzonen an Schulen arbeitet, zusätzlich aber das Projekt Walking Bus, frei übersetzt laufender Bus, propagiert. Organisiert wird es an den Schulen, und im Prinzip läuft jeden Tag ein anderes Elternteil gemeinsam mit einer Gruppe Kinder zur Schule. An verschiedenen Treffpunkten werden die Kinder eingesammelt und schließen sich der Gruppe an. Die Landesverkehrswacht wirbt regelmäßig für dieses Modell.

Kinder lernen voneinander

„Wenn Kinder gemeinsam unterwegs sind, lernen sie voneinander durch gegenseitiges Beobachten und Korrigieren“, hat Verleger beobachtet. Der Weg zur Schule sei einfach wichtig, damit die Kinder generell lernen, sich richtig im Straßenverkehr zu verhalten. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß er: „Eltern sollten ihren Kindern viel mehr zumuten und zutrauen. Kinder können mehr, als die Eltern glauben.“

Kinder müssen sich auf den Verkehr konzentrieren

Den morgendlichen Hol- und Bringverkehr an den Schulen – Manfred Heuser und seine Kollegen vom Bezirksdienst der Polizei bekommen ihn hautnah mit. „Die Leute sind immer ganz erleichtert wenn wir morgens da sind und die Situation beobachten, doch bei Verstößen erwarten sie dann immer noch, dass wir wegschauen“, berichtet Heuser aus seiner Praxis. Gleichzeitig stellt er aber klar, dass es sich dabei nicht um ein Bottroper Phänomen handele. „Das kann man beobachten von Flensburg bis Garmisch.“ Gerade Halterverbotszonen vor Schulen würden häufig missachtet.

Das Problem sei häufig die Lage der Schulen mitten in den Wohngebieten. Eigentlich ja gedacht, damit die Schüler den Weg zu Fuß zurücklegen können. Außerdem: Einige Schulen seien sehr alt. Als da gebaut wurde, hat niemand an die heutige Verkehrsdichte gedacht. „Die Rheinbabenschule etwa ist ja über 100 Jahre alt. Das wäre zum Beispiel ein solcher Fall.“

Schmale Gehwege

Die baulichen Gegebenheiten rund um die Schulen in Verbindung mit dem vielen Verkehr zu Schulbeginn sorgten zusätzlich für gefährliche Situationen, hat Heuser beobachtet. Er führt das Beispiel der Astrid-Lindgren-Schule am Maybachweg an. Dort auf dem Eigen seien die Gehwege so schmal, da gebe es schon Probleme, wenn sich zwei Fußgänger begegnen. Ein äußerer Einfluss, der womöglich gar nicht allen Autofahrern dort bewusst ist. Ähnlich ist die Situation auch an der Fichteschule am Wilmkesfeld. Auch dort sind die Gehwege sehr schmal.

Er rät allen Eltern, den Schulweg mit den Kindern zu trainieren – egal ob in der ersten oder nach dem Schulwechsel in der fünften Klasse. „Wenn ich mit Erstklässlern oder Kitakindern unterwegs bin, dann sage ich immer, dass der Straßenverkehr gefährlich sein kann. Er muss aber nicht gefährlich sein, wenn ich mich an die Regeln halte.“ Und die Regeln hätten die meisten Kinder eigentlich drauf.

Besondere Vorsicht bei Hindernissen

Sie wissen, dass sie niemals an Hindernissen wie großen Bäumen oder geparkten Autos die Straße überqueren sollen. Wichtig sei, dass sie im Straßenverkehr von➢➞zentriert bleiben und sich an die Regeln erinnern.

