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Krötenwanderung – 5c rettet 68 Leben

Passend zum Reihenthema „Amphibien“ im Biologieunterricht wurden freiwillige Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c sowie ihre Eltern und Geschwister am letzten Donnerstagabend (21.03.2019) ab 19:00 Uhr Zeugen eines unvergleichlich schönen Naturschauspiels.  Frau Müller hatte die Kinder als ehrenamtliche Helfer eingeladen, um am Krötenzaun an der Vonderorter Straße den Tieren, die nach der Winterstarre ihre Winterquartiere verlassen und sich auf dem Weg zum Geburtsgewässer machen, zu helfen. Die Erdkröten, Grasfrösche oder Molche sind hier auf ihrem Weg nämlich in Gefahr,  da eine Straße die Winterreviere von den Laichplätzen trennt. Nicht selten finden sie auf dem Weg zu ihren angestammten Laichgewässern unter Autoreifen den Tod.

Dank der tatkräftigen Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, die bei Einbruch der Dämmerung ausgestattet mit Warnweste, Eimer und Taschenlampe mit anpackten, konnten an diesem Abend insgesamt 68 Tiere gerettet werden. Die Gruppe sammelte am Krötenzaun 24 Männchen, vier Weibchen und 18 Doppeldecker-Krötenpärchen ein. Josie fand überraschend, „dass das Weibchen dicker und größer ist als das Männchen und dass das Weibchen das Männchen trägt.“ Darüber hinaus wurden drei Molche und ein Grasfrosch gefunden. „Die Kröten habe ich ziemlich vorsichtig in den Eimer gesetzt, weil ich dachte die Tiere sind so klein, dass sie nicht so viel aushalten“, erinnert sich Philipp. Nachdem die Tiere in die Eimer gesetzt wurden, gingen die Helfer gemeinsam zum See auf der gegenüberliegenden Straßenseite und setzten die Kröten, Frösche und Molche vorsichtig im Wasser aus, wo diese sich nun einen Partner suchen und im flachen Wasser ablaichen können. Linda sagt: „Ich werde so schnell nicht mehr vergessen, wie ich meinen Doppeldecker ins Wasser gesetzt habe und er dann der Schnellste von allen war und sofort weggeschwommen ist.“

 

Schüler gehen für Klimaschutz auf die Straße – Neue Fotos

In der Fotogalerie sehen Sie Plakatentwürfe der Schülerinnen und Schüler sowie einige Impressionen von der Demonstration am letzten Freitag.

Über 500 Jugendliche beteiligen sich an der Demonstration der Bewegung Fridays for Future. Sie ziehen durch die Stadt und fordern mehr Engagement für die Umwelt.

 

Viele Schüler hatten Plakate mit Forderungen angefertigt, die sie auf der Demo präsentierten. (Foto: Heinrich Jung)

„Es gibt keinen Planeten B.“ Gleich mehrfach war diese Mahnung auf Plakaten und Bannern bei der Schüler-Demo für mehr Klimaschutz zu lesen. Gut 500 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der ersten Fridays-For-Future-Demo in Bottrop, so die Polizeischätzung. Von dem Erfolg waren die Organisatoren sichtlich überwältigt. „Mit so vielen Teilnehmern hätten wir nicht gerechnet“, sagte der 15-jährige Nico Zielinski.

In zahllosen Städten in über 100 Ländern fanden am Freitag Demonstrationen statt. Dafür haben die Jugendlichen den Unterricht geschwänzt oder aber wurden – so das Vorgehen an vielen Bottroper Schulen – für die Demonstration beurlaubt.

Darum gehe es ihnen aber nicht, betonten Hanna Lüger und Emma Marcinkowski. Es gehe darum, öffentlich ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz zu setzen, stellen die beiden Albers-Schülerinnen klar. Es werde einfach zu wenig für den Klimaschutz getan, ärgern sie sich. „Natürlich muss jeder einzelne bei sich zu Hause anfangen, aber in der Gruppe können wir mehr bewegen als allein“, so Emma Marcinkowski. Entsprechend sei auch die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die Initiatorin der weltweiten Proteste, ein Vorbild. „Es ist beeindruckend, was sie angestoßen hat.“

Ähnlich sieht es Eric Janetta. Auf seinem Plakat sprach er insbesondere die Minister Andreas Scheuer und Julia Klöckner an. „Freiwilligkeit wird die Welt nicht retten“, hieß es dazu, bezogen auf die Initiativen der beiden Minister, die Industrie zu mehr freiwilligen Klimaschutzleistungen zu bewegen. „Es ist wichtig zu demonstrieren, damit sich etwas ändert“, ist der 17-Jährige überzeugt. Auch eine lokale Forderung hat er auf seinem Plakat erhoben – und zwar die nach dem Radschnellweg auf der Gladbecker Straße. Denn die Verkehrswende sei von immenser Bedeutung für den Klimaschutz.

