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HHG als MINT-Excellence ausgezeichnet

Foto: Heinrich-Heine-Gymnasium

Das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) wurde nun in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC aufgenommen. Damit stehen den Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie der Schulleitung ein vielfältiges Angebot an hochkarätigen Förderprogrammen und innovativen Veranstaltungsformaten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik offen.

„In den letzten beiden Jahren hatten wir bereits den Anwärterstatus im MINT-EC-Schulnetzwerk inne. Jetzt sind wir Vollmitglied und unsere Schülerinnen und Schüler werden in den nächsten Jahren weiter von den Möglichkeiten im Netzwerk profitieren“, sagt Schulleiter Tobias Matheis.

Im Auswahlverfahren überzeugt

Als eine von 21 Schulen konnte das Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop im MINT-EC-Auswahlverfahren 2020 überzeugen und wurde in das nationale Netzwerk aufgenommen. Mit der Aufnahme stehen dem HHG Förderprogramme und innovative Veranstaltungsformate für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen offen. Dazu kommt die Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung unter MINT-profilierten Schulen über Bundesländergrenzen hinweg.

Quelle: WAZ vom 17.11.2020

https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/626/pages/12

 

So verlief der Schulstart nach den Ferien in Bottrop

Schon nach den Sommerferien galt zeitweise die Maskenpflicht im Unterricht – allein deshalb ist die Maßnahme für die Bottroper Schüler jetzt nicht neu oder ungewohnt. Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Maskenpflicht ist Schülern bekannt, die Fenster der Bottroper Schulen lassen sich gut öffnen. Schulleiter blicken auf kalte und nasse Tage.

Maskenpflicht im Unterricht? Kennen die Schüler ab Klasse fünf schon aus der ersten Zeit nach den Sommerferien. Regelmäßiges Lüften? Bei den aktuellen Temperaturen ist (noch) kein „frierendes Klassenzimmer“ zu befürchten. So verwundert es nicht, dass es aus Bottroper Schulen heißt: Der erste Tag nach den Herbstferien verlief ohne Probleme.

„Für unsere Schüler gibt es nicht wirklich eine Veränderung zu der Zeit vor den Herbstferien“, sagt Tobias Mattheis, Leiter des Heine-Gymnasiums (HHG). Masken seien dort schon auf freiwilliger Basis „zu 100 Prozent“ im Unterricht getragen worden. Andere Hygienevorschriften (Rechts-Geh-Gebot, Handdesinfektion, Aufteilung der Jahrgangsstufen in Bereiche) seien gut geübt und das Lüften auch nicht neu. „Im Moment ist es so, dass die Fenster den gesamten Schulvormittag offen stehen“. Zum Glück ließen sich alle auch öffnen.

Sommer-Corona-Modell ist am Berufskolleg Bottrop wieder am Start

„Wir sind wieder auf das Modell umgeschwenkt, das wir direkt nach den Sommerferien hatten“, sagt Berufskollegleiter Guido Tewes. Samt versetzten Pausen und der Maskenpflicht. Das freiwillige Tragen des Schutzes sei zuletzt klassenweise unterschiedlich gehandhabt worden. „Man muss vielleicht den ein oder anderen daran erinnern, die Maske auch an seinem Platz aufzulassen. Aber das klappte heute relativ problemlos.“ Das Lüften folge ebenso einem bewährten Konzept.

„Halbe/halbe“ hätten die Marie-Curie-Realschüler zuletzt Masken im Unterricht getragen, je nach Absprache mit den Lehrern. Die Umsetzung der Pflicht klappe jetzt aber gut, so Schulleiter Christoph Henkel. Lüften sei momentan kein Problem: „Ich war heute selbst in drei verschiedenen Klassen, da waren die Fenster permanent offen.“

Schüler sollten witterungsmäßig angepasste Kleidung tragen

Deutlich kältere Temperaturen werden aber kommen. Vom Land ist nun auf jeden Fall ein Stoßlüften alle 20 Minuten vorgegeben. Stört das nicht den Unterricht? „Bei 45-Minuten-Stunden könnte es mit dem Unterricht knapp werden. Wir haben 67,5-Stunden“, so Henkel. Zudem: „Ich habe auf unserer Internetseite schon darauf hingewiesen, dass die Schüler witterungsmäßig angepasste Kleidung tragen sollten. Wem zu kalt wird, der bringt seine Wolldecke dann schon selbst mit.“

