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Bottrop: Lehrer machen Kindern den Schulwechsel einfacher

Auf gute Zusammenarbeit: Vertreter der Bottroper Grundschulen und der weiterführenden Schulen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung im Spielraumsaal an der Prosperstraße. Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottroper Lehrer arbeiten für einen sanften Schulübergang. Für Kinder ist es ja nicht immer leicht, die vertrauten Grundschulen zu verlassen.

Für viele Kinder ist das alles andere als einfach: wenn sie nach dem letzten Zeugnis in der vierten Klasse von ihrer vertrauten Grundschule in eine für sie oft noch fremde weiterführende Schule wechseln. Die meisten Kinder freuen sich zwar auch darauf, doch in der neuen Schule ist für sie vieles anders: nicht nur weil die Kinder sich an neue Schulwege, Klassenräume und Unterrichtsmethoden gewöhnen müssen, sondern zum Beispiel auch, weil sie nun zumeist nicht mehr eine Klassenlehrerin, sondern mehrere Fachlehrer unterrichten. Das kann bei den Kindern auch Sorgen und Ängste auslösen.

Zu Brüchen und daraus womöglich resultierenden Zweifeln der Schulkinder an ihren Fähigkeiten soll es möglichst aber gar nicht erst kommen. Die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen in der Stadt sehen es daher auch als ihre Aufgabe an, an einem möglichst sanften Übergang von den Grundschulen in die weiterführenden Schulen zu arbeiten. „Im Mittelpunkt stehen dabei von Beginn an die Kinder. Wir wollen ihnen den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglichst einfach machen“, sagte Ingo Scherbaum, Leiter des Josef-Albers-Gymnasiums.

Es geht auch um ganz alltägliche Dinge im Unterricht

Gemeinsam mit Annemarie Goßmann-Böcklenberg war Scherbaum Moderator bei den Arbeitstreffen, an denen Vertreter aller Grundschulen und aller weiterführenden Schulen Bottrops teilnahmen. Ergebnis ist eine Vereinbarung zwischen den Schulen, mit der sie sich zur Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Schulübergänge verpflichten. Dabei gehe es nicht um die Empfehlungen der Grundschulen an die Eltern, welche weiterführende Schulen die Kinder aus Sicht der Lehrer besuchen sollten, sondern um auf den ersten Blick ganz alltägliche Dinge im Unterricht und in den Schulen, erklärt Annemarie Goßmann-Böcklenberg.

Die Leiterin der Fichteschule macht an einem einfachen Beispiel klar, worum es bei dem Katalog an Maßnahmen und Standards geht, auf die sich die Lehrkräfte geeinigt haben: So werden die Lehrer in den weiterführenden Schulen an der Tafel in Druckschrift schreiben, um für die Kinder gleiche Bedingungen zu schaffen oder sie übernehmen Ordnungssysteme oder die Farben der Schulhefte, an denen sich die Kinder zuvor in den Grundschulen orientiert haben. Zweck auch solcher einfachen Übungen ist es, dass sich die Schülerinnen und Schüler in der für sie neuen Umgebung möglichst gut zurechtfinden.

Die Arbeitstreffen der Lehrer mündeten nun in einer Kooperationsvereinbarung, die Vertreter aller Schulen im Beisein von Schulamtsdirektorin Heike Sulima und dem Bottroper Schuldezernenten Paul Ketzer im Spielraum des Jugendamtes unterzeichneten. Ein weiterer Effekt des Arbeitskreises der Lehrkräfte, die sich dazu abwechselnd in verschiedenen Schulen trafen, war auch das gegenseitige Kennenlernen. „Das Verständnis und das Wissen über den Unterricht in den verschiedenen Schulformen ist bei allen größer geworden“, zieht Albers-Schulleiter Scherbaum ein weiteres Fazit.

 

Norbert Jänecke, 16.01.2020

https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-lehrer-machen-kindern-den-schulwechsel-einfacher-id228164017.html

 

 

Ex-HHG-Schüler über Bottroper DKP-Legende

Ein Vorbild, das aus dem Knast kam

Der Katholik Markus Günther schreibt über den Kommunisten Clemens Kraienhorst. Einer von 30 Beiträgen, die jetzt im „Vorbilderbuch“ erschienen sind.
Clemens Kraienhorst (r.) vereidigt 1979 Oberbürgermeister Ernst Wilczok im Bottroper Rathaus. (Bild: Birgit Schweizer)