OB zollt Jugendlichen Respekt

Oberbürgermeister Bernd Tischler sprach den Jugendlichen seinen Respekt aus. Viel zu oft werde kritisiert, die junge Generation sei politisch und gesellschaftlich nicht engagiert. „Ihr setzt mit eurer heutigen Aktion ein deutlich anderes Zeichen.“ Er unterstütze die Schülerinnen und Schüler und sei überzeugt, dass die Aufmerksamkeit für die Aktion nicht so stark gegeben wäre, wenn der Aktionstag an einem schulfreien Tag läge. 

Gleichzeitig nutzte Tischler die Chance, vor den Jugendlichen für das Projekt Innovation City zu werben. Das Ziel, 50 Prozent CO2 einzusparen, sei fast erreicht, so der OB. Und das habe nicht etwa den wirtschaftlichen Niedergang zur Folge. Im Gegenteil, viele Unternehmen profitierten davon. Das zeige eben, dass im Klimaschutz auch andere Chancen liegen.

Nicht nur der OB, auch Lehrer und einige andere Erwachsene unterstützten das Anliegen der jungen Demonstranten und reihten sich in den Zug ein. Vom Berliner Platz zog die Gruppe über die Poststraße zur Fußgängerzone und dann weiter über Osterfelder-, Horster-, Friedrich-Ebert- und Paßstraße zurück zum Berliner Platz. Dabei skandierten die Teilnehmer Parolen für den Klimaschutz und insbesondere gegen den Abbau und das Verbrennen von Braunkohle.

Es gab aber auch Kritik am Klimaschutzzug der Schülerinnen und Schülern. So bemängelten einige Passanten etwa, dass für die Lautsprecheranlage eigens ein Auto in der Demo mitfuhr. Das passe nicht mit dem Anliegen der Schüler zusammen, so die Äußerungen.

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ Bottrop 16.03.2019 

Podiumsdiskussion zieht nur wenige Interessierte an

Die Podiumsdiskussion der „Fridays For Future“-Ortsgruppe lockte am Freitagmittag nur wenige Besucher in den Spielraum an der Prosperstraße. Rund zehn Gäste lauschten nach der Großdemonstration in der City den engagierten Schülern und eingeladenen Rednern. Dabei waren Vertreter von IGBCE und BUND, Lehrer und Einzelhändler. Vor allem Politiker von ÖDP, DKP und Grünen kamen zu Wort. Sie lobten den Einsatz der Schüler und betonten, dass im Kleinen etwas geschehen muss, bevor auf Landes- oder Bundesebene Weiteres geschieht. „Dran bleiben“, so der Appell.

„Es ist sehr wichtig, auf politischer Ebene den Mund aufzumachen. Wir unterstützen das als Schule. Jedoch wäre für die Demo Samstag besser gewesen“, erklärte HHG-Schulleiter Tobias Mattheis. „Für uns ist das, was ihr anregt, Rückenwind“, sagte Sigrid Lange vom BUND. Im Gespräch thematisierten die Anwesenden die Möglichkeiten jedes Einzelnen, sich zu engagieren, Die Frage nach der schnellen Umsetzbarkeit von Maßnahmen wurde aufgeworfen.  (MaHu)

Mehr Fotos im Internet unter: waz.de/bottrop

In vielen Städten in über 100 Ländern auf der Welt gingen Jugendliche am Freitag auf die Straße. (Foto: Heinrich Jung)

Schüler-Demo für Klimaschutz

Die Kundgebung der jungen Umweltschützer beginnt am Freitag um 12 Uhr auf dem Berliner Platz. Im Spielraum gibt es ab 15 Uhr eine Podiumsdiskussion

Die Fridays for Future-Gruppe bereitet die Demonstration vor. (Im Bild: Nico Zieleinski, Jessica Lee, Sven Hermens, Vanessa Piontek und Jannis Baltes (Foto: Thomas Gödde)

Bottroper Schüler wollen am Freitag, 15. März, für den Klimaschutz demonstrieren und die Schule schwänzen. „Die Stifte nieder und die Fäuste hoch“, fordert Sven Hermens, Sprecher der örtlichen Fridays-for-Future-Bewegung. Auf den Termin haben sich die jungen Klimaschützer weltweit verständigt, um geschlossen ein deutliches Zeichen zu setzen.