Davon abgesehen: „Wir haben eine vernünftig funktionierende Heizung“, meint HHG-Leiter Mattheis und sorgt sich daher nicht ums Stoßlüften. „Die Heizung musste hier früher schon runtergeregelt werden, weil es zu heiß wurde“, so BKB-Leiter Tewes. Allerdings macht er sich Gedanken über die Aufenthaltssituation der Schüler, sollte es in Strömen regnen. „Dann werden sie sich nicht so über den Schulhof verteilen, sondern geschützte Ecken suchen. Da müssen wir sehen, wie sich das gestaltet.“

Stand: 27.10.2020

Corona erschwert Bottroper Schülern Suche nach Praktika

Schüler haben es derzeit schwer, einen Praktikumsplatz zu bekommen. Viele Unternehmen halten sich zurück, weil Mitarbeiter im Homeoffice sind und ihnen das Risiko möglicher Corona-Infektionen zu hoch ist. Foto: Jens Büttner / dpa

Bottrop.  Die Praktikumsphase an den Schulen steht an. Doch es ist gar nicht so einfach, einen Platz zu finden. Firmen sind bei der Vergabe zurückhaltend.

Einfach mal ins Berufsleben hineinschnuppern, den Arbeitsalltag kennenlernen und vielleicht den eigenen Berufswunsch auf die Probe stellen – das Berufspraktikum hat für Schüler eine immense Bedeutung. Doch angesichts der Corona-Pandemie ist es für die Schüler gar nicht so einfach, einen entsprechenden Platz zu finden. Denn die Firmen halten sich bei der Vergabe von Praktika zurück.

Die Unternehmen wollen vielfach das Ansteckungsrisiko minimieren und daher die Zahl der Personen in den Räumen so gering wie möglich halten. In der Regel gelten auch strenge Hygienevorschriften oder ein Teil der Mitarbeiter arbeitet von zu Hause aus. Unter solchen Voraussetzungen verzichten Firmen oftmals lieber darauf, Schülerpraktikanten anzunehmen.

Brabus bietet Praktika nur unter Vorbehalt an

Beim Autotuner Brabus etwa können nur noch diejenigen Praktikanten kommen, denen man es schon vor Corona-Phase zugesagt hat. Doch neue Praktikanten würden derzeit nicht angenommen, sagt Sprecher Sven Gramm. Auch die bereits zugesagten Praktika stünden immer unter dem Vorbehalt der aktuellen Situation an der jeweiligen Schule, so Gramm. Gebe es dort Coronafälle und Quarantäne-Anordnungen, werde man auch über das Praktikum noch einmal nachdenken.

Nicht viel anders ist die Situation bei der MC-Bauchemie. Generell biete man Schülern und Studenten Praktikumsplätze an und die Nachfrage sei auch jetzt noch groß, sagt Sprecher Saki Moysidis. Aber: „Da Schülerpraktika jedoch relativ kurz sind – sie dauern meist nur zwei bis drei Wochen – und die Praktikanten intensiv betreut und geleitet werden müssen, bieten wir derzeit Corona-bedingt keine Schülerpraktika an.“ Auf diese Weise wolle man Risiken minimieren.

Umschüler, die ein mehrmonatiges Praktikum brauchen, haben bessere Chancen

Anders stelle sich die Situation bei Umschülern dar, die häufig ein mehrmonatiges Praktikum durchliefen. Sie seien mit dem Arbeitsleben vertraut, der Betreuungsbedarf und damit auch die Nähe zu den Mitarbeitern sei in der Regel geringer.

Schwierigkeiten Praktikumsplätze zu finden haben beispielsweise auch die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule. Dort beginnt Anfang November die Praktikumsphase der zehnten Klassen, und es seien immer noch Schüler unversorgt, sagt Karl-Heinz-Schmitte, verantwortlich für die Berufsorientierung in der Sekundarstufe I. Die Praktikumsphase der Neuntklässler sei in den Lockdown gefallen und ganz ausgefallen.

In der Berufsorientierung der Bottroper Schulen sind Praktika ein wichtiger Baustein

Dabei seien solche Praxiserfahrungen ein wichtiger Baustein der Berufsorientierung. Durch das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das verhindern soll, dass Schüler ohne berufliche Perspektive die Schule verlassen, sind noch andere Bausteine hinzugekommen – aber auch weitere Praktika, teils nur für einen Tag.

