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Für zwei Klimaprojekte gibt es Geld

Förderung gab es bei der Klima Challenge Ruhr für das HHG. „Gemeinsinn schafft Garten“ bekommt Mittel für neue Hochbeete auf Prosper III 

Müll trennen und Müll vermeiden wollen die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasium. Ihr Projekt zählt zu den Gewinnern (Foto: Thomas Gödde)

Zwei Bottroper Projekte gehören zu den Gewinnern bei der Klima Challenge Ruhr. Sowohl das Heinrich-Heine-Gymnasium als auch der Verein Gemeinsinn schafft Garten können nun eine Finanzspritze vom Regionalverband Ruhr (RVR) für ihre Arbeit erwarten.

„Auf gute und leckere Nachbarschaft“ heißt das Projekt, das Nora Schrage-Schmücker, Vorsitzende des Vereins, für das Quartier Prosper III eingereicht hat. „Wir pflanzen zum Beispiel Möhren, Radieschen oder Kohlrabi an“, erklärt die Bottroperin, die auch Quartiersmanagerin auf Prosper III ist. Das Gemüse soll hier bald in Hochbeeten wachsen; vier können voraussichtlich angelegt werden, auf zehn hatte man gehofft. 

„Wir bekommen eine Teilförderung, die genaue Summe haben wir noch nicht“, berichtet Nora Schrage-Schmücker, die am Finaltag in Dortmund dabei war. Kein Glück hatte sie mit einem weiteren Projekt für Prosper III: Bäume für Bottrop, die die multikulturelle Nachbarschaft hier anpflanzen wollte.

„Hier ist nichts für die Tonne“ haben sich Achtklässler des Heinrich-Heine-Gymnasiums auf ihre Fahnen geschrieben. 4000 Euro werden sie erhalten, um ihre Ideen umzusetzen, wie man Müll an der Schule vermeiden kann. Erster Schritt: In allen Klassenzimmern soll nun Papier getrennt gesammelt werden, damit es nicht in der Restmülltonne landet. Die Schüler wollen künftig auch Biomüll getrennt sammeln und einen Komposthaufen im Schulgarten aufschichten, der bald neu angelegt werden soll. Auch eine Blumenwiese ist auf dem Schulgelände geplant. Über die Anschaffung von Bienenvölkern denken die Heine-Schüler ebenfalls nach.

54 Teams machten mit

Eine Fördersumme von insgesamt 100.000 Euro wurde bei der Klima Challenge Ruhr online ausgespielt. Mehr als vier Wochen lang haben Teams und ihre Unterstützer um Punkte und die Förderung ihrer grünen Projektideen gekämpft. Beim Finale vor Ort konnten sie die letzten Punkten ausspielen. 

Von den 54 Projektteams haben sich am Ende 42 eine Förderung erspielt. Bei einer Bühnenshow mit Live-Acts wie Joris und den Black Squad wurden die Projekte, die es geschafft haben, am Samstag in Dortmund durch den Regionalverband Ruhr (RVR) ausgezeichnet. 

An der Klima Challenge Ruhr, dem ersten interaktiven Bürger-Förderprogramm für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit des Regionalverbandes Ruhr, beteiligten sich online mehr als 3200 Spieler und posteten täglich bis zu 4200 klimafreundliche Aktionen aus ihrem Alltag auf der Website. Am Ende waren es insgesamt 116.982 Posts.

➣ Insgesamt 116.982 Posts und damit 116.982 klimafreundliche Aktionen wurden bei der Klima Challenge Ruhr eingesetzt. 

➣ Beim Finale in Dortmund zeigten sich die Organisatoren des Regionalverbands Ruhr überwältigt von der großen Resonanz. Eine Neuauflage sei nicht ausgeschlossen, hieß es anschließend beim RVR.

 

Quelle: Ute Hildebrand-Schute / WAZ 10.4.2019

 

Akademie begeistert Schüler mit einem Faible für Mathematik

Hochschule Ruhr West fördert begabte Jugendliche 

Bottrop. Mathe ist ihr Metier: Knapp 50 mathematisch besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 von acht verschiedenen Schulen nahmen an der Schüler AkademieMathematik Münster (Samms) an der Hochschule Ruhr West (HRW) teil.

Die HRW richtete diese Akademie nun schon zum 8. Mal zusammen mit den zdi-Zentren Bottrop und Oberhausen für ihre Partnerschulen aus. Schüler, Lehrer und Eltern waren begeistert und würden Projektlerntage wie die Samms gerne öfter durchführen. 

Die Schülerakademie Mathematik fördert und fordert mathematisch begabte Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise. Anspruchsvolle Aufgaben aus dem weiten Feld der Mathematik und ihrer Anwendungen im Alltag und der Zukunft bieten motivierende Herausforderungen. Jede Schülerin und jeder Schüler, die an der Mathematik-Akademie teilgenommen hatten, erhielt anschließend eine Teilnahmeurkunde. 