Verkehrserziehung

 

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ 14.11.2018

🚩https://www.waz.de/staedte/bottrop/kinder-sollten-schulweg-allein-meistern-ohne-elterntaxi-id215793637.html

Ex-HHG-Schüler [Päd.-Prof.] zum Dokumentarfilm „Elternschule“

Debatte um Dokumentarfilm „Elternschule“ „Wir haben keine Alltagspädagogik als schwarze Pädagogik mehr“ / Heinz Elmar Tenorth im Gespräch mit Ute Welty / DLF 8.11.2018

Die Vorstellung von der Natur des Kindes habe sich völlig verändert, sagt der Pädagoge Heinz Elmar Tenorth. Die Zeit der „schwarzen Pädagogik“ sei lange vorbei. Er kritisierte aber die Kontrollphantasien beim Umgang von Kindern mit digitalen Medien.

Seit der Dokumentarfilm „Elternschule“ in die Kinos kam, wird über die Methoden einer Gelsenkirchener Klinik im Umgang mit ihren kleinen Patienten heiß diskutiert. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und in unserem Programm kamen unterschiedliche Stimmen dazu zu Wort.

Der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Karl Heinz Brisch zeigte sich nach dem Film geschockt und sagte bei uns im Interview, er habe sich nicht vorstellen können, dass in einer deutschen Kinderklinik so verfahren werde. Er erinnerte an die Tradition der „schwarze Pädagogik“ im Umgang mit Kindern und den langjährigen Standarderziehungsratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von Johanna Haarer, der Härte im Umgang mit Kindern empfahl.

Im Alltag keine schwarze Pädagogik mehr

„Schwarze Pädagogik ist eine Praxis von Erziehung, die auf vollständige Kontrolle und Beherrschung des Kindes setzt und zwar mit allen denkbaren Mitteln, die einem Erwachsenen zu Verfügung stehen“, erläuterte der Erziehungswissenschaftler Heinz Elmar Tenorth im Deutschlandfunk Kultur dieses Erziehungskonzept. Schwarze Pädagogik sei ein weltweites Phänomen.

Die Erziehungspraktikerin Haarer habe die Ratschläge in ihrem 1934 erschienen Buch nicht erfunden, sondern stütze sich auf frühere Erziehungsratgeber, die im bürgerlichen Milieu in Deutschland schon lange vorlagen, sagte Tenorth, der bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Historische Erziehungswissenschaften an der Berliner Humboldt Universität war.

„Wir haben keine Alltagspädagogik als schwarze Pädagogik mehr“, sagte er. Die Erziehung habe sich sehr verändert, vor allem weil sich die Vorstellung von der Natur des Kindes sehr verändert hätten.

Umgang mit digitalen Medien    

Beim Umgang mit digitalen Medien mahnte Tenorth zu mehr Gelassenheit:

„Medien galten immer als die gefährliche Umwelt der Erziehung. In den historischen Texten sind das die Miterzieher, vor denen sich die Eltern und die Erzieher fürchten, weil sie die nicht kontrollieren können und damit nicht den Zugang zur Welt kontrollieren können.“

Man sollte da mehr Zutrauen zu den Kindern haben.

Das Interview im Wortlaut:

Ute Welty: Kinder, die nicht schlafen, nicht essen und ihren Eltern den letzten Nerv rauben. Der Film „Elternschule“ dokumentiert Therapien für solche Kinder, die zum Teil sehr drastisch sind. Die Diskussion darüber reißt seit dem Filmstart vor einem Monat nicht ab. Im „Studio 9“-Gespräch hat sich Psychiater Karl Heinz Brisch geäußert:

„Wir haben ja in Deutschland eine ganz lange Tradition von schwarzer Pädagogik, wo es nicht darum ging, Kinder liebevoll und feinfühlig zu behandeln, sondern es ging darum, Gehorsam, Anpassung, Unterwerfung bei Kindern zu erziehen, und das mit den Mitteln der körperlichen Züchtigung und Gewalt. Sie hatten dann das Buch von Johanna Haarer, „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“, das allen Müttern in der Zeit des Nationalsozialismus an die Hand gegeben wurde. Und dass Eltern sehr schnell bereit sind, wenn jemand sagt, doch, Kinder müssen manchmal mit Härte behandelt werden, dann auf diesen Zug aufzuspringen.“