Bei der Bereitstellung von Praktikumsplätzen gebe es aber auch Unterstützung, etwa von Bildungsträgern wie etwa der Gafög, sagt Schmitte. Außerdem sei die Kommunale Koordinierung bei der Stadt hilfreich. Dort gebe es auch einen regen Austausch mit den Verantwortlichen anderer Schulen. Seine Kollegin Christina Börger, die Koordinatorin für die Berufsorientierung am Heinrich-Heine-Gymnasium, lobt diese Schnittstelle zwischen Betrieben und Schulen ebenfalls. Es lohne es sich immer, dort nachzuhaken und nachzufragen, so ihre Erfahrung.

HHG in Bottrop hofft auch auf Unterstützung seitens der Eltern

Am Heine-Gymnasium haben die Verantwortlichen außerdem die Eltern angeschrieben und gezielt nachgefragt, ob sie noch Ideen für Praktikumsplätze haben, erklärt Christina Börger. An dem Gymnasium steht im Januar die Praktikumsphase für die Neuntklässler und die Oberstufenschüler an. „Die Schüler suchen derzeit Plätze und die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind schwierig.“

Daher gebe es auch schon Überlegungen, für diejenigen, die möglicherweise keinen Platz finden, ein attraktives Berufsorientierungsprogramm an der Schule auf die Beine zu stellen. Eine komplette Absage der Praktikumsphase sei jedoch nicht möglich, das liege nicht im Ermessen der Schulen, sondern sei Sache der Bezirksregierung. Zudem machten Schülerinnen und Schüler während des Praktikums ganz wichtige Erfahrungen, „etwa um Berufswunsch und Wirklichkeit abzugleichen“.

Praktika in Kitas oder Altenheimen

Geht es um Praktika in sensiblen Bereichen wie etwa der Pflege, wird es ganz schwierig. Die Caritas nimmt für ihre Altenheime derzeit überhaupt keine Schülerpraktikanten an. Zwar habe man einige Plätze für Januar, Februar und März zugesagt, doch nur unter Vorbehalt, sagt Sprecherin Sigrid Hovestadt. Aber auch bei der Caritas wird unterschieden. Längere Praktika, die im Rahmen der Ausbildung zum Altenpflegehelfer nötig sind, sind auch weiterhin möglich.

Die Stadtverwaltung hat ihre Einstellung zu Schülerpraktika nicht verändert. Sie bietet weiterhin Plätze an – beispielsweise in den städtischen Kitas. Unter den geltenden Hygienevorschriften sei das machbar, heißt es. Allerdings schwanke die Zahl der Praktikumsplätze bei der Stadt. Das habe aber nichts mit der Corona-Krise zu tun, sagt der stellvertretende Stadtsprecher Ulrich Schulze. „Bei uns ist das abhängig von der Arbeitsbelastung in dem jeweiligen Bereich“, erklärt er. Schließlich müsse eine ordentliche Betreuung der Praktikanten gewährleistet sein.

 

 

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bottrop/corona-erschwert-bottroper-schuelern-die-suche-nach-praktika-id230723098.html

Autor: Matthias Düngelhoff

21.10.2020, 11:23

Drei Sieger beim Voice-Contest

Foto: Stadtspiegel

Das Finale des Voice Contest Bottrop als Talentwettbewerb für junge Sänger in Bottrop fand diesmal coronabedingt als Live-Stream aus dem Kammerkonzertsaal im Kulturzentrum August Everding statt. Jeder Teilnehmer durfte aber auch vier Besucher mitbringen. Der Wettbewerb, der von der Musikschule mit Unterstützung der Sparkasse Bottrop durchgeführt wurde, hatte gleich drei Sieger. In der Gruppe der 11 bis 15-Jährigen überzeugte Antonia Franke mit ihrer Interpretation von „Blinde Passagiere“ von Johannes Oerding. In der 16 bis 21-Jährigen gibt es gleich zwei erste Plätze: Die sechzehnjährige Antonia Brosch überzeugte mit „Ein Geschenk“ von Ewig genauso wie der neunzehnjährige Daniel Klein mit dem Queen-Hit „Too much love will kill you“. Alle drei dürfen sich über einen Geldpreis, gestiftet von der Sparkasse, freuen.