„Digitalisierung ist in aller Munde und nicht mehr aus der Gesellschaft wegzudenken. Allerdings ist die Mathematik Basis aller digitalen Themenfelder und daher sehr wichtig“, erklärt MINT-Koordinatorin Tanja Lübbers. „Mich begeistert es zu sehen, wie viele Mädchen und Jungen Freude an Mathematik haben und wie aktiv und konzentriert die Teilnehmer*innen zwei Tage lang gearbeitet haben.“ Erfreulich sei, wie viele Eltern zum Abschlusstag kommen, das zeige den hohen Stellenwert solcher Projektlernzeiten. „Die Kinder erschaffen etwas Eigenes und sind dann ‚Experten‘ auf ihrem Gebiet. Dieses Wissen teilen sie unheimlich gern mit anderen Kindern. Daran lässt sich eine ganz andere und sehr positive Lernmotivation feststellen“, unterstreicht die MINT-Koordinatorin (Mint: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). 

Aus Bottrop waren das Heinrich-Heine und das Josef-Albers-Gymnasium dabei. Ihre Workshops drehten sich um „Kryptographie“ und „Lego Mindstorm Roboter“. Die Sekundarschule Kirchhellen entwickelte Apps mit dem AppInventor. 

Quelle: WAZ Bottrop, 3.4.2019

Junge Leute erhalten „SporTown“-Zertifikate

Europa-Projekt richtet sich an 16 bis 25-Jährige

Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums und der Willy-Brandt-Gesamtschule erhielten jetzt aus der Hand von Bürgermeister Klaus Strehl die Abschlusszertifikate für ihre Teilnahme am Projekt „SporTown“.

Bürgermeister Klaus Strehl (r.) überreichte den „SporTown“-Teilnehmern ihre Zertifikate. Mit im Bild: Dorothee Lauter (m.) von der Stadtentwicklung. (Foto: Heinrich Jung)

Das von der EU geförderte Projekt richtete sich an junge Leute zwischen 16 und 25 Jahren und hatte zum Ziel, Stadträume neu zu entdecken und sich mit anderen jungen Menschen aus verschiedenen europäischen Städten auszutauschen. Neun Schülerinnen und Schüler aus Bottrop nahmen an dem Projekt teil, das von der Partnerstadt Veszprém organisiert und von der Stadt im Rahmen des Zukunftsstadtprozess begleitet wurde.
In insgesamt drei Workshops zu Stadträumen in Bottrop haben die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Stadtentwicklung, zwei städtischen Flächen – dem Volkspark Batenbrock und dem Prosper Viertel – auseinandergesetzt und Ideen entwickelt sowie einen Einblick in politische Entscheidungsprozesse der Stadt Bottrop bekommen.

Quelle: WAZ Bottrop, 30.3.2019

Siegerehrung: Heureka-Wettbewerb „Mensch, Natur, Technik“ und Informatik-Biber-Wettbewerb

Nun stehen endlich die glücklichen Gewinner des letztjährigen Wettbewerbes HEUREKA! Mensch und Natur 2018 mit insgesamt ca. 34000 Teilnehmern aus fast 500 Schulen fest.

95 Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine Gymnasiums aus den Jahrgangsstufen 5 bis 8 stellten sich im vergangenen November den 45 allgemeinbildenden und kniffeligen Fragen zum Thema Mensch und Tier, Natur und Umwelt, Technik und Fortschritt.

Zu den Heureka-Siegern gehören folgende Gewinner/innen in der jeweiligen Jahrgangsstufe:

Jahrgangsstufenwertung 5:

5 Laurenz Richard Pudzich Punkte

140

1. Preis
  Nico Rothkopf 123 2. Preis
  Luca Weigelt 117 3. Preis
  Hendrick Sperling 116 3. Preis
  Tiago Silva 116 3. Preis

Jahrgangsstufenwertung 6:

Julia Rosche 144 1. Preis
Lea Pacholik 144 1. Preis
Karl-Jeremias Urban 140 2. Preis
Maximilian Farahani 136 3. Preis

Jahrgangsstufenwertung 7:

Antonia Franke 144 1. Preis
Lennart Nentwig 136 2. Preis
Jonathan Huss 132 3. Preis
Kawthar Hariri 132 3. Preis
Mücahit Canpolat 132 3. Preis

Jahrgangsstufenwertung 8:

8 Gabriel Ruhmann Punkte

152

1. Preis  
8 Kian Tondravane 148 2. Preis  
8 Christian Walter 140 3. Preis  
8 Devin Sertic 140 3. Preis  
8 Kerem Yalcin 140 3. Preis  
8 Tilko Becker 140 3. Preis  

Zugleich wurden auch die Siegerinnen und Sieger des Informatik-Biber-Wettbewerbs geehrt, die man der folgenden Auflistung entnehmen kann. Besonders erfeulich ist die Tatsache, dass einige Schülerinnen und Schüler sogar die Höchstpunktzahl (180 Punkte) erreicht haben:

 
Tom Erdt 06d     Punkte

144

1. Preis
Cellinna Maria Schmidt 05a     144 1. Preis
Tolga Turgut 05c     144 1. Preis
Lena Althoff 06d Nicole Radeva 136 1. Preis
Zoe Landfried 05d Vanessa Renken 136 1. Preis
Ruth Antonia Mentz 08a Sena Boyunduruk 180 1. Preis
Esteban José Rempert Padin 08a Lennard Josef Rothe 180 1. Preis
Jakob Leander Rothe 08a Jan Schröder 180 1. Preis
Phil Heimann Q2     180 1. Preis
Julian Gosmann 06c     132 2. Preis
Lennart Schraven 06c     132 2. Preis
Merlin Sevindik 08c Sinah Oster 172 2. Preis
Tilko Wilhelm Becker 08b Gabriel Ruhmann 168 2. Preis
Nico Hammer 08d Jakob Horstmann 168 2. Preis
Maurice Piontek 08d Noah Jonathan Dybowski 168 2. Preis
Ole Strehl 08d Dominik Zander 168 2. Preis
Hannes Gandlau 08c     164 2. Preis
Hannah Jokisch 08c Emily Wermter 164 2. Preis
Hannah Michalke 08d Kim Elisa Laser 164 2. Preis
Sean Fynn Peters 08b Devin Sertic 164 2. Preis
Christian Albert Ridder 08c Maurice Pacana 164 2. Preis
Angelia Rimkus 08c Chiara Steffan 164 2. Preis
Samuel Ben Rüdel 08a Pascal Schulze 164 2. Preis
Tim Klinger EF Niklas Karius 168 2. Preis
Calvin Sevindik 09b     168 2. Preis
Phil Marvin Preuß Q2     164 2. Preis

 

Wir als Schulgemeinde gratulieren allen Siegerinnen und Siegern herzlich und hoffen auf eine rege und erfolgreiche Teilnahme im nächsten Jahr!

 

Krötenwanderung – 5c rettet 68 Leben

Passend zum Reihenthema „Amphibien“ im Biologieunterricht wurden freiwillige Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c sowie ihre Eltern und Geschwister am letzten Donnerstagabend (21.03.2019) ab 19:00 Uhr Zeugen eines unvergleichlich schönen Naturschauspiels.  Frau Müller hatte die Kinder als ehrenamtliche Helfer eingeladen, um am Krötenzaun an der Vonderorter Straße den Tieren, die nach der Winterstarre ihre Winterquartiere verlassen und sich auf dem Weg zum Geburtsgewässer machen, zu helfen. Die Erdkröten, Grasfrösche oder Molche sind hier auf ihrem Weg nämlich in Gefahr,  da eine Straße die Winterreviere von den Laichplätzen trennt. Nicht selten finden sie auf dem Weg zu ihren angestammten Laichgewässern unter Autoreifen den Tod.

Dank der tatkräftigen Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, die bei Einbruch der Dämmerung ausgestattet mit Warnweste, Eimer und Taschenlampe mit anpackten, konnten an diesem Abend insgesamt 68 Tiere gerettet werden. Die Gruppe sammelte am Krötenzaun 24 Männchen, vier Weibchen und 18 Doppeldecker-Krötenpärchen ein. Josie fand überraschend, „dass das Weibchen dicker und größer ist als das Männchen und dass das Weibchen das Männchen trägt.“ Darüber hinaus wurden drei Molche und ein Grasfrosch gefunden. „Die Kröten habe ich ziemlich vorsichtig in den Eimer gesetzt, weil ich dachte die Tiere sind so klein, dass sie nicht so viel aushalten“, erinnert sich Philipp. Nachdem die Tiere in die Eimer gesetzt wurden, gingen die Helfer gemeinsam zum See auf der gegenüberliegenden Straßenseite und setzten die Kröten, Frösche und Molche vorsichtig im Wasser aus, wo diese sich nun einen Partner suchen und im flachen Wasser ablaichen können. Linda sagt: „Ich werde so schnell nicht mehr vergessen, wie ich meinen Doppeldecker ins Wasser gesetzt habe und er dann der Schnellste von allen war und sofort weggeschwommen ist.“

 

Schüler gehen für Klimaschutz auf die Straße – Neue Fotos

In der Fotogalerie sehen Sie Plakatentwürfe der Schülerinnen und Schüler sowie einige Impressionen von der Demonstration am letzten Freitag.

Über 500 Jugendliche beteiligen sich an der Demonstration der Bewegung Fridays for Future. Sie ziehen durch die Stadt und fordern mehr Engagement für die Umwelt.

 

Viele Schüler hatten Plakate mit Forderungen angefertigt, die sie auf der Demo präsentierten. (Foto: Heinrich Jung)

„Es gibt keinen Planeten B.“ Gleich mehrfach war diese Mahnung auf Plakaten und Bannern bei der Schüler-Demo für mehr Klimaschutz zu lesen. Gut 500 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der ersten Fridays-For-Future-Demo in Bottrop, so die Polizeischätzung. Von dem Erfolg waren die Organisatoren sichtlich überwältigt. „Mit so vielen Teilnehmern hätten wir nicht gerechnet“, sagte der 15-jährige Nico Zielinski.

In zahllosen Städten in über 100 Ländern fanden am Freitag Demonstrationen statt. Dafür haben die Jugendlichen den Unterricht geschwänzt oder aber wurden – so das Vorgehen an vielen Bottroper Schulen – für die Demonstration beurlaubt.

