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Sechs Schulen setzen auf Medienscouts

Mit Smartphone & Co. verantwortungsvoll umzugehen und sich nicht manipulieren zu lassen, das lernt man am besten von Gleichaltrigen. Deswegen werden 48 Mädchen und Jungen der sechs Bottroper Schulen August-Everding-Realschule, Marie-Curie-Realschule, Janusz-Korczak-Gesamtschule, Willy-Brandt-Gesamtschule, Heinrich-Heine-Gymnasium und Josef-Albers-Gymnasium von der Landesanstalt für Medien bis zu den Sommerferien zu Medienscouts ausgebildet. Die erste von fünf Veranstaltungen fand am Josef-Albers-Gymnasium statt, wie das Bild zeigt.

(WAZ vom 12.3.2020)

 

In Informatik spielen HHG-Schüler ganz oben mit

Von einer hohen Beteiligung und einem hervorragenden Abschneiden beim „Informatik-Biber“ berichtet das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) an der Gustav-Ohm-Straße. Bei Deutschlands größtem Informatik-Wettbewerb haben insgesamt 2308 Bildungseinrichtungen im vergangenen Jahr mitgemacht. Am (HHG) waren das gleich 909 seiner insgesamt 943 Schülerinnen und Schüler. Damit belegt das Bottroper Gymnasium bundesweit den elften Rang, was den Umfang der Beteiligung angeht. 35 Mädchen und Jungen konnten sich auch über einen ersten Preis dabei freuen, einige von ihnen sogar mit der höchsten Punktzahl: Lea Bürger, Anna Faeser, Rachel Amy Löcker, Johanna Ostendorf, Helen Terwort (alle aus der Klasse 6a), Alexander Bernhard, Felix Gertz, Ronja Liebig, Lotta Roy (6b), Julian Gosmann, Xin Li, Lea Pacholik, Yannick Stricker (7c), Luis Götschel, Fabio Pizzinato (8d), Ruth Mentz (9a) sowie Hussein Al Hakim, Maja Gornik, Holger Thorben Grandt, Jannis Grosse-Verspohl, Didem Isci, Simon Kaminski, Luca Kleinschulte, Dominik Riemann, Julian Roy, Carina Schlaak, Julian Schlegel, Mertcan Sensoy, Melvin Sevindik, Ahmad Seyid und Phil Zumbusch (Oberstufe Q2).

(WAZ vom 11.3.2020)

Ehemalige berichten Heine-Schülern vom Berufsalltag

Von der Biomedizin bis zur Wirtschaftspsychologie: Insgesamt 24 Gastredner helfen beim Sprung von der Schule in den Job

Beim Berufsorientierungstag am Heinrich-Heine-Gymnasium spricht Rene Haustein über Kunst und Kultur. Thomas Gödde, FUNKE Foto Services

Ulrike Geffert

Berufsorientierung wird am Heinrich-Heine-Gymnasium großgeschrieben. Deshalb fand am Samstag der traditionelle Berufsorientierungstag für die Jahrgangsstufe 11 statt. „Ihr seid der erste Jahrgang, der KAOA hat“, stellte der Oberstufenkoordinator, Markus Jäger, fest. Das ist keine ansteckende Krankheit, sondern die Abkürzung für „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Das ist ein NRW-weites Programm, und dabei geht es um Workshops, Praktika und Angebote zur Berufsfelderkundung. „Wir wollen mit gezielten Aktivitäten den Schülern frühzeitig Orientierung bieten und den Weg zu Studium und Beruf ebnen“, erklärt Christina Börger, Teamleitung Berufsorientierung, die Zielsetzung der Veranstaltung.

24 Gastredner, viele davon Ehemalige des HHG, referieren über mehr als 20 Berufsfelder von Biomedical Engineering über Bundeskriminalamt bis Fahrzeugtechnik oder Wirtschaftspsychologie. Thematisiert werden dabei je nach Wunsch der Schüler Zugangsvoraussetzungen und Perspektiven oder auch der persönliche Werdegang der Referenten.