Nach dem Vorbild der jungen Schwedin Greta Thunberg gehen in Deutschland jeden Freitag Schüler auf die Straße, um für besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Manchmal schwänzen bis zu 50.000 Schüler gleichzeitig die Schule. „Wir rufen sämtliche Schüler und Studenten aus Bottrop auf, an diesem Freitag die Arbeit niederzulegen, um für unsere gemeinsame Zukunft zu demonstrieren“, sagt Vanessa Piontek (15), eine der Organisatorinnen des Bündnisses. Sie ist Oberstufenschülerin des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

„Wir meinen es wirklich ernst und das wollen wir auch nach außen tragen.“, stellt sie entschlossen fest. „Unsere Forderungen sind ganz klar: Wir wollen besseren und günstigeren ÖPNV, den Kohleausstieg 2025 und erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien. Die Notwendigkeit der Fridays-for-Future-Bewegung sei nicht von der Hand zu weisen, meint Sven Hermens. Den Rekordsommer in 2018 bezeichnet er als deutliche Mahnung der Natur. Hermens: „Wir stehen an einem Scheideweg, an dem wir uns jetzt entscheiden müssen zwischen Leben oder Sterben.“

Für die Entscheidungen der Bundesregierung fehlt den Bottroper Schülern jedes Verständnis. In ihren Augen braucht es in den nächsten Jahren zwingend einen Kohleausstieg. In einer internen Umfrage haben sich die Schüler auf 2025 als Datum für den endgültigen Kohleausstieg geeinigt. „Das schließt für uns natürlich ein, dass die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Denn die benötigte Braunkohle aus anderen Ländern zu importieren, nachdem sie hier nicht mehr abgebaut werden darf, wäre ein unlogischer Schritt“, findet Gymnasiast Jannis Baltes.

Der Nahverkehr müsse günstiger werden. Stattdessen erhöhe die Bahn jährlich die Preise und Azubis sollen für eine Monatskarte ab August 2019 80 Euro bezahlen. „Man stelle sich den Azubi mal vor, der genug verdient, um selbstständig zu leben in eigener Wohnung und sich dann monatliche Mehrausgaben von 80 Euro für ein solches Ticket leisten kann. Den gibt es de facto nicht“, urteilt Azubi Sven Hermens. „Deshalb ist die Frage nach Klimaschutz auch immer eine soziale Frage. Denn wenn sich die durchschnittliche Bevölkerung gar nicht leisten kann, umweltfreundlich zu leben, erreichen wir nie etwas“, meint er.

Lob für Greta Thunberg

Die jungen Klimaschützer kritisieren die Landesregierung auch für ihr Vorgehen im Hambacher Forst scharf. Es müsse endlich Schluss sein mit der Vertreibung der Menschen aus den umliegenden Dörfern und der Abholzung der Wälder. Die Braunkohle sei am Ende und man brauche den Tagebau Hambach nicht mehr auszuweiten, üben die Schüler Kritik. Auf die Konfrontation mit dem Vorwurf, es ginge den meisten da nur ums Schulschwänzen, regieren die Vertreter des Bottroper Schülerbündnis gelassen: Das seien nichts weiter als haltlose Versuche sie zu diffamieren, damit man sich nicht mit unseren Inhalten auseinandersetzen müsse. „Wir können froh sein, dass sich Greta für diese Art von Protest entschieden hat, weil wir ansonsten wahrscheinlich nicht weltweit eine ganze Generation auf den Straßen hätten“, findet Vanessa Piontek lobende Worte auf die Galionsfigur der Bewegung. nj (WAZ 13.3.2019)

Auf dem Berliner Platz und im Spielraum

➢ Am Freitag um 12 Uhr sammelt sich die Demonstration am Berliner Platz. Es wird Reden und Kulturbeiträge geben. Jeder Schüler darf seine Forderungen und Meinungen auszudrücken.

➢ Um 15 Uhr laden die Schüler zur Diskussion in den Spielraum, Prosperstraße 71. Es debattieren Politiker, Lehrer, Schüler und Wirtschaftsvertreter.

Jugendliche bereiten die Klima-Demo vor

Engagierte Schülerinnen und Schüler treffen sich Sonntag Vormittag zum Plakate malen im Spielraum. Organisatoren hatten auf mehr Teilnehmer gehofft. Zur Demo sind 200 Teilnehmer anmeldet

Die Vorbereitungen für die Demonstration am Freitag, 15. März, laufen auf Hochtouren. Die Ortsgruppe Bottrop „Fridays for Future“ traf sich am Sonntag im Saal des Spielraums an der Prosperstraße für die nötigen Vorbereitungen. Kartons wurden zerschnitten, Pinsel vorbereitet, Sprüche geplant.