So weit Psychiater Karl Heinz Brisch im „Studio 9“-Gespräch hier in Deutschlandfunk Kultur. Inwieweit Erziehung in Deutschland unter dem Einfluss steht der sogenannten Schwarzen Pädagogik und mit einer Idee von Unterwerfung, das will ich jetzt besprechen mit dem Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth, der sich unter anderem als langjähriger Professor an der Humboldt-Universität in Berlin mit der entsprechenden Historie und Genese beschäftigt hat. Guten Morgen, Herr Tenorth!

Heinz-Elmar Tenorth: Guten Morgen, Frau Welty!

Welty: Wie definieren Sie diese sogenannte schwarze Pädagogik?

Tenorth: Schwarze Pädagogik ist eine Praxis von Erziehung, die auf vollständige Kontrolle und Beherrschung des Kindes setzt, und zwar mit allen denkbaren Mitteln, die einem Erwachsenen zur Verfügung stehen.

Welty: Handelt es sich dabei tatsächlich um eine Entwicklung aus Deutschland, speziell aus Nazi-Deutschland?

Tenorth: Nein. Schwarze Pädagogik findet man weltweit, nicht nur immer jeweils isoliert. Es gibt parallel dazu auch immer andere. In Deutschland aber zum Beispiel Johanna Haarer, die Erziehungspraktikerin, die ihr Buch geschrieben hat, auf das Herr Brisch angespielt hat, muss ihre Praktiken und Theorien und Vorschläge nicht erfinden, sondern sie kann sich zum Beispiel auf Erziehungsratgeber stützen, die seit langem im bürgerlichen Milieu in Deutschland vorlagen und in denen Formen der Bestrafung, der Kontrolle, der Isolierung, der Unterwerfung der Kinder detailliert und ausführlich beschrieben worden waren. Sie fasst das nur noch mal neu zusammen.

Veränderte Erziehung

Welty: Was bedeutet das für den Erziehungsstil heute?

Tenorth: Man muss ganz eindeutig sagen, dass die Praktiken der Erziehung, die in der Schwarze Pädagogik dominieren, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ihre Wirkung in der Realität weitgehend verloren haben. Wir haben keine Alltagspädagogik als schwarze Pädagogik mehr. Die Erziehung hat sich sehr verändert, vor allem, weil sich unsere Vorstellungen von der Natur des Kindes sehr verändert haben, und nicht nur in der Reformliteratur, auch in der Praxis.

Selbst ein Text wie das Bürgerliche Gesetzbuch hat in dieser Zeit den Begriff der „elterlichen Gewalt“, der dort sei 1900 stand, durch den der „elterlichen Sorge“ ersetzt und einen Paragrafen aufgenommen, in dem die Eltern ausdrücklich dazu verpflichtet werden, ihre Erziehungskonzeption und die Vorstellungen von der Zukunft des Kindes gemeinsam mit dem Kind auszuhandeln, zu besprechen und zu erörtern.

Wir leben in einer anderen Welt. Schwarze Pädagogik ist nicht die dominierende Form der Erziehung, die wir in Deutschland haben – ohne, dass ich damit leugnen will, dass es ab und zu auch in Familien, auch in Familien heute Missbrauch von Kindern gibt, Unterwerfung, Unterdrückung von Kindern, Gewalt gegen Kinder.

Dritter Stil der Erziehung

Welty: Was ist denn, was die Erziehungsfragen angeht, inzwischen das probate Mittel oder die gängige Theorie? Es ist ja immer so eine Diskussion auch zwischen antiautoritärer und autoritärer Erziehung.

Tenorth: Aber dieser Gegensatz ist im Grunde überwunden. Der beherrschte in den 60er-Jahren die Übergangsphase, antiautoritär oder autoritär. Man hat im Grunde einen dritten Stil zwischen diesen beiden Polen gefunden, wobei ein anderer Pol liberal und zu laisser-faire-haft, also zu wenig orientierend ebenfalls abgelehnt wird.

