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Wochen der Studienorientierung. Was soll ich nur studieren?

Hochschule bietet Einsteigern eine Woche der Orientierung.

Zu den Wochen der Studienorientierung vom 13. Januar bis 7. Februar öffnen die Hochschulen im Land ihre Pforten für Schüler, Eltern und Schulklassen. Doch selbst das Infoangebot ist unübersichtlich groß. Ein Überblick / Thomas Mader / WAZ Ruhrgebiet 10.1.2020

Schüler informieren sich auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum. (Ingo Otto FUNKE Foto Services)

Ruhrgebiet

Das Studium, unendliche Weiten… Selbst in den nun anstehenden Wochen der Studienorientierung vom 13. Januar bis 7. Februar kann man sich verlieren. Wie finde ich in diesem riesigen Angebot den Studiengang, der mir entspricht? Wie finanziere ich das Studium, bewerbe mich richtig und wie fühlt sich eine Vorlesung, die Arbeit im Labor oder die Recherche in der Bibliothek eigentlich an? Wir geben den Überblick.

Erste Anlaufstelle

Wer noch gar nicht weiß, was und in welcher Stadt er studieren möchte, sollte zunächst bei der Zentralen Studienberatung (ZSB) vorbeischauen. Auf zsb-in-nrw.de findet man eine Liste mit Links zu allen Hochschulen im Land und ihren Angeboten.

Bochum

Rohstoffingenieur werden an der Technischen Hochschule Georg Agricola oder doch einen Sozialen Beruf erlernen an der Evangelische Hochschule – glücklicherweise koordinieren die sieben Hochschulen der Stadt ihr umfangreiches Programm im Verbund„UniverCity Bochum“ . Hier finden sich auch alle 33 Orientierungstermine: www.univercity-bochum.de .

Zentral ist der Bochumer Hochschultag (28.1., 9-16 Uhr, Agentur für Arbeit, Universitätsstr. 669). Alle Einrichtungen sind mit Infoständen vertreten, von der EBZ Business School bis zur Hochschule für Gesundheit. Schnuppervorlesungen bieten beispielsweise Einblick in Architektur, Logopädie oder Robotik im Gesundheitswesen. Der Weg ins Lehramt ist Thema, ebenso wie „die eigene Bude“ und Quidditch als Hochschulsport.

EinenInfoabend für Eltern richten die Bochumer Hochschulen ebenfalls aus: „Hilfe, mein Kind will studieren“ (4.2., 17-19 Uhr, Agentur für Arbeit, s. o.).

Zu den Besonderheiten zählt „Die Junge Uni“ der Ruhr-Universität , an der leistungsstarke Schüler bereits während ihrer Schulzeit studieren können. Klausuren und dergleichen werden später angerechnet. Wie das funktioniert und was es bringt, erklärt ein Austauschtreffen von Schülerstudenten mit Interessenten am 13. Januar (17-18.30 Uhr) und eine Infoveranstaltung am 4. Februar (17-19 Uhr). Hochbegabung ist Thema am 30. Januar (17-19 Uhr). Anmeldung unter jungeuni [at] rub [dot] de .

Bottrop/Mülheim

Die Orientierungswoche an der Hochschule Ruhr West (HRW) läuft nur vom 13. bis zum 17. Januar. Ein Studienwahlworkshop (13.1., 10-15 Uhr, Campus Mülheim) legt Grundlagen, zentral sind aber Infotage am 14. Januar in Mülheim und am 16. Januar in Bottrop . Sicherheitstechnik, Fahrzeugelektronik oder lieber Medizintechnologie studieren? Energie- und Wassermanagement steht zur Auswahl, Internationale Wirtschaft bereitet auf „Emerging Markets“ vor. Auch eine individuelle Studienberatung kann man vereinbaren. Programm und Anmeldung unter www.hochschule-ruhr-west.de .