Vanessa Piontek, die Delegierte der Ortsgruppe erklärt: „Das Projekt organisiert sich hauptsächlich über das Internet. Abgesprochen haben wir uns per Whatsapp“. Man suche auf der Internetseite des internationalen Projektes nach möglichen Ortsgruppen in seinen Städten und organisiere sich dann selbstständig, so die 16-jährige. Am Freitag soll die Demo auf dem Berliner Platz stattfinden. „Wir haben erstmal 200 Leute angemeldet, aber wir haben alle keine Ahnung, wie viele Leute kommen werden“, sagt sie.

Mitmachen ist wichtig

Die Bottroper Regionalgruppe des Projekts „Fridays for Future“ hat sich am Sonntag Morgen im Spielraum an der Prosperstraße getroffen, um Plakate für die Demo am nächsten Freitag vorzubereiten

Robert Schüppan, ebenfalls 16 Jahre alt, war am Sonntag zum ersten Mal mit dabei. „Ich bin darauf aufmerksam geworden und bin einfach mal vorbeigekommen“, so der Schüler. Ihm sei es besonders wichtig, sich für den Klimaschutz zu engagieren, denn „die Älteren hatten ihre Chance. Jetzt sind wir dran“, verkündet Robert selbstbewusst. Ebenso ist man sich in der kleinen Gruppe am Sonntag sicher: Das hier ist unsere Zukunft. Wie Vanessa beobachtet: „Viele glauben, das Mitlaufen bei der Demonstration würde reichen. Aber zu der Organisation vorher kommen sie nicht“.

Ein weiteres Problem, das die motivierten Jugendlichen sehen, ist die politische Stimmung um das Projekt herum. „Es ist völlig falsch, wenn verbreitet wird, dass wir am Demonstrationstag nicht zur Schule gehen“, erklärt Vanessa. Der Plan für Freitag sei es, nur in dem Block für die Demo nicht in der Schule anwesend zu sein, den Unterricht aber vorher und nachher regulär zu besuchen. „Ich habe Briefe an die Schulen geschrieben, um auf die Demo aufmerksam zu machen“, aber außer von ihrer eigenen Schule habe Vanessa bis Sonntag keine Rückmeldung erhalten.

Sven Hemens und Jannis Altes gestalten Transparente für die Demo (Fotos: Thomas Gödde)

Den Lehrern, die zur Zeit der Demonstration Unterricht geben, sei es freigestellt, mit ihren Schülern zu der Demonstration zu gehen. „Man könnte es als Exkursion gestaltet“, schlägt Jessica aus dem Hintergrund vor. Robert ergänzt: „Wir wollen ja auf keinen Fall, dass die Leute die Demonstration zum Schwänzen ausnutzen. Das ist nicht unser Ziel“, betont er. Insgesamt hoffen die Schüler, dass sich in der Zukunft mehr Jugendliche für den Klimaschutz engagieren und eventuell auch einen Teil ihrer Freizeit für Organisation und Planung opfern und „nicht einfach nur Mitlaufen“, wie Vanessa bedauert.

Die Oberstufenschüler dürfen zur Demo gehen

Die Klima-Demo in Bottrop findet am Freitag, 15. März, um 12 Uhr auf dem Berliner Platz statt. Angemeldet haben die Organisatoren dafür 200 Personen.

Die Leiter der Bottroper Gymnasien hatten angekündigt, die Demo als außerschulische Veranstaltung einzustufen oder die Schüler dafür beurlauben zu wollen.   

Quelle: Julia Liekweg / WAZ Bottrop, 11.3.2019

Direktoren unterstützen die Klima-Demo

Schulleiter sehen Chancen, Schüler und ganze Klassen für die Veranstaltung am 15. März zu beurlauben. Doch wenn Jugendliche regelmäßig schwänzen, müssen Reaktionen erfolgen.

Wenn am kommenden Freitag, 15. März, die Schüler auf dem Berliner Platz für mehr Klimaschutz demonstrieren, dann stehen ihre Schulen hinter ihnen. Das machten Schulleiter gegenüber der Lokalredaktion deutlich. Sie halten es für möglich, die Demonstration als eine außerschulische Veranstaltung einzustufen.

In einem solchen Fall können Klassen gemeinsam mit den Lehrern die Demo besuchen. Möglich sei aber auch eine Beurlaubung der Schüler, heißt es seitens der Schulen. „Grundsätzlich sehe ich die Möglichkeit, dass im Stil einer Exkursion die Lehrer die Schüler zur Demo begleiten“, sagt Markus Reuter, Leiter der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG). Ausgerechnet am 15. März gebe es jedoch eine große schulische Veranstaltung an der WBG. Deshalb hofft Reuter, dass die Schüler Verständnis haben und auf die Teilnahme an der Demo verzichten.