Was wir heute für eine Erziehungswirklichkeit haben, kann man vielleicht mit einem paradoxen Begriff beschreiben, der sich schon bei Rousseau findet, dem französischen Erziehungstheoretiker der Aufklärung.

Für den sollte die Erziehung in einer Welt „wohlgeordneter Freiheit“ stattfinden. Und wohlgeordnete Freiheit ist doch eine Formel, die man ebenfalls in der Aufklärung schon bei Kant findet. Der hatte als Problem der Erziehung auch die paradoxe Formulierung „Wie kontrolliere ich die Freiheit bei dem Zwange?“. Für ihn war Zwang die Unterwerfung unter das Gesetz.

Aber das geht heute durch eine Atmosphäre der Zuwendung, durch symmetrische Strukturen, die verbunden sind immer auch und verbunden sein sollten mit festen und verlässlichen Regeln, auf die sich die Akteure insgesamt beziehen. Eine Form der Kommunikation, die auch Widerspruch zulässt und Widerspruch geradezu provoziert und toleriert, und eine Form des Handelns, die die Kinder mit beteiligt. Freiheit und Partizipation dominieren heute, aber das ist nicht Chaos, sondern eine innere Form der Disziplin gehört mit dazu.

Einsichtige Dreijährige

Welty: Aber wie viel Sinn macht es tatsächlich, mit einem Dreijährigen darüber diskutieren zu wollen, dass man jetzt eine Jacke anzieht bei fünf Grad.

Tenorth: Nein, man diskutiert nicht mit dem Dreijährigen lange darüber, sondern wenn er sie – ich habe Enkel, die sind in dem Alter zufällig, und erlebe das auch alltäglich –, man diskutiert nicht darüber, sondern man nimmt die Jacke unter den Arm, verlässt das Haus, und sofort will er die Jacke anziehen, weil er friert. Es ist sinnlos, Diskussionen zu führen oder mit Gewalt etwas durchzusetzen, wenn man Situationen erlebt und erfährt, in denen sich das selbst regelt.

Dreijährige sind sehr einsichtig. Die können sehr klug kommunizieren. Das Bild des Kindes, das die Kleinkindforschung uns vermittelt, ist das des schon kompetenten Säuglings und des kompetenten Kleinkindes. Das muss man vernünftig argumentieren. Das geht auch, wenn man das mit Verständnis und mit Einfühlungskraft macht, aber auch mit der festen Praxis, dass bestimmte Dinge einfach notwendig sind.

Angst vor Miterziehern

Welty: Welche Rolle spielt auch im historischen Rückblick das Stichwort Mediennutzung? Das ist ja nicht nur virulent, seitdem Spielekonsolen in die Kinderzimmer eingezogen sind.

Tenorth: Medien galten immer als die gefährliche Umwelt der Erziehung. In den historischen Texten sind das die Miterzieher, vor denen sich die Eltern und die Erzieher fürchten, weil sie die nicht kontrollieren können und damit nicht den Zugang zur Welt kontrollieren können, den die Kinder selbstständig haben.

Schon um 1800, also als die modernen Gedanken über Erziehung erstmals formuliert wurden, waren alle Pädagogen ganz ängstlich besorgt und geradezu dramatisch darüber entsetzt, was sie die „Lesesucht der Kinder“ nannten.

Als die Kinder erstmals anfangen konnten, selbst zu lesen, Texte zu lesen, haben die Pädagogen gleich befürchtet, dass sie alles Verderbliche der Welt dabei in sich aufnehmen. Und vor allem die jungen Mädchen, die die Romane lasen, waren ein Objekt der größten Sorge dieser Pädagogen. Und die haben die Lesesucht bekämpft, weil sie alles Schreckliche vermuteten, was man heute auch hören kann.