Unrealistische Erwartungen auf den Prüfstand gestellt

Wichtig ist aber vor allem ein realitätsnaher Einblick in den beruflichen Alltag, so hat die Veranstaltung auch einen präventiven Aspekt, der unrealistische Erwartungen auf den Prüfstand stellt. Alle können maximal profitieren, wenn ein Austausch zwischen den Dozenten und den Schülern zustande kommt. „Damit das gelingt“, erklärt Kathrin Höfels, Mitglied im Team Berufsorientierung, „achten wir darauf, Referenten einzuladen, deren Schul- und Studienzeit noch nicht lange vorbei ist.“

Und wie kommt der Orientierungstag bei den Schülern an? Kim, 17, hat Mathe-LK belegt und die BWL-Veranstaltung besucht. Sie ist beeindruckt von der Vielzahl an Berufsfeldern, die das BWL-Studium eröffnet. Johanna, 16, und Josephine, 17, waren im selben Kurs und finden es erstaunlich, dass zum Beispiel das Berufsbild „Homestylistin“ auf BWL-Grundlagen angewiesen ist.

Die Schüler, die sich auf den Schwerpunkt „Biomedizin“ eingelassen haben, staunen über Zusammenhänge zwischen Maschinenbau und Implantologie, zwischen 3-D Druck und Prothetik. Spannend! Besonders große Resonanz fand ein Angebot zum Arbeitsfeld „Pädagogik“. Vorgestellt wurde es von Dagmar Kaplan, Mitarbeiterin des Jugendamtes Bottrop. Sie war schon mehrmals als Referentin beim Orientierungstag dabei und kommt auch nächstes Jahr gerne wieder.

Quelle:

https://www.e-pages.dk/wazbottrop/410/article/1095805/11/6/render/?token=52417cfcb3fc4d58dd9a274bf18c57c4

[Stand: 03.03.2020]

 

energy4future – Camp für MINT-EC NRW Schulen an der Hochschule Ruhr West

Im Workshop „Photovoltaic meets Arduino and Raspberry“ „bauten“ die Schüler (auch vom Heinrich-Heine- Gymnasium Bottrop) eine solarbetriebene Powerbank. Foto: HRW

Bottrop, 28. Februar 2020: Nach Telefon, Computer und Fernseher werden zunehmend auch Haushaltsgeräte und Haustechnik vernetzt. Die intelligente Vernetzung kann das Wohnen sicherer und komfortabler machen und auch dabei helfen, Energie zu sparen. Wie die intelligente Nutzung funktioniert, wie die Steuerungssoftware programmiert wird, haben fünf Schüler*innen von unterschiedlichen Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerkes MINT-EC an der Hochschule Ruhr West erfahren und erforscht. 

Insgesamt nahmen 15 Schüler*innen aus NRW am MINT-EC Camp teil. Sie reisten aus Coesfeld, Detmold, Essen, Oberhausen, Paderborn, Münster, Sprockhövel und aus Bottrop an. Vom 26. bis 28. Februar 2020 erlebten die Schüler*innen aus den MINT-EC-Schulen die aufregende Welt der Energietechnik. Neben der intensiven Arbeit in drei verschiedenen Workshops gab es unter anderem Spaß mit VR Brillen und einen Bowlingabend. Übernachtet wurde im Bottroper „Chillten“, wo sich die Schüler*innen von ihrem ‚Arbeitsalltag‘ erholen konnten. Das Abendprogramm war für den gemeinsamen Austausch und Freizeitaktivitäten der Teilnehmenden gedacht. 