Am Josef-Albers-Gymnasium arbeiten Schüler und Lehrer in Sachen Demo ebenfalls Hand in Hand. Geplant sei unter anderem ein gemeinsamer Brief von Schülervertretern und Schulleitung an die Schüler. Wenn ganze Kurse gemeinsam teilnehmen wollten oder einzelne Schüler Urlaubsanträge für die Demo stellten, gebe es für diesen Termin sicher Lösungen, kündigt Schulleiter Ingo Scherbaum an.

Luca Alexius, Schülersprecher am JAG, sieht die ganze Aktion sehr positiv. Es gebe ja vielfach das Vorurteil, Jugendliche würden sich nicht einsetzten und politisch nicht interessiert sein. Die Demo zeige aber, dass es anders ist. „Diese Rückmeldung habe ich auch von vielen Mitschülern erhalten, die gefragt haben, ob wir als Schule uns nicht beteiligen sollten.“

Schwänzen hat Konsequenzen

Gleichzeitig sind sich Schulleiter und Schülersprecher einig: Die Teilnahme an der Demo kann nur freiwillig geschehen. Luca Alexius: „Wir sind eine bunt gemischte Schülerschaft. Nicht jeder hat sich schon eine Meinung gebildet, und wir können niemanden zur Teilnahme verpflichten.“ Daher sei er der Schulleitung dankbar für die nun gefundene Lösung.

Unterstützung für die Schüler signalisiert auch der Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG), Tobias Mattheis. Das Thema Nachhaltigkeit sei an seiner Schule stark verankert. Er verweist etwa auf die Klima-Challenge Ruhr, an der sich das HHG mit einem Projekt beteilige. In diesen Kontext passe sicher auch die Demo für den Klimaschutz. Wie seine Kollegen beurteilt er das Engagement seiner Schüler positiv. „Ich bin eigentlich froh, wenn Schüler sich einmischen und aktiv sind. Das ist ja auch ein Ziel von Schule.“

Einig sind sich alle befragten Schulleiter in einem weiteren Punkt: Schwänzen Schüler künftig regelmäßig den Unterricht, um für den Klimaschutz zu demonstrieren, können die Schulen das nicht tolerieren. Entsprechende Anweisungen gibt es auch aus dem Ministerium. Und so betont Ingo Scherbaum, dass er politisches Engagement unterstütze, wenn es bei der einen Demo in Bottrop bleibe. Grundsätzlich dürfe der Schulbesuch nicht leiden. Markus Reuter weist noch einmal auf die Konsequenzen hin. Unentschuldigtes Fehlen werde auf dem Zeugnis vermerkt. Im Extremfall kämen weitere Verfahren oder gar Bußgelder hinzu „Aber das ist nur der Fall, wenn es sich unangemessen häuft.“

Bei den Demos zu Fridays for Future – hier in Meschede – fordern die Schüler mehr Einsatz für den Klimaschutz (Foto: Ralf Rottmann)

 

Vorbereitungen beginnen am Sonntag

Die Bottroper Gruppe von Fridays for Future trifft sich am Sonntag, 10. März, um 11 Uhr im Spielraum an der Prosperstraße 71, um die Demo vorzubereiten. Unter anderem werden auch Plakate gestaltet. Wer mitmachen möchte, ist willkommen.

Die Demonstration findet am darauffolgenden Freitag, 15. März, um 12 Uhr auf dem Berliner Platz statt.

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ Bottrop vom 9.3.2019

 

siehe auch:

Scientists4Future für Fridays For Future

Wissenschaftler unterstützen Schülerproteste

Ranga Yogeshwar im Gespräch mit Ute Welty / Deutschlandfunk Kultur / 8.3.2019

https://www.deutschlandfunkkultur.de/scientists4future-fuer-fridays-for-future-wissenschaftler.1008.de.html?dram:article_id=442936

Crash-Kurs vermittelt heilsame Schocks

Polizei und andere Helfer berichten Schülern von ihren Erfahrungen mit Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Dabei gehen sie bewusst nicht zimperlich vor

Verkehrsteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren sind überproportional häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt. Das liegt nicht nur an ihrer mangelnden Erfahrung, sondern auch an der höheren Risikobereitschaft. Die Polizei wirkt deshalb schon vor dem Erwerb eines Führerscheins auf die jungen Menschen ein und klärt sie auf.