Foto: https://www.waz.de/staedte/bottrop/finale-im-kammerkonzertsaal-id230530878.html

 

Printscreen: Käppi

Quelle: Stadtspiegel vom 30.09.2020

Stiftung fördert Orchesterklasse

Kuratorium um Dieter und Christa Grasedieck unterstützt Instrumentalunterricht der fünften und sechsten Klasse. Musikschule und Gymnasium kooperieren dabei

Dirk Aschendorf

Das ist die neue „Orchesterklasse“ des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Vorn (v.l.) Paul Ketzer, das Ehepaar Christa und Dieter Grasedieck, Ingo Brzoska und Rainer Hürter. Im Hintergrund v.l. Musiklehrerin Kathrins Höfels und Schulleiter Tobias Mattheis. Thomas Gödde Ffs

Niemand wird heute mehr ernsthaft kulturelle Bildung nur als nettes Sahnehäubchen obendrauf betrachten oder bezweifeln, dass Musik ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen Erziehung ist. In der schulischen Wirklichkeit hängt der musikalische Himmel aber nur selten voller Geigen: Fachlehrermangel, geringe oder keine musikalische Angebote, von Instrumentalunterricht ganz zu schweigen.

Durch Corona schwere Einschnitte im Musikleben

Da bildet das Projekt „Orchesterklasse“ von Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) und städtischer Musikschule eine engagierte Ausnahme – und zugleich eine spannende Erweiterung des Musikunterrichts. Seit sieben Jahren haben dort Schülerinnen und Schüler vom zweiten Halbjahr der fünften bis zum 1. Halbjahr der sechsten Klasse die Möglichkeit, Instrumentalunterricht zu nehmen und zugleich die Praxis des Zusammenspiels im Ensemble kennenzulernen. Denn davon gibt gleich mehrere an dem Gymnasium.

Als neuer Akteur tritt nun die „Studienstiftung Grasedieck“ auf den Plan. Die Bottroper Stiftung, die die Eheleute Dieter und Christa Grasedieck vor fast acht Jahren ins Leben gerufen haben, wird das Projekt nun längerfristig unterstützen. Das gaben Christa und Dieter Grasedieck, sowie Paul Ketzer und Rainer Hürter, Mitglieder im Stiftungskuratorium, in der HHG-Aula bekannt. Denn in der Coronapandemie, deren Ende immer noch nicht absehbar ist, mit ihren Einschränkungen gerade auch im Musikbetrieb, ist die Ensemblearbeit deutlich schwieriger geworden. Das bestätigen sowohl Jürgen Slak und Ingo Brzoska als Leiter der Musikschule, aber auch Musiklehrerin Kathrin Höfels, am HHG zuständig für die „Orchesterklasse“.

Gerade laufen die Vorbereitungen, um 143 Fünftklässlern die „Orchesterklasse“ näher zu bringen. Wegen Corona und den dadurch erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln fallen die Testmöglichkeiten der Schüler an den Instrumenten aus. Ersetzen möchte man das nun auch mit Hilfe der Stiftung durch informative Konzerte im kleineren Rahmen. Am Ende der Vorbereitungsphase solle aber für alle eine möglichst fundierte Auswahl des künftigen Instrumentes möglich sein.

Denn: „Musikunterricht ist Teil einer Werteerziehung, er stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein und die Disziplin, sondern vor allem auch den kulturellen Hintergrund“, sagt Schulleiter Tobias Mattheis. Die Musikschule sorge dabei für den Einzelunterricht, stelle anfangs auch die Instrumente. Kathrin Höfels und ihr Kollege Stephan Langenberg betreuen dann die jungen Instrumentalisten in den jeweiligen Ensembles am HHG.

Neben vielen Projekten an anderen Bottroper Schulen, aber auch dem Berufskolleg und der Hochschule Ruhr-West, freuen sich nun Christa und Dieter Grasedieck über dieses neue Engagement ihrer Stiftung. „Wir spielen beide leider kein Instrument, wissen aber, dass Bildung gerade im Musikbereich oft nicht so gebührend berücksichtigt wird. Daher wollen wir dieses Projekt auch durch die Stiftung absichern, so lange wir das beeinflussen können.“ Nachhaltigkeit bei der Förderung ist der Stiftung hier, wie auch bei anderen Projekten, eben ein wichtiges Anliegen.