Dortmund

Dortmund konzentriert seine mit über 300 Veranstaltungen reichlich gefüllten Hochschultage auf Mittwoch und Donnerstag (15./16.1.) , wobei der zentrale Elterninfoabend bereits am 13. Januar stattfindet (17 Uhr, FOM Hochschule). Die hohe Zahl kommt zustande, da die sieben Hochschulen viele Schnuppervorlesungen und -seminare anbieten, aber auch individuelle Beratungen. Für einige sind Anmeldungen erforderlich. Dabei sind neben der Technischen Uni und der Hochschule Dortmund, die International School of Management, die private FOM, das IT-Center Dortmund (ITC) und die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung; dual studieren kann man an der Internationalen Hochschule IUBH. Eine Veranstaltungssuche bietet: www.dortmund.de .

Duisburg/Essen

In 16 Beratungen, Vorlesungen, Führungen und Workshops klärt die Uni Duisburg-Essen unter anderem diese Fragen: Ist ein Lehramtsstudium angesichts des akuten Lehrermangels sinnvoll (15.1., 18-19 Uhr, Essen Glaspavillon)? Was lernen Physikstudierende eigentlich, und was machen sie nach dem Studium (20.1., 10-12 Uhr, Duisburg MC 122)? Zu den Höhepunkten zählt „Bei uns kommen die Chips nicht aus der Tüte“ – eine Laborführung durch das Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik (14.1., 14-15.30 Uhr, Duisburg, LT Haupteingang). Die Elternsprechstunde findet am Samstag, 25. Januar, statt (11.30-13 Uhr, Duisburg, Uni-Office). Das „Frühstudium“ für Schüler ist zweimal Thema (13.1. in Essen und am 3. 2. in Duisburg, jeweils 16.30-17.30 Uhr). Das Programm: www.uni-due.de .

Gelsenkirchen/Recklinghausen

Werkstätten, Labore und Hörsäle der Westfälischen Hochschule stehen am Standort Gelsenkirchen offen am Hochschulinformationstag (24.1., 9-13 Uhr). Neben zahlreichen Vorlesungen und Führungen gibt es einen Markt der Möglichkeiten , auf dem Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter Rede und Antwort stehen. Die Lehrerlounge bietet Gelegenheit zum Austausch, die Multiplikatoren werden in Kurzvorträgen über das Angebot informiert. Für den Experimentiertag im Studiengang Medizintechnik (22.1., 9-14 Uhr, Gelsenkirchen) ist eine Anmeldung erforderlich. Ansonsten finden, auch an den anderen beiden Standorten Recklinghausen und Bocholt, hauptsächlich offene Sprechstunden, Schüler-Eltern-Infoabende und Workshops zur Studienorientierung statt. Das Programm: www.w-hs.de .


Interessierte können sich einen Überblick über das Studienangebot der HRW in Bottrop und Mülheim verschaffen / WAZ Bottrop 10.1.2020.

Die Hochschulen bieten landesweit an rund 50 Standorten etwa 2000 Studiengänge an. Da ist so mancher Schulabgänger schnell überfordert. Die Orientierungswochen sollen die Entscheidung leichter machen.

Alle Institute beteiligen sich

Auch die Hochschule Ruhr West in Bottrop und Mülheim nimmt daran teil. Vom 13. bis 17. Januar können sich Interessierte über ein Studium an der HRW informieren. Was kann ich studieren? Was muss ich können, was lerne ich? Auf diese und weitere Fragen gibt die Woche der Studienorientierung an den beiden Standorten Bottrop und Mülheim Antworten. Alle sieben Institute der HRW beteiligen sich am Programm. Sie geben Einblicke in den Studienalltag. Sie bieten Veranstaltungen an und machen Beratungsangebote rund um ein Studium und die eigene Studienwahl, ein Duales Studium sowie Auslandsaufenthalte. Es kann an Campus-Führungen und Laborbesuchen teilgenommen werden. Studierende, wissenschaftliche Beschäftigte und Professoren bieten sich als Gesprächspartner an.

Am Standort Bottrop findet der Info-Tag am Donnerstag, 16. Januar, statt. An diesem Tag öffnet die Hochschule Ruhr West viele Türen zu Hörsälen und Laboren.