Innerhalb des Camps in der Hochschule Ruhr West konnten sich die Teilnehmer*innen für einen von drei Workshops entscheiden:  • DIY Battery • Photovoltaic meets Arduino and Raspberry • Smart Energy Home

Batterien sind seit vielen Jahrzehnten unscheinbare Begleiter. Sie stecken in der Taschenlampe oder im Smartphone. Dass die Technik noch verbesserungsfähig ist, merkt man allenfalls, wenn man das Smartphone jeden Abend neu aufladen muss. Doch was muss die Batterie der Zukunft leisten? Die Technik von Energiespeichersystemen ist im Umbruch. Elektroautos benötigen leistungsfähige Batterien und der Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonne oder Wind ist auf stationäre Energiespeicher angewiesen. Um diese Fragen und, wie eine Batterie hergestellt wird, ging es im Workshop „Do it yourself-Battery“. Im Energiespeicherlabor wurden selbstständig Lithium-Ionenbatterien hergestellt. Mit Kupferfolie und Argongas produzierten die Schüler*innen in einem luftfreien Raum, in einer sogenannten Clove-Box, ihre Batterien. 

Denn auf Reisen oder bei Stromausfällen ist eine Powerbank auf jeden Fall die richtige Wahl. Damit ist man unabhängiger und hat immer ein Energie-Backup in der Tasche. Bei genug Sonne braucht man nicht einmal in der Wildnis auf elektronischen Geräte verzichten. Im Workshop „Photovoltaic meets Arduino and Raspberry“ wurde eine solargetriebene Powerbank für das eigene Smartphone kreiert.

Und im „Smart Energy Home“ setzten sich die Schüler*innen mit der Steuerungssoftware zur intelligenten Nutzung von erneuerbaren Energien in Wohnhäusern auseinander. Eine Solaranlage versorgt die Haushaltsgeräte mit Strom. Dazu wurden Algorithmen errechnet, zu welchem günstigen Zeitpunkt die Geräte benutzt werden sollten. Die Waschmaschine startet also dann, wenn ausreichend Strom produziert wird. Und der Kühlschrank kühlt sich auf 4°C ab, wenn er sich auf 6°C erwärmt hatte. 

Im MINT-EC Camp beschäftigten sich die Schüler*innen mit Fragen und Antworten rund um erneuerbare Energien und IT. „Es fehlen in vielen Branchen MINT- und ganz besonders IT-Fachkräfte. Das ist mittlerweile bekannt. Wir möchten mit Angeboten wie diesen, junge Menschen für den MINTBereich und ein MINT-Studium begeistern. Ihnen zeigen, dass die Herausforderungen der Energiezukunft mit Technik lösbar sind“, erklärte Annette Wolf, mint4u-Koordinatorin der Hochschule Ruhr West. 

„Die Organisation hat sich gelohnt! Das Camp kam bei allen Beteiligten – bei Schülerinnen und Schülern, bei Workshopleitern, bei den Lehrer*innen – richtig gut an. Die Teilnehmer*innen hatten viel Spaß, haben Neues gelernt, sich bestärkt in ihren Interessen und Ideen gefühlt“, freute sich Cornelia Hussmann. Sie hatte das Camp erstmals und federführend für das Bottroper Heinrich-Heine-Gymnasium organisiert und begleitet. „Eine zusätzliche Herausforderung“, bestätigte Schulleiter Tobias Mattheis und ergänzt: „Es ist ein Angebot für MINT-begeisterte Schüler*innen. In ihren Workshops, die besonders am Donnerstag und Freitag sehr arbeitsintensiv waren, haben sie Einblicke in den Alltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren der Energietechnik erhalten und konnten ihre Ideen umsetzen, mit denen sie die Energiezukunft gestalten könnten. Das ist es, was wir für die Energiewende brauchen. Hier im Camp wurden sie bestätigt und bestärkt.“ 

Andreas Duschik vom Pelizaeus Gymnasium Paderborn entwickelt eine Batteria und erforscht damit auch die Frage Was muss die Batterie in Zukunft leisten?“ Foto: HRW / Wolf

Alle Beteiligten plädieren für eine Wiederholung im kommenden Jahr! 

Veranstalter des dreitägigen MINT-EC Campus waren das Institut Energiesysteme der Hochschule Ruhr West und das Heinrich-Heine-Gymnasium Bottrop (MINT-EC-Schule). Unterstützt wurde das Camp durch das zdi-Zentrum mint4u Bottrop und das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e.V. (BWNRW).