Die Bücher „vonne Ruhr“ des kleinen Bottroper Verlags Henselowsky Boschmann sind immer wieder für Überraschungen gut. Jetzt ist ein „Vorbilderbuch“ so ganz ohne Bilder erschienen. Und die braucht es auch gar nicht. Denn es geht kaum um den visuellen Wiedererkennungswert großer Helden, Idole, Wegbereiter die Weltgeschichte geschrieben haben, im Heiligenkalender stehen oder nach denen Straßen benannt sind. Doch, eine Ausnahme bestätigt auch hier die Regel: Wenn der konservative Katholik – wie sich der gebürtige Bottroper Markus Günther selbst bezeichnet – über den Kommunisten Clemens Kraienhorst schreibt, wissen die Bottroper: Der Kraienhorst hat eine Straße auf dem Eigen. Dort, wo auch Rheinbaben war, die Zeche, deren Betriebsratsvorsitzender der Bergmann Kraienhorst einst war.

Markus Günther [HHG-Abiturient 1986], früher USA-Korrespondent dieser Zeitung, Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, freier Autor und seit diesem Jahr Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln, zeichnet nicht nur prägnant und kompakt den Lebensweg eines Mannes nach, der nicht nur von den Nazis verfolgt wurde, sondern nach dem Krieg auch in „Adenauers Knast“ saß, in den Jahren eines „hysterischen Antikommunismus“. So beschreibt Günther diese Epoche, als man mit Rosenkranzgebeten gegen den Kommunismus zu Felde zog, dessen Ende letztlich wiederum ein polnischer Papst mit eingeläutet hat.

Jenseits aller Ideologien

Fein, leicht ironisch, zeichnet der Autor das Bild eines Mannes, dessen Haltung, Charakter und Unbeugsamkeit ihn jenseits aller Ideologien beeindruckte – und den bürgerlichen Katholiken sogar veranlasste, das Kreuz bei seiner ersten Wahl für Kraienhorsts DKP zu machen. Vielleicht einer der beeindruckendsten Texte des Vorbilderbuches mit seinen 30 Autorinnen und Autoren, von denen einige Bottroper Wurzeln oder heute in der Stadt ihren Lebensmittelpunkt haben.

Weichenstellung fürs Leben

Für einen anderen ehemaligen WAZ-Kollegen, Werner Streletz, war Martin Blankenburg in Bottrop das, was man heute vielleicht „Influencer“ nennen würde. Nur, dass der spätere Frontmann der „Rickets“ keine Werbebotschaften verkündete, sondern ebenfalls für eine Haltung, eine Jugendkultur der späten 60er und frühen 70er Jahre stand, in der auch Dichter wie Arthur Rimbaud, Charles Baudelaire oder die Surrealisten eine Rolle spielten. Sicherlich auch damals kein Bottroper Mainstream, aber für ein späteres Mitglied des PEN-Clubs und Literaturpreisträger wie Streletz vorbildlich.

Überhaupt sind es die Vorbilder, die die Autoren auf „eine Spur setzten“, wie man salopp sagt, die ein Stück weit deren Leben prägten oder denen sie im Beruf nacheifern wollten. So wie die Bottroper Lehrerin Margret Martin, deren Grundschullehrerin offensichtlich schon in den prügelnden 50er Jahren der Bezeichnung „Pädagogin“ alle Ehre machte und so die berühmte Weiche fürs Leben stellte. Da gibt es Bilder von Bodenständigkeit, die fast ausgestorben scheint. Wie jene „Tammaria“, eine Großtante, die für den früheren Chef des Klartext-Verlags, Ludger Claßen, eine Art Fenster in die vergangene Zeit des vorindustriellen bäuerlichen Ruhrgebiets war. Tanten wie Maria waren wie ein emotionales Zentrum der Familie, das Kinder wie Erwachsene warm umfing und dabei alle Techniken häuslicher Daseinsvorsorge noch fast technikfrei beherrschte.

Ohne erhobenen Zeigefinger

Den Charme des Vorbilderbuches macht auch das breite Spektrum aus. Eben eine kleine Galerie der Menschlichkeit, wie der Klappentext hier treffend formuliert. Wer Ulrike Gefferts „Adenauer! Oder vielleicht doch eher Che Guevara“ liest, erlebt auf jeden Fall eine Überraschung, während Hermann Beckfelds „Willi“ irgendwo zwischen Original, Kumpel und Charakterkopf changiert, dessen Motto auch lauten könnte „Bleibense Mensch!“ Und das Ganze kommt ohne erhobenen Zeigefinger oder penetrant verkündete Möglichkeiten für gute Vorsätze daher. Lesbar – durch ein ganzes Jahr.