1000 Neulinge im Wintersemester

An den Ständen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ wird über den Hochschulalltag, das Studienangebot, die Studienfinanzierung und Perspektiven nach dem Studienabschluss informiert. Wer unsicher ist, wie es nach der Schule weitergeht, kann sich an die HRW-Talentscouts wenden. Die Institute Informatik und Energiesysteme und Energiewirtschaft stellen ihre Studiengänge vor und bieten Führungen durch die Labore an. Das Programm mit allen Details ist auf der HRW-Website unter zu finden. www.hochschule-ruhr-west.de. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Für Schülerinnen und Schüler werden Teilnahmebestätigungen ausgestellt.

An der HRW stiegen zuletzt mehr als 1000 neue Studierende ins Wintersemester ein. Ihnen hatten zuvor Veranstaltungen wie der Tag der offenen Hochschule im Juni, „mint4u“, die Herbstferienakademie oder auch die „Woche der Studienorientierung“ zu Jahresbeginn die Entscheidung erleichtert.

Die „Wochen der Studienorientierung“ sind eine gemeinsame Initiative des Wissenschaftsministeriums, des Schulministeriums, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

 

 

Rückblick auf den Weihnachtsmarkt am HHG

Das HHG im Weihnachts(markt)fieber

Der dritte, am Heinrich-Heine-Gymnasium ausgerichtete Weihnachtsmarkt, war in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg. Nicht nur, dass über 7000 Euro Spenden für Schulprojekte und unseren Partnerkindergarten in Ruanda zusammengekommen sind, was alleine schon eine unglaubliche Leistung ist. Aber auch die Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Eltern konnten nach einer vorbereitungsreichen Woche, endlich die Weihnachtliche Stimmung in vollen Zügen genießen. Mit einem bei der Oberstufe erworbenen Stück Kuchen, heißem Tee oder Bratwürstchen schlenderten etliche Besucher über den Weihnachtsmarkt, blieben hier und da stehen, um selbstgemachte Kerzen,Weihnachtsdekoration oder Schmuck zu bewundern. Abgerundet wurde der Vorweihnachtstraum durch die gesangliche Begleitung der 5. Klassen, die die gesamte Zeit von 16-18 Uhr unermüdlich Weihnachtslieder sangen. So waren am Ende des Abends schon alle Besucher, sowie Akteure, bestens auf die in der folgenden Woche stattfindenden Weihnachtkonzert und natürlich auch auf Weihnachten selbst, eingestimmt.

Johanna Träger (Q1)

Weihnachtskonzerte

In der kommenden Woche läuten die Chöre, Orchester und Ensembles des Heinrich-Heine-Gymnasium traditionell die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage mit zwei großen Konzerten ein.

Nach langen Probennachmittagen in der Schule und mehrtägige Probentagen in Xanten und Nordhorn sind die jungen Musikerinnen und Musiker bereit, ihren Eltern, Freunden, Verwandten und der Schulgemeinschaft ihr musikalisches Können zu präsentieren. Mit traditionellen Weihnachtsliedern, mit Musik aus der Musical- und Filmwelt wie aus „The Greatest Showman“, „The Chess“ , „A Star is born“ oder „The Mission“  sowie mit klassisch-sinfonischen Werken wie die Suite aus der Oper „Die Nacht vor dem Christfeste“ von Rimsky-Korsakow bringen die Heine-Musiker ihre Besucherinnen und Besucher musikalisch in festliche Vorweihnachtsstimmung.

Einige wenige Karten sind am Konzertabend im Foyer der Aula erhältlich. Konzertbeginn ist am Mittwoch, den 18.12. und Donnerstag, den 19.12. jeweils um 18:00 Uhr.

Vorlesewettbewerb: Siegerin kommt aus Klasse 6f

Alle Klassensiegerinnen und Klassensieger, die am Schulwettbewerb teilgenommen haben: von li nach re: Lena Bartels, Emma Boek, Mikail Bekdes, Isabella Lemos Rottbeck, Rachel Löcker und Vanessa Renken.