Darum gehe es ihnen aber nicht, betonten Hanna Lüger und Emma Marcinkowski. Es gehe darum, öffentlich ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz zu setzen, stellen die beiden Albers-Schülerinnen klar. Es werde einfach zu wenig für den Klimaschutz getan, ärgern sie sich. „Natürlich muss jeder einzelne bei sich zu Hause anfangen, aber in der Gruppe können wir mehr bewegen als allein“, so Emma Marcinkowski. Entsprechend sei auch die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die Initiatorin der weltweiten Proteste, ein Vorbild. „Es ist beeindruckend, was sie angestoßen hat.“

Ähnlich sieht es Eric Janetta. Auf seinem Plakat sprach er insbesondere die Minister Andreas Scheuer und Julia Klöckner an. „Freiwilligkeit wird die Welt nicht retten“, hieß es dazu, bezogen auf die Initiativen der beiden Minister, die Industrie zu mehr freiwilligen Klimaschutzleistungen zu bewegen. „Es ist wichtig zu demonstrieren, damit sich etwas ändert“, ist der 17-Jährige überzeugt. Auch eine lokale Forderung hat er auf seinem Plakat erhoben – und zwar die nach dem Radschnellweg auf der Gladbecker Straße. Denn die Verkehrswende sei von immenser Bedeutung für den Klimaschutz.

OB zollt Jugendlichen Respekt

Oberbürgermeister Bernd Tischler sprach den Jugendlichen seinen Respekt aus. Viel zu oft werde kritisiert, die junge Generation sei politisch und gesellschaftlich nicht engagiert. „Ihr setzt mit eurer heutigen Aktion ein deutlich anderes Zeichen.“ Er unterstütze die Schülerinnen und Schüler und sei überzeugt, dass die Aufmerksamkeit für die Aktion nicht so stark gegeben wäre, wenn der Aktionstag an einem schulfreien Tag läge. 

Gleichzeitig nutzte Tischler die Chance, vor den Jugendlichen für das Projekt Innovation City zu werben. Das Ziel, 50 Prozent CO2 einzusparen, sei fast erreicht, so der OB. Und das habe nicht etwa den wirtschaftlichen Niedergang zur Folge. Im Gegenteil, viele Unternehmen profitierten davon. Das zeige eben, dass im Klimaschutz auch andere Chancen liegen.

Nicht nur der OB, auch Lehrer und einige andere Erwachsene unterstützten das Anliegen der jungen Demonstranten und reihten sich in den Zug ein. Vom Berliner Platz zog die Gruppe über die Poststraße zur Fußgängerzone und dann weiter über Osterfelder-, Horster-, Friedrich-Ebert- und Paßstraße zurück zum Berliner Platz. Dabei skandierten die Teilnehmer Parolen für den Klimaschutz und insbesondere gegen den Abbau und das Verbrennen von Braunkohle.

Es gab aber auch Kritik am Klimaschutzzug der Schülerinnen und Schülern. So bemängelten einige Passanten etwa, dass für die Lautsprecheranlage eigens ein Auto in der Demo mitfuhr. Das passe nicht mit dem Anliegen der Schüler zusammen, so die Äußerungen.

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ Bottrop 16.03.2019 

Podiumsdiskussion zieht nur wenige Interessierte an

Die Podiumsdiskussion der „Fridays For Future“-Ortsgruppe lockte am Freitagmittag nur wenige Besucher in den Spielraum an der Prosperstraße. Rund zehn Gäste lauschten nach der Großdemonstration in der City den engagierten Schülern und eingeladenen Rednern. Dabei waren Vertreter von IGBCE und BUND, Lehrer und Einzelhändler. Vor allem Politiker von ÖDP, DKP und Grünen kamen zu Wort. Sie lobten den Einsatz der Schüler und betonten, dass im Kleinen etwas geschehen muss, bevor auf Landes- oder Bundesebene Weiteres geschieht. „Dran bleiben“, so der Appell.

„Es ist sehr wichtig, auf politischer Ebene den Mund aufzumachen. Wir unterstützen das als Schule. Jedoch wäre für die Demo Samstag besser gewesen“, erklärte HHG-Schulleiter Tobias Mattheis. „Für uns ist das, was ihr anregt, Rückenwind“, sagte Sigrid Lange vom BUND. Im Gespräch thematisierten die Anwesenden die Möglichkeiten jedes Einzelnen, sich zu engagieren, Die Frage nach der schnellen Umsetzbarkeit von Maßnahmen wurde aufgeworfen.  (MaHu)

Mehr Fotos im Internet unter: waz.de/bottrop

In vielen Städten in über 100 Ländern auf der Welt gingen Jugendliche am Freitag auf die Straße. (Foto: Heinrich Jung)

Schüler-Demo für Klimaschutz

Die Kundgebung der jungen Umweltschützer beginnt am Freitag um 12 Uhr auf dem Berliner Platz. Im Spielraum gibt es ab 15 Uhr eine Podiumsdiskussion

Die Fridays for Future-Gruppe bereitet die Demonstration vor. (Im Bild: Nico Zieleinski, Jessica Lee, Sven Hermens, Vanessa Piontek und Jannis Baltes (Foto: Thomas Gödde)

Bottroper Schüler wollen am Freitag, 15. März, für den Klimaschutz demonstrieren und die Schule schwänzen. „Die Stifte nieder und die Fäuste hoch“, fordert Sven Hermens, Sprecher der örtlichen Fridays-for-Future-Bewegung. Auf den Termin haben sich die jungen Klimaschützer weltweit verständigt, um geschlossen ein deutliches Zeichen zu setzen.

