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Unser Oberbürgermeister, Herr Matthias Buschfeld, besucht die Ausstellung zum Gedenken an Anne Frank

Wir freuen uns besonders, dass Herr Buschfeld die Ausstellung besucht hat und damit ein wichtiges Zeichen für Erinnerungskultur, Demokratie und Menschlichkeit gesetzt hat.

Wisst ihr welcher Tag der 12.06 ist? Der Tag, an dem sich das HHG dem Anne Frank Gedenktag widmete - ganz im Zeichen des Erinnerns, des Verstehens und des Lernens.

Ihr Tagebuch ist weltbekannt. Aber was sagt uns ihre Geschichte eigentlich heute, im Jahr 2026? Eine unserer Vorbereitungklassen präsentierte hierzu eine bewegende Ausstellung, die sie im Rahmen des Gesellschaftslehreunterrichts erarbeitet und ihr Tagebuch in vereinfachter Sprache gelesen und besprochen hatte. Diese Ausstellung schlug eine Brücke zur Gegenwart und stellte die drängende Frage, was Flucht, Ankommen und die Suche nach einem Neuanfang heute bedeuten.

Die Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklasse betrachten dieses Thema nicht aus einer dritten Perspektive — sie haben es selbst erlebt. Viele von ihnen haben Fluchterfahrungen gemacht und lernen derzeit Deutsch am HHG. Während der Lektüre des Tagebuchs von Anne Frank fiel ihnen auf, dass es in Annes Geschichte einige Parallelen zu ihren eigenen Lebenswegen aufweist - teilweise die Erfahrung von Krieg, der Schmerz von Unsicherheit, das Verlassen der Heimat, das Ankommen und Anpassen in einem fremden Land oder die Hoffnung auf ein neues, sorgloses Leben.

Trotz sprachlicher Schwierigkeiten und der Komplexität des Themas hatten sich die Schülerinnen und Schüler dieser Herausforderung gestellt. Das Resultat war eine berührende Ausstellung, die nicht nur informierte, sondern zum kritischen Nachdenken anregen sollte.

Vom 12. bis 19. Juni war nun diese Ausstellung in der Aula des HHG zugänglich für die gesamte Schulgemeinschaft in Begleitung einer Lehrkraft.

Besonders zu erwähnen ist die Unterstützung, die das Projekt möglich gemacht hatte:

So war das Vorhaben auch von einer Mutter unterstützt worden, die die Vorbereitungsklassen seit mehreren Jahren ehrenamtlich begleitet.

Zusätzlich hatte ein ehemaliger Schüler (selbst früher VK-Schüler und inzwischen Student) das Projekt mit einem persönlichen Interview über seine eigene Fluchterfahrung bereichert. Seine Perspektive verlieh der Ausstellung eine besonders eindrückliche und authentische Dimension.

Auch die Schüler/-innen der AG „Heine mit Courage" unterstützte das Projekt der Vorbereitungsklasse: Sie hatten nicht nur Werbematerialien für die Ausstellung gestaltet, sondern auch in der Schulbibliothek einen thematisch passenden Büchertisch vorbereitet, der die Besucherinnen und Besucher zum Weiterdenken und Vertiefen einlud.

So war ein Projekt entstanden, das weit über den Unterricht hinausgeht - ein gemeinsames Zeichen für Offenheit, Erinnerungskultur und Zusammenhalt. Ganz im Sinne des Schulmottos wird hier sichtbar: „WIR am Heine" bedeutet gelebte Gemeinschaft. 

Autorinnen:  Avin Rachid und Lyan Suliaman, Klasse 9a

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