Quelle: WAZ, Dienstag, 29.10.2020

https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/584/pages/10

 

 

Offene Fragen rund um Ski-Freizeiten

Foto: HHG

Corona erschwert die Planung für die sonst obligatorischen Reisen in Wintersportgebiete. Die einen haben schon gebucht, andere gehen eher von einer Absage aus

Nina Stratmann

Die Ski-Freizeit in diesem Jahr fiel auf den Höhepunkt der Corona-Pandemie und musste abgesagt werden. Das Virus ist noch nicht besiegt, dennoch hoffen die Verantwortlichen am Vestischen Gymnasium Kirchhellen (VGK) , dass die nächste Ski-Reise Mitte März 2021 nach Pfunds in Österreich stattfinden kann. An ihren Bemühungen soll das jedenfalls nicht scheitern, Unterkunft und Busfahrt sind bereits gebucht. Andere Bottroper Schulen sind da zurückhaltender.

„Fahrten stellen einen wesentlichen Teil des Schullebens dar“, sagt Guido von Saint-George, kommissarischer Leiter des VGK. „Wir haben den Weg gewählt, frühzeitig die Eltern der Achtklässler mit ins Boot zu holen, denn sie tragen die alleinige finanzielle Verantwortung.“ Wobei das Risiko, dank guter Corona-Stornierungsbedingungen bei der Unterkunft, mit 25 Euro pro Person in einem überschaubaren Rahmen liege.

Von Saint-George ist sich bewusst: „Bei allem, was ich tue, kann ich entweder einen Fehler der ersten oder der zweiten Art machen.“ Jetzt schon alles abzusagen könne genauso ein Fehler sein wie jetzt zu buchen und dabei Gefahr zu laufen, die Fahrt später absagen zu müssen. Klar sei: „Sämtliche Fahrten können nur unter maximal möglichem Gesundheitsschutz stattfinden“, Hygienekonzepte liegen schon vor. Bei der Berlinfahrt der Oberstufe zuletzt habe das prima geklappt. Der Pädagoge hebt die kollektive Achtsamkeit hervor, die die Mehrheit der Schüler an den Tag lege – etwa auch beim freiwilligen Tragen der Maske im Unterricht.

Eltern und Kinder am HHG gehen eher von einer Ski-Freizeit aus

Am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG ) ist man noch nicht konkret in die Planungen für eine mögliche Ski-Freizeit eingestiegen, aber die Kollegen seien dabei, sich Gedanken zu machen, berichtet Schulleiter Tobias Mattheis. Ziel für die Jahrgangsstufe sieben des HHG ist kurz vor den Osterferien traditionell Meransen in Südtirol. Eine mögliche Absage sei nicht ganz unproblematisch, „weil wir mit den Häusern vor Ort langfristige Verträge abgeschlossen haben. Wir stehen in Kontakt mit beiden Häusern. Man hat uns signalisiert, mit den Stornofristen großzügig sein zu wollen“. Mattheis glaubt, dass ein Großteil der Eltern und Kinder davon ausgehe, dass die Ski-Freizeit stattfinden wird. „Aber wir werden sie nur stattfinden lassen, wenn wir das verantwortungsvoll tun können“, unterstreicht der Schulleiter. Noch sei einfach schlecht abzusehen, wie die Lage sich entwickle. „Wir haben die Ski-Fahrt im Blick, bereiten sie auch vor – aber ich bin sehr skeptisch, ob wir auch fahren werden“, sagt Ingo Scherbaum, Leiter des Josef-Albers-Gymnasiums (JAG ). Seine momentane Position sei eher, dass nicht gefahren werde. Tatsächlich entscheiden darüber möchte er aber am liebsten so kurz vorher, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen es hergeben.

Die Ski-Tour der Achtklässler stünde im Februar an, bis dahin sei ja noch ein bisschen Zeit. Aber: „Es wird mit Corona im Winter nicht einfacher“, sagt Scherbaum. „Die Frage ist: Wie ist die Infektionslage zu dem Zeitpunkt in Obertauern?“ Das liegt in Österreich, und mit Unterkunft wie Busunternehmen pflege das JAG eine gute Verbindung. Österreich ist aktuell zum Teil Corona-Risikogebiet. Sollte das zum fraglichen Zeitpunkt für die Region Obertauern gelten, „steht sowieso außer Frage, dass wir fahren“. Daneben gebe es noch andere Unwägbarkeiten, „zum Beispiel, dass die Buskosten steigen, weil eventuell nicht alle Plätze im Bus besetzt werden dürfen“.