Am Donnerstag waren die 10. Klassen des Heinrich-Heine-Gymnasiums, der August-Everding-Realschule und der Adolf-Kolping-Schule zum „Crash Kurs NRW“ in die Aula des HHG eingeladen. „Wir gehen einen Schritt voraus, wir wollen sensibilisieren, besonders bezüglich der Hauptunfallursachen Alkohol, Geschwindigkeit, Drogen, Selbstüberschätzung oder Ablenkung“, erläuterte Polizeihauptkommissarin Ute Honvehlmann.

Die Schüler sollen die Realität erfahren, auch wenn die „echt hart“ ist, wie es auf dem Plakat heißt. Erhofftes Ziel ist die Verringerung der Unfälle. Zuerst steht aber die Sensibilisierung über persönliche Erfahrungen im Vordergrund. Denn Unfälle sind häufig vermeidbar, wenn man sich an die Regeln hält. 

Im Vorfeld hatten einige Schüler ihre Lebensträume aufgeschrieben und an einen großen Ballon geheftet. Häufig wurden Gesundheit, Erfolg, glückliche Familie und Zufriedenheit genannt. Losgelassen schwebten die Begriffe über allen Anwesenden. Doch plötzlich platzte ein Ballon symbolisch für die Lebensträume nach einem Unfall.

Unfälle haben ihre Ursachen

Die Schüler wurden nun mit Unfallstatistiken, schockierenden echten Unfallfotos und gestellten Videos konfrontiert „Du trägst Verantwortung. Immer! Oder willst du, dass andere auch so enden?“, hieß der Appell an die junge Klientel. Mitglieder der Rettungskette berichteten von ihren Erlebnissen mit tödlichen Unfällen junger Leute. Polizistin, Feuerwehrmann, Notarzt und Notfallseelsorgerin zeigten mit emotionalen Berichten und eindringlichen Bildern auf, dass Verkehrsunfälle nicht einfach passieren, sondern ihre Ursachen haben. Bei Wiederbelebungsversuchen wurden „Sekunden zu Stunden“, es gab das „Morgen Grauen“. „Man kann nicht einfach vergessen“ und „wie sinnlos der Tod hier war“, sagten die Rettungskräfte. Solche Erinnerungen werde man nie mehr los.

„Du hast kein zweites Leben“, mahnten sie und „Lass die Finger vom Handy! Oder willst du, dass deine Freunde deinen Tod live miterleben?“ Solche eindringlichen Worte zeigten Wirkung. Die Blicke der Schüler wurden nachdenklich, die Atmosphäre beklemmend. Ungewöhnlich still wurde es trotz der großen Schülerzahl. Manche mussten den Saal verlassen, wurden aber nicht allein gelassen, sondern von Notfallseelsorgern betreut.

Die Darstellungen zeigten Wirkung

➣ Die Reaktionen der Schüler: „Krass, macht betroffen“, „Man konnte sich hineinversetzen“ oder „Beeindruckend, was passieren kann, wenn man nicht nachdenkt“, hieß es.

➣ Andere stellten sich die Familien vor, denen man die Schreckensnachricht vom Tod überbringen muss.

Vor den Folgen von Unachtsamkeit und Risikobereitschaft im Verkehr hören die Zehntklässler bei einem „Crash Kurs“ in der Aula des HHG. (Fotos: Thomas Gödde)

Quelle: Harald Uschmann / WAZ Bottrop vom 22.2.2019

Romfahrt 2019 – Lateiner der Q2 erleben lebendige Antike

Köln/Bonn Flughafen. Samstag, 12.01.2019, 04:30 Uhr.

Neun müde Augenpaare guckten gespannt auf die Anzeigetafel und warteten bis ihr Flug aufgerufen wurde. Nach zweistündigem Flug sind Herr Lindemann und Frau Wolf mit ihren sieben Lateinschülern in Rom gelandet.

Mit gefüllten Mägen starteten wir unser Programm. Dazu gehörte eine Besichtigung der Basilika Santa Maria Maggiore, des Nationaldenkmals für König Viktor Emanuel II., des Pantheons, der Piazza Navona, des Trevi-Brunnens und der Spanischen Treppe. Auf dem Weg von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit sind wir durch schöne kleine Gässchen geschlendert, die uns den Flair der ewigen Stadt haben spüren lassen – vorbei an Straßenkünstlern, Gullideckeln mit der Inschrift S.P.Q.R. („Senatus Populusque Romanus“), süßen Eisdielen und verlockend aussehenden Pizzerien.

Langsam machte sich die kurze Nacht bemerkbar und wir beschlossen im Hotel eine Pause einzulegen. Nach dem Zimmerbeziehen und eventuell einem kurzen Nickerchen aßen wir in einer von Frau Wolf empfohlenen Pizzeria zu Abend.