Neben abwechslungsreichen Jugendbüchern sorgten Weihnachtslieder und eine Nikolausaktion der SV  für gute Stimmung in der Aula

Der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen fand dieses Jahr am Nikolaustag in der Aula des HHG statt, die mit den Schülerinnen und Schülern aus den 5. und 6. Klassen gut gefüllt war. Diesem Publikum und einer kompetenten Jury, bestehend aus der Vorjahressiegern Julia Rosche (7c) und den Deutschlehrerinnen Frau Kaftan und Frau Höfels, stellten sich Rachel Löcker (6a), Mikail Bekdes (6b), Lena Bartels (6c), Vanessa Renken (6d), Isabella Lemos Rottbeck (6e) und Emma Boek (6f), die als Klassensiegerinnen bzw. Klassensieger in den Schulwettbewerb einzogen und von ihren Klassen lautstark und mit Plakaten angefeuert wurden.

In der ersten Wettbewerbsrunde präsentierten die jungen Vorleser einen Ausschnitt eines selbst gewählten Jugendbuchs und konnten damit die Zuschauer begeistern. Gelesen wurde z.B. aus Cornelia Funkes Fantasy-Bestseller „Tintenherz“ oder aus dem Jugendroman „Wild Claws“, dessen Autor Christian Gailus, der unter dem Autorenpseudonym „Max Held“ schreibt, erst im Februar diesen Roman am HHG im Rahmen einer Autorenlesung vorgestellt hatte. In der zweiten Runde musste dann aus einem unbekannten Jugendbuch vorgelesen werden („Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company“ von Corinna Gieseler), woraufhin sich die Jury zur Beratung zurückzog. In der Zwischenzeit sorgte Herr Langenberg für musikalische Unterhaltung und vorweihnachtliche Stimmung bei den Schülerinnen und Schülern. Mit Liedern wie „In der Weihnachtsbäckerei“ oder „Feliz Navidad“, welche von den rund 270 Schülerinnen und Schülern schallend mitgesungen wurden, ließ sich die Zeit bis zur Siegerehrung gut vertreiben. Zudem verteilten Schülerinnen und Schüler der SV als Nikoläuse verkleidet Schokolollies an die Kinder und sorgten damit für eine Überraschung.

Am Ende der knapp 90-minütigen Veranstaltung ging Emma Boek als Siegerin des Wettbewerbs hervor. Sie wird das HHG im Frühjahr 2020 im Regionalwettbewerb vertreten. Vanessa Renken konnte sich über den zweiten Platz freuen. Platz drei teilten sich Rachel Löcker und Isabella Lemos Rottbeck, Platz vier ging an Mikail Bekdes und Lena Bartels. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und vielen Dank allen Mitwirkenden, die den Vorlesewettbewerb zu einem tollen Ereignis für alle Beteiligten werden ließen.

Hitlerjunge Salomon spricht vor Schülern am HHG

Sally Perel berichtete, wie er den Nationalsozialismus überlebte.
Foto: HHG

Bottrop.  Sally Perel hat als jüdisches Kind den Holocaust überlebt. Seine Biografie wurde verfilmt unter dem Titel Hitlerjunge Salomon. Nun war er am HHG.

„Heute hört ihr den letzten Zeitzeugen, jetzt seid ihr Zeitzeugen und verantwortlich dafür, dass so etwas wie Auschwitz nie wieder passieren kann.“ Diesen Auftrag erhielten die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums nun vom 94-jährigen „Hitlerjungen Salomon“, Sally Perel. Er überlebte als jüdisches Kind den Nationalsozialismus, weil es ihm gelungen war, als Hitlerjunge seine jüdische Identität zu verbergen. Er verfasste eine Autobiografie, die später unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt wurde.