Statements von Schülerinnen und Schülern:

Im Camp ist mir klar und bewusst geworden, wie weit die Forschung und Technik eigentlich sind. Wie sinnvoll und sparsam Energie im Haushalt durch moderne Technik eingesetzt werden kann. Es ist nur irgendwie schade, dass die Öffentlichkeit so wenig darüber weiß.“ Christine vom Bottroper JosefAlbers-Gymnasium nahm am Workshop “Smart Energy Home” teil.

„Es waren drei spannende Tage. Toll fand ich, dass wir alle gemeinsam Bowling spielen waren. Und der „Bau“ unserer eigenen solarbetriebenen Powerbank“. Hendrik vom Bottroper Heinrich-Heine-Gymnasium nahm am Workshop “Photovolteic meets Arduino and Raspberry” teil.

 


Die WAZ berichtet hierzu:

Die Welt der Energietechnik

Drei Tage lang erlebten Schülerinnen und Schüler von Schulen mit mathematisch-naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt aus der Region die Welt der Energietechnik an der Hochschule Ruhr West. Neben der Arbeit in Workshops gab es für sie unter anderem eine virtuelle Führung auf dem Dach der Hochschule mit Virtual-Reality-Brillen.

WAZ vom 02.03.2020

https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/409/articles/1095204/22/8

 

Besuch im Schülerlabor des HHG

Foto: Kappi

Das Heinrich-Heine-Gymna­sium hat sein „PhänomxX- Schülerlabor“ vorgestellt, das MINT Schülerexperi­mente für Schüler der Klas­sen 4 bis 6 ermöglicht.

Ziel ist die Verbesserung der Kompetenzen in den MINT- Fächern. Kooperationspart­ner und Unterstützer ist der gemeinnützige Verein PhänomexX und die Sparkasse Bottrop. Schirmherrin des Vereins PhänomexX ist Regierungspräsidentin Doro­thee Feller, die sich gemein­sam mit Oberbürgermeister Bernd Tischler bei einem Besuch des Heinrich-Heine- Gymnasiums das Labor zei­gen ließ. 

Quelle: Stadtspiegel vom 15.02.2020

Konfliktlotsen am HHG schlichten bei Streitfällen

Podiumsdiskussion mit Ministerialdirigentin Susanne Blasberg-Bense (2. v. li.) und ARAG-Vorstand Klaus Heiermann (3. v. re.) über die wichtige Arbeit von Konfliktlotsen. Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

 

Trainierte Bottroper Schüler erhalten ihre Zertifikate. Dazu hatte sich Ministerin Gebauer angesagt. Doch sie musste zur Krisensitzung der FDP.

Große politische Entscheidungen haben durchaus Auswirkungen auf lokale Ereignisse: Am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) hatte sich die Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, Yvonne Gebauer, angekündigt, um sich dort die Ausbildung von „Konfliktlotsen“ anzusehen. Aber die jüngsten Ereignisse im Thüringer Landtag erforderten eine Krisensitzung ihrer Partei (FDP) in Berlin, zu der auch die Ministerin zwingend erscheinen musste.

Das war besonders bedauerlich, weil der ursprüngliche Besuch der Ministerin im vergangenen November bereits wegen Krankheit verschoben worden war. Kurzfristig sprang jetzt Susanne Blasberg-Bense ein, Abteilungsleiterin im Ministerium. Die Ministerialdirigentin nahm „einen tollen Eindruck von dieser Schule mit“, was auch Oberbürgermeister Bernd Tischler freute, der ein verantwortungsvolles Miteinander im Zusammenleben für unerlässlich hält.