Quelle: Dirk Aschendorf / WAZ Bottrop vom 31.12.2019

 

 

Hitlerjunge Salomon spricht vor Schülern am HHG

Sally Perel berichtete, wie er den Nationalsozialismus überlebte.
Foto: HHG

Bottrop.  Sally Perel hat als jüdisches Kind den Holocaust überlebt. Seine Biografie wurde verfilmt unter dem Titel Hitlerjunge Salomon. Nun war er am HHG.

„Heute hört ihr den letzten Zeitzeugen, jetzt seid ihr Zeitzeugen und verantwortlich dafür, dass so etwas wie Auschwitz nie wieder passieren kann.“ Diesen Auftrag erhielten die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums nun vom 94-jährigen „Hitlerjungen Salomon“, Sally Perel. Er überlebte als jüdisches Kind den Nationalsozialismus, weil es ihm gelungen war, als Hitlerjunge seine jüdische Identität zu verbergen. Er verfasste eine Autobiografie, die später unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt wurde.

Tief beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler als der 94-Jährige die Aula betrat. Begrüßt wurde er direkt mit spontanen Standing-Ovations, die selbst den erfahrenen Redner Sally Perel kurzzeitig aus der Fassung brachten. Finanziert und gefördert durch die Friedrich-Naumann-Stiftung berichtete der aus Israel angereiste Sally Perel, etwa eineinhalb Stunden über seine Lebensgeschichte und beantwortete anschließend Fragen der Jugendlichen. Mit der Aussage, dass Zeitzeugen die besten Geschichtslehrer seien, zitierte Perel direkt zu Beginn der Veranstaltung Steven Spielberg. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigte sich allein dadurch, wie gebannt die Schülerinnen und Schüler ihm zuhörten.

Sally Perel begegnet den Schülern auf Augenhöhe

Sally Perel wurde 1925 in Peine geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt durch die Aussage, er sei Volksdeutscher dem Erschießen. Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig.

Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt 3 Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen. Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben, um nach Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preiszugeben.

Patenschaft für das Projekt Schule ohne Rassismus

Auf Augenhöhe begegnete er den Schülerinnen und Schülern des HHGs und berichtete auch über sein eigenes Schuldempfinden: „Solange mich meine Schuhe tragen, werde ich an Schulen reisen und der Jugend berichten“, erklärt Perel seinen Antrieb. „Besonders berührt hat uns, wie offen er über die tragischen Erlebnisse und die zwei Seelen in seiner Brust, Jupp und Sally, berichtet hat“, erinnern sich die Schüler. Zum Schluss sicherte Perel dem HHG zu, die Patenschaft für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu übernehmen.

 

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-hitlerjunge-salomon-spricht-vor-schuelern-am-hhg-id227869283.html

09.12.2019 – 15:41 Uhr


Die Initiativgruppe des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Leitung von Frau Möller und Frau Keller freut sich sehr über Sally Perels Besuch.

Foto: HHG

Gastschüler im Rathaus

Schüleraustausch: 27 Schüler und vier Lehrer aus Beaucamps waren diese Woche zu Gast am Heinrich-Heine-Gymnasium. Bürgermeister Klaus Strehl begrüßte die 28 deutschen Schüler und die französischen Gäste im Rathaus. Organisiert wird dieser Besuch durch die HHG-Lehrerin Sina Kalipke. Neben der Stadt Tourcoing besteht dieser Austausch bereits seit zehn Jahren. Der Gegenbesuch wird im März 2020 erfolgen.

WAZ 7.12.2019

Rückblick auf eine großartige Vernissage

Am Mittwochabend (27.11.2019) erstrahlte das Heinrich-Heine-Gymnasium in kunstvollem Glanz.