Guido Tewes, Leiter des Berufskollegs , ist ebenfalls sehr skeptisch, was die traditionellen Ski-Freizeiten an seiner Einrichtung angeht. „Wir haben grundsätzlich für das erste Halbjahr alle Fahrten eingestellt und warten darauf, wie sich alles weiter entwickelt.“ Er kann sich aber im gesamten Schuljahr eher eintägige Fahrten vorstellen. „Ich gehe schwer davon aus, dass keine Ski-Freizeit stattfindet“, so Tewes. „Wann sollte man diese auch buchen? Die Risiko-Fronten ändern sich täglich. Und das finanzielle Risiko liegt bei den Eltern.“ Die Rahmenbedingungen am Berufskolleg sind etwas anders als an den Gymnasien. Neben den Kaufmännischen Assistenten fährt dort in der Regel immer auch eine klassenübergreifende Ski-AG in den Schnee.

Quelle: WAZ, Dienstag, 29.09.2020

https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/584/pages/10

 

Schulleiter sehen Start positiv entgegen

Manche Lehrer haben schon vor den Ferien mit Mund-Nase-Schutz unterrichtet. Verantwortliche glauben sich gut vorbereitet auf die Rückkehr zum Präsenzunterricht.

Ab 12. August müssen alle Schüler an weiterführenden Schulen im Unterricht einen Mund-Nase-Schutz tragen. Das gilt auch für Lehrer, wenn sie den Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten können. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

In den weiterführenden Schulen müssen Schüler mit dem Schulstart am 12. August auch im Unterricht einen Mund-Nase-Schutz tragen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31. August. Das hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer verkündet. Eine WAZ-Umfrage bei Bottroper Schulleitern zeigt, dass sie die Entscheidung und die Rückkehr zum Präsenzunterricht begrüßen.

Hohe Akzeptanz bei den Schülern

„Wir sind gut beraten, die möglichst größte Sicherheit für Lehrer und Schüler zu gewährleisten“, sagt Ingo Scherbaum, Schulleiter am Josef-Albers-Gymnasium, zu den Maßnahmen. Denn laut Schulministerin müssen auch Lehrer, insofern sie im Klassenraum nicht den Abstand von 1,5 Metern zu den Schülern einhalten können, eine Schutzmaske aufsetzen. Das Kollegium am Gymnasium unterrichtet circa 1300 Schüler. Die Infektionszahlen in den nächsten Tagen und Wochen müssten, auch mit Blick auf die Reiserückkehrer, genau beobachtet werden. „Wir sollten größte Vorsicht walten lassen und hoffen, dass die Zahlen nicht weiter nach oben gehen“, mahnt Scherbaum. Er ist guter Dinge, dass sich am Gymnasium an die neuen Vorgaben gehalten wird. Er habe bisher eine „hohe Akzeptanz bei den Schülern“ im Umgang mit den Schutzmasken festgestellt.

Am Heinrich-Heine-Gymnasium haben bereits vor den großen Ferien einige Lehrer mit Schutzmaske unterrichtet, so Schulleiter Tobias Mattheis. „Sehr vorbildhaft“ haben sich die rund 950 Schüler bisher an die Hygieneregeln gehalten. In allen Klassenräumen befinden sich Waschbecken, Seife, Einmalhandtücher und Desinfektionsspender. Dennoch sei für den ersten Schultag noch einmal eine „Infektionsschutzbelehrung“ geplant.

Auch an der Janusz-Korczak-Gesamtschule konnten Lehrer vor den Sommerferien die ersten Erfahrungen beim Unterrichten mit Maske sammeln. Schulleiter René Heuwieser erklärt, dass die Kollegen selbst darüber entscheiden durften. Die meisten aus dem Kollegium unterrichteten damals jedoch ohne Mund-Nase-Bedeckung. Heuwieser befürwortet die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Aber er befürchtet Probleme, wenn die Lehrer mit Maske unterrichten müssen. „Die Gestik und die Mimik fallen weg.“ Markus Reuter, Leiter der Willy-Brandt-Gesamtschule, dazu: „Ich glaube, dass das Tragen der Maske für den einen oder anderen Schüler belastend sein wird.“ Seine Anmerkung ist vor allem angesichts der aktuellen Wetterlage und den hohen Temperaturen zu verstehen. Er empfiehlt deshalb den Eltern, ihren Kindern täglich zwei bis drei Masken mitzugeben. Die Maske muss in den Klassenräumen, im Gebäude und auf dem Schulhof getragen werden. Allerdings sieht das Konzept der Schulministerien auch Ausnahmen vor, die die Schulleiter nutzen möchten. Zum Beispiel bei Prüfungen oder Klausuren kann auf das Tragen der Maske verzichtet werden, wenn der entsprechende Raum groß genug ist, so dass 1,5 Meter Abstand möglich sind.