Von kleinen Streitigkeiten bis hin zu handfesten Auseinandersetzungen

Ministerialdirigentin Susanne Blasberg-Bense. Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Schule sei kein konfliktfreier Raum, meinte Blasberg-Bense. Denn wo unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Persönlichkeiten aufeinander träfen, seien Probleme zwangsläufig vorhanden, von kleineren Streitigkeiten bis hin zu handfesten Auseinandersetzungen. Blasberg-Bense erinnerte an die Ereignisse kürzlich an einer Düsseldorfer Schule, an der nach Cyber-Mobbing Klassenfahrten abgesagt werden mussten. Zum guten Miteinander gehöre der respektvolle Umgang und die Konfliktfähigkeit.

Konfliktlotsen werden am Ende des 8. und zu Beginn des 9. Schuljahres durch eigens geschulte Lehrkräfte ausgebildet. Verknüpft ist dies mit dem Klassenpaten-System für die 5. Schuljahre. Am HHG zeigten die Konfliktlotsen eine Gruppenübung aus ihrer Ausbildung. Dabei standen sich zwei Blöcke gegenüber, einem Block wird ein Begriff gezeigt, der dann pantomimisch darzustellen ist. Der gegenüberstehende Block muss die Begriffe nennen. „Müde, traurig, erstaunt oder nervös“ wurde sehr schnell erraten. In einem moderierten Gespräch standen dann die eingeladenen Personen zusammen mit Schülern auf der Bühne und beantworteten Fragen von Schülerin Vivian Hübbertz und Lehrerin Wiebke Schnitzler.

 

Versicherungsgesellschaft fördert das Projekt mit Nachhaltigkeit

ARAG-Vorstandsmitglied Klaus Heiermann. Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Das Projekt wird vollständig von der Versicherungsgesellschaft ARAG gefördert, deren Vorstand Paul-Otto Faßbender zu der Veranstaltung angekündigt war, aber ebenfalls einen anderen Termin vorziehen musste und sich von seinem Vorstandskollegen Klaus Heiermann vertreten ließ. Der wollte „eigentlich der Ministerin zeigen, dass die Programme laufen und besonders am HHG gut aufgenommen werden“. Im Landesvergleich sei das Gymnasium sehr engagiert. Es ist seit Beginn der Aktion 2014 dabei.

Sein Unternehmen verfolge mit der Förderung des Konfliktlotsen-Projekts eine nachhaltige Strategie. Es zahle sich für die beteiligten Schüler aus, denn nach seiner Erfahrung hätten diejenigen im Beruf die besten Chancen, die mit Konflikten umgehen können. Nicht das „Haifischverhalten“, sondern das Sozialverhalten sei für das berufliche Fortkommen entscheidend.

Zusage für einen Besuch der Ministerin

Die gerade „zertifizierten“ Konfliktlotsen der 9. Jahrgangsstufe „wollen mithelfen, die Schule weiterzubringen“ und möchten dabei Verantwortung übernehmen, wie Hannah Michalke und Kim Laser meinten. „Es macht Spaß, mit den jungen Schülern was zu machen, aber man kann auch was fürs alltägliche Leben lernen“, formulieren Emma Honbücher, Maurice Piontek und Marit Bernnauer.

Susanne Blasberg-Bense überbrachte die Zusage der Ministerin, demnächst eine Konflikt-Lotsenstunde am HHG zu besuchen.

Quelle: WAZ

Autor: Harald Uschmann

https://www.waz.de/staedte/bottrop/konfliktlotsen-am-hhg-schlichten-bei-streitfaellen-id228363125.html

Stand: 07.02.2020

Regierungspräsidentin schaut sich Labor an

Das Heinrich-Heine-Gymnasium hat kürzlich sein „PhänomxX-Schülerlabor“ eröffnet. Es wird heute Regierungspräsidentin Dorothee Feller vorgestellt. In dem Labor wird naturwissenschaftlicher Unterricht beispielhaft gefördert und das schulische Lernen ergänzt.