Zum Abschluss des Tages schauten wir uns Rom bei Nacht an und bestaunten die Preise der Luxusmodelabels. Der Disney-Store am Ende der Straße war jedoch für alle das Highlight! J

Mit 30.000 Schritten auf dem Schrittzählerkonto fielen wir alle ins Bett.

Am nächsten Tag erfuhren wir viel Neues über das antike Rom durch die Vorträge, welche jede/r Schüler/in bereits in Bottrop vorbereitet hatte. Dabei lagen das Kolosseum, der Konstantinbogen, die Kaiserforen, der Palatin, das Forum Romanum und das Kapitol im Fokus.

Was natürlich nicht fehlen durfte, war ein Besuch des Vatikans. Insbesondere beeindruckte uns der prunkvolle Petersdom im Licht der untergehenden Sonne.

Unser letzter Abend endete mit einem schönen Beisammensein in einem Café nach abendlichem Stadtbummel.

Unsere Rückreise startete Montagmorgen um 08:30 Uhr. Erschöpft aber glücklich und voller neuer Erfahrungen kamen wir wieder in Deutschland an.

Von Sarah Stamm und Lisa Jandewerth

 

Das Fach Latein kann am Heinrich-Heine-Gymnasium in der Jahrgangsstufe 5 (Latein Plus) oder 7 angewählt werden und wird seit Jahren von Schülerinnen und Schülern bis zum Abitur belegt.

Schüler lauschen den Philharmonikern

Die Heine-Schülerinnen und -Schüler der Musikgrundkurse Q1 und Q2 starteten musikalisch ins neue Jahr. Das 5. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker brachte zum Jahresauftakt mit einem Klavierkonzert von Johannes Brahms und Musik von Bedrich Smetana zwei prominente Werke der Romantik in den Konzertsaal – mittendrin die Bottroper Gymnasiasten. Ziel war es, den Unterricht mit einem Konzertabend weiterzudenken. Die Schüler lernten Musik kennen, analysierten und erlebten sie mit eigenen Ohren. Beide Werke ließen sich passgenau in beiden Unterrichtsreihen der Oberstufe verorten. 

WAZ 23.1.2019

Kinder sollten Schulweg allein meistern – ohne Elterntaxi

Für die Sechstklässler am Heinrich-Heine-Gymnasium sind Rolf Schmidt und Michael Verleger alte Bekannte. Die beiden Verkehrssicherheitsberater der Polizei begleiten einen Großteil der Kinder schon seit Grundschulzeiten. Bei ihnen haben sie die Radfahrprüfung abgelegt und wertvolle Tipps erhalten, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen und wie sie sicher zur Schule kommen.

In der Doppelstunde jetzt geht es vor allem um das richtige Verhalten als Radfahrer. Denn für die Schüler hat sich einiges geändert. Die meisten sind nun älter als zehn Jahre alt, das Radeln auf dem Bürgersteig ist damit tabu. Schmidt und Verleger stellen den Kindern nun die aktuellen Regeln vor: Wo müssen Radler auf der Straße fahren? Wo ist die Benutzung des Radweges vorgeschrieben? Die Hände schießen in die Höhe, die Sechstklässler sind gut vorbereitet, erklären das runde blaue Schild, das die Benutzung des Radwegs zwingend vorschreibt.

Auf der Fahrradstraße haben Radler Vorrang

Dann kommen die beiden Polizisten auf eine Besonderheit vor dem Heinrich-Heine-Gymnasium zu sprechen. Schließlich ist die Gustav-Ohm-Straße ja eine Fahrradstraße. Wer dort auf dem Rad unterwegs ist, hat Vorrang vor den Autofahrern. „Als wir hier heute Morgen angekommen sind, sind die meisten von euch aber auf dem Bürgersteig gefahren“, sagt Schmidt. Das sei nicht in Ordnung. Zumal Radfahrer auf der Fahrradstraße sogar nebeneinander fahren dürfen. Allein der Gegenverkehr darf nicht behindert werden. Die hinterher fahrenden Autos jedoch müssen Rücksicht nehmen. „Hier könnt ihr die Eltern aufhalten, die bis zur Schule fahren.“

Das sagt Schmidt zwar mit einem Augenzwinkern, doch es hat für ihn und seine Kollegen einen ernsten Hintergrund. Sie möchten die Elterntaxis am liebsten von den Schulen weghalten. Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, sollten abseits an anderen Straßen halten und die Kinder sollten wenigstens die letzten Meter zu Fuß zurücklegen. Das allmorgendliche Verkehrsaufkommen vor vielen Schulen macht der Polizei Sorgen. Zwar habe es da noch keine Unfälle gegeben, sagt Schmidt, doch es müsse ja gar nicht erst so weit kommen. Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr fünf Schulwegunfälle gezählt, 2016 waren es neun, 2015 elf.