Vor den Augen eines großen Publikums eröffnete der Fachbereich Kunst zum zweiten Mal seine Pforten, um einen Einblick in die sensationellen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten aus dem Kunstunterricht zu geben. „Die guten Kunstwerke verschwinden nach Fertigstellung meistens direkt in den Mappen der SchülerInnen und werden viel zu selten einem breiten Publikum gezeigt“, so Frau Weber und Frau Köhne, die Fachvorsitzenden des Faches Kunst. Schulleiter Tobias Mattheis geht es vor allem darum „auch dem besonderen Fach Kunst am Heinrich-Heine-Gymnasium ausreichend öffentliche Wertschätzung zukommen zu lassen und die SchülerInnen für ihre bemerkenswerten künstlerischen Leistungen zu würdigen“. Ein vom Boden bis zur Decke mit 395 Exponaten prall gefüllter Kunstraum mit Themen wie „Monsterparty“, „surreale Objekte“ oder „Was wäre ich, wenn ich ein Tier wäre?“  begeisterte das Publikum. Das Kunsturteil zu fällen, erwies sich als sehr schwierig. So beschwerte sich die Unterstufenkoordinatorin Alice Vervoorts: „Mein Lieblingskunstwerk zu finden ist unmöglich, bei all den schönen Bildern, kann ich mich einfach nicht festlegen!“ Bei gedämpftem Licht begleiteten die Oberstufenensembles die Ausstellung mit atmosphärischer Livemusik. Ein spannendes Kunstquiz mit schönen Preisen und das Buffet der Q2-SchülerInnen rundeten den gelungenen Abend ab. Die Ausstellung ist für Kunstinteressierte noch einmal am HHG Weihnachtsmarkt (12.12.19, 16-18 Uhr) geöffnet.

Schüler werden gegen Mobbing aktiv

Ein spezielles Theater ist beim Projekttag am Heinrich-Heine-Gymnasium zu Gast. Kinder aus der siebten Jahrgangsstufe kommen als Experten mit ins Spiel

Mobbing unter Schülern ist ein Problem. Alarmierende Zahlen belegen: Mindestens jedes zehnte Kind ist im Laufe seiner Schulzeit von Mobbing betroffen, beinahe jedes achte Kind übt selbst aktives Mobbing aus. Am Heinrich-Heine-Gymnasium sind Schüler jedoch gegen Mobbing aktiv. Bei einem Präventivtag erarbeiten Schüler der 7. Jahrgangsstufe gemeinsam mit dem Spotlight-Theater gegen Mobbing Strategien gegen den systematischen Psychoterror.

Systematisches Fertigmachen

Zum Abschluss der Veranstaltung führen Schüler der Klasse 7b mit Mitarbeitern des Spotlight-Projektes des Arbeitskreises soziale Bildung und Beratung e.V. ein kurzes Bühnenstück auf.

Von Mobbing spricht man, wenn ein einzelner Schüler über einen längeren Zeitraum systematisch fertiggemacht wird. Dies fängt oft mit Hänseleien an und führt über permanente Erniedrigungen zur Ausgrenzung und vollkommenen Isolierung. Die Auswirkungen für die Gemobbten sind verheerend: sie reichen von Angstzuständen und psychosomatischen Erkrankungen über einen starken Leistungsabfall und Gefährdung der Versetzung bis hin zu Schulwechsel oder gar Schulabbruch. Einigen scheint Selbstmord der einzige Ausweg.

Bei dem Projekttag mit dem Theater gegen Mobbing erarbeiteten die Schüler wirksame Methoden, um Mobbingkonflikte zu verhindern oder vorhandene Mobbingkonflikte zu lösen. Das Spotlight-Theater „gegen Mobbing“ bietet neben den Schulprojekttagen, Fortbildungsreihen für Lehrer ein umfangreiches Angebot, um vor Ort selber gegen Mobbing aktiv werden zu können. Es ist somit eine Ergänzung zu gewaltpräventiven Maßnahmen wie etwa Streitschlichter-AGs, Sozialtrainings oder Klassenpaten.

Der Präventivtag begann mit einem etwa 35-minütigen Theaterstück. Das Team des Spotlight-Theaters zeigte dabei die verschiedenen Facetten eines Mobbingprozesses auf. Am Ende sind Regie und Schauspieler ratlos, wie die Situation zu lösen ist. An dieser Stelle kamen die Schüler als Experten gegen Mobbing mit ins Spiel.

Viele Schüler leiden darunter, Opfer von Mobbing zu sein (Fotos: Thomas Gödde)

Außerdem erklärten Teamer den Schülern, was eigentlich Mobbing genau ist und was sie dagegen tun können. Das konnten die Schüler auch ganz praktisch ausprobieren und schließlich auf der Bühne zeigen, wie sie mögliche Klassenkonflikte lösen würden.

Sie lernten so, dass Mobben keine Streiterei auf Augenhöhe und kein einfaches Lästern ist und dass derjenige, der darüber schweigt, Mobbing duldet. Hilfeholen sei eben kein Petzen, erfuhren die Schulkinder. Sie lernten, dass jeder etwas gegen Mobbing tun kann und muss.