Tief beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler als der 94-Jährige die Aula betrat. Begrüßt wurde er direkt mit spontanen Standing-Ovations, die selbst den erfahrenen Redner Sally Perel kurzzeitig aus der Fassung brachten. Finanziert und gefördert durch die Friedrich-Naumann-Stiftung berichtete der aus Israel angereiste Sally Perel, etwa eineinhalb Stunden über seine Lebensgeschichte und beantwortete anschließend Fragen der Jugendlichen. Mit der Aussage, dass Zeitzeugen die besten Geschichtslehrer seien, zitierte Perel direkt zu Beginn der Veranstaltung Steven Spielberg. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigte sich allein dadurch, wie gebannt die Schülerinnen und Schüler ihm zuhörten.

Sally Perel begegnet den Schülern auf Augenhöhe

Sally Perel wurde 1925 in Peine geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt durch die Aussage, er sei Volksdeutscher dem Erschießen. Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig.

Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt 3 Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen. Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben, um nach Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preiszugeben.

Patenschaft für das Projekt Schule ohne Rassismus

Auf Augenhöhe begegnete er den Schülerinnen und Schülern des HHGs und berichtete auch über sein eigenes Schuldempfinden: „Solange mich meine Schuhe tragen, werde ich an Schulen reisen und der Jugend berichten“, erklärt Perel seinen Antrieb. „Besonders berührt hat uns, wie offen er über die tragischen Erlebnisse und die zwei Seelen in seiner Brust, Jupp und Sally, berichtet hat“, erinnern sich die Schüler. Zum Schluss sicherte Perel dem HHG zu, die Patenschaft für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu übernehmen.

 

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-hitlerjunge-salomon-spricht-vor-schuelern-am-hhg-id227869283.html

09.12.2019 – 15:41 Uhr


Die Initiativgruppe des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Leitung von Frau Möller und Frau Keller freut sich sehr über Sally Perels Besuch.

Foto: HHG

Das Heine besinnt sich – Weihnachtsmarkt am HHG

In stimmungsvoller Atmosphäre wird zum dritten Mal am Heinrich-Heine-Gymnasium ein Weihnachtsmarkt stattfinden.

Am 12.12.2019 präsentieren in der Zeit von 16.00-18.00Uhr alle Klassen Selbsthergestelltes aus verschiedensten Materialien in den unterschiedlichsten Techniken. Dazu haben sich die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und vielen Eltern in dieser Woche vorbereitet. Das Angebot reicht von weihnachtlicher Dekoration bis zu köstlichen Naschereien.

Für das leibliche Wohl ist dank der Oberstufe bestens gesorgt, es gibt Würstchen, Kaffee und Kuchen, Kinderpunsch u.v.m. Das musikalische Bühnenprogramm, gestaltet durch die fünften Klassen, wird Sie in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen.

Die Einnahmen und Spenden kommen auch in diesem Jahr wieder Schulprojekten und dem Partnerkindergarten des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Ruanda zugute.

 

Unser traditionelles Weihnachtskonzert findet in diesem Jahr am 18. und 19. Dezember,  jeweils um 18 Uhr statt.

Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

 

Rückblick auf eine großartige Vernissage

Am Mittwochabend (27.11.2019) erstrahlte das Heinrich-Heine-Gymnasium in kunstvollem Glanz.

Vor den Augen eines großen Publikums eröffnete der Fachbereich Kunst zum zweiten Mal seine Pforten, um einen Einblick in die sensationellen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten aus dem Kunstunterricht zu geben. „Die guten Kunstwerke verschwinden nach Fertigstellung meistens direkt in den Mappen der SchülerInnen und werden viel zu selten einem breiten Publikum gezeigt“, so Frau Weber und Frau Köhne, die Fachvorsitzenden des Faches Kunst. Schulleiter Tobias Mattheis geht es vor allem darum „auch dem besonderen Fach Kunst am Heinrich-Heine-Gymnasium ausreichend öffentliche Wertschätzung zukommen zu lassen und die SchülerInnen für ihre bemerkenswerten künstlerischen Leistungen zu würdigen“. Ein vom Boden bis zur Decke mit 395 Exponaten prall gefüllter Kunstraum mit Themen wie „Monsterparty“, „surreale Objekte“ oder „Was wäre ich, wenn ich ein Tier wäre?“  begeisterte das Publikum. Das Kunsturteil zu fällen, erwies sich als sehr schwierig. So beschwerte sich die Unterstufenkoordinatorin Alice Vervoorts: „Mein Lieblingskunstwerk zu finden ist unmöglich, bei all den schönen Bildern, kann ich mich einfach nicht festlegen!“ Bei gedämpftem Licht begleiteten die Oberstufenensembles die Ausstellung mit atmosphärischer Livemusik. Ein spannendes Kunstquiz mit schönen Preisen und das Buffet der Q2-SchülerInnen rundeten den gelungenen Abend ab. Die Ausstellung ist für Kunstinteressierte noch einmal am HHG Weihnachtsmarkt (12.12.19, 16-18 Uhr) geöffnet.