Nach dem Vorbild der jungen Schwedin Greta Thunberg gehen in Deutschland jeden Freitag Schüler auf die Straße, um für besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Manchmal schwänzen bis zu 50.000 Schüler gleichzeitig die Schule. „Wir rufen sämtliche Schüler und Studenten aus Bottrop auf, an diesem Freitag die Arbeit niederzulegen, um für unsere gemeinsame Zukunft zu demonstrieren“, sagt Vanessa Piontek (15), eine der Organisatorinnen des Bündnisses. Sie ist Oberstufenschülerin des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

„Wir meinen es wirklich ernst und das wollen wir auch nach außen tragen.“, stellt sie entschlossen fest. „Unsere Forderungen sind ganz klar: Wir wollen besseren und günstigeren ÖPNV, den Kohleausstieg 2025 und erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien. Die Notwendigkeit der Fridays-for-Future-Bewegung sei nicht von der Hand zu weisen, meint Sven Hermens. Den Rekordsommer in 2018 bezeichnet er als deutliche Mahnung der Natur. Hermens: „Wir stehen an einem Scheideweg, an dem wir uns jetzt entscheiden müssen zwischen Leben oder Sterben.“

Für die Entscheidungen der Bundesregierung fehlt den Bottroper Schülern jedes Verständnis. In ihren Augen braucht es in den nächsten Jahren zwingend einen Kohleausstieg. In einer internen Umfrage haben sich die Schüler auf 2025 als Datum für den endgültigen Kohleausstieg geeinigt. „Das schließt für uns natürlich ein, dass die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Denn die benötigte Braunkohle aus anderen Ländern zu importieren, nachdem sie hier nicht mehr abgebaut werden darf, wäre ein unlogischer Schritt“, findet Gymnasiast Jannis Baltes.

Der Nahverkehr müsse günstiger werden. Stattdessen erhöhe die Bahn jährlich die Preise und Azubis sollen für eine Monatskarte ab August 2019 80 Euro bezahlen. „Man stelle sich den Azubi mal vor, der genug verdient, um selbstständig zu leben in eigener Wohnung und sich dann monatliche Mehrausgaben von 80 Euro für ein solches Ticket leisten kann. Den gibt es de facto nicht“, urteilt Azubi Sven Hermens. „Deshalb ist die Frage nach Klimaschutz auch immer eine soziale Frage. Denn wenn sich die durchschnittliche Bevölkerung gar nicht leisten kann, umweltfreundlich zu leben, erreichen wir nie etwas“, meint er.

Lob für Greta Thunberg

Die jungen Klimaschützer kritisieren die Landesregierung auch für ihr Vorgehen im Hambacher Forst scharf. Es müsse endlich Schluss sein mit der Vertreibung der Menschen aus den umliegenden Dörfern und der Abholzung der Wälder. Die Braunkohle sei am Ende und man brauche den Tagebau Hambach nicht mehr auszuweiten, üben die Schüler Kritik. Auf die Konfrontation mit dem Vorwurf, es ginge den meisten da nur ums Schulschwänzen, regieren die Vertreter des Bottroper Schülerbündnis gelassen: Das seien nichts weiter als haltlose Versuche sie zu diffamieren, damit man sich nicht mit unseren Inhalten auseinandersetzen müsse. „Wir können froh sein, dass sich Greta für diese Art von Protest entschieden hat, weil wir ansonsten wahrscheinlich nicht weltweit eine ganze Generation auf den Straßen hätten“, findet Vanessa Piontek lobende Worte auf die Galionsfigur der Bewegung. nj (WAZ 13.3.2019)

Auf dem Berliner Platz und im Spielraum

➢ Am Freitag um 12 Uhr sammelt sich die Demonstration am Berliner Platz. Es wird Reden und Kulturbeiträge geben. Jeder Schüler darf seine Forderungen und Meinungen auszudrücken.

➢ Um 15 Uhr laden die Schüler zur Diskussion in den Spielraum, Prosperstraße 71. Es debattieren Politiker, Lehrer, Schüler und Wirtschaftsvertreter.

Julia Stammkötter (Q2) nahm am Landesseminar der internationalen Chemie-Olympiade teil

Unsere Schülerin Julia Stammkötter (Q2) nahm am  Landesseminar NRW der Internationalen Chemie-Olympiade in Leverkusen teil. Es dient einerseits der Anerkennung für die erfolgreiche Teilnahme an der zweiten Runde, aber auch als naturwissenschaftliche Herausforderung für junge Chemietalente. Die engagierte Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses hat eine langjährige Tradition im Chemiepark Leverkusen. Nach der Schirmherrschaft zunächst durch die Bayer AG und anschließend durch LANXESS, setzt nun schon zum 10. Mal die Bayer Science & Education Foundation die Patenschaft für das Landesseminar fort. Die 20 besten jungen Nachwuchschemiker aus NRW, die sich der zweiten Runde der IChO 2019 gestellt hatten, werden in vier Tagen durch ein vielfältiges Programm aus Theorie, Praxis, Kultur und Sport geführt.