 

Starke Partner entwickelten das Projekt

Gegen Mobbing müssen alle etwas tun. Warum das so wichtig ist, wird in dem Theaterstück deutlich.

Das Projekt „Stark im MiteinanderN“ wurde vom Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, dem Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e. V., der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster und der Westfälischen Provinzial-Versicherung entwickelt.

Neben dem „Magic Circle“, dem „Fair Mobil“ und „Cool at School“ wurde unter Federführung des Arbeitskreises Soziale Bildung der Baustein „Spotlight – Theater gegen Mobbing “ konzipiert, der mit theaterpädagogischen Methoden das Thema Mobbing unter Schülern bearbeitet.

Detaillierte Informationen zu allen Bausteinen bietet der Internetauftritt www.miteinander.de. Auskunft gibt auch die Spotlight-Projektleitung Annette Michels und Andreas Raude beim Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e. V., Grevener Str. 8948159 Münster, 0251/277230, E-Mail: kontakt [at] asbbmuenster [dot] de

Quelle: WAZ Bottrop vom 4.12.2019

 

 

 

Erfolgreiche Matheolympioniken

 

Bürgermeister Strehl lobte die Bottroper Schüler für ihre guten Leistungen. Die besten drei nehmen an der Landesrunde der Mathe-Olympiade teil.

Ein gutes Dutzend Preisträger empfing Bürgermeister Klaus Strehl in der Alten Börse. Der Bürgermeister zeichnete die Schüler für ihre besonderen mathematischen Leistungen aus. Denn sie hatten an der zweiten Runde der Mathematik-Olympiade teilgenommen und im Raum Bottrop am besten abgeschnitten.

Die drei besten Teilnehmer sind für die Landesrunde in Hamm qualifiziert. Julian Gosman vom Heinrich-Heine-Gymnasium sowie Erik Wargin und Enrik Brackhus vom Josef-Albers-Gymnasium werden im Februar gegen 350 Mathematik-Cracks aus ganz Nordrhein-Westfalen antreten. „Wir freuen uns seit Jahren über hohe Teilnehmerzahlen und starke Leistungen hier in Bottrop und hoffen auch bei der Landesrunde wieder Preise zu erzielen“ sagte Ulrich Miermann, Regionalkoordinator der Olympiade für Bottrop.

Schüler mussten knifflige Rechenaufgaben lösen

Von mehr als 80 Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Bottroper Schulen, die in der ersten Runde des Mathematik-Wettbewerbs an den Start gegangen waren, haben sich 64 für die zweite Runde qualifiziert. Sie mussten in einer Klausur kniffelige Aufgaben lösen, die teils weit über die Anforderungen im normalen Mathematikunterricht hinausgehen. Dazu ein Beispiel aus der Klasse 6: Maria findet viele Spielchips mit zwei verschiedenen Werten, nämlich 3 und 8. Wie viele Chips braucht sie mindestens, um den Gesamtwert 50 zu legen?

Bürgermeister Strehl lobte die Preisträger für ihren Einsatz und ihre Leistungen und überreichte ihnen Urkunden und Büchergutscheine. Gestiftet hatte diese die Volksbank in Bottrop, die den bundesweiten Schulwettbewerb seit Jahren unterstützt. Neben den Preisen an die drei Erstplatzierten gingen zweite Preise an Johanna Ostendorf (HHG), Manuel Schreiner, Saya Mourad (HHG), und Justus Overkemping. Dritte Preise erhielten Julia Wycislok, Arthur Peters, Lukas Reyer, Carla Thelen, Felicitas Recklies, Maya Tiedemann, Xin Li (HHG), und Christoph Seewald.

WAZ, 27.11.19

Unser Dank gilt besonders Herrn Gertz, der die Matheolympiade am HHG koordiniert.