Das Berufskolleg hat die meisten Schüler in Bottrop. Konkret: 2100 in 114 Klassen. Bislang gingen einzelne Klassen zeitversetzt auf den Schulhof, um sich in der Pause nur in bestimmten Bereichen aufzuhalten. Dadurch sollen eine Durchmischung und große Ansammlungen vermieden werden. Nach Aussage von Schulleiter Guido Tewes hat man deshalb bereits vor einiger Zeit den Pausengong abgeschaltet. Das Modell habe bereits vor den Sommerferien gut funktioniert und soll mit dem Start des neuen Schuljahres beibehalten werden.

Von der Entscheidung, dass Schüler während des Präsenzunterrichts einen Mund-Nase-Schutz tragen müssen, war Tewes nicht überrascht. „Das war abzusehen“, sagt er. Überall dort, wo der notwendige Abstand nicht eingehalten werden kann, wie in Bussen und Bahnen, gelte schließlich auch die Maskenpflicht.

 

https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/537/articles/1184138/11/1

Quelle: WAZ, 05.08.2020

Abschlussklassen 2020

Abiturienten des Heinrich-Heine-Gymnasiums: Hussein Al Hakim, Jan Bachmann, Celal-Ali Bahadir, Asli Balaban, Deniz Balaban, Dustin Banczyk, Miriam Baumeister, Hendrik Bergendahl, Justus Birwe, Niklas Braue,r Niklas Busch, Celina Czieslick, Samira Czieslick, Paul Danzeglocke, Bjarne Dräger, Michelle Duda, Katrin Gatner, Quentin Germeroth, Antonia Golomb, Maja Gornik, Thorben Grandt, Jannis Grosse-Verspohl, Anna Grudmann, Aaron Hamm, Nuria Heinsen, Hendrik Bergendahl, Jan Bachmann, Aminat Isaeva, Didem Isci, Constantin Janßen, Simon Kaminski Melina Karajkovic, Sedef Kartal, Laura Kathage, Beyza Keskin, Tim Kießlich, Felix Kipp, Luca Kleinholz, Luca Kleinschulte, Anna Knust, Jona Kolorz, Nadine Kopania, Adrian Lange, Michelle Laser, Charlotte Lehr, Deylen Mardassi, Alexandros Matrakos, Lucas Mertens, Hariwan Miro, Till Müller, Loni Organista, Stefan Pitkowski, Simon Kaminski, Melina Karajkovic, Saskia Pohl, Christopher Pradel, Lea Renka, Dominik Riemann, Ilias Roer, Sarah Röken, Julian Roy, Carina Schlaak, Julian Schlegel, Adriana Schlensok, Vivien Schmitz, Luisa Schmolke, Hannah Schöffler, Tabea Schönebeck, Mertcan Sensoy, Melvin Sevindik, Ahmad Seyid, Rene Siebert, Victoria Siegmund, Mara Slominski, Luca Steffan, Sara Thrun, Niklas Wermter, Nele Wollenberg, Victoria Zander.

 

Quelle: https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/506/articles/1162352/15/5

WAZ vom Dienstag, 0.06.2020

 

 

 

Schüler aus Bottrop schätzen neues Maß an Selbstständigkeit

Lernen per Videokonferenz wie hier am Josef-Albers-Gymnasium: Die Digitalisierung bleibt ein großes Thema für die Schulen – und die Familien. Joachim Kleine-Büning FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Erfahrungen aus der Corona-Krise werden in den Schulen nachhallen. Das wünschen sich Bottroper Schüler und Eltern für die Zukunft.

Nach den Sommerferien sollen die Schulen, bleibt die allgemeine Infektionslage stabil, möglichst wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Doch die Erfahrungen aus der Corona-Krise samt Lernen auf Distanz hallen nach. In den Schulen selbst, aber auch bei Eltern und Schülern in Bottrop.

Forderung nach dem Vorantreiben der Digitalisierung der Bottroper Schulen

Welche Veränderungen sind nötig? Welche wünschenswert? Cherima Kus, Schulpflegschaftsvorsitzende am Vestischen Gymnasium und Mutter von zwei Kindern im Teenager- und im Grundschulalter, kommt nicht umhin, diesen Punkt anzusprechen: „Auf jeden Fall muss die Digitalisierung extrem schnell vorangetrieben werden.“ Das hänge aber auch damit zusammen, dass alle Eltern Möglichkeiten bekommen, Geräte anzuschaffen – damit die Kinder online vernünftig lernen können. Kus denkt dabei an in der Krise versprochene finanzielle Hilfen gerade für bedürftige Familien.