Bericht zum Landesseminar

Vom 09. Februar 2019 bis  zum 12. Februar 2019 fand das alljährliche Landesseminar der internationalen Chemie-Olympiade statt, wozu die besten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 2. Runde aus NRW eingeladen wurden. Dabei konnten wir unsere Erfahrungen mit anderen Teilnehmern austauschen und unser Wissen im Bereich der theoretischen und auch praktischen Chemie vertiefen und neue Dinge dazulernen.

Als wir am Samstag ankamen,  begann das Seminar mit einer kurzen Vorstellungsrunde, sodass man die anderen Teilnehmer zunächst kennenlernen konnte. Dabei war es nicht sehr überraschend, dass weit mehr als die Hälfte die LK-Kombination Mathe/Chemie hatte. Nach dem kurzen Kennenlernen und dem Mittagessen haben wir uns auf den Weg in die Kölner Innenstadt gemacht und besuchten das Museum „Farina“. Dort bekamen wir eine Führung, in der wir viele interessante Dinge über die historische Parfümherstellung und Extraktionsvorgänge erfuhren. Anschließend hatten wir Zeit, um die Innenstadt von Köln ein wenig selbst zu erkunden. Abends haben wir uns gemeinsam im „Colonia Brauhaus“ zum Abendessen getroffen. Abgerundet wurde der Abend durch das gemeinsame Kegeln, was in einer lockeren Atmosphäre weitere Möglichkeiten zum Kennenlernen und Interessenaustausch gegeben hat.

Am Sonntag ging es dann deutlich anstrengender weiter. Wir hörten den gesamten Tag Vorträge von ehemaligen Teilnehmern der Chemie-Olympiade. Diese gingen weit über das Schulwissen hinaus und behandelten Themen wie Thermodynamik, Atommodell und Orbitalmodell sowie die Stereochemie.

Mit einem Vortrag begann auch der Montag. Nach Beendigung des theoretischen Teils fuhren wir zum Chemiepark nach Leverkusen und erhielten dort eine Führung über das Werksgelände sowie durch das Techkomm (Technikum von Bayer). Anschließend besprachen wir den Versuch, den wir am Dienstag bei Bayer durchführen wollten. Abends haben wir uns auf den Weg nach Köln Ehrenfeld gemacht, um dort 3D-Schwarzlicht-Minigolf zu spielen.

Am Dienstag startete unser Tag mit einem sehr frühen Frühstück und dem anschließendem Transfer zu Bayer nach Leverkusen. Dort führten wir mit Hilfe von Auszubildenden des 2. Ausbildungsjahres den Versuch der Nitrierung von 2-Chlorbenzoesäure durch. Wir versuchten durch Verfahren, wie beispielsweise die Umkristallisierung oder die Dünnschichtchromatographie, mit denen man in der Schule eher weniger in Kontakt tritt, herauszufinden welche Art von Nitro-2-Chlorbenzoesäure entsteht.

Zum Abschluss der vier Tage wurden wir alle zu einer kleinen Feierstunde eingeladen, zu der auch unsere betreuenden Lehrer und unsere Eltern eingeladen wurden. Dort wurden uns dann die Urkunden und Sachpreise überreicht.

Abschließend möchte ich betonen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die erste Runde, in der Aufgaben zuhause gelöst werden müssen, sowie die Klausur der zweiten Runde zu lösen, denn dadurch kann man Möglichkeiten in der Chemie erreichen, zu denen man sonst keinen Zugang hat.

Außerdem bekommt jeder Teilnehmer der zweiten Runde die Möglichkeit an eintägigen Workshops teilzunehmen und auch so weitere Bereiche der Chemie  kennenzulernen.

Zudem sind sowohl die Workshops als auch vor allem das Landesseminar sehr gute Möglichkeiten neue, nette Leute kennenzulernen, die das Interesse an der Chemie teilen.

Des weiteren möchte ich Fr. Dr. Wypchlo danken, die meine Aufgaben der ersten Runde korrigiert hat und mich in meinem Vorhaben unterstützt hat. Außerdem möchte ich mich auch bei Fr. Vieler und dem Förderverein der Chemie-Olympiade bedanken, die das Landesseminar organisieren und uns dadurch erst die Möglichkeit geben, uns auch außerhalb der Schule weiterzubilden und mehr über die Chemie zu lernen. Abschließend möchte ich mich auch noch bei der Bayer Science & Education Foundation für die Finanzierung des Landesseminars bedanken.