Auf dem Weg zur „Zero-Waste-School“

Mülltrennung am Heinrich-Heine-Gymnasium: Maja, Sophia, Katharina und Emma sortieren Altpapier. Foto: Thomas Gödde / Funke Foto Services
Mülltrennung am Heinrich-Heine-Gymnasium: Maja, Sophia, Katharina und Emma sortieren Altpapier.
Foto: Thomas Gödde / Funke Foto Services

Müll trennen ist gut, Müll vermeiden noch besser: Am Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop haben Schüler das Abfallaufkommen untersucht – und einen Weg gefunden, unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Als der Regionalverband Ruhr (RVR) gegen Ende des Jahres 2018 zur „Klima-Challenge Ruhr“ aufgerufen hatte, war Lydia Burmester gleich begeistert von der Idee, daran teilzunehmen. Die Lehrerin unterrichtet am Heinrich-Heine-Gymnasium die Fächer Biologie und Sozialwissenschaften. Im Unterricht und bei Gesprächen mit Schülern und Kollegen spielte am „HHG“ das Thema Umweltschutz schon immer eine große Rolle. „Deshalb haben wir einen Plan gemacht, was wir zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit einbringen können.“

Die „Klima-ChallengeRuhr“ war eine Auffordeung an die Menschen im Ruhrgebiet, Projekte zum Umweltschutz zu entwickeln. Anschließend sollten die Teilnehmer in einem Online-Verfahren unter Beweis stellen, dass sie ihre Ideen auch in die Tat umsetzen.

Alle Kinder, ihre Eltern und die Lehrer konnten dabei einen Beitrag leisten. Die er­folgreichsten Ideen wurden in der Folge mit insgesamt 100.000 Euro gefördert. 42 von 54 eingereichten Projekten wurden schließlich ab April mit dem Geld des RVR umgesetzt – eines davon am Heinrich-Heine-Gymnasium.

Ideen zur Mülltrennung

Das Heinrich-Heine-Gymnasium punktete mit seinen Ideen zur Mülltrennung und zur Müllvermeidung. „Das ist bei uns an der Schule lange Zeit vernachlässigt worden“, berichtet Burmester. Papier, Plastik, Bio-Abfall – alles kam unsortiert in einen großen Container. „Vieles, was man eigentlich gut recyceln kann, ist einfach im Restmüll gelandet. Das wollten wir ändern“, sagt Burmester. Und dann wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Mittlerweile stehen in den Klassenzimmern mehrere Mülleimer, je einer für klassischen Restmüll, Papier, Bioabfall und für Recyclingmaterial. Das meiste, was die Schüler hineinwerfen, wird anschießend recycelt oder kompostiert. Die Schüler nehmen das Angebot gut an.

Eine Analyse des Müllaufkommens

Noch besser als Müll zu trennen, ist es Müll zu vermeiden. Bei einem Schul­projekt haben Schüler der achten Klassen daher genau untersucht, was für Arten von Müll am Heinrich- Heine-Gymnasium anfallen. „Durch die Analyse unseres Müllaufkommens in der Schule haben wir herausge­funden, dass sehr viele Stifte und leere Tintenpatronen im Müll landen – jede Menge Plastikmüll!“, berichtet Lehrerin Burmester. „Da wollten wir ansetzen.“

Nach dem erfolgreichen Abschneiden des Heinrich- Heine-Gymnasiums bei der „Klima-Challenge Ruhr“ konnte die Schule in diesem Jahr für alle Fünftklässler sogenannte Konverter, also nachfüllbare Tintenpatronen, anschaffen. In den Klassenzimmern sind kleine Tintenfässchen aufgestellt worden, damit die Schüler ihre Füller bei Bedarf ständig nachfüllen können. „So wollen wir dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden“, sagt Lydia Burmeister. „Um zwar nicht nur während des Projektzeitraums, sondern jeden Tag.“

Ein Vorbild für die Methoden zur Abfallvermeidung war die Stadt San Francisco. Die US-Metropole will „Zero-Waste-City“ werden. Der gesamte Müll, der in der kalifornischen Großstadt anfällt, soll ab dem Jahr 2020 wiederverwertet werden. Als Lydia Burmester von diesem Vorhaben hörte, war sofort ihr Ehrgeiz geweckt: „Wenn eine riesige Millionenmetropole wie San Francisco das schafft, dann sollten wir als Schule mit fast 1000 Schülern das doch wohl erst recht hinbekommen“.      

 

Autor: Tobias Appe

Quelle: WAZ, 08.11.2019

HHG wird Partner der Bücherei

Das Heinrich-Heine-Gymnasium mit Schulleiter Tobias Mattheis und die lebendige Bibliothek in Person des Leiters, Jörg Dieckmann, haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Der Vertrag soll einen Beitrag zur Leseförderung am Gymnasium leisten. Das vereinbarte Aktionsprogramm soll sowohl literarische Aktionen in die Schule als auch Schulklassen in die Bibliothek an der Böckenhoffstraße bringen.

WAZ Bottrop, 2.12.2019

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