Hol- und Bringzonen sollen Situation entschärfen

Deshalb unterstützen die Verkehrssicherheitsberater die Elternhaltestellen, die schon an einigen Grundschulen eingerichtet wurden. Aktuell laufen bei der Stadt Planungen, sie auch am Josef-Albers-Gymnasium einzurichten, um das Verkehrschaos an der Schule in den Griff zu bekommen. Dort sind noch weitere Maßnahmen wie etwa eine Einbahnstraßenregelung in Planung.

Schmidt und Verleger haben jedoch noch eine Idee. Sie verweisen auf die Stadt Marl, die auch stark mit Hol- und Bringzonen an Schulen arbeitet, zusätzlich aber das Projekt Walking Bus, frei übersetzt laufender Bus, propagiert. Organisiert wird es an den Schulen, und im Prinzip läuft jeden Tag ein anderes Elternteil gemeinsam mit einer Gruppe Kinder zur Schule. An verschiedenen Treffpunkten werden die Kinder eingesammelt und schließen sich der Gruppe an. Die Landesverkehrswacht wirbt regelmäßig für dieses Modell.

Kinder lernen voneinander

„Wenn Kinder gemeinsam unterwegs sind, lernen sie voneinander durch gegenseitiges Beobachten und Korrigieren“, hat Verleger beobachtet. Der Weg zur Schule sei einfach wichtig, damit die Kinder generell lernen, sich richtig im Straßenverkehr zu verhalten. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß er: „Eltern sollten ihren Kindern viel mehr zumuten und zutrauen. Kinder können mehr, als die Eltern glauben.“

Kinder müssen sich auf den Verkehr konzentrieren

Den morgendlichen Hol- und Bringverkehr an den Schulen – Manfred Heuser und seine Kollegen vom Bezirksdienst der Polizei bekommen ihn hautnah mit. „Die Leute sind immer ganz erleichtert wenn wir morgens da sind und die Situation beobachten, doch bei Verstößen erwarten sie dann immer noch, dass wir wegschauen“, berichtet Heuser aus seiner Praxis. Gleichzeitig stellt er aber klar, dass es sich dabei nicht um ein Bottroper Phänomen handele. „Das kann man beobachten von Flensburg bis Garmisch.“ Gerade Halterverbotszonen vor Schulen würden häufig missachtet.

Das Problem sei häufig die Lage der Schulen mitten in den Wohngebieten. Eigentlich ja gedacht, damit die Schüler den Weg zu Fuß zurücklegen können. Außerdem: Einige Schulen seien sehr alt. Als da gebaut wurde, hat niemand an die heutige Verkehrsdichte gedacht. „Die Rheinbabenschule etwa ist ja über 100 Jahre alt. Das wäre zum Beispiel ein solcher Fall.“

Schmale Gehwege

Die baulichen Gegebenheiten rund um die Schulen in Verbindung mit dem vielen Verkehr zu Schulbeginn sorgten zusätzlich für gefährliche Situationen, hat Heuser beobachtet. Er führt das Beispiel der Astrid-Lindgren-Schule am Maybachweg an. Dort auf dem Eigen seien die Gehwege so schmal, da gebe es schon Probleme, wenn sich zwei Fußgänger begegnen. Ein äußerer Einfluss, der womöglich gar nicht allen Autofahrern dort bewusst ist. Ähnlich ist die Situation auch an der Fichteschule am Wilmkesfeld. Auch dort sind die Gehwege sehr schmal.

Er rät allen Eltern, den Schulweg mit den Kindern zu trainieren – egal ob in der ersten oder nach dem Schulwechsel in der fünften Klasse. „Wenn ich mit Erstklässlern oder Kitakindern unterwegs bin, dann sage ich immer, dass der Straßenverkehr gefährlich sein kann. Er muss aber nicht gefährlich sein, wenn ich mich an die Regeln halte.“ Und die Regeln hätten die meisten Kinder eigentlich drauf.

Besondere Vorsicht bei Hindernissen

Sie wissen, dass sie niemals an Hindernissen wie großen Bäumen oder geparkten Autos die Straße überqueren sollen. Wichtig sei, dass sie im Straßenverkehr von➢➞zentriert bleiben und sich an die Regeln erinnern.

Verkehrserziehung

 

Quelle: Matthias Düngelhoff / WAZ 14.11.2018

🚩https://www.waz.de/staedte/bottrop/kinder-sollten-schulweg-allein-meistern-ohne-elterntaxi-id215793637.html

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