Julia Stammkötter (Q2)

 

 

Jugendliche bereiten die Klima-Demo vor

Engagierte Schülerinnen und Schüler treffen sich Sonntag Vormittag zum Plakate malen im Spielraum. Organisatoren hatten auf mehr Teilnehmer gehofft. Zur Demo sind 200 Teilnehmer anmeldet

Die Vorbereitungen für die Demonstration am Freitag, 15. März, laufen auf Hochtouren. Die Ortsgruppe Bottrop „Fridays for Future“ traf sich am Sonntag im Saal des Spielraums an der Prosperstraße für die nötigen Vorbereitungen. Kartons wurden zerschnitten, Pinsel vorbereitet, Sprüche geplant.

Vanessa Piontek, die Delegierte der Ortsgruppe erklärt: „Das Projekt organisiert sich hauptsächlich über das Internet. Abgesprochen haben wir uns per Whatsapp“. Man suche auf der Internetseite des internationalen Projektes nach möglichen Ortsgruppen in seinen Städten und organisiere sich dann selbstständig, so die 16-jährige. Am Freitag soll die Demo auf dem Berliner Platz stattfinden. „Wir haben erstmal 200 Leute angemeldet, aber wir haben alle keine Ahnung, wie viele Leute kommen werden“, sagt sie.

Mitmachen ist wichtig

Die Bottroper Regionalgruppe des Projekts „Fridays for Future“ hat sich am Sonntag Morgen im Spielraum an der Prosperstraße getroffen, um Plakate für die Demo am nächsten Freitag vorzubereiten

Robert Schüppan, ebenfalls 16 Jahre alt, war am Sonntag zum ersten Mal mit dabei. „Ich bin darauf aufmerksam geworden und bin einfach mal vorbeigekommen“, so der Schüler. Ihm sei es besonders wichtig, sich für den Klimaschutz zu engagieren, denn „die Älteren hatten ihre Chance. Jetzt sind wir dran“, verkündet Robert selbstbewusst. Ebenso ist man sich in der kleinen Gruppe am Sonntag sicher: Das hier ist unsere Zukunft. Wie Vanessa beobachtet: „Viele glauben, das Mitlaufen bei der Demonstration würde reichen. Aber zu der Organisation vorher kommen sie nicht“.

Ein weiteres Problem, das die motivierten Jugendlichen sehen, ist die politische Stimmung um das Projekt herum. „Es ist völlig falsch, wenn verbreitet wird, dass wir am Demonstrationstag nicht zur Schule gehen“, erklärt Vanessa. Der Plan für Freitag sei es, nur in dem Block für die Demo nicht in der Schule anwesend zu sein, den Unterricht aber vorher und nachher regulär zu besuchen. „Ich habe Briefe an die Schulen geschrieben, um auf die Demo aufmerksam zu machen“, aber außer von ihrer eigenen Schule habe Vanessa bis Sonntag keine Rückmeldung erhalten.

Sven Hemens und Jannis Altes gestalten Transparente für die Demo (Fotos: Thomas Gödde)

Den Lehrern, die zur Zeit der Demonstration Unterricht geben, sei es freigestellt, mit ihren Schülern zu der Demonstration zu gehen. „Man könnte es als Exkursion gestaltet“, schlägt Jessica aus dem Hintergrund vor. Robert ergänzt: „Wir wollen ja auf keinen Fall, dass die Leute die Demonstration zum Schwänzen ausnutzen. Das ist nicht unser Ziel“, betont er. Insgesamt hoffen die Schüler, dass sich in der Zukunft mehr Jugendliche für den Klimaschutz engagieren und eventuell auch einen Teil ihrer Freizeit für Organisation und Planung opfern und „nicht einfach nur Mitlaufen“, wie Vanessa bedauert.

Die Oberstufenschüler dürfen zur Demo gehen

Die Klima-Demo in Bottrop findet am Freitag, 15. März, um 12 Uhr auf dem Berliner Platz statt. Angemeldet haben die Organisatoren dafür 200 Personen.

Die Leiter der Bottroper Gymnasien hatten angekündigt, die Demo als außerschulische Veranstaltung einzustufen oder die Schüler dafür beurlauben zu wollen.   

Quelle: Julia Liekweg / WAZ Bottrop, 11.3.2019

Wie HHG-Schüler Müll vermeiden

Achtklässler haben viele Ideen, wie sich in der Schule nachhaltiger leben lässt. Das Projekt gehört zu den drei Bottroper Beiträgen für die Klima Challenge Ruhr.

Nachhaltig leben, sich einsetzen für den Umwelt- und Klimaschutz – das treibt nicht nur die jungen Leute um, die im ganzen Land an den freitäglichen Schüler-Demos teilnehmen. Gut 20 Achtklässler vom Heinrich-Heine-Gymnasium haben Ideen entwickelt, um das Müllaufkommen an der Schule in den Griff zu bekommen und runterzufahren. „Hier ist nichts für die Tonne“ heißt das Projekt, mit dem sich das HHG an der revierweiten Klima Challenge Ruhr beteiligt.

Maja, Sophia, Katharina und Emma (v. li.) zeigen, was sich die Schüler im Bereich Müll überlegt haben. Schritt eins ist, in den Klassenräumen das Papier vom Restmüll zu trennen. Dazu wurden teils schon extra Kartons aufgestellt.  (Fotos: Thomas Gödde)

Finden sie Unterstützung und holen genug Punkte in diesem Wettbewerb, können die Heine-Schüler auf eine Finanzspritze hoffen. Die hilft bei der Umsetzung der Ideen – und die sind vielfältig.