Heute nennt man das „digitale Demenz“, in den Texten des 18. Jahrhunderts ist das die Demenz, die das Lesen erzeugt, die das Rückgrat verändert, die bei Mädchen verhindert, dass sie brave und ordentliche Mütter werden. Die Angstfantasien der Pädagogen vor den Medien sind riesengroß.

Das fängt beim Lesen um 1800 an, das ist bei Texten um 1900, bei Filmen im frühen 20. Jahrhundert und bei Comics im späteren 20. Jahrhundert. Und heute sind das die Computerspiele. Pädagogen haben Kontrollfantasien, und Kontrollangst, die man ihnen offenbar nicht austreiben kann. Wenn Kinder sich selbst die Welt erobern, gilt das als gefährlich.

Pädagogische Dummheit

Welty: Ich meine, zwischen Ihren Worten herauszuhören, dass sie nicht ganz dieser Ansicht sind.

Tenorth: Nein, wenn Sie beobachten, wie souverän Kinder mit Medien umgehen und wie sehr sie sie aktiv nutzen können, auch parallel nutzen können und natürlich auch Erfahrungen machen, die den Erwachsenen nicht immer erfreuen, aber die doch auch gleichzeitig selbst merken, wenn Medien langweilig werden. Ich habe diese Ängste nicht.

Man muss das Zutrauen in die Kinder haben, mit ihnen darüber vernünftig kommunizieren, aber nicht mit Bestrafungspraktiken arbeiten. Das erzeugt gegenteilige Effekte. Und nichts ist schlimmer als gegenteilige Effekte mutwillig herbeizuführen. Das ist die größte Dummheit, die Pädagogen machen können.

Welty: Erziehung im 21. Jahrhundert, dazu der Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmer Tenorth. Ich danke Ihnen herzlich!

🚩HIER auch nachzuhören: https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-um-dokumentarfilm-elternschule-wir-haben-keine.1008.de.html?dram:article_id=432669

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Heinz-Elmar Tenorth ist emeritierter Professor für Historische Erziehungswissenschaft am Institut für Allgemeine Pädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin. 1965 Abitur am Heinrich-Heine Gymnasium Bottrop - damals noch Städtisches Jungengymnasium. 

Schüler verbringen ihre Sommerferien in England

Schüler aus Bottrop haben die Möglichkeit, im nächsten Jahr ihre Sommerferien in England zu verbringen: Vom 14. Juli bis 27. Juli oder vom 28. Juli bis 10. August. Ziel der beiden Schülerfahrten des Internationalen Austauschdienstes ist Thanet an der südost-englischen Küste. Die Teilnehmer leben während dieser Zeit in Gastfamilien.
Ein täglicher Sprachunterricht in der örtlichen englischen Schule soll dazu beitragen, die vorhandenen Englischkenntnisse zu erweitern. Und um das Land kennenzulernen, finden viele Ausflugsfahrten statt, selbstverständlich auch nach London.
Teilnehmen können Jungen und Mädchen, die mindestens 10 und höchstens 18 Jahre alt sind. 1 Jahr Schulenglisch sollte vorhanden sein. Ein kostenloses Informationsheft über die Schülerfahrten kann per E-Mail an schueler [at] austauschdienst [dot] de vom Büro des Austauschdienstes angefordert werden (bitte die Postadresse angeben).

Quelle: WAZ Bottrop vom 8.11.2018

Tag der offenen Tür 2018

Am 1.12.2018 findet unser diesjähriger Tag der offenen Tür statt.

Beginn ist um 9.30 Uhr.

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucher!

Unser Programmheft:

Programm – 2018

Auf Wunsch vieler Eltern finden Sie hier auch bereits die Anmeldezeiträume am HHG im kommenden Jahr:

Am Montag, den 25.02.19 bis Mittwoch, den 27.02.19 in der Zeit von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr und

am Donnerstag, den 28.02.19 in der Zeit von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Auch in diesem Jahr gibt es viele Mitmachangebote und Präsentationen:

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