WAZ Bottrop 20.1.2020

 

siehe auch Beitrag vom 6.11.2019: https://hhg-bottrop.de/schueler-experimentieren-im-neuen-schuelerlabor

 

 

 

Bottrop: Lehrer machen Kindern den Schulwechsel einfacher

Auf gute Zusammenarbeit: Vertreter der Bottroper Grundschulen und der weiterführenden Schulen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung im Spielraumsaal an der Prosperstraße. Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottroper Lehrer arbeiten für einen sanften Schulübergang. Für Kinder ist es ja nicht immer leicht, die vertrauten Grundschulen zu verlassen.

Für viele Kinder ist das alles andere als einfach: wenn sie nach dem letzten Zeugnis in der vierten Klasse von ihrer vertrauten Grundschule in eine für sie oft noch fremde weiterführende Schule wechseln. Die meisten Kinder freuen sich zwar auch darauf, doch in der neuen Schule ist für sie vieles anders: nicht nur weil die Kinder sich an neue Schulwege, Klassenräume und Unterrichtsmethoden gewöhnen müssen, sondern zum Beispiel auch, weil sie nun zumeist nicht mehr eine Klassenlehrerin, sondern mehrere Fachlehrer unterrichten. Das kann bei den Kindern auch Sorgen und Ängste auslösen.

Zu Brüchen und daraus womöglich resultierenden Zweifeln der Schulkinder an ihren Fähigkeiten soll es möglichst aber gar nicht erst kommen. Die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen in der Stadt sehen es daher auch als ihre Aufgabe an, an einem möglichst sanften Übergang von den Grundschulen in die weiterführenden Schulen zu arbeiten. „Im Mittelpunkt stehen dabei von Beginn an die Kinder. Wir wollen ihnen den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglichst einfach machen“, sagte Ingo Scherbaum, Leiter des Josef-Albers-Gymnasiums.

Es geht auch um ganz alltägliche Dinge im Unterricht

Gemeinsam mit Annemarie Goßmann-Böcklenberg war Scherbaum Moderator bei den Arbeitstreffen, an denen Vertreter aller Grundschulen und aller weiterführenden Schulen Bottrops teilnahmen. Ergebnis ist eine Vereinbarung zwischen den Schulen, mit der sie sich zur Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Schulübergänge verpflichten. Dabei gehe es nicht um die Empfehlungen der Grundschulen an die Eltern, welche weiterführende Schulen die Kinder aus Sicht der Lehrer besuchen sollten, sondern um auf den ersten Blick ganz alltägliche Dinge im Unterricht und in den Schulen, erklärt Annemarie Goßmann-Böcklenberg.

Die Leiterin der Fichteschule macht an einem einfachen Beispiel klar, worum es bei dem Katalog an Maßnahmen und Standards geht, auf die sich die Lehrkräfte geeinigt haben: So werden die Lehrer in den weiterführenden Schulen an der Tafel in Druckschrift schreiben, um für die Kinder gleiche Bedingungen zu schaffen oder sie übernehmen Ordnungssysteme oder die Farben der Schulhefte, an denen sich die Kinder zuvor in den Grundschulen orientiert haben. Zweck auch solcher einfachen Übungen ist es, dass sich die Schülerinnen und Schüler in der für sie neuen Umgebung möglichst gut zurechtfinden.

Die Arbeitstreffen der Lehrer mündeten nun in einer Kooperationsvereinbarung, die Vertreter aller Schulen im Beisein von Schulamtsdirektorin Heike Sulima und dem Bottroper Schuldezernenten Paul Ketzer im Spielraum des Jugendamtes unterzeichneten. Ein weiterer Effekt des Arbeitskreises der Lehrkräfte, die sich dazu abwechselnd in verschiedenen Schulen trafen, war auch das gegenseitige Kennenlernen. „Das Verständnis und das Wissen über den Unterricht in den verschiedenen Schulformen ist bei allen größer geworden“, zieht Albers-Schulleiter Scherbaum ein weiteres Fazit.