Angefangen hat alles mit einer Müllanalyse in den Klassenräumen. Ergebnis: Vor allem Papier landet dort mit dem Restmüll in einem Behälter. Ein erster Schritt war daher zu sagen: Wir stellen schon mal leere Kartons in einigen Räumen auf, um das Papier getrennt zu sammeln und zu verwerten. „Für den Biomüll wollen wir einen Komposthaufen“, sagt Emma (13); der soll in einem neu anzulegenden Schulgarten seinen Platz finden. „Wir wollen das Obst und Gemüse, das wir dort anbauen, verkaufen und mit dem Geld andere Projekte unterstützen“, nennt Maja (13) eine weitere Idee.

Doch zurück zum Müll: „Wir wollen Restmüll vermeiden, indem wir Fünftklässlern Füller mit nachfüllbaren Patronen schenken“, sagt Maja. Denn der Großteil des Restmülls in den Klassen bestehe aus Stiften und leeren Patronen. Daher gibt es auch die Überlegung, Schülern die Möglichkeit zu bieten, ihre kaputten alten Stifte gegen neue, nachhaltige umzutauschen.

Timo (links) und Luca haben die Webseite „HHG-Kleinanzeigen“ erstellt. Darüber sollen Schüler ungenutzte Dinge verkaufen können – statt sie wegzuwerfen. (Foto: Thomas Gödde)

Timo (15) und Luca (14) haben zudem eine Webseite „HHG-Kleinanzeigen – Second Hand von Schülern“ geplant. „Der Sinn ist, dass auch Schüler unter 18 Jahren ihre alten Sachen verkaufen können“, sagt Timo. „Und zwar alles, was sie nicht mehr benötigen“, ergänzt Luca – was nachhaltiger ist, als Ungenutztes wegzuwerfen.

Alle diese Schüler gehören zum Differenzierungskurs der Stufe acht mit Schwerpunkt Naturwissenschaften am HHG. Lydia Burmester, Lehrerin für Bio und Politik, hatte im Radio gehört, dass San Francisco eine „No Waste City“ werden will, also eine Stadt möglichst ohne Müll. „Ich dachte, dann kann das doch für unsere Schule auch nicht unmöglich sein, und habe dem Kurs die Idee vorgestellt.“

Inzwischen sei klar, das vieles sich nicht ohne Geld realisieren lasse. Wie die Mitfahr-App, über die man sich für die Fahrt zur Schule vernetzen können soll. Für den Schulgarten gebe es aber nächste Woche eine Begehung mit Evonik, „die wollen das unterstützen“.

Anderes sei rein organisatorisch schwierig umzusetzen, wie die Befreiung der Cafeteria von Pappbechern. „Benutzte Becher dürfen nämlich nicht wieder über die Theke gereicht werden“, so Burmester. Ihr ist vor allem wichtig, den Nachhaltigkeitsgedanken in den Köpfen zu verankern. „Und es wäre schön, wenn das über unsere Schule hinaus Bottrop-weit überspringt.“

Weitere Initiativen setzen auf Grün

Neben dem HHG mit der offiziellen Projekt-Nummer 94 beteiligen sich zwei weitere Initiativen aus der Stadt an der Klima Challenge Ruhr – und hoffen ebenfalls auf ein Fördergeld. Projekt Nummer 101 „Bäume für Bottrop“ hat das Ziel, zusätzliche Bäume im Quartier Prosper III zu pflanzen – mindestens vier, gerne auch 20. Dahinter steht die Initiative „Nachbar schafft Klima“, die zum Beispiel schon gemeinschaftlich Beete beackerte. Mit den neuen Bäumen will die Nachbarschaftsinitiative die Atmosphäre im Viertel verbessern, so dass man sich im Sommer mehr im Schatten aufhalten kann.

Projekt Nummer 104 „Auf gute und leckere Nachbarschaft“ kommt vom Verein Gemeinsinn schafft Garten. Hier sollen Hochbeete zwischen Mehrfamilienhäusern angelegt werden – zum gemeinsamen Gärtnern, Ernten, Essen und Erzählen. „Auf kleinstem Raum können wir mit wenig Aufwand etwas erreichen“, so Nora Schrage-Schmücker vom Verein. In Zusammenarbeit mit Grundschulen und Kitas wolle sie den Kindern zeigen, wieviel Leben im Boden steckt und dass „Gemüse nicht nur aus dem Glas kommt“.

Die Punkte-Sammlung startet diesen Samstag

Ab diesem Samstag (9. März) sammeln die Initiativen im Internet Punkte für ihre Projekte der Klima Challenge Ruhr.

Wer mitmachen will, schaut auf www.ruhr2022.de , registriert sich bei seinem Favoriten-Projekt und postet regelmäßig eigene nachhaltige Aktionen wie den Verzicht aufs Auto. Dafür gibt es bis 6. April Punkte.

Quelle: Nina Strohmann / WAZ Bottrop, vom 9.3.2019

 

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