Schüler werden gegen Mobbing aktiv

Ein spezielles Theater ist beim Projekttag am Heinrich-Heine-Gymnasium zu Gast. Kinder aus der siebten Jahrgangsstufe kommen als Experten mit ins Spiel

Mobbing unter Schülern ist ein Problem. Alarmierende Zahlen belegen: Mindestens jedes zehnte Kind ist im Laufe seiner Schulzeit von Mobbing betroffen, beinahe jedes achte Kind übt selbst aktives Mobbing aus. Am Heinrich-Heine-Gymnasium sind Schüler jedoch gegen Mobbing aktiv. Bei einem Präventivtag erarbeiten Schüler der 7. Jahrgangsstufe gemeinsam mit dem Spotlight-Theater gegen Mobbing Strategien gegen den systematischen Psychoterror.

Systematisches Fertigmachen

Zum Abschluss der Veranstaltung führen Schüler der Klasse 7b mit Mitarbeitern des Spotlight-Projektes des Arbeitskreises soziale Bildung und Beratung e.V. ein kurzes Bühnenstück auf.

Von Mobbing spricht man, wenn ein einzelner Schüler über einen längeren Zeitraum systematisch fertiggemacht wird. Dies fängt oft mit Hänseleien an und führt über permanente Erniedrigungen zur Ausgrenzung und vollkommenen Isolierung. Die Auswirkungen für die Gemobbten sind verheerend: sie reichen von Angstzuständen und psychosomatischen Erkrankungen über einen starken Leistungsabfall und Gefährdung der Versetzung bis hin zu Schulwechsel oder gar Schulabbruch. Einigen scheint Selbstmord der einzige Ausweg.

Bei dem Projekttag mit dem Theater gegen Mobbing erarbeiteten die Schüler wirksame Methoden, um Mobbingkonflikte zu verhindern oder vorhandene Mobbingkonflikte zu lösen. Das Spotlight-Theater „gegen Mobbing“ bietet neben den Schulprojekttagen, Fortbildungsreihen für Lehrer ein umfangreiches Angebot, um vor Ort selber gegen Mobbing aktiv werden zu können. Es ist somit eine Ergänzung zu gewaltpräventiven Maßnahmen wie etwa Streitschlichter-AGs, Sozialtrainings oder Klassenpaten.

Der Präventivtag begann mit einem etwa 35-minütigen Theaterstück. Das Team des Spotlight-Theaters zeigte dabei die verschiedenen Facetten eines Mobbingprozesses auf. Am Ende sind Regie und Schauspieler ratlos, wie die Situation zu lösen ist. An dieser Stelle kamen die Schüler als Experten gegen Mobbing mit ins Spiel.

Viele Schüler leiden darunter, Opfer von Mobbing zu sein (Fotos: Thomas Gödde)

Außerdem erklärten Teamer den Schülern, was eigentlich Mobbing genau ist und was sie dagegen tun können. Das konnten die Schüler auch ganz praktisch ausprobieren und schließlich auf der Bühne zeigen, wie sie mögliche Klassenkonflikte lösen würden.

Sie lernten so, dass Mobben keine Streiterei auf Augenhöhe und kein einfaches Lästern ist und dass derjenige, der darüber schweigt, Mobbing duldet. Hilfeholen sei eben kein Petzen, erfuhren die Schulkinder. Sie lernten, dass jeder etwas gegen Mobbing tun kann und muss.