Aus dem Bekanntenkreis hat die Bottroperin erfahren, wie unterschiedlich das Lernen auf Distanz geklappt habe. „Während die einen digital gut arbeiten können, haben andere Probleme.“ Immer wieder höre man von Eltern schulpflichtiger Kinder, dass sie sich bessere Absprachen wünschen, so dass Unterricht und Kontaktmöglichkeiten innerhalb einer Schule einheitlich laufen – „das darf nicht lehrerabhängig sein“.

Kreativität und Flexibilität sollen bleiben

Sie wünscht sich für die Zukunft eine Einheitlichkeit in den genutzten Programmen an den Schulen und Fortbildungsmöglichkeiten für die Lehrer, damit diese einen einheitlichen Wissensstand erreichen. „In der Krise alles mal eben zu stemmen, ist ja auch schwer.“

Auf der anderen Seite seien durch die Schul(teil)schließungen in vielen Bereichen die Kreativität und die Flexibilität gestiegen. „Ich hoffe, dass das hängen bleibt!“

Zudem geht sie davon aus, dass Eltern in der Krise dazu gelernt haben, „wie sie die eigenen Kinder fördern können – und das nicht nur im digitalen Bereich“. Manchen würde vielleicht erst jetzt deutlich, „dass nicht nur die Lehrer alles stemmen können, sondern auch Eltern hier Verantwortung haben.“ Gleichzeitig kann sie sich vorstellen, „dass viele Schüler jetzt gelernt haben, selbstständiger zu arbeiten – weil sie es mussten“. Trotzdem bleibe der direkte Kontakt zum Lehrer wichtig.

Ohne Präsenzunterricht geht es auch in Zukunft nicht

Am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) hat Schulleiter Tobias Mattheis mit Oberstufenschülern darüber gesprochen, welche positiven Erfahrungen aus der Corona-Schulzeit sie gerne dauerhaft mitnehmen würden. „Sie wünschen sich zum Beispiel, dass das verstärkte selbstständige Arbeiten weiter geht, bei dem sie sich auch ihre Arbeitszeit selbst einteilen können“, berichtet der Schulleiter. Die aktuelle Praxis, Lernstoff digitalisiert auf einer Lernplattform wie Moodle abzulegen und zur Verfügung zu stellen, solle aus Schülersicht auch gerne weitergeführt werden.

HHG-Schülersprecherin Tessa Berghoff (16) bestätigt: Das kam zwar zu Beginn der kompletten Schulschließung im Grunde von heute auf morgen, habe aber gut funktioniert, auch im Kontakt mit den Lehrern. „Im Präsenzunterricht hat man dann gemerkt, dass viel mehr Schüler ihren eigenen Laptop dabei hatten. Zwangsläufig wurde das Digitale voran getrieben.“

Selbstständiges Lernen als gute Vorbereitung auf das Studium

Die Gymnasiastin stellt sich vor, dass auch in Zukunft zum Beispiel Gruppenarbeiten digital vernetzt stattfinden werden. Sie begrüße diese Entwicklung schon, „sie macht vieles leichter, zum Beispiel kann man über die Lernplattform jederzeit auf Powerpoint-Präsentationen von Lehrern zugreifen.“ Und man könne selbst entscheiden, wann man wie lange lernt. „Das ist vor allem für die Oberstufe eine gute Vorbereitung aufs Studium.“

Das hat aber offenbar eine Kehrseite, wie die 16-Jährige beschreibt: „Was mich daran aufregt, ist, dass Schule dadurch allgegenwärtig ist.“ Der Schlussstrich fehle. Vielleicht könnten im Unterricht oder in einem Workshop Tipps zur Trennung von Schule und Freizeit bzw. zum Zeitmanagement künftig ein Thema sein.

Zudem betont Tessa Berghoff, dass für die Zukunft auch deutlich geworden sei, „dass Präsenzunterricht wichtig ist“. Sie selbst schreibt übrigens auch gerne noch mit der Hand – statt alles in PC-Tastaturen zu tippen.

Nina Stratmann,18.06.2020

https://emag.waz.de/titles/wazbottrop/10581/publications/497/articles/1156336/10/1

 

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