 

Norbert Jänecke, 16.01.2020

https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-lehrer-machen-kindern-den-schulwechsel-einfacher-id228164017.html

 

 

Ex-HHG-Schüler über Bottroper DKP-Legende

Ein Vorbild, das aus dem Knast kam

Der Katholik Markus Günther schreibt über den Kommunisten Clemens Kraienhorst. Einer von 30 Beiträgen, die jetzt im „Vorbilderbuch“ erschienen sind.
Clemens Kraienhorst (r.) vereidigt 1979 Oberbürgermeister Ernst Wilczok im Bottroper Rathaus. (Bild: Birgit Schweizer)

Die Bücher „vonne Ruhr“ des kleinen Bottroper Verlags Henselowsky Boschmann sind immer wieder für Überraschungen gut. Jetzt ist ein „Vorbilderbuch“ so ganz ohne Bilder erschienen. Und die braucht es auch gar nicht. Denn es geht kaum um den visuellen Wiedererkennungswert großer Helden, Idole, Wegbereiter die Weltgeschichte geschrieben haben, im Heiligenkalender stehen oder nach denen Straßen benannt sind. Doch, eine Ausnahme bestätigt auch hier die Regel: Wenn der konservative Katholik – wie sich der gebürtige Bottroper Markus Günther selbst bezeichnet – über den Kommunisten Clemens Kraienhorst schreibt, wissen die Bottroper: Der Kraienhorst hat eine Straße auf dem Eigen. Dort, wo auch Rheinbaben war, die Zeche, deren Betriebsratsvorsitzender der Bergmann Kraienhorst einst war.

Markus Günther [HHG-Abiturient 1986], früher USA-Korrespondent dieser Zeitung, Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, freier Autor und seit diesem Jahr Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln, zeichnet nicht nur prägnant und kompakt den Lebensweg eines Mannes nach, der nicht nur von den Nazis verfolgt wurde, sondern nach dem Krieg auch in „Adenauers Knast“ saß, in den Jahren eines „hysterischen Antikommunismus“. So beschreibt Günther diese Epoche, als man mit Rosenkranzgebeten gegen den Kommunismus zu Felde zog, dessen Ende letztlich wiederum ein polnischer Papst mit eingeläutet hat.

Jenseits aller Ideologien

Fein, leicht ironisch, zeichnet der Autor das Bild eines Mannes, dessen Haltung, Charakter und Unbeugsamkeit ihn jenseits aller Ideologien beeindruckte – und den bürgerlichen Katholiken sogar veranlasste, das Kreuz bei seiner ersten Wahl für Kraienhorsts DKP zu machen. Vielleicht einer der beeindruckendsten Texte des Vorbilderbuches mit seinen 30 Autorinnen und Autoren, von denen einige Bottroper Wurzeln oder heute in der Stadt ihren Lebensmittelpunkt haben.

Weichenstellung fürs Leben

Für einen anderen ehemaligen WAZ-Kollegen, Werner Streletz, war Martin Blankenburg in Bottrop das, was man heute vielleicht „Influencer“ nennen würde. Nur, dass der spätere Frontmann der „Rickets“ keine Werbebotschaften verkündete, sondern ebenfalls für eine Haltung, eine Jugendkultur der späten 60er und frühen 70er Jahre stand, in der auch Dichter wie Arthur Rimbaud, Charles Baudelaire oder die Surrealisten eine Rolle spielten. Sicherlich auch damals kein Bottroper Mainstream, aber für ein späteres Mitglied des PEN-Clubs und Literaturpreisträger wie Streletz vorbildlich.

Überhaupt sind es die Vorbilder, die die Autoren auf „eine Spur setzten“, wie man salopp sagt, die ein Stück weit deren Leben prägten oder denen sie im Beruf nacheifern wollten. So wie die Bottroper Lehrerin Margret Martin, deren Grundschullehrerin offensichtlich schon in den prügelnden 50er Jahren der Bezeichnung „Pädagogin“ alle Ehre machte und so die berühmte Weiche fürs Leben stellte. Da gibt es Bilder von Bodenständigkeit, die fast ausgestorben scheint. Wie jene „Tammaria“, eine Großtante, die für den früheren Chef des Klartext-Verlags, Ludger Claßen, eine Art Fenster in die vergangene Zeit des vorindustriellen bäuerlichen Ruhrgebiets war. Tanten wie Maria waren wie ein emotionales Zentrum der Familie, das Kinder wie Erwachsene warm umfing und dabei alle Techniken häuslicher Daseinsvorsorge noch fast technikfrei beherrschte.