 

Starke Partner entwickelten das Projekt

Gegen Mobbing müssen alle etwas tun. Warum das so wichtig ist, wird in dem Theaterstück deutlich.

Das Projekt „Stark im MiteinanderN“ wurde vom Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, dem Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e. V., der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster und der Westfälischen Provinzial-Versicherung entwickelt.

Neben dem „Magic Circle“, dem „Fair Mobil“ und „Cool at School“ wurde unter Federführung des Arbeitskreises Soziale Bildung der Baustein „Spotlight – Theater gegen Mobbing “ konzipiert, der mit theaterpädagogischen Methoden das Thema Mobbing unter Schülern bearbeitet.

Detaillierte Informationen zu allen Bausteinen bietet der Internetauftritt www.miteinander.de. Auskunft gibt auch die Spotlight-Projektleitung Annette Michels und Andreas Raude beim Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e. V., Grevener Str. 8948159 Münster, 0251/277230, E-Mail: kontakt [at] asbbmuenster [dot] de

Quelle: WAZ Bottrop vom 4.12.2019

 

 

 

Veranstaltung mit Sally Perel am Mittwoch, 04. 12.2019

Liebe Eltern,

Sally Perel, Quelle: Wikipedia
Sally Perel Quelle: Wikipedia

mit großer Freude möchten wir heute auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen. Am Mittwoch, den 04.12.2019 bietet die Friedrich-Naumann-Stiftung den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9, EF, Q1 und Q2 des Heinrich-Heine-Gymnasiums die einmalige Möglichkeit, in unserer Aula mit dem 94-jährigen Sally Perel ins Gespräch zu kommen. Unsere Vorfreude auf den aus Israel anreisenden Gast ist groß, da die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen zum Dritten Reich und den damit verbundenen Schrecken nun einem jüdischen Zeitzeugen stellen können, der den Holocaust nur überleben konnte, weil er sich als „Volksdeutscher“ ausgab. Somit ist seine Biografie ganz besonders interessant, da unsere Schülerinnen und Schüler auf eine Person treffen werden, die über die Opfer- und Täterperspektive dieser Zeit berichten kann.

Sally Perel wurde 1925 in Peine, nahe Braunschweig geboren. In Anwendung der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1935 der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in Polen. Die Eltern schicken Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo Sally Perel in ein russisches Waisenhaus kommt. Im Juni 1941 beginnt der deutsche Angriff. Auf der Flucht nach Minsk gerät er in Gefangenschaft und entkommt dem Erschießen durch die Aussage, er sei Volksdeutscher.

Als Jupp Perjell überlebt er im Anschluss unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges nimmt er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, wird von Amerikanern gefangen genommen, kurze Zeit später wieder freigelassen und kehrt im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher bei den Russen.

Nach 1945 verließ Perel Deutschland und brauchte mehr als 40 Jahre in seiner neuen Heimat Israel, um das Erlebte zu verarbeiten, bevor er sich schließlich entschloss, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben, um nach Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preiszugeben. Es erschien unter dem Titel „Ich war Hitlerjunge Salomon“ 1992 erstmals auf Deutsch. Das Buch wurde von Agnieszka Holland 1990 unter dem Titel „Hitlerjunge Salomon“ verfilmt. Auf eindringliche Weise berichtet der heute 94-jährige bei seinen Lesetouren von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens. Aus der großen zeitlichen Distanz versucht er, die Ereignisse zu reflektieren und zu bewerten. Trotz seines hohen Alters reist Sally Perel noch regelmäßig nach Deutschland, um Schülerinnen und Schülern von seinem Leben zu berichten.

 

Zeit: Mittwoch, der 04.12.2019 (09:30-ca. 12 Uhr)

Ort: Aula

Der Fachunterricht findet aufgrund der Veranstaltung nicht statt. Die Schülerinnen und Schüler werden in dieser Zeit von den jeweiligen Lehrpersonen,  begleitet und betreut. Die Veranstaltung wird im Geschichtsunterricht vor- und nachbereitet.

 

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