Ohne erhobenen Zeigefinger

Den Charme des Vorbilderbuches macht auch das breite Spektrum aus. Eben eine kleine Galerie der Menschlichkeit, wie der Klappentext hier treffend formuliert. Wer Ulrike Gefferts „Adenauer! Oder vielleicht doch eher Che Guevara“ liest, erlebt auf jeden Fall eine Überraschung, während Hermann Beckfelds „Willi“ irgendwo zwischen Original, Kumpel und Charakterkopf changiert, dessen Motto auch lauten könnte „Bleibense Mensch!“ Und das Ganze kommt ohne erhobenen Zeigefinger oder penetrant verkündete Möglichkeiten für gute Vorsätze daher. Lesbar – durch ein ganzes Jahr.

Quelle: Dirk Aschendorf / WAZ Bottrop vom 31.12.2019

 

 

Hitlerjunge Salomon spricht vor Schülern am HHG

Sally Perel berichtete, wie er den Nationalsozialismus überlebte.
Foto: HHG

Bottrop.  Sally Perel hat als jüdisches Kind den Holocaust überlebt. Seine Biografie wurde verfilmt unter dem Titel Hitlerjunge Salomon. Nun war er am HHG.

„Heute hört ihr den letzten Zeitzeugen, jetzt seid ihr Zeitzeugen und verantwortlich dafür, dass so etwas wie Auschwitz nie wieder passieren kann.“ Diesen Auftrag erhielten die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums nun vom 94-jährigen „Hitlerjungen Salomon“, Sally Perel. Er überlebte als jüdisches Kind den Nationalsozialismus, weil es ihm gelungen war, als Hitlerjunge seine jüdische Identität zu verbergen. Er verfasste eine Autobiografie, die später unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt wurde.

Tief beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler als der 94-Jährige die Aula betrat. Begrüßt wurde er direkt mit spontanen Standing-Ovations, die selbst den erfahrenen Redner Sally Perel kurzzeitig aus der Fassung brachten. Finanziert und gefördert durch die Friedrich-Naumann-Stiftung berichtete der aus Israel angereiste Sally Perel, etwa eineinhalb Stunden über seine Lebensgeschichte und beantwortete anschließend Fragen der Jugendlichen. Mit der Aussage, dass Zeitzeugen die besten Geschichtslehrer seien, zitierte Perel direkt zu Beginn der Veranstaltung Steven Spielberg. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigte sich allein dadurch, wie gebannt die Schülerinnen und Schüler ihm zuhörten.

Sally Perel begegnet den Schülern auf Augenhöhe

Sally Perel wurde 1925 in Peine geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt durch die Aussage, er sei Volksdeutscher dem Erschießen. Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig.

Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt 3 Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen. Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben, um nach Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preiszugeben.

Patenschaft für das Projekt Schule ohne Rassismus

Auf Augenhöhe begegnete er den Schülerinnen und Schülern des HHGs und berichtete auch über sein eigenes Schuldempfinden: „Solange mich meine Schuhe tragen, werde ich an Schulen reisen und der Jugend berichten“, erklärt Perel seinen Antrieb. „Besonders berührt hat uns, wie offen er über die tragischen Erlebnisse und die zwei Seelen in seiner Brust, Jupp und Sally, berichtet hat“, erinnern sich die Schüler. Zum Schluss sicherte Perel dem HHG zu, die Patenschaft für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu übernehmen.

 

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-hitlerjunge-salomon-spricht-vor-schuelern-am-hhg-id227869283.html

09.12.2019 – 15:41 Uhr


Die Initiativgruppe des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Leitung von Frau Möller und Frau Keller freut sich sehr über Sally Perels Besuch.

Foto: HHG

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